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FIDA

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„Na, wie findest du dein neues Zuhause?“, fragte Tom neugierig. Fida blickte an sich herab, auf ihre Fußfessel, verfolgte ihren Verlauf bis zu der Stelle, an der sie in den Boden einbetoniert war.“







- (C. Junger/Krimi & Co.)

- (K. Wolfram/Zauberspiegel-online)

- (B. Senft/Lord Byrons Buchladen)


In meinem Buch spiele ich mit der Ur-Angst aller Was wäre, wenn meinem Kind etwas zustößt? Wie würde ich in so einem Fall mit der Angst umgehen, mit dem Verlust und der Ungewissheit, wenn die polizeilichen Ermittlungen ins Leere führen? Fida voran ging meine Novelle “Kalte Berechnung”, die thematisch schon ähnlich gelagert war, sich jedoch eher mit dem Gedanken der Selbstjustiz und der Rache befasste. In Fida spinne ich den Gedanken weiter, zeichne ein Worst-Case-Szenario, mit dem ich dem Leser emotional an die Nieren gehe.
Mich reizen die menschlichen Untiefen, das Bestialische, das hinter zivilisierten Fassaden wohnt. Fida ist wie Nietzsches vielzitierter Abgrund, der nicht nur in dich hineinblickt, sondern dir einen entsetzten Schrei entlockt, dessen Echo noch lange nach dem Lesen (oder Schreiben) in dir nachhallt.

Fida wurde für den Vincent Preis 2013 in der Kategorie "Bester deutschsprachiger Roman" nominiert. Ausgezeichnet werden jedes Jahr die besten Werke der Genres "Horror" und "Unheimliche Phantastik" mit deutschsprachiger Originalausgabe. An dieser Stelle möchte ich mich bei meinen Lesern bedanken, für die großartige Unterstützung! Ich freue mich riesig darüber!
Ihre Stefanie Maucher

232 pages, Kindle Edition

First published March 26, 2013

23 people want to read

About the author

Stefanie Maucher

23 books3 followers

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Community Reviews

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4 (7%)
1 star
1 (1%)
Displaying 1 - 14 of 14 reviews
Profile Image for Katja Piel.
Author 42 books28 followers
April 4, 2013
Moment, ich muss mich erstmal sammeln. Und außerdem bin ich eigentlich viel zu müde, denn wegen Fida habe ich bis halb zwei nachts gelesen. Konnte ich danach direkt einschlafen? Was für ne blöde Frage ist das denn? NEIN, konnte ich nicht, vielen Dank auch, Frau Maucher.

Ich bin ja bekannt dafür, dass ich keine Inhalte in meinen Rezensionen wiedergebe, sondern ausschließlich meine Gefühle, die ich beim Lesen hatte. Und da hatte ich gefühlsmässig echt viel zu tun.

Maucher hat ein pikantes Thema aufgegriffen. Ein Thema, das jede Mutter, jeden Vater vor Angst stocken lässt. Was machst du, wenn dein Kind nicht mehr nach Hause kommt? Was tust du, wenn es sogar länger nicht Hause kommt? Welche Gedanken gehen dir durch den Kopf? Welche Ängste und wie meisterst du dein Leben? Das sind alles Fragen, mit denen man sich einfach nicht auseinandersetzen WILL. Weil man denkt, das würde mir nicht passieren.

Tatjana und Jochen ist genau das passiert und sie müssen damit umgehen. Nun könnte man meinen, okay, netter Stoff für ein Buch, könnte interessant sein, das mal zu lesen. Bestimmt geht es um die Ermittlung, denn es ist ja ein Thriller und ein bisschen um Mutter und Vater, vielleicht Freunde oder der nette Onkel, der verdächtigt wird. Weit gefehlt! Maucher hat den Thriller so ganz anders umgesetzt und setzt den Leser in eine Achterbahn der Gefühle. Die Story geht so tief ins Herz, das es weh tut.

Mit Fida ist Maucher ein excellentes Werk gelungen, das so abscheulich real ist, das es mich immer noch schüttelt. Sie schreibt aus der Sicht des Täters, aus Tatjanas Sicht, aus Lauras Sicht, aus Jochens Sicht, bis hin zu allen Nebenfiguren, die alle eine spezielle Rolle spielen. Dieses Werk hat die Bezeichnung Thriller verdient.

Maucher hat eine einzigartige Sprache, die sich, wortgewaltig wie sie ist, nachhaltig in das Leserhirn brennt. Wer gerne weitere Werke von ihr lesen möchte, sollte unbedingt hier zugreifen:

Kalte Berechnung
Franklin Gothic Medium

Und nein, wirklich böse bin ich ihr nicht, weil sie mir den Schlaf geraubt hat. Dieses Buch kann man nicht mehr weglegen. Ich musste weiterlesen.
Profile Image for Lovely Girl.
185 reviews
May 25, 2016
Es ist schon ein Jahr her, als Tatjanas Tochter Laura zuletzt in der Stadtbücherei gesehen wurde. Die Polizei nimmt einen Verdächtigen fest, bis der seine Unschuld beweisen kann und sich das Leben nimmt. Tatjana ist fest davon entschlossen, dass Laura entführt wurde und begibt sich selbst auf die Suche. Dabei merkt sie nicht, dass sogar ihre Beziehung zu Scheitern beginnt.

Auf der anderen Seite führt Tom ein sorgenfreies Leben: Er ist attraktiv, hatte seine schöne Kindheit in vollen Zügen genossen, das Haus von seinen Eltern geerbt und einen guten Job. Doch er hatte immer nur einen Wunsch gehabt, den ihm niemand erfüllte: einen Hund. Sein Vater, der nun im Pflegeheim ist, hielt seinen Sohn für einen kleinen Sadisten und kaufte ihm keinen Hund, nachdem er zwei Tiere auf brutalste Weise quälte. Nun hat er sich einen angeschafft. Bei jedem Besuch im Pflegeheim erzählt er seinem Vater von seiner Hündin "Fida" und was er mit ihr anstellt.
Seine Fida ist seit einem Jahr in dem kleinen Keller eingesperrt...

Kritik:
Bei diesem Buch von Stefanie Maucher fehlen mir einfach die Worte! Nach Cody Mcfadyens "Der Menschenmacher" habe ich nie damit gerechnet noch in diesem Jahr so ein ähnliches Werk zu lesen. Es ist ein Thriller mit dem Hauptthema Missbrauch an Kinder.
Es fängt damit an, dass Tatjana verzweifelt auf jeden Beweis, der ihr ihre Tochter zurückholen könnte, hofft. Obwohl jeder an Lauras Rückkehrt zweifelt, versucht sie nicht aufzugeben. Das macht die Mutter für mich zu einer starken Persönlichkeit, denn sie hat nicht nur ihre Tochter verloren, sondern die Stütze in ihrem Leben.
Die Figur Tom wurde grandios erschaffen: bösartig, gefühlslos, herzlos und pervers. Seine krankhaften Fantasien, die er schon als Kind auslebte, muss Laura über sich ergehen lassen. Im Kindesalter fing er schon damit an, seine Mitschüler zu quälen und Tiere zu töten. Seine Eltern sahen immer weg. Nun gibt Tom seinem Vater die Schuld, hätte dieser ihm einen Hund gekauft, würde er heute Laura nicht bei sich haben:

"Ich habe nun ein neues Haustier, Vater. Eins, das ich mir schon lange gewünscht habe. Sie heißt Fida, ist noch ganz jung und hat noch ein wenig Erziehung nötig. Fida würde dir gefallen, Vater"

Er hat es sich krankhaft ausgewählt, seinem Vater die letzten Tage im Pflegeheim zur Hölle zu machen und mutiert zum "Teufel im menschlichen Körper". Die entscheidende Rolle spielt Laura, die eingesperrt und missbraucht wurde. Stefanie Maucher hat es ohne viele Worte geschafft, Lauras Psyche zu zerstören und dem Leser die Lage eines 14-jährigen Mädchens in der Hand eines Psychopathen realistisch darzustellen. Die Dialoge zwischen den Protagonisten waren zwischendurch so extrem, dass sie mir Gänsehaut bereiteten.

Mit dem einfachen Schreibstil, ließ sich das Werk sehr gut lesen. Die Autorin hat nicht drumherum geredet, sondern ist oftmals zum Punkt gekommen. Frau Maucher schaffte es, dass das Leid von Laura einem das Herz zerriss und man Tom hasste. Nach dem ersten Kapitel hatte mich dieses Werk in seinen Bann gerissen und ich konnte es nicht aus der Hand legen. Es gibt keine Kritikpunkte auszusetzen.
Wichtig ist, dass man das Datum nicht übersieht, denn es spielt bis zum Ende hin eine bedeutende Rolle.

Fazit:
Bilder von Stefanie Maucher
Ich habe dieses "wundervolle" Werk in einem Rutsch verschlungen. Die Handlung, die Charaktere und der Schreibstil sind sehr gut bestimmt. Großes Respekt an Stefanie Maucher, die es geschafft hat, so ein grausames Thema ohne viele Worte anzusprechen.
Es ist mein Jahres-Highlight 2013.
Profile Image for Heike Herrmann.
109 reviews11 followers
March 22, 2014
Zur Story:

Die 13jährige Laura ist ein ganz nettes Mädchen von nebenan.
Sie liest gerne und kann stundenlang in die Welt der Bücher eintauchen.
Sie schwärmt zum ersten Mal von einem Jungen - das darf aber natürlich niemand erfahren.

Andererseits möchte sie aber auch mehr wie andere Mädels in ihrem Alter sein - deswegen hasst sie ihre kindische "Hello Kitty-Tasche" , ein Geschenk ihrer Eltern. Und sie würde sich auch so gerne endlich mal schminken. Doch das darf sie erst ab ihrem 14. Geburtstag. Deswegen schiebt sie auch ein wenig Frust auf ihre Eltern, die sie aber auch unheimlich liebt.

Am 06.März 2012 wird sie von einem Mitschüler geärgert und was Laura am meisten frustriert ist, das ihre vermeintlich beste Freundin auch noch mit gelacht hat.
Wütend und verletzt hetzt sie zur Bibliothek um ein wenig runter zu kommen. Doch als sie sich gerade in einem Buch vertieft hat, überkommt sie plötzlich ein seltsames Gefühl. Als würde sie jemand beobachten. Außerdem wird sie auch noch von einem älteren Mann angequatscht und so beschließt sie rasch nach Hause zu gehen.
Sie verlässt die Bibliothek und ahnt nicht, das sie sich Schritt für Schritt direkt
in die Hölle begibt...!


Meine Meinung:

Ich kann einfach nur sagen : Wow, was für ein grandioses Buch!!!

Die Story hat mich einfach absolut umgehauen. Nach Beendigung des Buches war ich erst mal sprachlos und musste das gelesene sacken lassen.

Wenn man das Buch beginnt sollte man sich klar sein, das man sich auf eine emotionale Achterbahnfahrt begibt und manchmal denkt man, die Autorin hat den Sicherheitsgurt vergessen.

Mir war Laura natürlich gleich sympathisch. Ein etwas schüchternes Mädel, das gehänselt wird. Da würde man ihr natürlich am liebsten gleich schützend zur Seite stehen. Doch was sie noch alles erleben muss, grenzt schier an das unmenschliche.

Der Entführer ist für mich eine Bestie in Menschengestalt.
Ich habe schon viele (Psycho)Thriller- und Horrorbücher gelesen, doch noch nie empfand ich beim lesen selbst so einen Hass, wie bei ihm.
Seine Bösartigkeit und sein Sadismus wird extrem gut beschrieben und alleine bei der Vorstellung, ihm nachts im Dunkeln zu begegnen, jagt es mir eine Gänsehaut über den Rücken.

Sehr gut hat mir auch die Erzählart in verschiedenen Zeitabschnitten gefallen.
Wir begleiten u.a. Laura und den Entführer im Jahr 2012.
Und ihre Mutter Tatjana (und noch einige andere Figuren) im Jahr 2013.
Tatjana hat die Suche nach ihrer Tochter nie aufgegeben, hängt weiterhin wöchentlich Suchplakate in der Umgebung auf, scheint aber bald an ihrer Verzweiflung zu Grunde zu gehen.
Ebenso steht ihre Ehe mit Jochen auf der Kippe.
Jeder hat seine eigene Art, mit dem Verschwinden der Tochter umzugehen.
Empfinden tun sie im Grunde haargenau das Gleiche, aber sie können verbal nicht mehr auf einen Nenner kommen.
Jedenfalls nicht, so lange Laura als Vermisst gilt.

Ob Laura jemals wieder auftauchen wird, oder warum das Buch "Fida" heißt,
das müsst ihr selbst lesen!
Und eines kann ich euch verraten, wenn ihr euch diese hochspannende, mitreißende Story entgehen lasst, seid ihr selbst Schuld!
Ich jedenfalls, habe schon lange nicht mehr ein Buch so verschlungen.
Allerdings ist das Buch nichts für schwache Nerven...denkt an die Achterbahnfahrt - ohne Sicherheitsgurt!

Fazit:
Absolute Leseempfehlung!!!

Profile Image for Katharina.
304 reviews6 followers
April 17, 2013
Zum Buch: „Fida“ von Stefanie Maucher ist ein Thriller, der am 26.03.2013 bei CreateSpace Independent Publisjing Platform erschienen ist. Zu beziehen z.B. hier: http://www.amazon.de/o/ASIN/148395751... (Taschenbuch) oder http://amrun-markt.de/ (ebook)

Klappentext: Nach einem Besuch in der Stadtbücherei wurde Laura zum letzten Mal gesehen. Was ist mit ihr geschehen? Wie gehen ihre Eltern mit dem Verschwinden des einzigen Kindes um? Das erzählt Stefanie Maucher in ihrem neuen Thriller FIDA. Was würden Sie tun, wenn ihr Kind einfach verschwindet? Wenn Sie nicht wissen ob es noch am Leben oder schon tot ist? Würde Ihre Familie näher zusammenwachsen oder unter der Last auseinanderbrechen? Wann würden Sie die Hoffnung aufgeben? Und wie weit würden Sie gehen, wenn Sie den Täter finden?


Die Story: Laura wird entführt und ihre Eltern sind verzweifelt. Während der Vater irgendwann resigniert sucht die Mutter weiter, immer weiter. In diesem Buch erfahren wir, wie das Leben der Eltern nach dem Verschwinden weitergeht, außerdem gibt es die gleiche Geschichte aus Sicht der Entführten und aus Sicht des Täters.

Schreibstil, Perspektiven, Aufbau: Die Story ist in der dritten Person geschrieben und in 27 Kapitel unterteilt, außerdem gibt es verschiedene Handlungsstränge aus Sicht unterschiedlicher Personen und zu unterschiedlichen Zeiten. Zur Orientierung helfen Datumsangaben.

Covergestaltung: Das Cover ist in schwarzweiß gehalten und zeigt ein Mädchen, dessen Augen ängstlich aussehen und dem von hinten der Mund zugehalten wird.

Zum Autor: Stefanie Maucher wurde 1976 in Stuttgart geboren und lebt, nach einem mehrjährigen Ausflug nach Graz in Österreich, mit einem Mann und zwei Kindern im Baden Württembergischen Schorndorf. Als situationsangepasste Lebenskünstlerin sammelte sie Erfahrung in verschiedenen Berufszweigen und widmet sich nun ihrem heimlichen Kindheitstraum, dem Schreiben spannender Geschichten. Sie veröffentlichte bereits den Roman Franklin Gothic Medium. Darüber hinaus erschien im Juli 2012 ihr erstes Werk "Kalte Berechnung" beim ebook-Verlag dotbooks. Die Autorin im Internet: http://stefaniemaucher.jimdo.com/ www.facebook.com/stefanie.maucher.5

Meine Meinung: Dieses Buch ist schonungslos. Es ist kein Thriller mit Happy End, sondern eine authentische Geschichte, die (leider) jedem jungen Mädchen passieren könnte.
Der Leser wird von Beginn an gefesselt und man taucht tief in die Geschehnisse ein, bis zum Schluss weiß man nicht, wie es am Ende ausgeht.
Für mich als Mutter ist es schwer zu sagen, ich fand das Buch gut, denn eigentlich ist es ein sehr ernstes Thema, aber ich bin der Meinung, dass die Autorin dieses Thema hervorragend in ein Buch verpackt hat und das Ziel eines Buches, den Leser zu beschäftigen, sehr gut getroffen hat. Außerdem ist es ihr gelungen, den Leser dazu zu bringen, sich mit der Story zu beschäftigen und zumindest bei mir wird es noch eine Weile im Kopf bleiben.
Sehe ich das Buch jetzt mal als rein fiktive Geschichte, ohne den Gedanken, dass so etwas jederzeit passieren könnte, dann würde ich sagen, es ist ein hervorragendes, spannendes und fesselndes Buch.
Daher spreche ich eine Empfehlung aus für diesen Thriller und vergebe 5 Sterne.


Profile Image for KruemelGizmo.
503 reviews5 followers
February 15, 2015
Ein Jahr ist vergangen seit Tatjanas Tochter Laura das letzte Mal gesehen wurde. Schnell findet sich ein Verdächtiger, der aber seine Unschuld beweisen kann. Tatjana ist fest favon überzeugt das Laura entführt wurde und begibt sich auf die Spurensuche. Eingesperrt in Verzweiflung und Trauer bemerkt sie gar nicht wie auch ihre Ehe auseinanderbricht.
Tom, Sohn aus behüteten Verhältnissen mit einem guten Job, guten Aussehen und nun auch einem eigenem Haus baut seinen Keller aus, denn er möchte dort seine Fantasien in die Tat umsetzen.

Dieses Buch ist nichts für schwache Nerven, denn es geht um Kindesentführung und -missbrauch, und ich muss zugeben, sowas bringt mich an meine Grenzen. Erzählt wird die Geschichte vor allem aus der Sicht von Tatjana, der Mutter, und Tom der Täter und läuft in zwei Erzählzeitpunkten 2012, dem Entführungsjahr, und 2013.

Das Gefühlschaos der Mutter von Verzweiflung getrieben und oft durch Trauer und Angst um ihr Kind betäubt wird gut und anschaulich beschrieben. Auch die Veränderung die ein solches Unglück auf die zwischenmenschlichen Beziehungen haben kann werden hier angeschnitten.

Die Passagen aus Sicht des Täters Tom sind wirklich nur schwer zu ertragen, er ist ein Sadist und Psychopath und kann dies nun mehr oder weniger ungehindert ausleben. Die Beschreibungen von und mit Tom lösten bei mir wirklich Wut und Abscheu hervor.

Aber die Passagen die aus Lauras Sicht erzählen, waren für mich am schlimmsten auszuhalten und zwischendurch überlegte ich mir, ob ich sowas wirklich lesen will. Es ging mir einfach zu sehr unter die Haut das erlebte Geschehen aus der Sicht einer 13-jährigen zu verfolgen.

Der Schreibstil und Sprachwahl ist leicht und flüssig zu lesen und dem Geschehen meiner Meinung nach angemessen.

Die Autorin hat mit diesem Buch eine wirlich anschauliche Geschichte über das Thema Kindesmissbrauch geschrieben. Die Beschreibungen des Täters ist gelungen, denn sie löste bei mir genug Abscheu, Ekel und Wut hervor. Aber die Charakterisierung des Vaters blieb mir hier zu schwach, da hätte ich einfach mehr Emotionen erwartet. Und auch die Dynamik zwischen den Eltern kam nach keinem Empfinden zu kurz. Auch die Darstellung des Verdächtigen und seiner Aussage fand ich eher unglaubwürdig.
Wegen dieser kleinen Kritikpunkte vergebe ich vier von fünf Sternen.
Profile Image for Amy-Maus87.
55 reviews
June 9, 2013
Was ist, wenn deine dreizehnjährige Tochter spurlos verschwindet und kein Tag vergeht, in der du nicht voller Hoffnung bist, dass sie zurückkehren wird?!
Nichts ahnend, dass deine Tochter in dieser Zeit, die Hölle auf Erden erleben muss…

Meine Meinung:
Stefanie Mauchers Geschichte über Laura erstreckt sich gerade mal über 200 Seiten aber es sind Seiten, die voller Emotionen und tiefen Abgründen stecken. Abgründe, die man sich in seiner Fantasie nicht einmal ausmalen möchte.

Mitten im Geschehen beginnt die Handlung und zeigt Lauras Mutter, wie sie verzweifelt nach ihrer Tochter sucht. All die Ängste, ihren Kummer und das Gefühl so ohnmächtig neben der Situation zu stehen, habe ich tief mit der Protagonistin empfunden. Es ist sicherlich keine leichte Kost und kein Buch, welches spurlos an einem Leser vorüber zieht. Auch die Qualen die Laura als Opfer erleiden muss, haben mich schwer bewegt und manches Mal inne halten lassen, bevor ich der Erzählung weiter folgen konnte.

Das Buch ist in kurzen Kapiteln unterteilt und erzählt die Geschichte in einem schnellen durchgehend Fluss. Keine Stelle fand ich überflüssig oder gar zu lang gezogen. Tanja und vor allem Laura, die der Mittelpunkt dessen waren, kamen sehr authentisch herüber und haben sich im Laufe der Geschichte sichtlich verändert.

Aber dieses Buch wäre nicht von Stefanie Maucher, wenn es nicht eine gravierende Wende geben würde, die alles Geglaubte nochmal in den Schatten stellen wird. Denn nicht alles ist so, wie es auf den ersten Blick erscheint. Und dies macht das Buch wieder rum zu einem ganz besonderen und außergewöhnlichen Thriller, der mir wohl noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

Ich kann dieses Buch definitiv Jedem Thriller-Fan empfehlen und allen die es werden möchten. Zartbesaiteten würde ich nicht unbedingt empfehlen, das Buch nachts alleine und heimlich im Kämmerlein zu lesen. :-)
Profile Image for Katharina.
92 reviews
April 17, 2013
Inhalt:

Laura ist dreizehn Jahre alt und ein fröhliches Mädchen. Sie liest unglaublich gern. Eines Tages kehrt sie nicht aus der Bibliothek nach Hause zurück. Laura wurde entführt.
Der Leser durchlebt beide Seiten. Er erfährt, wie es Laura bei ihrem Entführer geht, was sie durchleidet, denkt, fühlt und was die Beweggründe ihres Entführers sind. Der Leser erfährt aber auch, was die Entführung Lauras aus ihrem Umfeld macht. Aus Verdächtigen, aus den Eltern.

Meine Meinung:

Der Schreibstil des Buches ist leicht und flüssig zu lesen. Man mag ihn fast angenehm nennen. Auch die Spannungskurve ist immer oben und das Buch ist nahezu ein wirkliches Lesevergnügen. Fast angenehm? Nahezu Lesevergnügen? Warum dennoch 5 Sterne? Weil dieses Buch kein Vergnügen sein will. Es gibt viele Bücher über Kindesentführungen, weil man damit leicht mit den Gefühlen, gerade von Frauen, spielen kann. Doch ich kenne keines, das so schonungslos damit umgeht. Dieses Buch erzählt ein Grauen. Es fesselt seinen Leser und lässt ihn nicht mehr los, genausowenig wie Laura ihrem Entführer einfach entkommen kann. Der Leser hangelt sich von Seite zu Seite, von der Hoffnung getrieben, dass das grauen doch auch mal ein Ende haben kann, doch die Autorin ist schonungslos.

Fazit:
Ein Buch das unter die Haut geht. Ein Buch, das beschäftigt. Definitiv kein Buch für schwache Nerven und zartbesaitete. Denn obwohl es ohne viel Blut auskommt, zeigt es, wie schlimm auch psychische Gewalt sein kann. Eine klare Leseempfehlung für Hartgesottene.
Profile Image for Jacqueline Spieweg.
Author 25 books3 followers
April 19, 2013
Fida,

Ein Buch, das man nicht aus der Hand legen kann und gleichzeitig kaum wagt, es aufzuschlagen, weil es einem so nah geht.
Was tut man, wenn das eigene Kind plötzlich verschwindet, das Leben daran zerbricht und man dennoch weiterleben muss?
Stefanie Maucher schildert das einducksvoll, wortgewand, wie man es von ihr gewohnt ist und gnadenlos.
Der Wechsel der Perspektiven und der Zeitebenen ist genial umgesetzt und lässt einen am Innenleben der Figuren teilnehmen – ob man es will oder nicht. Man ist kurzzeitig beinahe erleichtert, wenn die Erzählebene wechselt und man der einen bedrückenden Situation entkommen kann, nur um in die nächste zu geraten und wie in einem noch tiefer in das Geschehen und die Abgründe hineingezogen zu werden.
Man kommt nicht umhin, sich zu wünschen, dem Entführer eigenhändig zu erwürgen und zum Ende des Buches, nachdem Frau Maucher schonungslos mit den Hoffnungen und Emotionen der Leser umgegangen ist, möchte man auch sie manchmal würgen, oder zumindest kräftig schütteln und ihr drohen: „Wehe, wenn du das böse ausgehen lässt!“ Ob die Autorin am Ende dieses absolut lesenswerten Romans ein Erbarmen hatte, will ich hier nicht verraten, sondern nur so viel sagen: es ist gut Schnaps im Haus zu haben. Von mir bekommt „Fida“ vorbehaltlos die volle Punktzahl!
Profile Image for Antonia.
1 review
July 7, 2013
Fida (Stefanie Maucher)

Ok, ich muss mich erstmal sammeln.

Dieses Buch ist so grausam brutal wie herzzerreissend.
Laura verschwindet, nicht für ein Tag, nicht für zwei, nicht für drei, für Monate. Ihre Mutter Tatjana glaubt das sie noch lebt, doch Jochen ihr Mann glaubt schon lange nicht mehr dran, dies erstmal ein kleiner Enblick in den Inhalt, aber damit solls denn auch gut sein mit der spoilerei.

Als ich deses Buch in der hand dachte, dachte ich völlig falsch über dieses. Ich dachte, dass es halt ein Buch mit FBI und Ermittlungen und halt sowas und es war einfach mal komplett falsch. In dem Buch gibt es mehrere Perspektiven, die von der Mutter, der Entführten, des Täters und so weiter. Vollkommen skrupellos. Es wird wirklich beschrieben was der Täter mit ihr macht, sodass es so herzzereissend war, dass man dieses Buch nicht weglegen konnte und eben so wenig schlafen konnte, da es so nah und schrecklich mit der Realität verbunden st.


Ein sehr gelungendes Buch, welches leicht zu lesen ist. Die Charaktere sind sehr gelungen und üben sehr realistische Reaktionen aus.

Ein tolles Buch was unter die Haut geht.



-Antonia-
Profile Image for Marion Warner.
35 reviews4 followers
July 20, 2013
Ein Kind verschwindet, eine Ehe zerbricht, der Täter Tom und das sadistsiche und grausame Verhältnis zu seinem Vater....

Ein Buch, dass mich sofort in seinen Bann zog. Ich konnte es nicht aus der Hand legen. Das Einführungskapitel macht neugierig und der Spannungsbogen zog sich von Kapitel zu Kapitel. Die Geschichte wird teils in der Gegenwart, aber auch in der Vergangenheit erzählt. Die Entführung von Laura, die Gedanken des Täters, die Hilflosigkeit und Verzweiflung der Eltern, die Zwänge der Mutter, die Qualen des entführten Mädchens..alles war so anschaulich, dass ich die ganze Zeit mit Laura gelitten habe, die Mutter am liebsten getröstet hätte und den alten Vater des Täters gerne aus seinem "Gefängnis" befreit hätte.

Der Handlungsstarng gipfelt in einem furiosen Finale, das zugegebenermassen etwas überraschend, aber schlüssig war. ich habe das Buch in einem durch gelesen, habes es zwar ab und zu aus der Hand gelegt, um mal durchzuatmen, musste dann aber wissen, wie es weitergeht. So muss ein Buch sein!

Respekt Frau Maucher! ich bin überzeugt davon, noch viel von Ihnen zu hören.
Profile Image for Brina.
664 reviews
October 1, 2015
Dieses Buch war komplett anders als ich es erwartet habe. Ich bin sprachlos. Den Schmerz der Mutter den die Autorin beschrieben hat, war nahezu greifbar. Die Geschichte hat mich vollkommen und unerwartet kalt erwischt! Die Konsequenzen aus den Handlungen der Leute war unfassbar. Das Ende war unerwartet und Überraschung. Dieses Buch zeigt die Liebe einer Mutter die ihre Hoffnung nicht aufgibt und kämpft für den Glauben den sie in sich trägt. Ich bin noch immer ganz perplex und mitgerissen von der Geschichte un dem Schmerz der einem so realistisch dargestellt wurde.
Displaying 1 - 14 of 14 reviews

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