Termin mit Kant spielt anhand von 4 fiktiven Menschen und ihren Alltagsproblemen philosophische Grundsätze durch, die dem Leser als Denkanregung dienen sollen.
Von Sokrates und Platon, über Leibniz und Kant, bis zu Nietzsche und Camus sind dabei große Namen der Philosophie mit ihren Überlegungen vertreten.
Ich habe das Gefühl, dass der Autor sich nicht entscheiden konnte, ob er ein wissenschaftlich ernstzunehmendes Werk über Philosophie schreiben möchte, oder er ein populärwissenschaftliches Ratgeberwerk für die Massen verfassen will. Dementsprechend hängt das Buch zwischen diesen Welten und spricht keine der beiden großen Zielgruppen wirklich an.
Die ausgedachten Fallbeispiele sind wirklich fragwürdig und sexistisch. Die Frauen haben alle Lebenskrisen wegen unerfüllten Familienträumen und Liebesproblemen, während die Männer dahingegen "ernstzunehmende" Probleme zugeschrieben bekommen.
Ich weiß einfach nicht, was die Intention des Autors war. Wenn ich ernsthaftes Interesse an Philosophen und Ihren Werken habe, dann lese ich ein wissenschaftlicheres Buch und wenn ich nur durch die (ausgedachten) Schicksale anderer Menschen unterhalten werden möchte, dann kann ich genau so gut das Vormittags-Programm von RTL2 einschalten.