Wie kommt der Geschmack ins Fertiggericht, und was macht Bonbons bunt? Jeder hat schon von Zusatzstoffen wie Glutamat und Aspartam gehört. Aber was hat es damit wirklich auf sich, und was verbirgt sich hinter E 965, E 650 und den anderen kleingedruckten Inhaltsstoffen? Klar ist: Essen macht nicht nur satt, sondern immer häufiger auch krank. Die chemische Wunderwelt ist nicht nur gefährlich für Herz und Hirn, sie kann sogar tödlich sein. Das Standardwerk zur Chemie im Essen umfasst ein Lexikon zu Lebensmittelzusatzstoffen, zu Gefahren und Risikogruppen. Eine äußerst hilfreiche Pflichtlektüre für jeden, der gerne weiß, was er isst. "Chemie im Essen" ist die aktualisierte und erweiterte Neuausgabe des Buches "Echt künstlich".
Die Thematik und der Inhalt des Buches sind interessant und auch wichtig, leider hapert es an der Umsetzung.
Die ersten beiden Kapitel sind noch relativ übersichtlich und informativ, danach fängt Hans-Ulrich Grimm aber an, sich häufig zu wiederholen (man versteht auch ohne es ein fünftes Mal zu lesen, dass Milupa Milch künstliche Stoffe beinhaltet). Desweiteren finde ich die Schreibweise stellenweise zu dramatisch und schon fast reißerisch.
Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass das Buch keinen wirklichen roten Faden hat. Die Fallbeispiele scheinen willkürlich aneinander gereit, dazwischen hat man teilweise endlose Aufzählungen von Zusatzstoffen, Farbstoffen, E-Nummern, echten Namen der einzelnen Produkte etc. Bei einer so hohen Dichte an Informationen bleibt leider nicht viel hängen.
Viel interessanter wären für mich Lösungsansätze gewesen, wie man jetzt diese Zusatzstoffe ungehen kann, wo sie doch so gut wie überall drinnen sind. Welche Produktgruppen sind z.B. besonders belastet? Keine Fertiggerichte kaufen kann nicht alles sein, aber gar nichts Verarbeitetes mehr zu konsumieren scheint auch wenig realistisch.
Das Buch enthält durchaus lesenswerte Stellen und vor allem das Lexikon am Ende mit der Auflistung der in Deutschland zugelassenen E-Nummern inklusive Erklärungen, ist eine tolle Ergänzung. Darum bekommt das Buch von mir trotz der vielen Kritikpunkte 2 Sterne.
Please note that I put the original German text at the end of this review. Just if you might be interested.
Cheers meal. Disease, cancer, chemistry,…
If you want to continue to eat usually in the future, please do not continue reading in your interest. What else can one say about the ever-changing nuances in which we are sold, and the health of the community is sacrificed to greed, corruption, and lobbying? First, it should be noted that it is not in the core of a non-fiction book in the strict sense, but rather a lexicon of food additives, the first hundred on pages along with epilog information contained in the book. The large core of the book sums up the supposed benefits of advanced food chemistry in numerically ascending order. The chronology of the failure of all supervisory authorities for decades paves the way to the very core of the whole misery. A profoundly dystopian outlook on even stronger, more intensive and, above all, less expensive industrial chemicals, pardon, of course, ingredients of modern nutrition in the 21st century. To spoil the last remaining appetite. The actual lexicon begins with cheerful pictograms in the style of a "using genetic engineering produced, particularly questionable substance, allergenic" and other pleasant signs. Now the E values seem to be eager to excel in as many of the six warning categories as possible, and they are sure to be eagerly awaiting the proclamation of the clear winner, are not they? Monosodium glutamate, questionable in 5 out of 6 categories, camouflaged with alibis and alter egos, unfortunately, there is no trace left of the original umami. This is followed by sweeteners, dyes, phosphates and many more in the other places. Paint a car or glaze food, what makes a difference. At the same time, these four illustrative E's form the majority in the lexicon, as there are many different variants of each category with their number. The dozens of diseases induced by longer-term consumption form their register at the end of the book. Moreover, to round off all the substances, whose families are not quite so prominent, but they stand out for it with exceptional skills. Such as being used as a disinfectant or medicament, to be heat, cold and acid resistant or means that are prohibited as veterinary medicine, because they are deadly on the domestic fauna. Finally, for a drastic illustration, the fact is emphasized that the use of some of these wonders of modern technology in child and baby food is legal, which is unequaled concerning poverty-technical clarity and brings the central message to the point. This failed health and nutrition policy, along with the now-common failure of all control bodies, is by no means delicate, on the contrary, it is disgusting and nauseous.
Na Prost Mahlzeit. Krankheit Krebs Chemie, leider alles andere als Egal.
Wenn sie in Zukunft weiter normal essen möchten, lesen sie bitte im eigenen Interesse nicht weiter. Was soll man noch sagen zu den immer neuen Nuancen, in denen wir verkauft und die Gesundheit der Allgemeinheit Profitgier, Korruption und Lobbyismus geopfert wird. Vorab sei angemerkt, dass es sich im Kern nicht um ein Sachbuch im eigentlichen Sinn, sondern eher um ein Lexikon der Lebensmittelzusatzstoffe handelt, dessen erste Hundertschaft an Seiten nebst Epilog Informationen im Buchstil enthalten. Der überwiegende Kern des Buches bringt die vermeintlichen Vorzüge fortschrittlicher Lebensmittelchemie in numerisch aufsteigender Reihenfolge auf den Punkt. Die Chronologie des Versagens sämtlicher Kontrollinstanzen über Jahrzehnte hinweg ebnet den Weg zu dem eigentlichen Kern der ganzen Misere. Einem zutiefst dystopischen Ausblick auf noch stärkere, intensivere und vor allem billiger herzustellende Industriechemikalien, pardon, natürlich Inhaltsstoffe der modernen Ernährung des 21 Jahrhunderts. Um noch den letzten verbliebenen Appetit zu verderben. Das eigentliche Lexikon beginnt mit fröhlichen Piktogrammen im Stil eines „unter Einsatz von Gentechnik hergestellt, besonders bedenklicher Stoff, allergieauslösend“ und anderer munterer Zeichen. Nun scheinen die werten E´s ganz erpicht darauf zu sein, sich in möglichst vielen der insgesamt 6 Warnkategorien auszuzeichnen und sie werden sicher voller Spannung der Verkündung des eindeutigen Siegers entgegenfiebern, nicht wahr? Mononatriumglutamat, bedenklich in 5 von 6 Kategorien, getarnt mit etlichen Alibis und Alter Egos, vom ursprünglichen umami nur leider keine Spur mehr vorhanden. Es folgen auf den weiteren Plätzen Süßstoffe, Farbstoffe, Phosphate und etliche andere. Auto lackieren oder Speisen glasieren, was macht das schon für einen Unterschied. Diese 4 zur Veranschaulichung herausgepickten E´s bilden gleichzeitig die Mehrheit im Lexikon, da es von jeder Kategorie viele verschiedene Varianten samt eigener Nummer gibt. Die Dutzenden, durch den längerfristigen Konsum induzierten Krankheiten bilden ein eigenes Register am Ende des Buches. Und zur Abrundung noch all die Stoffe, deren Familien zwar nicht ganz so groß sind, sich dafür aber mit besonderen Fähigkeiten hervortun. Wie etwa als Desinfektionsmittel oder Medikament zum Einsatz zu kommen, hitze-, kälte- und säureresistent zu sein oder Mittel, die als Veterinärmedizin verboten sind, weil sie auf die häusliche Fauna tödlich wirken. Abschließend sei zur drastischen Veranschaulichung die Tatsache hervorgehoben, dass der Einsatz mancher dieser Wunder der modernen Technik in Kinder- und Babynahrung legal ist, was an armutszeugnistechnischer Anschaulichkeit seinesgleichen sucht und die Hauptbotschaft auf den Punkt bringt. Diese verfehlte Gesundheits- und Ernährungspoltik, samt dem mittlerweile gewohnten versagen sämtlicher Kontrollinstanzen, st keineswegs delikat, sie ist ganz im Gegenteil ekelhaft und übelkeitserregend.
Das Buch "Chemie im Essen" von Hans-Ulrich-Grimm wurde für die Schulbibliothek angekauft, um im Fach Chemie einen Einstieg ins Thema für Jugendliche und Interessierte zu geben, sowie als Nachschlagewerk, das auch für VWAs zitiert werden kann.
Das Buch erfüllt die Vorgaben, denn auch mit keinen oder nur wenigen Vorkenntnisssen ist es möglich, die wesentlichen Inahalte dieses Buches zu erfassen. Die Position, die der Autor einnimmt, lässt sich klar herauslesen. Auch für Schüler*innen, die ein wirtschaftliches Thema wählen, kann dieses Buch wegen der aufgeführten Konzerne gefunden werden und interessant sein.
Das Cover passt sehr gut zu diesem Buch, denn die abgebildeten Jellybeans enthalten, wie viele anderen industriell gefertigten Produkte auch, neben Farbstoffen noch viele andere chemische Zusatzstoffe, die verschienene Krankheiten auslösen können.
Die häufigsten Zivilisationserkrankungen, wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, ADHS, Diabetes und viele mehr werden im Hinblick auf verschiedene Zusatzstoffe beleuchtet, hier bekommen die Leser_innen eine grobe Zusammenfassung darüber, wie sich die Ernährungsgewohnheiten in den letzten Jahrzehnten geändert haben. Die Sehnsucht nach "natürlich" ist immer noch in den Köpfen verankert und, wie in vielen anderen Bereichen auch, hinterfragen die Verbraucher_innen wenig und gehen damit gesundheitliche Risiken ein.
Allgemein regt dieses Buch zum Nachdenken und vor allem Nachschauen an, was jetzt genau im verzehrten Lebensmittel drinnen ist. Das geht natürlich nur, wenn man die Verpackung in dne Händen hält. Aufgeführt wird auch, dass in der Gastronomie ebenso Fertigprodukte und Lebensmittelzusätze eingesetzt werden, worüber die Verbraucher*innen jedoch nicht aufgeklärt werden und daher nicht abschätzen können, in welchen Mengen welche Zusätze tatsächlich konsumiert werden - beim heutigen Lebensstil ist das bedenklich.
Etwas nervig sind häufige Wiederholungen im Thementeil, ganz besonders gut gelungen ist der Mittelteil mit den E-Nummern, denn die wesentlichen Informationen inklusive Nutzen und Risiken werden in kurzer und verständlicher Form wiedergegeben.
Als ein Mensch, der enorm viel auf sich und die Signale seines Körpers achtet, war es eine spannende Lese-Erfahrung mit diesem Buch. Ich hab vorher noch nie ein Buch aus dem Bereich der Nahrungskritik gelesen. Daher war dieses jetzt eine sehr interessante Abwechslung. Insbesonndere, da mir persönlich inzwischen eine gesunde Ernährung immer wichtiger geworden ist und ich so weit wie möglich eine natürliche Lebensweise schätze. Jetzt also konkret zum Buch:
Inhalt
Der Autor hat schon mehrere derartige Bücher auf den Markt gebracht, die allesamt sehr erfolgreich waren (oder sind). In diesem nun geht es um die Zusatzstoffe in Lebensmitteln. Dabei greift der Autor auf zahlreiche Studien zurück und zeigt, inwiefern die Nahrungsmittelindustrie den Verbraucher häufig schlichtweg "verschaukelt".
Der Aufbau und meine Meinung
Das Buch beginnt mit 6 Kapiteln in denen die Welt der Zusatzstoffe auf dem aktuellen Markt erläutert wird. Das macht der Autor einerseits indem auf Fallbeispiele zurückgegriffen wird, andererseits, indem die Industrie mit all ihren Tricks, um Junk-Food und Fertiggerichte, etc. an den Verbraucher zu bringen. Auch auf das Label "natürlich" wird eingegangen. Anschließend folgt ein lexikalisches Verzeichnis der Zusatzstoffe, was sie bewirken, wo sie vorkommen und ob irgendein gesundheitliches Risiko von ihnen ausgeht. Zuletzt erklärt der Autor, welche Zusatzstoffe noch verwendet werden, aber nicht als solche gelten.
Ich persönlich hatte anfangs den Eindruck von Boulevard-Presse und war nicht sicher, ob mir der anprangernde Stil vom Autor gefallen sollte. Auf der anderen Seite war ich beeindruckt von der Vielzahl an offensichtlich wissenschaftlichen Beweisen, die aufgeführt werden, um die Argumente des Autors zu stützen und zu untermauern. Das Buch ist eindeutig interessant und auch packend geschrieben, sodass das Lesen als solches zu keiner Zeit Langeweile oder Monotonie aufkommen lässt. Ich hatte während des Lesens latent das Gefühl, es mit der B**d-Zeitung zu tun zu haben. Der Stil ist teilweise doch eher reißerisch - vielleicht, weil der Autor aufrütteln möchte. Vielleicht aber auch, um irgendwelche Schwächen zu kaschieren?! Ich weiß es nicht. Ich für meinen Teil bin geneigt, die grundsätzlichen Fakten zu glauben und zu akzeptieren, sodass das Buch durchaus eine Wissensbereicherung darstellt und einen aufklärenden Effekt erzielt.
Fazit
Ich mag das Buch. Es ist spannend und interessant. Trotz des Stils ist es wissenswert, ein Stück weit Augen öffnend und ein kleiner Schatz zugunsten natürlicher, gesunder Ernährungsweise. Ich gebe nur 4 statt 5 Sterne, weil ich denke, der Autor hätte es etwas besser noch strukturieren können. Insbesondere der vorangestellte Textteil (Kapitel 1-6) hätte noch besser und übersichtlicher strukturiert sein können. Auf diese Weise scheint es teilweise, dass der rote Faden stellenweise etwas dünn wird, finde ich. Es wirkt konfus und wie eine einzige "Verteufelung" der chemischen Nahrungsmittelindustrie. Das macht das Buch etwas kompliziert. Davon abgesehen, wie gesagt, ist es aber ein gutes und aufklärendes Buch, das mir sehr gefallen hat. Ich überlege jedenfalls, noch weitere derartige Bücher zu lesen. :)
Das Buch ist einfach nur verwirrend geschrieben. Grimm springt von einem Punkt zum anderen ohne einen klaren roten Faden zu haben(außer, dass Zusatzstoffe schädlich sind). Desweiteren finde ich manche Fallbeispiele schlecht gewählt, wie zum Beispiel die Frau des ersten Kapitels. Die Ärzte denken nur, dass der Herzfehler von den Zusatzstoffen kommt. Meines Erachtens nach ist es durchaus möglich, dass sie sich einfach generell schlecht ernährt hat (sie hatte ja Diabetes, es wird leider nicht erwähnt welcher Typ). Auch macht er manche Aussagen, wo man sich fragen muss, ob er nicht ein wenig dramatisiert. So finde ich es zum Beispiel nicht bedenklich, dass ein einziger Fall beschrieben ist, in dem jemand auf einen Zusatzstoff reagiert. Ein einziger! Deswegen muss man diesen noch lange nicht verbieten. Viele Leute sind auf Erdnüsse allergisch, und auch diese sind erlaubt. Die Auflistung am Ende mit allen Zusatzstoffen ist zwar etwas trocken zu lesen, jedoch immer noch der beste Teil, da hier die meisten Informationen stecken.
Etwas kompliziert zu lesen, da Information auf Information folgt. Dafür sehr lehrreich und traurig. Auf Brot könnte als Zutatenliste nur "Mehl" angegeben sein, wäre wohl ausreichend, sowohl für die Industrie als aus die Politik/ Gesetzgeber. Einfach weil Chemie wohl "nur" eine uninteressante Nebensache ist und nur im Interesse des Verbrauchers drin ist. Seltsam das diese Verbraucher dazu nie beragten wurden/ werden. Die Chemie die in unser Essen kommt wird nicht mal untersucht oder geprüft. Toll oder?
Verständliches, gebündeltes, interessantes Wissen zu einem aktuellen Thema. Manche Dinge werden jedoch nicht ganz objektiv und eher populistisch betrachtet...Das kleine Lexikon einiger Stoffe ist aber ganz hilfreich!