Cal nahm einen weiteren winzigen Schluck. Da wurde er plötzlich angestoßen. Er glitt mit den Ellenbogen von der Theke, auf die er sich stützte, das Glas schwappte über, er verlor den Halt, rutschte vom Barhocker und ließ im Sturz das Glas los. Auf allen Vieren kam er auf. Fassungslos starrte er die Scherben des Glases in der Lache der Flüssigkeit an, die jetzt, vermischt mit dem Staub des Bodens, einfach nur noch Dreck war. Da sprang er auf, kochend vor Wut. Wer auch immer dafür verantwortlich war, er würde büßen. Auf der Stelle!
Vor ihm stand ein junger Tic mit strahlend blauen Augen, der in diesem Moment brü
„Betrug!“
Als er Cal ansah, weiteten sich seine Augen in tiefem Schock, und er
„Mörder!“
Cal stand breitbeinig da, torkelnd, eben auftauchend aus der blauen Glocke, und traute seinen Ohren nicht. Was schrie der Bursche da?
„Dieser hier, dieser“, schrie der Tic mit den blauen Augen und wies mit lang gestrecktem Arm auf Cal, „er wird mich umbringen!"
Cal lebt in einer heilen Welt. Alles ist perfekt geordnet dort unten in Block Arkansas, einen Kilometer tief in der Erdkruste, wo seit 150 Jahren Supercomputer Ciah über die Tics herrscht. Cal ist einer dieser Tics, und er genießt das Gefühl, genau zu wissen, warum er existiert. Er dient der Artverbesserung, indem er zu den Frauen geht, wenn Ciah es ihm befiehlt, aber auch, indem er Sexverbrecher zur Strecke bringt, die sich Ciahs Plan zu entziehen versuchen. Cal vollzieht Ciahs Willen, ohne zu fragen – bis Ciah eines Tages anfängt, ihm Fragen zu stellen, die er nicht beantworten kann. In seiner Verwirrung macht Cal einen schwerwiegenden Fehler, und dann ist nichts mehr, wie es vorher war.