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Alle Farben grau

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Paul begeht Suizid. Seine Familie, seine Freunde und sein restliches Umfeld müssen damit klarkommen. Der Roman von Martin Schäuble folgt einer wahren Geschichte.
Paul ist sechzehn und war schon immer ein bisschen eigen: Er lernt Japanisch und hört Musik, die keiner in seinem Alter kennt. Er ist unheimlich schlau und könnte alles erreichen, wären da nicht seine Ängste und Abgründe. Über die spricht er lange nicht, erst in der Jugendpsychiatrie. Dort lernt er die junge Alina kennen, die seine Liebe zu Katzen teilt und ihn Jesus nennt. Nach der Zeit dort kehrt er zurück in sein normales Leben, und alle haben riesige Hoffnung. Außer einem, der sich längst verabschiedet.

• Nach einer wahren Geschichte: aufrüttelnd und tragisch
• Hochaktuell und relevant: Psychische Erkrankungen bei Jugendlichen nehmen seit Jahren dramatisch zu
• Als Unterrichtslektüre zu den Themen Depression und Suizidprävention geeignet

272 pages, Hardcover

First published August 30, 2023

11 people are currently reading
174 people want to read

About the author

Martin Schäuble

14 books7 followers
Martin Schäuble is a German novelist, journalist and writer of non-fiction books. He also publishes under the pen name Robert M. Sonntag.

He studied Political Science in Israel, Palestine and Germany.

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Community Reviews

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4 stars
63 (33%)
3 stars
22 (11%)
2 stars
6 (3%)
1 star
1 (<1%)
Displaying 1 - 23 of 23 reviews
Profile Image for Buchdoktor.
2,365 reviews190 followers
August 29, 2023
Mit 16 Jahren ist Paul einfach gegangen und hat sich das Leben genommen. Er wurde erst nach tagelanger Suche gefunden. Eltern, Geschwister, Klassenkameraden und Lehrpersonen sprechen über ihre Begegnung mit ihm und gelangen unweigerlich zur Frage, warum niemandem etwas aufgefallen ist. Wer hätte sich für Paul verantwortlich fühlen müssen? Zu Wort kommen außer Paul selbst Alina (Mitpatientin in der Psychiatrie), Noah (Freund, der Paul aus den Augen verloren hatte), Lien (chinesische Mitschülerin im japanischen Internat), Riku (Japanisch-Lehrer in Deutschland) und Pauls Eltern - beide Eltern. Die Rückblenden der Erzählerstimmen verlaufen nicht linear, mit ihrem Vorher/Nachher bilden sie Pauls Zerrissenheit glaubhaft ab. Die Vielfalt an Eindrücken fügt sich zur Wirkung eines Teppichs oder Quilts. Man könnte sich in der falschen Sicherheit wiegen, das gesamte Bild wahrzunehmen. „Alle Farben grau“ ist jedoch ein Buch über den Wald, den man (im Umgang mit psychisch Erkrankten) vor Bäumen nicht sieht, den Fleck im Bild, den in Pauls Fall die Beteiligten nicht wahrnehmen konnten und darum nicht rechtzeitig eingreifen.

Mit seiner Eloquenz und Direktheit, seinem Mathe-Talent, endlosen Nerd-Monologen und seinem Bedürfnis nach Alleinsein war Paul schon immer ein Sonderling. Im Dschungel der Pubertät, seiner Japan- und Aikido-Leidenschaft, in rhetorischen Schlachten um Gott und die Welt kann ich mir gut vorstellen, wie schwer es war, hinter seine Maske zu blicken.

Als Paul wegen Selbstgefährdung in die Psychiatrie eingewiesen wird, wird erst dort die Diagnose ADHS gestellt. Martin Schäuble schreibt im Nachwort, dass 90% der Menschen, die Suizid begehen, eine unentdeckte psychische Erkrankung haben. Diese Information schockierte alle Beteiligten, die sich theoretisch vorwerfen könnten, dass sie Paul nicht vor den Zumutungen seiner Umwelt schützen konnten.

Der Jugendroman für Leser:innen ab 14 ist empathisch, temporeich und mit trockenem Humor verfasst. Man sollte sich zum Lesen Zeit nehmen und die zusätzliche Spur von Zitaten aus Filmen, Songtexten und PS-Spielen auf sich wirken lassen. Das Buch eignet sich als Klassenlektüre durch die vielfältigen Identifikationsmöglichkeiten, ich empfehle es Lehrenden wegen des blinden Flecks, der hier deutlich wird. Ein Unterrichtsmodell wird vom Erscheinungstag an beim Verlag erhältlich sein. Hochinteressant ist Pauls Schicksal für Gleichaltrige, besonders Schüler, die als Peer-to-peer Mentoren zur psychischen Gesundheit geschult werden. Die Stimme von Pauls Eltern gibt Ratschläge zum Umgang mit verwaisten Eltern - und natürlich enthält das Buch eine Triggerwarnung/Contentnote.

Als Vermittlerin von Jugendliteratur finde ich die Altersempfehlung von 14 Jahren angemessen. Als Mutter, die in ihrem Umfeld einen Schülerselbstmord “aus heiterem Himmel“ erlebte, würde ich meinem eigenen Kind das Buch erheblich früher zu lesen geben. Besser als Jugendliche/r ein forderndes Buch mit komplexer Erzählweise haben als unbeantwortete Fragen ...
Profile Image for Tobias.
86 reviews9 followers
November 5, 2023
TW: Suizid / Selbstverletzung / Psychische Erkrankung / Depression

Sprich mit anderen, wenn es dir nicht gut geht und du ähnliche Gedanken hast, wie in der TW. Anonym und kostenlos findest du in Deutschland hier Hilfe:
Telefonisch ( 116 111 und 0800-1110-111 oder 0800-1110-222 ) Online Chat und Mail (www.krisenchat.de / www.u25.de / www.nummergegenkummer.de )


[ „Und dann hätte ich gesagt: Paul. Lebe bitte, bitte weiter!“ - Umschlagtext ]

Martin Schäuble thematisiert, was nicht erst seit der Corona-Krise viel deutlicher thematisiert gehört: psychische Erkrankungen bei Jugendlichen und jungen Menschen. In seinem Roman „Alle Farben grau“ beleuchtet er anhand der wahren Geschichte von Paul diesen wichtigen Bereich. Der Roman liest sich an vielen Stellen mehr wie ein Bericht, denn ein Roman und das ist so wichtig um zu verstehen und zu spüren. Martin Schäuble bringt auf diesen knapp 270 Seiten so viel zum Vorschein, was seit vielen Jahrzehnten da ist und was oft nicht rechtzeitig oder gar nicht erkannt wird. Ein Buch nicht nur für junge Menschen und Jugendliche, sondern auch für Eltern, Verwandte, Freund:innen.
Profile Image for Luisa.
127 reviews65 followers
October 29, 2025
⭐️ 5 Sterne ⭐️

Boah.. Also ich bin ja ein großer Fan von Martin Schäuble, der es wirklich immer wieder schafft, brandaktuelle Themen in lebensnahe Jugendromane zu verwandeln. In dem Buch „Alle Farben grau“ geht es um einen Jungen, der Su*z*d begeht. Es gibt viele Zeitsprünge und unterschiedliche Perspektiven. Ich bin so froh, dass das Thema hier sensibel aufgearbeitet wird und würde daher auch das „GO“ für eine Behandlung in der Schule geben (Stichworte: Aufklärung, Sensibilisierung, Enttabuisierung). Jedoch vielleicht erst ab Kl. 10 und es ist ganz stark Lerngruppen-abhängig.
Profile Image for leali.
362 reviews3 followers
May 24, 2024
Sehr berührend, aufklärend und vor allen Dingen extrem nahegehend.
Profile Image for Andrew.
3 reviews
September 17, 2024
Die Geschichte hat mich sehr berührt, vor allem die letzten Seiten. Am Anfang fand ich die Wortwahl der Personen etwas überzogen, doch es hat sich gelohnt weiterzulesen.
Profile Image for Jette.
6 reviews
June 25, 2025
Am Anfang hab ich mich echt gewundert, wie das Buch bitte aufgebaut sei. Ich war echt verwirrt durch die ganzen Zeitsprünge.
Aber wow, dieses Buch hat es echt in sich und ich bin unfassbar glücklich, dass ich es gelesen habe. Das hat mir echt die Augen geöffnet! Es war super schön am Ende nochmal alles aus Sicht der Eltern zu sehen.
Jeder sollte dieses Buch lesen!!!
Profile Image for Claudia.
4 reviews
October 30, 2025
Dieses Jugendbuch hat mich sehr berührt. Offizielle Empfehlung ist ab 14 Jahren, was bei dem Thema (Depression, Suizid) für mich Sinn macht. Angeordnet ist es wie Mosaik bei dem der Protagonist, seine Eltern, Freunde und Weggefährten zu Wort kommen. Es handelt sich um eine wahre Geschichte, was alles nur noch tragischer macht. Lesenswert!
Profile Image for Deblioteca.
748 reviews5 followers
March 4, 2025
Was für eine ergreifende Geschichte – und noch dazu eine, die auf wahren Begebenheiten beruht. Von Anfang an ist klar: Paul nahm sich mit 16 Jahren das Leben. Doch durch verschiedene Perspektiven erfahren wir mehr über sein Leben – vor und nach Japan. Dort hat er sich verliebt, und von diesem Moment an war sein Leben in ein Davor und Danach geteilt.

Was dieses Buch so besonders macht, ist die brillante Erzählweise. So detailreich, so fesselnd, so voller Feingefühl – einfach die Handschrift eines wahren Schriftstellers. Ich konnte es nicht aus der Hand legen. Es war spannend, herzzerreißend und zugleich überwältigend traurig. Zurück bleibt eine tiefe Traurigkeit über das, was war – und das, was nie wieder sein wird.

Ein unglaublich bewegendes Buch über ein schweres Thema, das mich mit einer Welle an Emotionen getroffen hat. Danke an die Familie von Paul für diese Geschichte.
Profile Image for F.M. Winkel.
Author 2 books2 followers
September 3, 2023
🇯🇵REZENSION🇯🇵

𝑨𝒖𝒕𝒐𝒓: Martin Schäuble
𝑻𝒊𝒕𝒆𝒍: 𝔸𝕝𝕝𝕖 𝔽𝕒𝕣𝕓𝕖𝕟 𝕘𝕣𝕒𝕦
𝑽𝒆𝒓𝒍𝒂𝒈: @fischer_kinder.jugendbuch
𝑮𝒆𝒏𝒓𝒆: real. Jugendbuch ab 14
𝑺𝒆𝒊𝒕𝒆𝒏: 272
30.08.2023

✤"𝐼ℎ𝑟 𝑔𝑟𝑜ß𝑒𝑟 𝑊𝑢𝑛𝑠𝑐ℎ 𝑖𝑠𝑡, 𝑑𝑎𝑠𝑠 𝑣𝑖𝑒𝑙 𝑚𝑒ℎ𝑟 𝑢𝑒𝑏𝑒𝑟 𝑝𝑠𝑦𝑐ℎ𝑖𝑠𝑐ℎ𝑒 𝐺𝑒𝑠𝑢𝑛𝑑ℎ𝑒𝑖𝑡 𝑔𝑒𝑠𝑝𝑟𝑜𝑐ℎ𝑒𝑛 𝑤𝑖𝑟𝑑, 𝑑𝑎𝑠𝑠 𝑝𝑠𝑦𝑐ℎ𝑖𝑠𝑐ℎ𝑒 𝐸𝑟𝑘𝑟𝑎𝑛𝑘𝑢𝑛𝑔𝑒𝑛 𝑘𝑒𝑖𝑛 𝑇𝑎𝑏𝑢 𝑚𝑒ℎ𝑟 𝑠𝑖𝑛𝑑 𝑢𝑛𝑑 𝑘𝑒𝑖𝑛 𝐺𝑟𝑢𝑛𝑑 𝑓𝑢𝑟 𝑆𝑡𝑖𝑔𝑚𝑎𝑡𝑖𝑠𝑖𝑒𝑟𝑢𝑛𝑔. ... 𝐷𝑖𝑒 𝑀𝑒𝑛𝑠𝑐ℎ𝑒𝑛 𝑙𝑒𝑖𝑑𝑒𝑛 𝑎𝑙𝑙𝑒𝑖𝑛 𝑢𝑛𝑑 𝑏𝑒𝑘𝑜𝑚𝑚𝑒𝑛 𝑠𝑜 𝑘𝑒𝑖𝑛𝑒 𝐻𝑖𝑙𝑓𝑒. 𝐵𝑖𝑠 𝑠𝑖𝑒 𝑒𝑠 𝑛𝑖𝑐ℎ𝑡 𝑚𝑒ℎ𝑟 𝑎𝑢𝑠ℎ𝑎𝑙𝑡𝑒𝑛. 𝐴𝑏𝑒𝑟 𝑑𝑒𝑟 𝑁𝑎𝑐ℎ𝑏𝑎𝑟 𝑙𝑒𝑖𝑑𝑒𝑡 𝑣𝑖𝑒𝑙𝑙𝑒𝑖𝑐ℎ𝑡 𝑎𝑢𝑐ℎ, 𝑢𝑛𝑑 𝑤𝑖𝑒 𝑠𝑐ℎ𝑜𝑒𝑛 𝑤𝑎𝑒𝑟𝑒 𝑒𝑠, 𝑤𝑒𝑛𝑛 𝑠𝑖𝑒 𝑣𝑜𝑛𝑒𝑖𝑛𝑎𝑛𝑑𝑒𝑟 𝑤𝑢𝑠𝑠𝑡𝑒𝑛. 𝐷𝑎𝑛𝑛 𝑤𝑎𝑒𝑟𝑒𝑛 𝑠𝑖𝑒 𝑠𝑐ℎ𝑜𝑛 𝑧𝑤𝑒𝑖.” (𝑆.265).✤

💬 Ich finde es großartig, dass der Fischer Verlag immer wieder Jugendbücher zu psychischen Erkrankungen zu veröffentlichen. Das Thema ist so wichtig bzw. wird nach wie vor viel zu oft totgeschwiegen, was sowohl für Betroffene als auch Hinterbliebene meist furchtbar ist. Deshalb geht erstmal ein großes Dankeschön an @sfischerverlage ! Und an den Autor, der sich mehrere Monate für die Recherche nahm.

💭 Wie immer überzeugt der Autor durch einen flüssigen, knackigen, emotional-einfühlsamen Schreibstil, der stets das Wichtigste auf den Punkt bringt. Trotz des schweren Themas liest sich der Roman unglaublich leicht, wofür u.a. die sehr kurzen Kapiteln aus unterschiedlichen, nicht chronologischen Perspektiven sorgen: Familie, Freunde, Mitpatientin, Mitschüler, sein heimlicher Schwarm.
Der Roman basiert auf einer wahren Geschichte, die erst durch dieses Puzzle aus Stimmen richtig greifbar wird.

🗯 Paul fällt auf durch sein antisoziales Benehmen, seine Eigenbrötlerei, wie er sich stundenlang in Themen wie Mathe oder Musik hineinfuchst und viel zu spät die Diagnose Autismus gestellt bekommt. Es ist absolut nachvollziehbar, dass die Familie kaum hinter diese Maske zu blicken vermochte, weil es nun mal keine war. Gleichzeitig ist Paul eine unheimlich faszinierenden, liebenswürdige, aber auch tragische Figur. Irgendwie will man bis zuletzt nicht glauben, dass das geschieht, was sich von Anfang an ankündigte.
Man fragt sich zwangsläufig, ob es etwas geändert hätte, wenn sich eine/r der Mitmenschen anders verhalten hätte und hat doch gleichzeitig absolut keine Ahnung, was man an ihrer Stelle getan hätte. Gleichzeitig sehen wir, wie wahnsinnig wichtig ist, frühzeitig psychische Erkrankungen zu erkennen, um entsprechend handeln und den worst case vermeiden zu können.

💬 Trotz der Schwere haben mich Pauls Dialoge immer wieder zum Lachen gebracht, z.B. seine Argumentation, den Konfi Unterricht zu verlassen.

💭 Ich persönlich würde das Buch unbedingt als Schullektüre empfehlen, die der Verlag auch anbietet. Könnte ich es, würde ich Mental Health als Unterrichtsfach einführen und dafür vielleicht mal den Aufbau des Regenwurms in Bio oder die hundertste Kurvengleichung in Mathe streichen... just saying.
Auf meiner alten Schule waren vor allem diejenigen SchülerInnen betroffen, von denen man es am wenigsten erwartet hätte, bei denen es die wenigsten gemerkt haben - deshalb ist das offene Gespräch über psychische Erkrankungen etc. meiner Meinung nach Pflicht, gerade bei Jugendlichen.

🗯 Ggf. würde ich noch Selbstverletzung als Triggerwarnung hinzufügen, da sich zwei Personen regelmäßig ritzen. Was Paul übrigens nicht einmal versteckt - dennoch wird scheinbar nicht darauf reagiert.. Deshalb: Hinsehen lohnt sich, für alle Beteiligten.

➡️ Insgesamt kann ich den Roman von Herzen empfehlen, wenngleich die Thematik Suizid natürlich sehr schwer wiegt. Der Schreibstil ist absolut passend, mal emotional, mal humorvoll, stets fesselnd. Der Inhalt wahnsinnig gut recherchiert.
Ich bin schwer begeistert von der Initiative von Autor und Verlag und vergebe 5/5⭐ und ein großes Dankeschön!






[Werbung, Rezensionsexemplar]
Profile Image for tonks.
28 reviews
July 14, 2024
—unten folgt eine inhaltsbezogene Bewertung—

Es ist natürlich geschrieben worden und die Sicht aus dem Hauptcharakter wurde auch super dargestellt.
Ich muss sagen, dass als eine Person, die in der Vergangenheit mit der ein oder anderen ähnlichen Schwierigkeit konfrontiert wurde, war sein struggle so unfassbar einfach nachzuvollziehen.
Seine innere Stimme und die Emotionen, die in Paul durch sie ausgelöst wurden, wurden auf gruselige art sehr nahbar dargestellt.

Uuuuuund jetzt_ etwas mehr inhaltsbezogen— Achtung SPOILER—






Wie zu Hölle hat niemand gemerkt, dass Paul Autismus hat????? Also.. ich kann meine Sprachlosigkeit nicht in Worte fassen- der Junge zeigt übermäßiges Interesse für quasi alles, rennt in der Mittelstufe nach der Schule sofort nach Hause—so richtiges „rennen“- und trägt dabei noch seinen Schulranzen aus der Grundschule, diese Kästenschulranzen, und der springt beim rennen nach links und rechts, weil er viel zu groß dafür ist, sticht aus der Menge mit seinem sozialen Verhalten raus.. Wie kann man als Elternteil nicht realisieren, dass dieses Verhalten nicht dem „normalen“ Verhalten eines aufwachsenden Teenagers entspricht? Ist es nicht natürlich, dass Jugendliche anfangen, neue Interessen zu entwickeln und eben aus dem Kind-Sein herauswachsen?
Ich raff diese „Blindheit“ der Eltern leider ganz und gar nicht.
Und ich kann mir nicht erklären, warum sein Vater das Backen von Mariuhana-Brownies durchgehen lassen hat. Verstehe. Ich. Absolut. Nicht. Wobei, der Vater scheint ja auch Merkmale des Autismus-Spektrums aufzuweisen, aber ich denke nicht, dass der Konsum von Drogen dadurch gerechtfertigt werden kann. Und was war mit der Mutter? Es wurde ja beschrieben, dass das gesamte Haus manchmal komplett nach Gras gerochen hat. Ich verstehe, dass in einer solchen Situation die Angst und Überforderung eine große Rolle spielen— aber sollte man nicht genau dann Hilfe suchen?
Also, wie blind muss man sein (ich möchte an dieser Stelle nur mein Missverständnis ausdrücken) und ERST DANN, wenn das eigene Kind sagt:“Hey, ich wollte dir Bescheid geben, dass ich mir am Donnerstag das Leben nehmen werde.“, realisieren, dass es leidet??
Ich verstehs nicht.

Schön fand ich aber, das sie ihn umarmt hatten, obwohl er es „nicht“ wollte, aber gegen di innere fiese Stimme ankämpfen konnte und der Umarmung nachgab.
399 reviews4 followers
September 7, 2023
Wenn ein geliebter Mensch sein Leben lässt, egal wie, dann ist das immer unfassbar traurig. Wenn aber ein Jugendlicher entscheidet, dass dieses Leben ihm nichts mehr zu geben hat und es für ihn das Beste ist, ebenjenes freiwillig zu beenden, dann ist das besonders tragisch. Genau davon erzählt Martin Schäuble in seinem Roman „Alle Farben Grau“.

Pauls Welt hat sämtlichen Glanz und jegliche Farbe verloren. Häuser, Wände, Bäume, Straßen, sogar Menschen, alles um ihn herum ist grau. Und dazu lässt ihn seine innere Stimme immer wieder wissen, dass er nichts wert ist und niemandem etwas bedeutet. Immer wieder, damit Paul es keinesfalls vergisst.

Einfühlsam und bewegend erzählt der Autor die Geschichte des 16-jährigen Paul, der keinen anderen Ausweg aus seinen Problemen sieht, als sich selbst das Leben zu nehmen. Dabei sind die ständigen Perspektivwechsel, die Schäuble verwendet, wohl überlegt gewählt. Sowohl Paul als auch Freunde, Mitschüler und seine Familie erzählen in der Ich-Perspektive von ihren Erlebnissen und Erinnerungen. So fügen sich nach und nach sämtliche Teilchen zu einem traurigen, aber brillant erzählten Gesamtbild zusammen.

Einmal begonnen, konnte ich dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen. Pauls Story hat mich bewegt und gleichzeitig entsteht beim Lesen ein tiefes Verständnis dafür, dass man, so offensichtlich die Dinge auch zu sein scheinen und so gut man jemanden zu kennen glaubt, eben doch nicht in das Innerste eines Menschen blicken kann und wir nur das sehen, was wir sehen wollen oder eben auch sollen.

Schäubles Roman ist ein Weckruf, Depressionen und Suizidgedanken nicht zu tabuisieren. Das Leben kommt mitunter knallhart daher, aber es ist in den strahlendsten Farben bunt und es lohnt sich dafür zu kämpfen.

Fazit: Schon lange hat mich ein Buch nicht mehr so sehr berührt wie „Alle Farben Grau“. Pauls Geschichte wird mich noch eine ganze Weile begleiten. Definitiv keine leichte Kost, dennoch absolut empfehlenswert!
Profile Image for malin.
31 reviews
August 16, 2025
Das Buch ist wirklich heftig aber extrem wichtig.
Das Buch war nicht einfach zu lesen. Am Anfang bin ich gut reingekommen aber musste immer wieder lange Pausen machen weil ich Angst hatte das mir der Inhalt zu nah geht. Und auch als ich es jetzt fertig gelesen habe, ist die Geschichte noch in meinem Kopf. Ich konnte sehr viele Gedanken und Erzählungen nachvollziehen und das Buch hat mir geholfen meine Eltern ein Stück weit mehr zu verstehen. Wenn man selbst mal in so einer Lage war kann man sich gar nicht vorstellen wie es den Menschen um einen herum damit geht. Das Buch hat mir geholfen das zu verstehen.
Ich hoffe das mehr Leute dieses Buch lesen und das Thema psychische Krankheiten in der Gesellschaft mehr akzeptiert werden.
Wie oft ich selber das Thema schon hatte und es erleben musste. Wenn jemand eine physische Krankheit hat, wird immer gefragt wie geht es demjenigen, wie kommt er zurecht, wird im KH besucht. Bei psychischen Erkrankungen ist das nicht so. Als ich selber in der Klinik war, wurde ich nur von meinen Eltern besucht und ich hätte mir so sehr gewünscht eine Freundin zu sehen. Ich wäre gerne gefragt worden, wie es mir geht aber auch Angst heraus fragt man lieber nicht.
Ich finde es schade, dass psychische Erkrankungen weiterhin so ein Tabuthema in der Gesellschaft sind.
Und vorallem wie schlimm sowas ausgehen kann.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Dan TheMan.
207 reviews
March 30, 2025
Ein sehr emotionales und ergreifendes Buch über die wahre Geschichte eines Jungen, der Suizid begeht.

Viel zu oft wendet man sich von diesem Thema ab und glaubt, dass man niemals zu denen gehören wird, die davon direkt oder indirekt betroffen sein werden. Jedoch sind Depressionen weit verbreitet und machen auch vor Kindern und Jugendlichen keinen Halt.

Der Autor, vermischt wahre Elemente mit fiktiven Ereignissen und Personen und kreiert somit eine leicht zu lesende und interessante Geschichte, die aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird.

Ich hätte mir an gewissen Stellen jedoch gewünscht, dass mehr auf die Depressionen beziehungsweise auf die Aufenthalte im Krankenhaus eingegangen wäre. Zwar werden Angaben dazu gemacht, allerdings hätte man hier mehr in die Tiefe gehen können. Ich kann jedoch nachvollziehen, dass das für einen Jugendroman vielleicht nicht unbedingt zielführend gewesen wäre.

Ich bin jedoch froh, den Roman gelesen zu haben. Man lernt viel über eine heimtückische Krankheit, die jeden treffen kann.
Profile Image for Cecile 思捷.
15 reviews
June 16, 2025
crazy, sehr gut geschrieben, (von einer person, die selbst keine mentalen probleme hat) ein buch bringt mich selten zum weinen. paul hat es nicht geschafft, am leben zu bleiben; ich schon. wir sind unterschiedliche menschen, deswegen wahrscheinlich. aber eig ist es nur eine frage des durchhaltevermögens. ob man unterstützung hat vielleicht auch.
ob (menschen sich bemühen dass) noch positive dinge passieren.
mann echt schweres thema. zwischendrin war es auch belastend weil ich die gedanken zu gut kenne.
aber als ich die anderen perspektiven gelesen habe, hat es mich eher überzeugt es nicht zu tun.
so dumme missverständnisse mit Lien.
ist es wirklich nur zufall? schweiße mann.
dann hatte ich nur glück (was ich vielleicht nicht verdient habe.)
anyways dont do it.
denn ohne paul fehlt etwas im leben,
auch wenn es die leute, die er nie treffen konnte, nicht wissen.
This entire review has been hidden because of spoilers.
15 reviews
June 9, 2025
VORSICHT: möglicher Spoiler!


Super geschrieben, spannender Einblick in die Welt des Protagonisten. Ein wertvoller Beitrag für das Verstehen von psychischen Erkrankungen (Autismus und Suizidalität). Mit Pipi in den Augen zu Ende gelesen.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Pipi Kaka.
9 reviews1 follower
May 19, 2024
Das beste Buch allerzeiten, lest es alle ich liebe es
Lieblingsbuchhh
♾️/5 sternen
Profile Image for Schänina.
20 reviews
May 27, 2024
Sehr gut geschrieben, gerade das Ende bringt einem zum heulen.
Das Buch zeigt sehr gut, wie es sich mit Depressionen anfühlt und wie sich Betroffene fühlen.
3 reviews
April 20, 2025
Ich fand das Buch sehr gut geschrieben. Es lies sich sehr gut "Wegelesen" und hat sehr klar und sensibel das Thema des Buches wiedergegen
Displaying 1 - 23 of 23 reviews

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