Parlow, Zart Selbstverständnis, Selbstachtung und Selbsthilfe für hochsensible Selbstverständnis, Selbstachtung und Selbsthilfe für hochempfindliche Menschen. 5. Auflage. Festland Verlag e.U., 2015. 21 x 14 cm. 248 S. Taschenbuch.
Leseempfehlung mit Bauchweh. Extrem esoterisch (der Autor ist mWn auch Energetiker) und leider stellenweise sehr wertend bzw schafft Leistungsdruck (zB sollen hochsensible Personen offenbar die "Verantwortung gegenüber ihren Mitmenschen" oÄ wahrnehmen, sich hinauswagen, vollwertige Mitglieder der Gesellschaft sein).
Man darf keinesfalls ein wissenschaftliches Buch erwarten. Es ist eher ein stellenweise leicht bevormundender Erfahrungsbericht des Autors, der selbst hochsensibel ist und seit Jahren mit Hochsensiblen arbeitet. Nur stellenweise sind die Aussagen durch Studien fundiert.
Dennoch eine Offenbarung, zB der Gedanke, dass oft Angst und Schlafstörungen nicht das eigentliche Problem von hochsensiblen Personen sind, sondern nur die Folge von Reizüberflutung, dass man schlechte Wahrnehmungsfilter bzw sehr hohe Sensibilität ggü Reizen nicht etwa in einer Therapie "wegtrainieren" kann, nur den Umgang damit verbessern, dass eine phasenweise extreme psychische Erregbarkeit bzw Reizbarkeit auf überhöhte Cortisol-Levels infolge von Überstimulierung zurückzuführen sein kann, ohne dass sonst erkennbare Belastungen bestehen, wobei auch vergleichsweise kleine (wiederholte) Störungen extreme Stressreaktionen auslösen können, oder dass es auch extrovertierte hochsensible Menschen gibt. Auch positive Eigenschaften könnten (so das Buch) auf die Hochsensibilität zurückzuführen sein, wie dass offenbar viele Hochsensible in Ausnahmesituationen kurzfristig extrem gefasst und rational agieren können, in denen andere verzweifeln, oder die Fähigkeit, auch in schwierigen Zeiten immer einen Sinn im Leben zu sehen.
Manche Aussagen im Buch sind aber offenbar schon wissenschaftlich widerlegt (zB dass Hochsensible nicht, wie angegeben, schon auf geringere Medikamentendosen stärker reagieren). Das wird im Buch leider nur an einer anderen Stelle richtig gestellt. Würde gerne eine wissenschaftliche Replik auf das Buch lesen.
Insgesamt sollte sich der Autor aus meiner Sicht 1. nur mit psychologischer, ärztlicher oder therapeutischer Ausbildung an das Thema heranwagen (falls er eine hat, finde ich sie nicht gut umgesetzt) oder wenigstens 1 entsprechend ausgebildete Person beiziehen und 2. alle Wertungen und moralischen Urteile droppen.
Das Thema Hochsensibilität betrifft mich selbst und daher war das Buch für mich auch ein Muss. An sich ist das Buch in Ordnung. Die Thesen sind nachvollziehbar und umschreiben das Thema gut. Gerade das Kapitel zur Arbeitswelt war mit den Tipps hilfreich.
Die magere Bewertung resultiert aus der Gesamtsicht. Für mich rutschte der Autor zu oft in das Esoterische und in Allgemeinplätze ab und man hätte das Thema auch auf weniger Seiten umreißen können. Ich habe viele Passagen überflogen, die für mich einfach keine wichtigen Informationen enthielten.
Schade, ich hatte mir mehr 'Leitfaden' erhofft und werde für mich das Wichtigste aus dem Buch nochmal zusammenfassen müssen - etwas was ich mir von dem Buch selbst erhofft hatte.
Ja, es ist so. Meine Frau ist eine HSP (‚Highly Sensitive Person'). Das ist nicht immer einfach für einen Nicht-HSP (wie mich). Durch das Lesen dieses Buches kann ich nun besser meinen Schatz verstehen und mich auf die ein oder andere Situation bewusster einstellen.
Nicht das beste Buch aus der Rubrik des Themas. Und das ständige Drängen man solle einen Therapeuten hier und da zu Rate ziehen finde ich nicht angebracht. Denn gerade für HSP kann das ganz schön nach hinten losgehen und vieles nur viel schlimmer machen.
Kennt ihr dieses Gefühl, irgendwas stimmt nicht mit einem selbst. Man fühlt sich weniger leistungsfähig als viele Menschen in der Umgebung und zweifelt irgendwann an sich selbst, verliert an Selbstwert und irgendwann auch Selbstliebe. Eine Abwärtsspirale die einem nicht bewusst ist. Als ich dieses Buch laß, wusste ich plötzlich warum ich mich so fühle wie ich mich fühle. Ein euphorisches Erlebnis endlich zu verstehen was so besonders ist und wie ich damit bewusst leben kann und glücklich sein kann. Ein Geschenk für alle Menschen die dank diesem Buch endlich bei sich selbst ankommen lernen können. Und einen großen Schritt in Richtung Eigenverantwortung machen werden ohne sich zu viel am Außen zu orientieren.
Dieses Buch richtet sich ja nicht nur an Hochsensible und die Erkenntnis ob man hochsensibel ist oder nicht, ist in sich nicht einfach herauszufinden.
Dieses Erkenntnis wiederspiegelt sich auch in den ersten Kapiteln des Buches, obwohl hier sicher gute Informationen vorhanden sind um für sich selber herauszufinden wo man steht.
Auch für Personen die sich überhaupt nicht als HSP sehen ist dieses Buch empfehlenswert. Aus meiner Sicht nicht um HSP besser zu verstehen, sondern weil dieses Buch im essentiellen differenziertere Perspektiven auf das Leben beschreibt.
Das Buch war das Erste, dass ich als Jugendliche zum Thema gelesen habe und ich fand es dafür genau richtig. Der Autor ist definitiv nicht frei von subjektiveren Aussagen und Ratschlägen, aber das Buch ist ein Ratgeber und keine wissenschaftliche Abhandlung. Jetzt wo ich es fast 15 Jahre später in einer neueren Ausgabe wieder gelesen habe, bestätigt sich das wiederholt. Es ist eine gute Einstiegslektüre, die es leicht macht, sie zwischen den Zeilen wiederzufinden, nicht mehr und nicht weniger!
Dank des Buches verstehe ich mich - als HSP - nun besser. Alles ergibt nun einen Sinn für mich. Sehr anschaulich und mit vielen Metaphern erklärt. Zudem untermauert der Autor seine Aussagen mit Studien/Untersuchungen.
Ein recht interessantes Buch, mit umfangreichen Studien usw. Jedoch fand ich die Aufteilung des Buches etwas verwirrend, weil in jedem zweiten Satz „darauf gehen wir in Kaptitel*** noch ein“ vorkommt. Aber es war kein großer Störfaktor. Würde das Buch dennoch empfehlen