Zwischen den Pausen der Clown sein – so haben sich viele Referendare den Einstieg an der Schule nicht vorgestellt. Aber für den Nahkampf an der Bildungsfront hat die Uni sie nicht ausgebildet. Zwei Jahre lang heißt Augen zu und durch. Es sind unglaubliche Geschichten von ungeahnten Konflikten mit Sarah-Cheyenne und Leon-Justin. Von wundersamen Begegnungen mit dementen Alt-Lehrern, durchzechten Klassenfahrten, chaotischen Lehrproben. Die unerbittliche Es läuft einiges falsch im Bildungssystem.In diesem Buch berichten sie vom täglichen Wahnsinn des Referendariats – von Überforderung, Furchtlosigkeit und Idealismus. Willkommen im Klassen-Kampf!
In der ersten Hälfte des Refs sollte man es wohl nicht lesen, denn... genauso ist es. Die eine oder andere Geschichte hat man so schon von anderen gehört. Wenn schwierige SuS für eine Lehrprobe von der Leitung aus der Klasse entfernt werden, wurden wir gewarnt, kann das zum durchfallen des Referendars führen. Schlafmangel, die Diskrepanz zwischen didaktischem Feuerwerk, Progression und Lehrplan und dem zur Verfügung stehenden Schülerkontingent lässt einen mehr als einmal verzweifeln. Die üblichen Tipps streng zu sein und zu strafen. Die Geschichten über Willkür der Fachleiter. Hat man alles schon hunderte Male so gehört, teils selber mittlerweile erlebt und mehr oder minder überlebt. Hilft nicht. Ist nicht lustig. Hat man teils witziger in diversen Blogs und Foren gelesen. Zieht einen runter und macht schlechte Laune. Lässt einen erst recht darüber nachdenken abzubrechen. Sollte man wohl erst lesen, wenn man es hinter sich hat und verbeamtet ist oder lieber ungelesen an die Leidtragenden des Referendariats in Familien- und Freundeskreis verschenken, damit sie wissen, warum man sie noch mehr als ein Jahr lang anpflaumen wird, das Zimmer einem Schlachtfeld gleicht und mein weder Lust noch Energie hat, daheim zu Putzen.
Immerhin, ein schneller "Lesespaß" für einen Nachmittag, sollte man den denn irgendwann mal erübrigen können.
In diesem Buch kommen Referendare zu Wort, die aus ihrer Sicht erzählen was Schulalltag bedeutet. Noch nicht ganz fertig mit der Ausbildung birgt das Referendariat eine Menge an Widrigkeiten und Fallen. Vom Einsatzort über merkwürdige Seminarleiter, und nicht zu vergessen - die Schüler. Das Buch war nicht schlecht, man kann es in einem Rutsch lesen und selbst ich als Laie habe alles verstanden. Ich hätte mir ein wenig mehr Schüler - Erlebnisse gewünscht und weniger Selbstmitleid einiger Autoren. Aber gut für jemanden der nur mal auf die andere Seite des Klassenzimmers schnuppern will ist dieses Buch perfekt. Kleine Kapitel und stellenweise echt lustige Geschichten machen dieses Buch zu einem netten, informativen Zeitvertreib.
Sehr schöne Anektdoten, die einen, der das Ref gerade hinter sich gebracht hat zum Schmunzeln und Nicken verleiten. Auch finde ich es gut, dass unterschiedliche Schulformen und Bundesländer vorkommen.
Inhalt: Zwischen den Pausen der Clown sein - so haben sich viele Referendare den Einstieg an der Schule nicht vorgestellt. Aber für den Nahkampf an der Bildungsfront hat die Uni sie nicht ausgebildet. Zwei Jahre lang heißt es: Augen zu und durch. Es sind unglaubliche Geschichten von ungeahnten Konflikten mit Sarah-Cheyenne [...] und Leon-Justin [...]. Von wundersamen Begegnungen mit dementen Alt-Lehreren, durchzechten Klassenfahrten, chaotischen Lehrproben. Die unerbittliche Einsicht: Es läuft einiges falsch im Bildungssystem. (Buchrücken)
Eigene Meinung: Hach ja, ich liebe solche "Tatsachenberichte" in Kurzgeschichtenform - v.a. da ich ja fast dasselbe Schicksal erlitten hätte. So kann ich auch immer noch herzhaft lachen, wenn Schüler Fragen warum der Eiffelturm denn nicht fertig gebaut wird oder wer der "komische Jesus-Typ" auf Da Vincis Gemälde vom Abendmahl wäre (ääähm... Jesus!?!). Insofern herrlich komisch und super schnell durchgelesen. P.S.: Liebe Fast-Kollegen, ihr habt durchaus mein Mitleid ;)
Ich bin weder Lehrerin, noch habe ich schulpflichtige Kinder. Trotzdem fand ich die Erlebnisse der Referendare amüsant. Und teilweise auch ernüchternd. Aber das ging den angehenden Lehrern sicher nicht anders :-)
Vielversprechender Titel, leider nichts dahinter. Eine Sammlung von Geschichten meist weinerlicher Referendare, von denen man bei 90% hofft, dass sie 90% doch keine Lehrer geworden sind. Würde allerdings die heutigen Schüler erklären...