Priča o Nanerl Mocart, pijanistkinji i kompozitorki koja je ostala u senci svoga brata, ženi koja je u vremenu nenaklonjenom ženama sledila zvuk svog srca.
Salcburg 1766. Mlada Marija Ana Mocart, odmilja Nanerl, teško može da se spase od obožavalaca, a ipak na umu joj je samo muzika. Sa mlađim bratom Volfgangom Amadeusom svirala je klavir na najuglednijim dvorovima u Evropi sve dok nije stasala za udaju, kada joj više nisu bili dozvoljeni javni nastupi. Razočarana, okreće se sopstvenim kompozicijama i brojnim balovima. Jedne večeri upoznaje šarmantnog Franca Armana d’Ipolda i odmah oseća bliskost s ovim muškarcem. Zbog nasleđenih dugova, međutim, njena porodica joj ne odobrava brak sa njim. Ali Nanerl Mocart je neustrašiva i neće odustati ni od svoje muzike ni od svoje velike ljubavi.
Über die Schwester von Wolfgang Amadeus Mozart weiß man leider viel zu wenig, obwohl diese junge Frau ein einnmaliges Talent hatte und sicherlich nicht hinter ihren Bruder zurückstehen hätte müssen. Leider war dies für eine Frau in der Mitte des 18. Jahrhunderts jedoch nicht möglich.
Beate Maly hat in ihrer Romanbiografie um Anna Maria Mozart, genannt Nannerl, historisch belegte Begebenheiten mit einigen fiktionalen Elementen zusammengeführt. Es ist immer wieder schwer über eine Person zu schreiben, von der es nicht so viele Fakten und Hinterlassenschaffen gibt. Bei Nannerl ist dies hingegen ein bisschen leichter, weil sie eine sehr enge Verbindung zu ihrem Bruder Wolfgang hatte und es doch viele Fakten aus seinem Leben gibt. Anhand der biografischen Daten der Familie begleiten wir die Familie Mozart ab 1766 auf einem Teil ihres Lebensweges.
Im Fokus des Buches steht natürlich Nannerl, die im Schatten ihres Bruders groß geworden ist. Besonders ihr Vater Leopold, der sie als Kinder noch eher gleichberchtigt unterrichtet hat, legt seinen Fokus immer mehr auf Wolfgang Amadeus. Nannerl darf Wolfgang nicht mehr auf den Konzertreisen begleiten und muss in Salzburg bleiben. Ihre außerordentliche Musikalität und ihre virtuose Spielleidenschaft auf der Geige und dem Klavier müssen in den Hintergrund treten. Zusätzlich kommt sie mit ihren 16 Jahren ins heiratsfähige Alter und gilt nicht mehr als Wunderkind. Doch die Liebe und die Leidenschaft zur Musik kann Nannerl nicht so einfach aufgeben.
Die Konzertreisen, die Leopold Mozart mit Wolfgang Amadeus unternimmt, verschlingen immer mehr Geld und Nannerl beginnt zuhause Klavierunterricht zu geben. Im kleineren, nicht öffentlichen Rahmen, tritt sie ebenfalls auf um die Stücke ihres Bruders bekanntzumachen. Doch das Geld wird immer knapper. Als Wolfgang mit seinem selbstkomponierten Opern mehr und mehr Erfolg hat, hofft Nannerl auf etwas Geld. Doch der Musiker kann damit nicht umgehen und verprasst mehr als er verdient. Zusätzlich geht er mit fortschreitenden Alter fortan alleine auf Konzertreise und treibt seine Familie in die Armut. Nur eine Hochzeit mit einem reichen Mann kann Haus und Hof retten, doch Nannerl hat sich in Franz d'Ippold verliebt und er sich in sie. Als Schuldirektor darf er allerdings nicht heiraten und falls er den Schuldienst quittieren würde, könnte er mit seinem niedrigen Salär den Mozarts ebenfalls nicht helfen.
Beate Maly spinnt die Liebesgeschichte zwischen Anna Marie und Franz d'Ippold etwas weiter. In der zweiten Hälfte des Romans nimmt sie einen großen Teil ein und hat mir wieder vor Augen geführt, wie ungerecht die Zeiten damals für uns Frauen war. Meistens wurden sie einfach verkauft, damit die Eltern weiterhin in den gewohnten Kreisen leben konnten. Oftmals wurden auch Schulden getilgt und sich mit der Hochzeit der Tochter freigekauft. Nannerl wehrt sich lange dagegen. Sie vermisst vorallem ihre Musik: das Geigen- und das Klavierspiel. In mehreren Zeitsprüngen erleben wir das weitere Leben von Anna Maria. Anhand ihrer Tagebücher, der Sammlung von Wolfgang's Werken und den Briefverkehr der beiden, bilden diese Erinnerungsstücke den heutigen Grundstock der Mozart-Forschung.
Schreibstil: Der Schreibstil ist leicht und flüssig und lässt sich sehr gut lesen. Die Figuren sind liebevoll gezeichnet und lebendig dargestellt. Beate Maly hat die damalige Zeit wunderbar bildhaft und authentisch dargestellt. Der Zeitgeist und die Lebensart, der strenge gesellschaftliche Status und das Frauenbild werden hervorragend beschrieben. Auch der Schauplatz Salzburg wird sehr lebendig dargestellt. Ich kenne natürlich die Stadt selbst und bin mit Nannerl durch die Gassen gewandelt. Das Geburtshaus Mozarts ist noch heute eines der vielbesuchtesten Orte in der Mozartstadt, auch wenn Wolfgang Amadeus viel lieber in Wien weilte und ihm seine Geburtsstadt zu klein und eingeschränkt vorkam.
Fazit: Ein Roman mit biografischen Zügen, der einen Blick auf die Schwester neben dem Wunderkind Wolfgang Amadeus, wirft. Wäre sie ein Mann gewesen, hätte sie genauso erfolgreich werden können. Nannerl war eiine Frau mit einem großen musikalischen Talent, die sich der damaligen Zeit und der Gesellschaft beugen musste. Mir hat diese Romanbiografie sehr gut gefallen.
Im Schatten des Genies - ruhige, lesenswerte Romanbiographie einer vergessenen Frau
„Ich bin eine Frau. Hast Du das übersehen? Papa hat mich nie in Komposition unterrichtet, so wie dich. Ich habe als Mädchen das Wunderkind sein dürfen, und jetzt bin ich dazu verdammt, in deinem Schatten zu stehen.“
Maria Anna, genannt Nannerl, ist die Schwester des weltberühmten Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart. Gemeinsam mit ihrem Bruder tritt die hochbegabte Pianistin bei zahlreichen Konzerten in ganz Europa auf. Doch im Mittelpunkt steht nur ihr Bruder. Als Nannerl den Lehrer Franz Ippold kennenlernt, verliebt sie sich sofort in den jungen, gebildeten und kultivierten Mann. Doch die Familie Mozart verfügt über wenig Vermögen, Nannerls Mitgift wäre sehr gering. Zudem darf Ippold aufgrund seiner aktuellen Stellung keine Ehe eingehen. Ob die Liebe der beiden trotzdem eine Chance hat?
Der Schreibstil der Autorin Beate Maly liest sich angenehm flüssig, gut verständlich und unkompliziert. Nannerls Geschichte wird chronologisch erzählt.
Nannerl hat wie ihr Bruder ein außergewöhnliches musikalisches Talent. Wenn sie am Klavier sitzt, verliert sie sich in der Musik, die Realität rückt in den Hintergrund: „Wichtig war nur der Moment.“ Doch Nannerl steht im Schatten ihres übermächtigen Bruders, worunter sie leidet: „In all den Jahren hatte sie ebenso hart gearbeitet wie Wolfgang. Es war ungerecht, dass sie übergangen wurde. Es gab sogar Stimmen, die behaupteten, dass sie die Klavierstücke italienischer Komponisten besser interpretierte als ihr Bruder.“ Auch ihr Vater Leopold hat nur Wolfgangs Karriere im Sinn. Als er Nannerl verwehrt, Wolfgang auf eine Konzertreise zu begleiten, begründet er dies so: „Außerdem soll die Reise dazu dienen, Wolfgang endlich den Ruhm zu verschaffen, der ihm zusteht. Er ist ein Ausnahmemusiker. Da ist es wenig hilfreich, wenn die große Schwester mit auf der Bühne steht.“ Nannerl ist verletzt, passt ihre Träume letztlich der Wirklichkeit an und beschließt: „Ich werde mich mit den Möglichkeiten arrangieren, die das Leben für mich bereithält.“
Auch wenn in dieser Romanbiographie nicht Wolfgang, sondern Nannerl im Fokus steht, spielt Wolfgang im Leben von Nannerl und seinen Eltern immer die Hauptrolle. Er beeinflusst deren Entwicklung und Schicksal maßgeblich. Der zweifellos geniale Komponist ist ein Wunderkind. Wenn Nannerl seine Musik zum besten gibt, erzählt sie der Welt von ihrem Bruder: „Mit jedem Tastenschlag gab sie seine Unbekümmertheit, seine Lebensfreude und seinen kindlichen Optimismus wieder.“ Wolfgang reißt mit, begeistert, aber er hat große Schwierigkeiten, sich in der realen Welt zurechtzufinden. Wie Vater Leopold treffend feststellt, steckt im erwachsenen Wolfgang das Gemüt eines Zehnjährigen. Er kann mit Geld nicht umgehen, lebt verschwenderisch, macht viele Schulden und seine Familie soll es dann richten. Nannerl erhält keine nennenswerte Mitgift, muss selber als Klavierlehrerin bei so manchen unangenehmen Schülerinnen arbeiten, um Geld zu verdienen. Erstaunlicherweise ist sie Wolfgang deswegen aber nicht böse. Sie versteht, dass Musik in seinem Leben der „unentbehrliche Mittelpunkt“ darstellt. Mozart einmal aus einer anderen Perspektive kennenzulernen, fand ich sehr aufschlussreich.
Damals herrschten andere Zustände, die Reichen schwelgten im Luxus, der überwiegende Teil der Bevölkerung musst hart ums Überleben kämpfen. Frauen wurden bevormundet, freie Entscheidungen waren aber auch für Männer nicht die Regel. Wer nicht aufpasste, dem drohte der Pranger oder weit Schlimmeres. Beate May stellt das sehr anschaulich heraus und macht zudem klar, dass es Nannerl doppelt schwer hatte. Das Leben an der Seite des Genies Wolfgang Amadeus war eine besondere Herausforderung. Nannerls Geschichte, ihr Weg, der so stark von ihrem Bruder beeinflusst und geprägt war, fesselte mich. Ihr Pragmatismus, das Beste und Vernünftigste aus ihren Möglichkeiten zu machen und ihre Gelassenheit, die Dinge so zu nehmen wie sie sind, ohne zu bereuen und zu hadern, hat mir imponiert. Einige Figuren und Entwicklungen sind fiktiv. Fest steht aber: Nannerl, die überragende Musikerin, die als Frau zur falschen Zeit geboren wurde, hat es verdient, mehr beachtet zu werden. Ein leises, bescheidenes Leben, eine ruhige, aber absolut überzeugende und unterhaltsame Romanbiographie, die in eine andere Zeit mit viel schillerndem, aber oft nur oberflächlichem Glanz entführt. Ich möchte gerne noch mehr von dieser beeindruckenden Protagonistin Maria Anna Mozart erfahren.
Von Fräulein Mozart und der Klang der Liebe habe ich ehrlich gesagt viel erwartet. Nannerl war eine wundervolle Frau, die in ihrem Leben, für diese Zeit, einiges erlebt und erreicht hat. In dem Buch kam das leider nicht wirklich durch. Es geht um die Schwester von Wolfgang Amadeus Mozart welcher bereits in jungen Jahren ein Talent im komponieren und musizieren zeigt. Seine ebenso begabte Schwester hingegen, kann mit ihrem Talent leider nicht viel anfangen und muss sich den Gepflogenheiten der damaligen Zeit hingeben. Das die Liebe eine Rolle spielt, sagt schon der Name. Leider kam mir genau das bei der Story etwas zu kurz. Der Schreibstil war gut und es ließ sich locker leicht lesen. Das dieses Buch nur aus einer Sicht geschrieben wird, ist angenehm und lässt einen in Nannerl hineinversetzen. Über die 400 Seiten begleiten wir sie von der Geburt bis hin zu ihrem ersten Kind und durch ein interessantes Leben. In dem Buch kommt ihre Liebe leider etwas zu kurz. Ich habe mir eine romantische Liebesgeschichte vorgestellt. Das ihr Geliebter so selten vorkam, war leider wirklich Schade denn die beiden verband so viel mehr als die Liebe. Es war insgesamt zu wenig Romantik und Liebe in dem Buch und es ging mehr um das Leiden der jungen Frau durch ihren Bruder der hier durch und durch schlecht dargestellt wird. Im gesamten konnte ich mich nur schwer in das Buch rein finden und obwohl es angenehm geschrieben war, fehlt mir die Art eines Buches, welches mich in sich aufnimmt und nicht mehr loslässt. Alleine, dass ich den Namen des Liebhabers nicht mehr weiß zeigt, wie wenig einem in Erinnerung geblieben ist. Trotzdem finde ich, dass das Buch durchaus Potential hat nur ein wenig mehr in die Tiefe hätte gegangen werden können. Die Spannung war auf einem Seichten stetigen Level ohne große Anstiege oder Abstiege. Durch die Jahreszahlen wurden wir gut durch die Jahre geführt und konnten uns vorstellen, wie viel Arbeitsaufwand es war, Mozart berühmt zu machen. Das finde ich angenehm und konnte dadurch sehr gut nachempfinden, wie viel Nannerl in ihrem Leben erlebt hat. Das Ende des Buches war für mich persönlich sehr unbefriedigend, da hier nicht gezeigt wird, wie die Ehe verläuft und was aus ihren Kindern wird beziehungsweise aus ihrem Liebhaber. Das finde ich hier besonders schade, da hier sehr viel des interessanten Lebens weggenommen wurde. Eine Weiterführung der Geschichte wäre in dem Fall sinnvoll gewesen, da Nannerls Leben hier gerade einmal anfängt. Die Charaktere habe ich lieb gewonnen. Besonders Nannerl als Protagonistin war eine angenehme Persönlichkeit. Sie zeigt eine Reife und auch emanzipierte Seite. Sie möchte mehr sein, als andere Frauen. Ihre beste Freundin ist da ein ebenso gutes Beispiel und das finde ich so toll. Die Frauen des Buches waren allesamt starke Persönlichkeiten. Die Verwandlung von der kleinen Nannerl die ihren Kopf nicht durchsetzen kann, zu einer jungen Frau, die sich ihren Pflichten nicht wiedersetzt um die Familie zu beschützen war hervorragend zu beobachten. Der Liebhaber von ihr war leider wenig Präsent, dafür das es in dem Buch um die Liebe gehen sollte. Trotzdem war er ein angenehmer Mann, der jedoch nicht genug um die Liebe seines Lebens kämpft. Das ist aber bei seiner Arbeit für mich verständlich gewesen und er hat versucht, etwas zu erreichen. Insgesamt war das Buch durchwachsen. Für mich war es kein Highlight und es gibt für mich ein wenig was zu bemängeln weswegen es nur drei Sterne gibt. Ich hatte mir bei einer so tollen Persönlichkeit einfach mehr erwartet als mir gegeben werden konnte.
eine bewegende Geschichte über die begabte Nannerl Mozart, die immer im Schatten ihres Bruders stand
4,5 Sterne
Am 30.7.1751 wird Maria Anna Mozart, genannt Nannerl, geboren. Sie ist eine hochtalentierte und begabte Pianistin, die jedoch nur im Schatten ihres berühmten Bruders leben darf. Man verfolgt in diesem Buch ihr Leben, dass zum größten Teil auf biographischen Tatsachen beruht, von den Jahren 1766 bis 1785. Als Kind spielt sie gemeinsam mit ihrem Bruder an den vornehmsten Höfen und wird als begabte Pianistin hochgelobt, als junge Frau jedoch muss sie die Bühne für ihren Bruder räumen. Sie darf nicht mehr auftreten, und im Komponieren wird sie von ihrem Vater auch nicht unterrichtet, der sich nur mehr auf Wolferl konzentriert. Als sie bei einem Maskenball den charmanten Franz Armand d'Ippold kennenlernt, fühlt sie sich sofort zu dem gebildeten Mann hingezogen. Doch dieser ist Direktor eines Knabeninternats und darf als solcher nicht heiraten.
Meine Meinung: Beate Maly schafft es gekonnt, mit viel direkter Rede und einem packenden Schreibstil die Lebensgeschichte von Nannerl Mozart so spannend zu erzählen, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Ich hätte nicht gedacht, dass mich eine Romanbiografie derart fesseln kann. Die historischen Fakten, dass Frauen damals so viel weniger wert waren als Männer und ihr Schicksal auch nicht selbst bestimmen konnten, kommt deutlich heraus und ist einfach nur unfassbar. Nannerl darf ihr großes Talent - womöglich sogar noch größer als jenes ihres Bruders, nicht ausleben, nur weil sie eine Frau ist. Der Vater unterstützt und fördert nur Wolferl und unterrichtet auch nur ihn in Komposition, obwohl auch Nannerl dies gerne "richtig" gelernt hätte Sie beschließt, eigenes Geld zu verdienen, indem sie Klavierunterricht bei reichen Familien gibt, was anstrengender ist als gedacht. Selbst Geld zu verdienen war für Frauen damals keine Selbstverständlichkeit. Als dann ein charmanter Mann in ihr Leben tritt ist die nächste Tragödie vorprogrammiert, denn diesem Mann ist es verboten zu heiraten. Und eine neue Stelle zu finden, bei der er heiraten darf, mit dessen Gehalt er aber auch eine Familie ernähren kann, ist viel schwieriger als gedacht. Somit leidet man als Leser furchtbar mit Nannerl mit, die aber ihre große Liebe und die Hoffnung darauf auf keinen Fall aufgeben will. Und als der berühmte Bruder dann auch weniger Geld einbringt als vom Vater erhofft, eine Frau gegen dessen Willen heiratet und dann auch noch immer mehr und mehr Schulden anhäuft, bleibt Nannerl irgendwann nichts anderes übrig, als einen Mann zu heiraten, den sie nicht liebt. Unvorstellbar und unfassbar. Und so emotional erzählt.
Mir gefiel besonders gut, dass Nannerl Mozart die Missstände der damaligen Zeit erkennt, v.a. gegen Frauen, und dagegen kämpfen möchte, was jedoch so gut wie unmöglich ist. Zur heutigen Zeit wäre sie wohl ein Weltstar geworden - schade, dass Frauen damals so viel (Glück, Erfolg, Karriere) verwehrt wurde.
Fazit: Gut recherchierte und lebendige Romanbiografie über eine tolle Musikerin, die im Schatten ihres Bruders leben musste und ein leben Lang für ihre große Liebe kämpfte.
Mehr “Adagio” als “Allegro” und dennoch ein toller Roman
Historische Romane, die sich mit realen Persönlichkeiten aus der Geschichte befassen, müssen sich an belegten Fakten und Quellen orientieren, um authentisch zu sein. Auch Beate Maly macht das in "Fräulein Mozart", nicht ohne aber ihrer Romanbiographie einige fiktionale Elemente hinzuzufügen, die für den Spannungsbogen wichtig sind (siehe Nachwort). Maly nimmt die LeserInnen quasi bei der Hand und führt sie entlang der biographischen Daten der Familie Mozart ab 1766 durch das Leben der Hauptfigur Maria Anna Mozart (1751-1829) genannt Nannerl, die Schwester des legendären Komponisten.
Hier gibt es auch schon ein großes Lob an die Autorin, die es gekonnt wie immer geschafft hat, eine perfekte erzählerische Balance hinzubekommen. "Nannerl" ist zu jeder Zeit Protagonistin dieses Buches und doch dürfen wir auch am Leben ihres berühmten Bruders Wolfgang Amadeus teilhaben - ohne aber dass es ein Buch über ihn wäre. Nein, es ist ein Roman über eine starke Frauenfigur, die aber bis auf die gemeinsamen Anfangsjahre auf Konzert-Tournee durch Europa immer im Schatten des brüderlichen Genies stand. Und so wird auch erzählt, denn das ausschweifende Künstlerleben ihres Bruders, den sie zu jeder Zeit schätzte und verehrte wie auch vice versa, hat Nannerl Mozarts Leben und Schaffen geprägt. Seine Kreativität inspirierte die Schwester und seine Geldsorgen trieben sie mitunter zur Verzeiflung und auch selbst an den Rand der Armut.
Dennoch: Nannerl Mozart war in erster Linie eine eigenständige Persönlichkeit, die ihre Heimatstadt Salzburg - anders als ihr Bruder, den es immer nach Wien zog - liebte und dort aufblühte. Kein Wunder dass sich auch hier die Liebesgeschichte zum Schuldirektor Franz d' Ippold abspielte, die in Beate Malys Romanbiographie viel Raum einnimmt. Zärtlich und vorsichtig ist diese romantische Liebe, wer eine wilde und leidenschaftliche Lovestory erwartet ist sicher fehl am Platz. Nannerl Mozart war zeitlebens eine bescheidene Frau und keine Diva, obwohl sie schon als junges Mädchen die illustre Gesellschaft der Adligen, Reichen und Schönen gewohnt war.
War das Leben von Wolfgang Amadeus Mozart eher "allegro", so kann man das bürgerlich-angepasste Leben seiner Schwester, die - für die damalige Zeit und im Gegensatz zu ihrem Bruder "erst" - mit 78 Jahren starb, wohl als "adagio" bezeichnen. Dennoch verdient sie Würdigung und Anerkennung als Persönlichkeit der Musikgeschichte und auch ihre Geschichte ist es absolut wert, erzählt zu werden. Das ist Beate Maly mit ihrem Roman wunderbar gelungen.
Salzburg, 1751, 1766-1785: Nannerl, die große Schwester von Wolfgang Amadeus Mozart, muss immer zurückstehen. Ihr Bruder steht im Zentrum und hat als Junge bzw. Mann viele Freiheiten, die einer Frau in der Zeit einfach nicht eingeräumt wurden. Die Geschwister eint jedoch die Liebe zur Musik. Doch während Wolfert sein Leben nach Belieben leben kann, muss Nannerl sich den Konventionen beugen und für die Familie einstehen. Ich mag historische Bücher und ganz besonders solche, die sich mit Frauen und ihrer Lebenswelt beschäftigen. Darum musste ich hier einfach zugreifen. Nannerl, die eine begnadete Musikerin war, wurde von den Menschen verehrt, jedoch stand sie schon früh im Schatten ihres Bruders. Dass sie zurückstecken muss fällt ihr nicht so leicht, aber sie liebt ihren Bruder und vertreibt sich ihre Zeit mit gesellschaftlichen Anlässen. Dort lernt sie auch einen Mann kennen. Die beiden empfinden sehr viel füreinander, jedoch ist eine Ehe nicht möglich. Wird Nannerl ihr Glück finden? Das ist die Frage, die über allem schwebt. Wird sie in einer so stark an den Männern und ihren Bedürfnissen ausgerichteten Welt ihren Weg finden? Ich fand es super, dass Nannerl hier aus dem Schatten ihres Bruders heraustrat und im Fokus stand. Zwischendurch fehlte mir ein wenig die Tiefe und ich fand den Schreibstil stellenweise ein bisschen arg simpel gestrickt. Die Geschichte als solche ist interessant, leicht nachvollziehbar und hat mich auch emotional angesprochen. In Teilen ist sie aber plötzlich erschreckend banal, bevor wieder irgendein Knaller kommt. Wie Frauen damals zu leben hatten – ich bin so froh im Hier und Heute zu leben, das wurde mir hier wieder einmal so richtig vor Augen geführt. Leider fand ich die Charaktere teilweise nicht so richtig ansprechend beschrieben (Nannerl ist aber wirklich hervorragend gezeichnet, und das ist ja besonders wichtig), dafür war der Zeitgeist richtig gut rübergekommen. Unter dem Strich gab es viel Licht, aber auch einiges an Schatten. Für mich war es das schwächste Buch der Reihe.
Dieser Roman, geschrieben von Beate Maly und veröffentlicht vom Ullstein Verlag, beschäftigt sich mit der Person Anna Maria Mozart, genannt Nannerl, und ihrem Leben. Er legt besonderen Wert darauf, zu erfahren, welche Schwierigkeiten die Protagonistin als Frau und Schwester des bekannten Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart im 18. Jahrhundert überstehen musste.
Das Cover des Romans gefällt mir sehr gut, da es Nannerl als einzige Person zeigt und so deutlich macht, dass sich die Geschichte um sie dreht und nicht wie so oft um ihren Bruder. Die Charaktere sind alle sehr gut beschrieben und wirken sympathisch. Anders als bei vielen anderen Romanen sind es nicht zu viele Personen, bei denen man vielleicht die Übersicht verlieren könnte.
Mir hat der Schreibstil dieses Romans sehr gut gefallen und die Geschichte hat mich in einen richtigen Lesefluss gebracht, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Die Autorin hat ihre Informationen zur Protagonistin und der Umgebung sehr gut recherchiert. Der Leser kann sich alles sehr gut vorstellen und bekommt das Gefühl, selbst Teil der Handlung zu sein. Als Romanbiografie ist die Geschichte sehr nah an der historischen Realität gehalten. Nur ein paar wenige Personen wurden zugunsten des Leseflusses dazu erfunden. Beim Lesen merkt man deutlich die Liebe zum Detail.
Dieser Roman ist das fünfte Buch einer Reihe über historische Frauen, die zu wenig Aufmerksamkeit erhalten, von Beate Maly. Ich finde es wichtig, dass auch ihnen eine Stimme gegeben wird und Menschen ihre Geschichten erfahren.
Dieser Roman ist ein Muss für Leser:innen, die gerne Geschichten lesen, die vielleicht nicht im 21. Jahrhundert spielen und auf einer wahren Begebenheit beruhen. Außerdem zeigt dieses Buch wie eine mutige Frau in einer Männer-dominierten Welt ihre Spure hinterlässt. Nannerl kann sehr gut als Vorbild für viele junge Frauen dienen, was auch in der heutigen Gesellschaft immer noch gebraucht wird.
In diesem Buch begleitet der Leser das Leben von Nannerl, der älteren Schwester des berühmten Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart. Neben einem wunderbar leichten Schreibstil wurde man auch von der bittersüßen Liebesgeschichte zwischen Nannerl und dem Schuldirektor Franz, der aufgrund seiner Stellung nicht heiraten darf, durch das Buch getragen. Natürich spielt in einem Buch über die Familie Mozart auch die Musik eine große Rolle, doch schon zu Beginn wird deutlich, dass Nannerls Vater Leopold die musikalische Karriere seines Sohnes intensiver fördert als die seiner Tochter, da ihr als Frau nicht die selben Möglichkeiten offen stehen. An mehreren Stellen in dem Buch werden offen Missstände der damaligen Gesellschaft angesprochen, großteils im Bereich Feminismus, die teilweise auch heute noch aktuell und wichtig sind, was mir sehr gut gefallen hat. Die Charaktere waren gut ausgearbeiete und ihre Handlungen nachvollziehbar, besonders ans Herz gewachsen sind mir beim Lesen Nannerls kämpferische Freundin Katherl und das Hausmädchen Sophie, die Nannerl in allen Lebenslagen zur Seite stehen. Insgesamt ein sehr kurzweiliger historischer Roman für alle Bewunderer des großartigen Musikers und Liebhaber von verbotenen Liebesgeschichten.
Bila je veoma dobra knjiga, predivna opisivanja i sve, ali me kraj razocarao. Nije se zavrsilo srecno. Mislim ja shvatam da ne moze uvijek sve da se zavrsi srecno, ali ona je ostala sa covjekom koga ne voli, a ni on nju. Mislim bar ovako imala je dijete sa Francom, mogla je sa njim da se vidja svake nedelje ili svakih mjesec dana, on se nije odrekao svog posla, i nisu u nikakvim problemima sa novcem. Ne smeta mi sto mora da se brino o tudjoj djeci toliko koliko mi smeta sto mora da nastavi da obavlja bracne duznosti. Zavrsilo se najrealnije koliko je moguce ( mislim, ovako je otprilike i tekao njen zivot), jer ako nisu tokom 15 godina mogli da nadju nacin da se Nanerl i Franc vjencaju, a da imaju dovoljno para i krov nad glavom, ne bi mogli ni sad. Ovako se najbolje iskombinovalo da se vidjaju najvise sto mogu, i cak imaju i svoje dijete. Cak i ako je morala da ostane u braku sa onim gadljivkom, Nanerl , dakle, se ipak nije razdvojila od voljenog i bavila se muzikom, a imala je dovoljno para za komforan zivot. Dala sam 5, jer je knjiga bila veoma zanimljiva i dosta me intrigirala, navela da razmisljam malo vise o nekim odlukama u zivotu, mada mi se kraj nije uzasno puno svidio, ne bih ipak dala 4 zvjezdice.
Meine Meinung: Dieses Buch hat mich wirklich auf eine faszinierende Reise mitgenommen und ich kann die Autorin nur dazu beglückwünschen, dass sie mich durch ihren tollen Schreibstil an eine Thematik gefesselt hat, die ich normalerweise nicht so spannend finde. Denn im Grunde habe ich nicht so viel übrig für Mozart und seine Musik, und nachdem ich einmal eine Biographie über ihn gelesen hatte, hatte ich nie mehr das Bedürfnis noch etwas darüber zu lesen. Nachdem ich allerdings eine so großartige und fesselnde,dennoch sehr leichte Leseprobe gelesen habe, musste ich dieses Buch einfach lesen. Und was soll ich sagen, ich war einfach begeistert. Die Art, wie die Autorin ein Portrait von Mozarts Schwester entwirft und dieses so spielerisch erzählt, ist einfach großartig und entführt einen in eine ganz andere so großartig erzählte Lesewelt. Hinzu kommen toll ausgearbeitete Charaktere, die bezaubernd sind, und mir großen Spaß gemacht haben.
Mein Fazit: Ein leichter Lesegenuss, der mir sehr gut gefallen hat. Ein Buch, welches nicht nur von außen, sondern auch von innen wunderbar ist!
Eine wirklich sehr gelungene Romanbiografie über Maria Anna Mozart, der älteren Schwester von Wolfgang Amadeus Mozart. Der Leser wird hier auf eine Reise durch das 18. Jahrhundert mitgenommen und nimmt Teil am Leben der Familie Mozart von Beginn Nannerls Geburt bis zu ihrem Tod. Dabei erfährt man nicht nur viel über die Mozarts, sondern auch über das damilige Leben und ganz besonders über die Stellung der Frau in der damaligen Zeit. Nur die wenigstens konnten ihre Träume leben und so ist es auch Nannerl verwehrt geblieben ihr großes Talent als Pianistin in dem Umfang nachzugehen, wie es beispielsweise ihr Bruder konnte. Für jeden eine Empfehlung, der gerne einmal in die Welt des 18. Jahrhunderts eintauchen möchte und sich für Musik begeistern kann. Der Schreibstil ist sehr leicht und flüssig und vielleicht nicht immer 100% der damaligen Zeit angepasst.
Ich mag historische Bücher und ganz besonders solche, die sich mit Frauen und ihrer Lebenswelt beschäftigen. Darum musste ich hier einfach zugreifen. Nannerl, die eine begnadete Musikerin war, wurde von den Menschen verehrt, jedoch stand sie schon früh im Schatten ihres Bruders. Dass sie zurückstecken muss fällt ihr nicht so leicht, aber sie liebt ihren Bruder und vertreibt sich ihre Zeit mit gesellschaftlichen Anlässen. Dort lernt sie auch einen Mann kennen. Die beiden empfinden sehr viel füreinander, jedoch ist eine Ehe nicht möglich. Wird Nannerl ihr Glück finden? Das ist die Frage, die über allem schwebt. Wird sie in einer so stark an den Männern und ihren Bedürfnissen ausgerichteten Welt ihren Weg finden?
Sehr schöne Atmosphäre und gut zu lesen, mir aber einerseits viel zu viele Klischees zum Leben im 18. Jahrhundert und einfach zu wenig Emotionen. Besonders in der extremen Slow-Burn-Liebesgeschichte (Das zog sich über 15 Jahre) zwischen Nannerl und Franz Ippold sprang zu keiner Zeit ein Funken über, vor allem wohl, weil Ippold über seine "Natürlichkeit" und Fortschrittlichkeit hinaus kaum charakterisiert wurde und mir nicht sehr interessant vorkam.
Als Feel-Good-Histo-Roman funktioniert das Buch, als Romanbiografie über Maria Anna Mozart aber leider überhaupt nicht. Beate Maly holt sie nicht aus dem Schatten ihres berühmten Bruders heraus, wie sie es verdient hätte, sondern macht aus ihr eine 0815-Genre-Heldin: Gutherzig, denkt fortschrittlich, hat immer Mitgefühl mit anderen und so weiter und so fort. Innovativ ist das nicht, lässt sich aber natürlich schon gut weglesen und hat auch oft Spaß gemacht. Mit der echten "Nannerl" Mozart und ihrem Leben hat das aber leider nicht mehr viel zu tun.
Eine ausführliche Rezension gibt es auf meinem Blog.
Az egyik legjobb életrajzi ihletésű regény, amit olvastam, nagyon gyorsan beszippantott a történet és végig fent tudta tartani az érdeklődésem, ezért is fejeztem be egyetlen nap alatt. Nannerl személye rendkívül szerethető, míg Wolfgangot, akiről már a könyv olvasása előtt sem voltam felhőtlen jó véleménnyel, a végére kifejezetten nem kedveltem már. Annak ellenére, hogy Franz és Nannerl szerelme nem a szokásos happy enddel végződött, nekem abszolút nem volt hiányérzetem, tetszett, ahogy a korhoz hűen ábrázolt szerelmi történetük lassan, de biztosan kibontakozott. Összegezve: szuper olvasmány, ajánlom a romantikus történeteket, illetve az életrajzi regényeket kedvelőknek is!
Ein Roman über Maria Anna, genannt Nannerl, die seiner Zeit ebenso als Wunderkind galt wie ihr Bruder Wolfgang Mozart. Aber hier geht es um sie, um ihre Geschichte, man erfährt sehr viel über die damalige Zeit, was die Gesellschaft betrifft, die Rolle der Frau, über Salzburg, München und Wien. Es ist sehr flüssig geschrieben und schnell zu lesen. Der Schreibstil ist wunderbar, ich habe mich in eine andere Zeit versetzt gefühlt.
Vielen Dank an den Verlag und NetGalley für das Rezensionsexemplar.
Nettes Buch, aber man merkt die ganze Zeit, dass man ihre Geschichte leider auch viel kürzer hätte fassen können. Leider hatten Frauen Ende des 18. Jahrhunderts noch wenig Rechte und Selbstbestimmung. Sie steht im Schatten ihres Bruders, der absolut egoistisch handelt und darf den Mann, den sie liebt nicht heiraten. Das Ende ist zwar so ein bisschen Happy End, aber ja, wäre alles auf der Hälfte der Seiten gegangen, denn passieren tut einfach kaum was.
Nannerl Mozart gehört für mich zu den faszinierendsten Frauen der Geschichte. Nachdem ich Beate Malys Romanbiographie verschlungen habe, habe ich nicht nur viel Neues über Nannerl und ihr Leben erfahren, sondern sie wurde auch noch lebendiger für mich. Die Autorin schafft es, eine längst vergangene Zeit und ihre Menschen zum Leben zu erwecken und sie auch modernen Lesern zugänglich zu machen. Dabei fehlte es für mich auf keiner Seite an Spannung und Atmosphäre und ich konnte auch emotional immer wieder mitfiebern. Der Schreibstil macht es dabei sehr leicht, dranzubleiben. Dieser Roman beruht auf historischen Fakten, einige kleinere Abwandlungen oder künstlerische Freiheiten wurden von der Autorin jedoch genutzt, um die Geschichte besser greifbar zu machen. Diese werden im Nachwort noch einmal aufgegriffen. Insgesamt bin ich wirklich vollauf begeistert und habe meinen bisherigen ganz klaren Favoriten im Bereich dieses Genres gefunden! Für mich ein Jahreshighlight und eine große Empfehlung. 5 🌟
Sehr interessantes Buch, das das Leben von Nannerl Mozart ziemlich (aber nicht 100%) wahrheitsgetreu darstellt. Sie wirkt wirklich sympathisch und ich liebe es, dass auch Wolferl in dem Buch nicht zu kurz kommt. Außerdem wird das Leben der Frauen im 18. Jahrhundert hier sehr deutlich dargestellt. Maly schreibt wirklich emotional und man kann sich gut in die Figuren hineinversetzen :)
Danke an NetGalley und den Ullstein Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon unabhängig. Amadeus und Nannerl Mozart haben mich schon immer interessiert. Als Kind habe ich erst die Little Amadeus Serie auf Kika geschaut, dann wollte ich unbedingt Klavier lernen um ein Stück von Mozart spielen zu können. Im April habe ich dann „The Kingdom of Back” von Marie Lu gelesen, ein Fantasybuch über Nannerl, die durch Magie die Möglichkeit angeboten bekommt, nicht mehr im Schatten ihres Bruders sein zu müssen. Historische Fakten wie z.B. Krankheiten wurden dort mit Magie begründet. Die Geschichte hat mir unglaublich gut gefallen und mir war schnell klar, dass ich auch eine realistische Geschichte über die Geschwister Mozart lesen möchte. Da kam mir „Fräulein Mozart und der Klang die Liebe“ wie gelegen. Das Buch hat mir wirklich gut gefallen und ich gebe insgesamt 4 Sterne. Der Schreibstil lässt sich schnell lesen und passt gut zu einem historischen Roman, ohne altbacken zu wirken. Die Geschichte beginnt in Salzburg, 1766, mit Nannerl als Teenager. Wir begleiten sie und ihre Familie schließlich bis zur Geburt ihres ersten Kindes. Die Eckdaten der Geschichte beruhen auf realen Events und es geht viel um Konzerte und Reisen, die die Familie Mozart auch in der Realität unternommen hat. Dazuerfunden hat Beaty Maly ziemlich sicher die große verbotene Liebesgeschichte zwischen Nannerl und Franz. Mich persönlich hat das sehr überzeugt und ich habe mit den beiden mitgefiebert und die ganze Zeit noch an ein Happy End für die beiden geglaubt. Ich finde, dass Beaty Maly es wirklich gut schafft, reale Fakten wiederzugeben und das ganze noch mit künstlerischer Freiheit auszuschmücken. Außerdem beinhaltet das Buch auch politische Themen, da Nannerl und ihre Freundin Katherl sich mehrmals über die Rolle von Frauen und ihre ungerechte Behandlung gegenüber Männern unterhalten. Das hat mich beim Lesen so wütend gemacht! Einzig und allein den Punkt des Endes finde ich unglücklich gewählt. Auf mich wirkt das ganze sehr unfertig. Und zwischendurch fand ich das Buch etwas langatmig; allerdings ist ja auch in dem realen Leben von Nannerl nicht immer etwas passiert – trotzdem hätte man da aber was dazuerfinden können, es ist ja auch ein Roman und nicht rein biographisch. Insgesamt finde ich, dass dieses Buch eine sehr gelungene Romanbiografie ist, der mir das Leben von Nannerl Mozart nähergebracht hat und eine romantische Liebesgeschichte beinhaltet. Wie gesagt gibt es von mir 4 von 5 Sternen.
Zum Inhalt: Nannerl, die Schwester von Wolfgang Amadeus Mozart, ist eigentlich genau so musikalisch, tritt aber nie aus dem Schatten ihres Bruders hervor. Sie verliebt sich in einen Mann, der aber leider keine gute Partie ist. Aufgrund der Schulden der Familie willigt sie in einen Heiratsdeal ein, möchte aber trotzdem ihre große Liebe und die Musik nicht aufgeben. Meine Meinung: Wieder eine der Persönlichkeiten, die mir nicht bekannt waren und durch diese Serie präsenter wird. Was mir anfangs extrem auf den Geist ging, obwohl es natürlich in Österreich so üblich ist, waren die Namen, Nannerl, Wolferl, Sopherl, Katherl sind sehr gewöhnungsbedürftig. Zum Glück gewöhnt man sich nach und nach daran, denn die Geschichte an sich ist schon interessant. Für moderne Frauen von heute sind diese arrangierten Ehen kaum vorstellbar. Auch das man nicht im Leben das machen kann, was man sich vorstellt sondern eher das was für die Familie gut ist. Dieses im 18. Jahrhundert noch übliche Sittenbild wurde gut vermittelt. Von den Namen mal abgesehen, hat mir der Schreibstil auch gut gefallen. Fazit: Wieder eine interessante Persönlichkeit