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Tesla oder die Vollendung der Kreise: Roman

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Nikola Tesla, Erfinder zwischen Genie und Wahnsinn, mit serbischen Wurzeln im heutigen Kroatien geboren, schillernde Figur im Gesellschaftsleben New Yorks um 1900, war schon zu Lebzeiten legendär. Einer seiner Bewunderer ist der junge Anton aus Zadar, der nach politischen Umtrieben gegen den österreichischen Kaiser von der Schule fliegt und mit zehn Dollar in der Tasche nach Amerika auswandert. Dort fasst er schnell Fuß, lernt Englisch, arbeitet als Dolmetscher im anatomischen Museum eines deutschen  Arztes am Broadway und studiert schließlich Medizin. Er trifft den alten, vereinsamten, wunderlich gewordenen Tesla, sein Idol, und wird ihm in langen Gesprächen über dessen Leben und Gott und die Welt zum Freund. Doch dann erreicht Anton eine Nachricht aus Er soll zurückkehren, um sich um seine alten Eltern zu kümmern. Also macht er sich wieder auf, mit Frau und Kindern, in die Armut verwahrloster Dörfer im Hinterland Dalmatiens kurz vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs. Zum Abschied vertraut ihm Tesla die Pläne zu einer »Friedenswaffe« an, und er bittet ihn, nach einem verschollenen Porträt zu suchen, das erst 2006 wieder auftauchen wird.

389 pages, Kindle Edition

Published September 21, 2023

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About the author

Alida Bremer

33 books15 followers

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Displaying 1 - 5 of 5 reviews
Profile Image for Dunja Brala.
621 reviews49 followers
August 7, 2024
Dalmatien ist ein Landstrich an der Küste Kroatiens, der historisch gesehen eine wechselhafte Vergangenheit hinter sich gebracht hat. Generell sind die Länder, die man dem Balkan zu ordnet, ein Spielball verschiedener Großmächte gewesen gleichzeitig in der allgemeinen globalen Wahrnehmung in Bedeutungslosigkeit versunken. Exemplarisch steht Nikola Tesla auch dafür, denn er ist der gefeierte Held, der Ex-Jugoslawen, aber in Europa kennen ihn nur wenige. Der in Kroatien geborene Serbe wird von allen Völkern des ehemaligen Staatenbündnisses als wissenschaftliches Idol verehrt, während man im Rest der Welt die Automarke vor Augen hat, wenn sein Name fällt.

Tesla hat die meiste Zeit in New York gelebt, wo er zum Ende hin immer ärmer und verschobener, mehr (Lebens-) Künstler als Wissenschaftler war. Dort begegnet er Anton Matijaca, der mit 17 Jahren aus einem kleinen Ort bei Split nach Amerika emigrierte, nachdem er auf dem Gymnasium in Zadar in aufrührerische Machenschaften verwickelt war.

Anton macht sein Glück in den USA, und wird zu einem angesehenen Arzt, der nach dem ersten Weltkrieg zurück in seine Heimat kehrt. Die Eltern sind alt, und er wird gebraucht. Mit seiner britischen Frau verbringt er dort den größten Teil seines Lebens. Der Aufenthalt in New York hat ihn aber grundlegend geprägt und ihn zu einem feinsinnigen und weltoffenen Philanthropen werden lassen

Wir begleiten Anton im Hin und Her seiner Identität die ihn immer mehr zum Cosmopoliten mutieren lässt,. Migration, Wissenschaft, insbesondere der Medizin, weltweite politische Umwälzungen in der seine Heimat Dalmatien im Mittelpunkt steht und die Verbindung zu Nikola Tesla sind die Pfeiler, die die Handlung dieses Romans tragen. Vor uns breitet sich ein historischer Bilderbogen aus der spannend und facettenreich das Leben eines Menschen beleuchtet, der nicht genau weiß, wo er hingehört und seinen Platz in der Welt sucht. Es geht also nach New York, Großbritannien, Italien, Montenegro und natürlich Dalmatien. Dabei verschieben sich häufig Grenzen und Staatsangehörigkeiten ändern sich je nach Lust und Laune der jeweils Herrschenden.
Anton landet als 17-jähriger Bauernjunge im großen Melting Pot New York und Menschen, die sich eigentlich feindlich gesonnen sein müssen, finden zueinander auf Basis der gemeinsamen Geschichte. Der Blick in die slawische Community, die eng an die italienische angebunden ist, war Neuland für mich.
Jeden weiteren Ort, den wir gemeinsam mit Anton besucht haben, habe ich sehr genossen.

Aufgrund der intensiven Schreibweise Alida Bremers wurde ich sofort in die Handlung hinein gezogen. Es ist eine Wohltat, in ihren literarischen Stil einzutauchen und neben der plastischen Darstellung des Plots, wie nebenbei die Geschichte Kroatiens vermittelt zu bekommen, ohne dass es aufdringlich oder zu sachlich wird.

Anton ist mir als Figur sehr ans Herz gewachsen, ein feiner Mensch, dem man gerne begegnet und mit dem man sowohl über Politik und Geschichte, Wissenschaft und Gesellschaft reden kann, neben dem man aber auch im Café einen Aperitif nimmt und dabei schweigend aufs Meer schaut.

Nikola Tesla ist hier nicht die Hauptfigur, taucht aber immer mal als tragische Gestalt auf, jemand, der an seine Heimat mit Melancholie denkt, die Verbindung zu ihr aber verloren hat.

Ein Roman, in den man hinein fällt, drin lebt und am Ende daraus wieder auftaucht, mit den Augen blinzelt und sich erst mal wieder an die Realität gewöhnen muss. Große Lese- Empfehlung.
Profile Image for Marlon Marlon Marlon.
16 reviews
April 14, 2024
Das "gilded age" endet, abgelöst durch die "progressive era". Vor diesem historischen Hintergrund wird die Lebenseschichte eines Kroatischen Auswanderers erzählt. Der namensgebende Wissenschaftler & Erfinder taucht oberflächlich betrachtet nur als Randfigur auf, doch das, für was er stehen möchte, durchzieht den kompletten Roman.

Sehr durchdachter Aufbau, erfrischender Stil und ansprechende Motive machen diesen Roman empfehlenswert für jeden, der auch nur entfernt an Tesla & den Entwicklungen des beginnenden 20. Jahrhunderts interessiert ist.
Profile Image for Jelena Dimnjaković .
27 reviews2 followers
Read
November 22, 2025
Ne znam što reći. Drago mi je da sam pročitala knjigu, ali da sam uživala, većinom nisam. Dragi su mi likovi Antona Matijace i Ernesta, ali dosta je suho pisano.
Profile Image for maga.
60 reviews1 follower
January 13, 2026
Trebalo je zadržati strpljenje i razum dok se svijet oko njega raspadao.

Uvijek je bio zadivljen koliko se brzo ljudi prilagode novim okolnostima. Bilo je dana kad bi zaboravio da je ikada vodio drugi život.

Jednog hladnog dana, dok sam gladio Mačkovo sjajno crno krzno, ono je pucketalo i iskrilo, a otac mi je objasnio da se radi o elektricitetu. Pitao sam se je li cijela priroda jedan veliki mačak, a ruka koja je miluje Božja ruka. Tad su mi bile tri godine.

Nožem se može nekoga ubiti, ali se isto tako može rezati jabuku, izvaditi utrobu ribe prije pečenja i rezom duž rebra otvoriti prsnu šupljinu da bi se iz plućnog apscesa iscijedio gnoj. Tko zna čemu bi njegovo navodno oružje moglo poslužiti.

Pitao sam se jesu li sjećanja mjesto na kojem obitavaju mrtvi dok njihove odbačene prazne ljušture trunu.

Ernesto bi procvjetao samo da je doživio kako se njegovu prijatelju na kraju životnoga puta otkrilo da mu od svega jedino poezija može pomoći nositi se sa stvarnošću, jer samo poezija može s lakoćom objediniti sve proturječnosti.

Kao liječnik, ponekad sam takve događaje tumačio kao sudbinu i slučajnost, a opet, vjerovao sam da sami određujemo svoje živote, čak i ako se tako ne čini. Do samoga kraja nisam mogao razaznati koji je odgovor točan. Znam samo da moramo pokušati dati sve od sebe, svatko prema svojim sposobnostima. Što god svatko od nas smatrao najboljim. Ja sam konačno dostigao najbolje čemu sam stremio time što ti ostavljam ove uspomene.
1 review
February 1, 2026
I liked it
This entire review has been hidden because of spoilers.
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