»Jeden Morgen, wenn ich die Augen aufschlage und die dicken Gitterstäbe vor meinem Fenster sehe, muss ich an den Abend denken, an dem mein Absturz begann.« Es ist der 30. März 1985, als Jens Sörings Leben zerstört wird, noch bevor es richtig begonnen hat. An diesem Tag sterben Nancy und Derek Haysom, die Eltern seiner damaligen Freundin Elizabeth. Sie werden brutal ermordet – von ihrer eigenen Tochter. Aus blinder Liebe und dem verzweifelten Wunsch heraus, Elizabeth vor dem elektrischen Stuhl zu bewahren, begeht der 18-jährige Jens Söring einen fatalen Fehler: In der falschen Annahme, als Sohn eines deutschen Diplomaten Immunität zu genießen, nimmt er die Tat auf sich. Obwohl er sein Geständnis schon bald widerruft und die Beweise ihn entlasten, wird er von einem US-Gericht in einem unfairen Prozess zu zweimal lebenslänglich verurteilt. Seitdem, seit nunmehr 26 Jahren, kämpft er darum, seine Unschuld zu beweisen und endlich wieder ein Leben in Freiheit zu führen.
Prison reform advocated and convicted double murderer.
Soering had been imprisoned for a double murder of ther parents of his girlfriend in Virginia, USA. Söring claims he took the blame for his girlfriend and an other mom, thinking he had diplomaric immunity. Söring denies having committed the crime.
In jail Soering has written books about prison reform and his case.
Ich habe das Buch bei 39% abgebrochen. Und das ist wahrlich selten. In meinem ganzen Leben habe ich nur 3 Bücher nicht ausgelesen. Und das soll was heißen, ich bin 53 Jahre. Ich kenne den Fall sehr gut, auch den Wright-Bericht und sämtliche Dokumentation über Söring. Die Manipulation des Lesers in diesem Buch ist schwer erträglich. Söring schreibt mit einer unfassbaren Arroganz und einem unerträglichen Hochmut, und immer wieder stößt einen seine herabschauende Art, auf andere Menschen zu sehen, bitter auf. Man liest immer wieder heraus, wie Söring sich mit seiner "Intelligenz" über andere stellt, wie er selbst die Vernichtung der Menschen im 2. Weltkrieg zu instrumentalisieren versucht, um sein Lügen-Narrativ zu verbreiten. Unerträglich!
Ich kann das Buch nicht komplett rezensieren, weil ich es, wie gesagt, nicht zuende gelesen habe. Dieses Buch ist kein Tatsachenbericht, weil es keine Tatsachen enthält. Was ich als Leserin aber immer wieder gespürt habe, war, wie Söring einen versucht, an der Nase herumzuführen und seine Leser für dumm hält.
Söring wurde nicht, wie er immer wieder zu suggerieren versucht, anhand eines Sockenabdrucks verurteilt, sondern weil er bereits in London ein vollständiges Geständnis abgelegt hat, das mit den Spuren am Tatort übereinstimmte. An völlig irrelevanten Nichtigkeit versucht er, zu "beweisen", warum das Geständnis angeblich falsch war, zB an der angeblich von ihm falsch angegeben Ausrichtung von Derek Haysom.
In diesem Buch schreibt Söring EXPLIZIT (man kann es nachlesen) mehrmals, dass er sich mit Liz nie über den Mord unterhalten hat. Sie haben nie Details zum Vorgang ausgetauscht. Trotzdem besitzt er Täterwissen bis ins kleinste Detail. In einem seiner YouTube Videos antwortete er kürzlich auf eine Zuschauerfrage, woher er das Täterwissen im Geständnis hatte, dass Liz es ihm erzählt hat. Sooo intelligent scheint Söring nicht zu sein. Wer lügt, braucht ein gutes Gedächtnis.
Immer wieder gern von ihm im Buch wiedergegeben die angeblich ausschweifenden sexuellen Aktivitäten mit Liz, die für mich komplett nach Fantasiereisen und an den Haaren herbeigezogen klingen.
Selbst seine Eltern, insbesondere sein Vater, von dessen beruflichen Stand Söring respektlos schreibt, kommen in diesem Buch nicht gut weg. Söring stellt sich über alles und jeden und sein narzisstische Charakter ist auf jeder Seite erkennbar.
Am Schlimmsten aber ist, wie bereits erwähnt, dass Söring hochmanipulativ ist und seine Leser für dumm hält. Und das war für mich auch der Hauptgrund, dieses Buch abzubrechen.
Das Buch thematisiert die Schuldfrage im Mordfall Haysom. Im Jahr 1985 ermordete Jens Söring die Eltern seiner damaligen Freundin. Da es aus der Perspektive eines verurteilten Doppelmörders (Jens Söring) geschrieben ist, der versucht freizukommen, ist das Buch sehr einseitig geschrieben. Das Thema ist aber interessant und der Schreibstil ok. Daher noch 2 Sterne. Wer zum Thema lesen möchte:
Sehr interessantes Buch über jugendliche Naivität, Manipulation, die Macht der Staatsanwälte und Geschworenen, schwammige Beweislage und dem amerikanischen Rechtssystem. Natürlich nur aus einer Sicht geschrieben, dennoch bin ich von seiner Unschuld überzeugt.