Die Stimme ist eines der flüchtigsten Dinge überhaupt und erweist sich doch als eines der komplexesten Phänomene. Dem slowenischen Philosophen und Kulturtheoretiker Mladen Dolar gelingt es, die vielfältigen Aspekte dieses Phänomens in einer einheitlichen Theorie zu bündeln, die systematische mit historischen Darstellungen verknüpft. Dabei eröffnet sich ein Feld, das kaum einen Aspekt der modernen Theorie unberücksichtigt lä die Linguistik, Physik und Metaphysik, die Ethik, Politik und Ästhetik der Stimme und nicht zuletzt die besonderen Stimmen bei Freud und bei Kafka kommen zu Wort.
Mladen Dolar is a Slovene philosopher, psychoanalyst, cultural theorist and film critic. Dolar was born in Maribor as the son of the literary critic Jaro Dolar.
Ich musste dieses Buch für eine mündliche Prüfung an der Universität lesen und ich muss sagen, es hat mich gut überrascht, weil es überhaupt keine Quälerei war. Dolar erklärt alles sehr klar und deutlich. Mein einziges Problem mit dem Buch ist, es kommt aus der englischen Übersetzung, die aus dem Slowakischen kommst. Wäre es nicht besser, direkt von dem Slowakischen zu nehmen? Manchmal hatte ich das Gefühl, die Bedeutung war ein bisschen schwammig wegen der Sprache.
Inhaltlich würde ich das Buch als "Theorien der Stimme" bezeichnen, statt als "Geschichte der Stimme," da es die Doppelbedeutung von "history" and "story" ist. Meine Meinung nach passen beide nicht so gut. Außerdem gibt es viele Diskussionen der Theorien von Lacan, Freud und Kafka. Für Leser wäre es besser, schon ein Hintergrundswissen von ihnen zu haben, aber es ist nicht unbedingt nötig.
Die Theorien sind faszinierend und ich würde das Buch an Studenten der akustischen Theorien empfehlen. Ich habe das Englische auch gekauft und werde es diese Woche lesen, so dann kann ich die beide Fassungen vergleichen.