"Ich wünschte, mein Buch würde so voll den Kultstatus erreichen und dann entwickelt sich im Laufe der Jahrzehnte die Tradition eines „Sargnagel Days“ wie bei Ulysses. Das wird dann zelebriert, indem alle den ganzen Tag Dosenbier rauchen und Kette trinken, sich in die abgefuckteste Gegend ihrer Stadt setzen und stumm die Unterschicht beobachten und dann wen ganz Grindigen aufreißen und fürchterlichen Sex haben oder alternativ zwei McDonalds-Menüs verspeisen." Stefanie Sargnagel
Stefanie Sargnagel, geb. 1986, studierte in der von Daniel Richter angeleiteten Klasse der Akademie der Bildenden Künste Wien Malerei, verbrachte aber mehr Zeit bei ihrem Brotjob im Call-Center, denn: «Immer wenn mein Professor Daniel Richter auf Kunststudentenpartys auftaucht, verhalten sich plötzlich alle so, als würde Gott zu seinen Jüngern sprechen. Ich weiß nie, wie ich damit umgehen soll, weil ich ja Gott bin.» Seit 2016 ist sie freie Autorin – und verbringt seitdem mehr Zeit bei ihrem Steuerberater.
Also ich liebe ja so ur tiafen, gscherten Humor total und Stefanie Sargnagel hat das eigentlich auch echt gut drauf. Diese seitenlange, ungefilterte Aneinanderreihung von Facebook-Posts ist aber leider eher witzlos. Qualität vor Quantität, weniger wäre mehr gewesen, muss man echt jeden Schaß ins Buch mit reinnehmen, blah blah usw. Vielleicht hab ich aber auch einfach das Konzept nicht verstanden.
Das war... interessant? Profitiert hat das Hörbuch auf jeden Fall davon, dass Stefanie Sargnagel es selbst eingesprochen hat. Dieser charmante, österreichische Dialekt holt mich einfach ab.
Ansonsten war das Buch ziemlich durchwachsen: in ziemlich kurzen Episoden erzählt Sargnagel Einträge von ihrer Facebookseite nach. Einige davon sind eher eklig, einige ziemlich oberflächlich und langweilig, manche allerdings dann wieder unglaublich lustig, sodass ich wirklich laut lachend im Auto saß, was mir sonst wirklich nie passiert.
Überrascht hat mich, wie kurz das Hörbuch war. Angeblich war es nicht gekürzt, aber andererseits kann ich mir nicht vorstellen, dass so wenig Text als Buch verkauft wird?
Ich würde sagen, dass jeder mal reinhören kann, die Hälfte der erzählten Stories sind echt wahnsinnig lustig. Und 45 Minuten Zeit (ja, länger geht es nicht) hat ja wohl jeder bei der Hausarbeit oder einer Autofahrt 😊
Ich musste sehr viel Lachen und habe einen sehr schwarzen Humor. Manchmal war es mir allerdings ein wenig zu derb. Trotzdem habe ich dieses Buch sehr gern gelesen und es hat mir die Klausurenphase versüßt!
Das Buch ist wirklich witzig und auf eine Art und Weise ulkig, wie es nur eine Sargnagel zusammenbekommt. Mich hat extrem gestört, dass es offenbar kein Lektorat/Korrektorat gab (warum?), denn der ganze Text strotzt vor Fehlern aller Art (Orthographie, Grammatik, Zeichensetzung, Tippfehler bzw. auch inhaltliche Fehlinformationen). Das hat das Lesen teilweise erschwert und in Bezug auf den Verlag einen sehr unprofessionellen Eindruck hinterlassen.
Geen idee hoe te beoordelen, maar heb gelachen en mijn Oostenrijks/Wienerisch bijgespijkerd. Of de facebook statusupdate me bevalt als literatuurvorm, ik weet het nog zo net niet.
WAs für ein K(r)ampf. Nachdem ich "Der allerletzte Tag der Menschheit" in einem durchgesuchtet hab, las sich dieses, sehr ähnliche, Buch unfassbar zäh.
Dieses Buch ist sprachlich und inhaltlich bewusst abstoßend . Aber dabei leider unfassbar langweilig. Proll als Stilmittel war schon da, aber viel viel besser.