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Perry Rhodan - Die Chroniken #1

Perry Rhodan - Die Chronik: Biografie der größten Science Fiction-Serie der Welt (Band 1 von 1961 - 1974)

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Die Geschichte ist unglaublich, wurde aber in dieser Form noch nie erzählt: Anfang des Jahres 1961 traf sich Verleger Rolf Heyne mit den Autoren Karl-Herbert Scheer und Walter Ernsting (besser bekannt als Clark Darlton), um eine neuartige Science Fiction-Serie zu entwickeln. Es war der Grundstein für die weltweit erfolgreichste Romanserie mit einer Gesamtauflage von über einer Milliarde Büchern und Heftromanen.
Perry Rhodan traf den Nerv der Zeit: Science Fiction-Romane (und -Filme) waren ein Massenphänomen, das 1957 durch den »Sputnik-Schock«, den ersten Satelliten im Weltraum, befeuert wurde. Am 12. April 1961 flog Juri Gagarin als erster Mensch in den Weltraum, und John F. Kennedy hielt seine berühmte Rede, in der er versprach, noch in diesem Jahrzehnt solle ein Amerikaner auf dem Mond landen. Am 8. September erschien der erste Perry Rhodan-Heftroman. Inhalt: die erste Landung auf dem Mond am 19. Juni 1971, also annähernd 10 Jahre in der Zukunft bei Erscheinen des Romans und »zufällig« der Geburtstag von K. H. Scheer, Autor des ersten Romans und Vordenker einer komplexen technischen Welt der Zukunft.

Solche Geschichten sind zahlreich, und Autor Michael Nagula hat viele davon akribisch recherchiert und dokumentiert. Vorgeschichte und Start der Serie, die dann Woche für Woche – bis heute! – von mehreren Autoren fortgeschrieben wurde: die Anekdoten um Johnny Bruck, den genialen Illustrator der Titelbilder, intime Blicke hinter die Kulissen des Moewig Verlages, die ersten Fanclubs, dann Lizenzausgaben in Japan, Frankreich, den Niederlanden und sogar in den USA, dazu noch die umstrittene Produktion des ersten Kinofilms 1967 – das sind Hintergrundgeschichten aus der Gründerzeit, die viele Fans heute noch faszinieren. Michael Nagula hat dazu viele Fotos entdeckt, die diese Zeit dokumentieren. Diese ungewöhnliche Biografie einer Romanserie wird ergänzt durch wichtige Meilensteine der Romanhandlung. Ein wahrer Leckerbissen für die Fans!

528 pages, Kindle Edition

First published August 24, 2011

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About the author

Michael Nagula

112 books
Michael Nagula is a German author, editor, and translator.

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Community Reviews

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Displaying 1 - 5 of 5 reviews
Profile Image for Lukas.
196 reviews4 followers
November 25, 2023
Was für eine unglaubliche Lesereise durch die späten 50er Jahre bis in die 70er Jahre der deutschen Science Fiction!

Letztes Jahr zum Geburtstag geschenkt bekommen und immer mal wieder hinein geschmökert - eine tolle Lesereise durch die Anfänge der größten Science Fiction-Serie der Welt!

Besonders gut haben mir die Exkurse in andere SF Heftromane wie z.B. Ren Dhark, Raumschiff Promet, TERRA, uvm. gefallen! Dadurch kam ich in den Genuss auf einmal links und rechts vom Perry Rhodan-Tellerrand zu stöbern - was dem Bücherregal leider stark zum Verhängnis wurde *grins*

Warum aber nur 4 Sterne 🌟?

Naja teilweise war ich eigentlich gewillt nur 3 Sterne zu vergeben… Ich bin nicht kleinlich, aber die Fülle an Tipp- und Grammatikfehlern ist nicht gerade gering.

Der Autor sieht sich geneigt, Dinge zu wiederholen, die er gerade einmal 15 Seiten vorher bereits angesprochen hatte (für mich aufgrund längerer Lesepausen nicht nur schlecht :P )
So erfährt man insgesamt drei Mal (!) das William Voltz ab Band 674 die Exposé-Leitung von K.H. Scheer übernahm.
Das alles ist aber noch verschmerzbar.

Mein wohl größter Kritikpunkt ist, dass der Autor der Meinung ist, sämtliche Nebenwerke der PR Teamautoren irgendwie nennen zu müssen.
Ich will nicht wissen, was Ernst Vlcek nebenbei an Dämonenkiller-Romanen geschrieben hat. Mich interessiert auch keine Dragon-Fantasy-Serie! Ich will Perry Rhodan und Science Fiction! Mit Fantasy kann ich überhaupt nix anfangen und das wird sich auch nicht ändern! Diese Informationen sind in der Chronik schlicht und ergreifend fehl am Platz!

Dies nur am Rande, insgesamt eine wirklich interessante Erfahrung, die ich jedem PR-Leser nur ans Herz legen kann! Alleine wegen der vielen Interviews und Aussagen, damals noch lebender Mitwirkenden der größten Raketenheftserie der Welt.
This entire review has been hidden because of spoilers.
85 reviews
February 13, 2022
Für Perry Rhodan Interessierte ein umfassender und interessanter Blick hinter die Kulissen: der Zeitgeist der jeweiligen Jahre, die thematische Entwicklung, wie verschiedene Autoren unterschiedliche Fußabdrücke hinterlassen haben - aber auch die Herausforderungen und Anstrengungen die nötig waren um so einen Kraftakt wie eine wöchentlich erscheinende SF Serie zu ermöglichen.
Ich gebe zu, ich habe auch schon über den einen oder anderen unterdurchschnittlichen Roman gelästert - aber wenn man sich vor Augen führt unter welchem Zeitdruck teilweise gearbeitet wurde...
Um so mehr, wenn man erkennt welches Arbeitspensum viele Autoren noch jenseits vom Romaneschreiben oder außerhalb von Perry Rhodan hatten.
Im übrigen ist dies eigentlich noch mehr als eine Perry Rhodan Chronik: der Chronist streift die Anfänge der SF Taschenbuch-Reihen in Deutschland genauso, wie alle anderen namhaften Heftreihen aus dem Bereich Science-Fiction, Fantasy und Horror. Gut, manchmal hab ich hier ein paar Seiten überblättert, weil mich Dämonkiller und Vampire nun doch nicht interessieren - das ändert aber nicht meine Meinung über dieses Werk.
Was mich davon abhält sofort mit Band 2 fortzufahren ist nur die Angst vor Story-Spoilern, da ich die Zyklen aus den Mittsiebzigern noch nicht gelesen habe. Diese Lücke schliesse ich aber gerade via Hörbuch.
Profile Image for Kaoru.
435 reviews4 followers
August 13, 2023
Im Nachwort erfährt man warum dieses Buch so ist wie es ist. Offenbar ist das hier eine Omnibusversion von einem Feature das über Jahre hinweg in der PR-Drittauflage erschienen ist. Deswegen wahrscheinlich die zahlreichen Wiederholungen, sogar mehrmals im selben Kapitel. Wenn zwischen den damals veröffentlichten Segmenten mehrere Wochen lagen, dann war es notwendig das Feld nochmal neu aufzurollen damit der Kontext klar war. Klar ist allerdings nicht warum all diese Wiederholungen für diese Buchfassung nicht bereinigt wurden, erst recht wenn diese ab circa der zweiten Hälfte geradezu inflationär zunehmen. Allerdings sind die nur ein Teil des Problems, denn im Prinzip hätte das ganze Buch komplett von Grund auf überarbeitet und die Beiträge neu geordnet werden müssen. Statt Ereignisse und Entwicklungen in eigens dafür erstellten Kapitel abzuhandeln, klammert sich das Buch an eine chronologische in Jahren eingeteilte Herangehensweise. Zu Beginn, solange die Geschichte der Serie noch "klein" und übersichtlich ist, stört das noch nicht. Aber je mehr Autoren hinzukommen, ausgetauscht werden, Spin-Offs kommen und gehen, Übersetzungsdeals geschlossen werden und platzen - umso mehr gerät alles aus dem Ruder. Hinzu kommen noch diverse Blicke über den Tellerrand hinaus. Prinzipiell finde ich den nicht verkehrt, denn "Perry Rhodan" geschah (und geschieht) nicht in einem Vakuum. Nach wie vor ist die Serie ein Teil der Heftromanszene und ein Kind der Autoren die sich über Jahrzehnte hinweg in ihr bewegten. Aber dank dem verworrenen Kuddelmuddel erschließen sich Zusammenhänge und Wechselwirkungen nur bedingt. Verbindungen werden nicht richtig hergestellt, Ereignisse wirken wie auf isolierte Erzählinseln abgestellt. Unterbrochen werden diese von ausufernden Inhaltswiedergaben jeglicher Storyline die seinerzeit nicht nur in der Hauptserie, sondern auch in den sämtlichen Spin-Offs gelaufen ist, egal wie obskur und kurzlebig sie teils waren. Gelinde gesagt, nicht jede wirkt relevant genug um hier ihren Platz zu finden.

Dann wiederum bleibt das Buch an anderen Stellen oberflächlich und ungenau, ganz besonders wenn es um die Spannungen zwischen den Autoren geht. Auffällig wird das unter anderem wenn es um den Ausstieg von Kurt Brand geht. Es wird kurz angedeutet dass dieser alles andere als freundschaftlich war, aber konkret wird Nagula dabei nicht. Ich weiß nicht ob es daran liegt dass er, selbst für einen Zeitraum zum Team gehörend, zu Nahe an der "Quelle" sitzt und nicht als Nestbeschmutzer gelten wollte oder ob dies einfach nur Informationen sind die über die Zeit verloren gegangen sind. Erläuterungen hätten mich jedenfalls weniger irritiert zurückgelassen.

Außerdem ist es auffällig wie der Autor auf dem rechten Auge blind zu sein scheint. Die Faschismusvorwürfe denen sich die Serie in der Umbruchzeit der späten 60er/frühen 70er ausgesetzt sah, werden beiläufig als "haltlos" zur Seite gewischt, während die Hefte zu jener Zeit in der Tat ein paar politische Merkwürdigkeiten zu bieten hatten. Dass eben diese so pikant waren weil im selben Verlag die dubiose Serie "Der Landser" erschien, darauf geht Nagula nicht ein. Ihre Existenz wird sogar kein einziges Mal erwähnt. Dafür werden unkritisch der Kopp und der HJB-Verlag erwähnt die hier und da parallel in den Nebenstraßen von PR immer wieder mal auftauchen. Das finde ich, gelinde gesagt, etwas merkwürdig.

Und nun? Basierend auf diesem Band werde ich in die folgenden Bücher wohl nicht hineinsehen. Möglich dass ich hier zu viel erwartet hatte. Ein etwas "akademischeres", ernsteres Buch mit kritischem, aber interessierten, Blick wäre möglich gewesen. Die "Chronik" ist es jedenfalls nicht.
Profile Image for Gerd.
557 reviews39 followers
November 6, 2011
Die Perry Chronik überzeugt in den zu erwartenden Segmenten, wie Vorstellung der Urheber und Mitwirkenden so wie einem Kurzüberblick über die jeweilig wichtigen historischen Ereignisse der einzelnen Publikationsjahre und wie diese den Serienverlauf beeinflussten.

Natürlich liegt das Hauptaugenmerk auf Rhodan, und richtet sich da primär an die langjährigen Fans, so das man sich als Außenstehender manchmal etwas mehr historischen Hintergrund wünschen würde.
Auch ist es für mich als reiner Gelegenheitsleser nicht immer ganz einfach den Handlungszusammenfassungen der einzelnen Jahre im Detail zu folgen.

Trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb, überzeugt wie Autor Michael Nagula auf das breitere Wirken der Schaffenden, das heißt auf deren Werke vor, während und nach ihrer Perry Zeit, sowie das größere Umfeld der Serie eingeht und somit die Perry Chronik über eine reine Lektüre für Rhodan Fans hinaus hebt und zu einem lesenswerten Nachschlagewerk für jeden SF Fan macht der an der Entwicklung der deutschen (Heft-)Romanszene interessiert ist.
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