Die Leser von »Ich bin dann mal weg« kennen sie als Hape Kerkelings skurrile Pilgerfreundin. Mit klugem Blick und viel Humor berichtet Anne Butterfield davon, den Camino ein zweites Mal zu gehen und dabei alles anders zu machen… Mit einem Vorwort von Hape Kerkeling Im Juni 2001 wanderte Anne Butterfield zum ersten Mal auf dem Jakobsweg und fand in Hape Kerkeling einen prominenten Mitstreiter. Doch irgendwie vermisste die Engländerin damals das intensive Gefühl des Pilgerns. Deshalb begibt sie sich 2010 erneut auf den Weg nach Santiago de Compostela. Ihren Plan, die Strecke diesmal mit dem Fahrrad zurückzulegen, muss sie jedoch bald aufgeben. Sie erreicht ihr Ziel schließlich wieder zu Fuß, aber diesmal mit der Demut und Gelassenheit, die sie sich 2001 vergeblich gewünscht hatte. Leidenschaftlich und selbstkritisch erzählt die Autorin von ihren Strapazen, persönlichen Schwächen sowie nationalen Eigenheiten. Und sie reflektiert über ihre erste Wanderung und ihren Seelenverwandten Hans Peter, der ihr zu einem guten Freund wurde.
Inhalt: Anne Butterfield pilgerte bereits 2001 den Camino und lernte dort Hape Kerkeling kennen. 2010 hat sich die Engländerin erneut auf den Weg gemacht, um den Camino noch einmal zu gehen und den Zauber des Pilgerweges erneut zu erfahren und zu verstehen. Erneut beginnt ein abenteuerlicher Weg, der mit dem Fahrrad beginnt und sich dann doch zu Fuß fortsetzt, auf dem sie neue Leute kennen lernt und Fragen nach dem Sinn des Caminos und des Lebens selbst stellt.
Meine Meinung: Bereits als ich Hape Kerkelings Buch "Ich bin dann mal weg" gelesen habe, hat mich die Faszination des Caminos und des Pilgern gepackt. Anne Butterfield, die damalige Weggefährtin des deutschen Komikers, hat mich durch Hape Kerkelings Schilderungen von Beginn an fasziniert und so wollte ich auch ihre Eindrücke vom Camino unbedingt lesen und habe es nicht bereut.
Anne Butterfield schildert in ihrem Reisebericht "Ich bin da noch mal hin" einerseits einige Szenen der Pilgerreise von 2001 aus ihrer Sicht, andererseits schildert sie ihre jetzige Reise und die Fragen, die sie sich und anderen auf dieser Reise gestellt hat. Der Schreibstil ist wunderbar ehrlich, witzig und bietet Einsichten in die Suche nach der Bedeutung des Camino. Das Buch ist ein Reisebericht, der die Strapazen und Schwierigkeiten des Pilgerns schildert, aber auch die persönlichen und spirituellen Erfahrungen, die der Weg bringen kann.
Mich persönlich hat sehr fasziniert, dass Anne Butterfield diesen Weg erneut und alleine auf sich genommen hat. Ich habe mich bei einigen Passagen gefragt, ob ich so stark gewesen wäre und durchgehalten hätte, wenn ich an ihrer Stelle gewesen wäre. Wahrscheinlich wäre ich längst nach Hause gefahren. Ich bewundere die Autorin sehr für ihr Durchhaltevermögen, trotz der Steine, die auf ihrem Weg aufgetaucht sind. Interessant fand ich auch, dass Anne die Zeit mit Hape Kerkeling auch aus ihrer Sicht geschildert hat und auch ihre plötzliche Prominenz durch Hapes Buch, die ihr nun bei ihrer zweiten Pilgerreise zu Teil wurde. Für mich ist es auch interessant, so viele unterschiedliche Ansichten und Antworten auf die Frage "Was ist denn nun der Sinn des Camino?" zu lesen. Die Eindrücke der unterschiedlichen Menschen, die Anne befragt hat, machen nachdenklich und geben ein Gefühl davon, was eine solche Pilgerreise für einen selbst bringen und bedeuten kann. Ebenso die unterschiedlichen Motive den Weg zu gehen und das, was sich am Ende des Weges für einen selbst eröffnet.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen und auch etwas Fernweh in mir geweckt. Auch hat es meinen Wunsch gestärkt, irgendwann einmal mutig genug zu sein, diesen Weg ebenfalls zu gehen und den Zauber des Caminos für mich selbst zu erfahren.
Ich empfehle dieses wunderbare Buch allen, die gerne Reiseberichte und Pilgerberichte lesen und gerne über das Leben und seinen Sinn nachdenken. Ich wurde wunderbar unterhalten und habe das Buch sehr genossen!
das buch wäre viel besser, wenn sie nicht immmer wieder auf eine gezwungene art hape kerkeling erwähnen würde. auch die fußballszenen waren nix für mich. aber es liest sich so weg - und jetzt habe ich wieder das dringende bedürfnis den jakobsweg auch mal zu wandern (obwohl wandern überhaupt nicht meins ist und sie auch von vielen nicht so tollen dingen erzählt, wie z.b. den ganzen blasen)...