Klappentext:
Langeweile trifft uns nicht zufällig. Während ihrer Ausbildung zur Industriekauffrau macht Silke Ohlmeier eine höchst unangenehme Erfahrung: extreme Langeweile. Ihre Umgebung reagiert belustigt bis kopfschüttelnd: Halb so wild, muss man halt durch, heißt es meistens. Doch stimmt das wirklich? Gelegentliche Langeweile gehört zum Leben, das ist richtig. Aber sich chronisch zu langweilen, ist nicht einfach nur lästig, sondern ein gesellschaftliches Problem. Scharfsinnig, unterhaltsam und mit Gespür für die feinen Unterschiede entwirft die Autorin und Langeweileforscherin eine radikal neue Perspektive auf ein altbekanntes Gefühl im Kraftfeld von Kapitalismus, Patriarchat und sozialer Ungleichheit.
Meinung:
Langeweile ist ein Thema, mit dem ich mich bisher nicht beschäftigt hatte, weswegen dieses Buch trotz seiner Kürze viel Neues für mich enthalten hat. Durch seine gut gegliederte Struktur in die einzelnen Kapitel und die Erklärungen in Bezug auf die verschiedenen Gruppen in der Gesellschaft fand ich es sehr logisch und besonders für Einsteigende in das Thema gut geeignet. Allerdings wurden teilweise manche Thesen immer und immer wieder wiederholt, was es an manchen Stellen etwas zäh gemacht hat.
Nichtsdestotrotz ein interessantes Buch zu einem wichtigen Thema, das kaum jemand auf dem Schirm hat, weswegen der Inhalt sicherlich für viele Menschen interessant und neu sein wird.