Erika Pluhar beschreibt die Reise eines Mannes zu sich selbst. Emil Windhacker ist ein Mann in den besten Jahren. Karrierebewusst, sportlich, immer in guter Gesellschaft genießt er sein Leben in vollen Zügen. Doch ein Laborbefund und ein ihm neues Gefühl von Schwäche und Versagen lassen ihn nachdenklich werden. Bedeutet dieser Befund sein Todesurteil? Als Emil der Schauspielerin Marie Liebner begegnet, überstürzen sich die Ereignisse... Erika Pluhar beschreibt drei Tage im Leben eines Mannes. Aus der subjektiven Perspektive Emils vollzieht Pluhar eine punktgenaue Abrechnung mit der männlichen Sicht auf die großen Lebensthemen Liebe, Krankheit und Tod. Poetisch, humorvoll, erzählerisch dicht und zutiefst berührend schildert die Autorin die Geschichte einer späten Einsicht.
PLUHAR, Erika: „Er“, Sankt Pölten – Salzburg 2008 Großartig wie Erika Pluhar als Frau die Charakteristik eines Mannes beschreibt. Für einen Mann als Leser sehr berührend, weil sie immer wieder ins Schwarze trifft. Ein Mann und eine Frau treffen aufeinander. Beide haben Leukämie. Das verbindet sie. Letztlich stellt sich aber heraus, dass es bei ihm nur eine Verwechslung war. Die Verbindung bleibt und wie es weiter geht lässt die Autorin offen. Wunderschön geschrieben. Sie war eben nicht nur eine gute Schauspielerin, sondern sie ist auch eine sehr gute Schriftstellerin. Wir Leser sollten das akzeptieren und nicht immer hinter den Texten die Schauspielerin sehen.