Er sucht seine Opfer im World Wide Web, folgt ihren Spuren durch die sozialen Netzwerke, keine noch so kleine Online-Aktivität bleibt ihm verborgen. Sein Jagdrevier ist der Chat, er täuscht, lullt ein und straft mit tödlicher Grausamkeit. Der Facebook-Killer kennt keine Gnade. Seine Gegenspielerin ist die forensische Psychologin Geza Wolf, genannt die Wölfin, die aus Mannheim nach Paris gerufen wird, um das Profil des Serienmörders zu erstellen. An der Seite des psychisch schwer angeschlagenen Pariser Kriminalkommissars Maxime Fronzac versucht sie, den Facebook-Killer dingfest zu machen. Als der Killer eine Freundin Gezas in seine Gewalt bringt, wird die Angelegenheit persönlich. Dann meldet sich der Mann, der sich im Internet Vince Vega nennt, per Chat bei Geza. Die Wölfin nimmt Witterung auf, die erbarmungslose Jagd beginnt. Ein Thriller um Rache, Schuld und Vergeltung, die Untiefen der sozialen Netze, die Gefahren falscher Identitäten und naiver Vertraulichkeit. Hochspannend, dramatisch, drastisch. Von Oliver Hoffmann und Thommy Mardo.
Oliver Hoffmann, geboren 1965 in Mannheim, studierte Germanistik, Politische Wissenschaft und Medienwissenschaft und arbeitete anschließend als wissenschaftlicher Mitarbeiter in einem Forschungsprojekt zum Thema Mediengewalt an der Universität Mannheim. Sein Studium finanzierte er sich als Texter und Übersetzer. 1989 gründete er mit anderen Phantastik-Begeisterten den Verlag Feder&Schwert, dessen Schwerpunkt phantastische Literatur und Rollenspiele sind.
Seine Debüt-Romantrilogie Hiobs Botschaft – zusammen mit dem Kölner Autor Severin Rast – erschien 2001. Seit 2007 bricht sein Boulevard-Theaterstück Alla Gut – Verliebt ins Quadrat alle Rekorde auf Mannheimer Kleinkunstbühnen. Oliver Hoffmann lebt mit wachsender Begeisterung und entschieden zu vielen Büchern in der Quadratestadt.
Der erste Krimi, den ich von Anfang bis Ende gelesen habe! Die Protagonistin fand ich recht sympathisch und rund. Die anderen Charaktere sind auch nicht langweilig. Es gab eine Menge "Info-Dumping" für Leute, die sich in Paris nicht auskennen, was aus dem Mund eines Parisers recht unnatürlich klang. Eher so, als hätte er einen Wikipedia-Artikel auswendig gelernt, um ihn dann der deutschen Polizistin aufzusagen. Obwohl die Story mit einem Thema gearbeitet hat, das nicht mein persönlicher Liebling ist (religiöser Extremist tötet Frauen, die Sex haben), ist sie doch spannend geblieben und man hat mitgefiebert und gehofft, doch noch eines der Opfer retten zu können. Das Lesen fiel mir erstaunlich leicht, das hatte ich bei einem Krimi ehrlich gesagt nicht erwartet. Ich habe gelesen und gelesen, und plötzlich waren es nur noch 50 Seiten bis zum Ende... in dem Sinne ein klassischer "Pageturner".