Die Maxime »Handle unternehmerisch!« ist der kategorische Imperativ der Gegenwart. Ein unternehmerisches Selbst ist man nicht, man soll es werden. Und man wird es, indem man sich in allen Lebenslagen kreativ, flexibel, eigenverantwortlich, risikobewußt und kundenorientiert verhält. Das Leitbild ist zugleich Schreckbild. Was alle werden sollen, ist auch das, was allen droht. Der Wettbewerb unterwirft das unternehmerische Selbst dem Diktat fortwährender Selbstoptimierung, aber keine Anstrengung vermag seine Angst vor dem Scheitern zu bannen. Ulrich Bröcklings grundlegende soziologische Studie nimmt diese Ambivalenz in den Blick und spitzt sie zu einer Diagnose der gegenwärtigen Gesellschaft zu.
Interessante Analyse, doch fehlt mir ein Ausblick und Ideen zur Befreieung des untenehmerischen Selbst aus seinem Selbstoptimierungszwang.
Kann das unternehmerische Selbst es schaffen, seine eigene Unzulänglichkeit zu aktzeptieren?
Nachdem dem Autor selbst, konzentriert sich die Abhandlung darauf, "die Ratio und einige schlüsseltechnologien des unternehmerischen Selbst herauszupräparieren. Sie hat Strategien analyisert, ohne selbst eine strategische Gegenposition zu beziehen."