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Yoga Town

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Es war einmal... eine bessere Zukunft. Der große neue Familienroman von Bestseller-Autor Daniel Speck (»Bella Germania«, »Jaffa Road«) 2019. Eine Berliner Yogalehrerin, die noch nie in Indien war. Ihr liebevoller Vater, der in der Vergangenheit hängt. Und ihre Mutter, die spurlos verschwindet. Lucy und ihr Vater Lou gehen auf die Suche, zurück an den Ort, wo alles 1968. Zwei Brüder und zwei Frauen fahren auf dem Hippie-Trail nach Indien. In Rishikesh am Fuß des Himalayas treffen sie ihre Idole, die Beatles. Und den Pop-Guru Maharishi. Sie haben die beste Zeit ihres Lebens. Aber nur zwei von ihnen kehren zurück. Lou hat etwas Unverzeihliches getan. Und Corinna ist schwanger. Als ihre Tochter geboren wird, schwören sie, ihr Geheimnis niemandem zu verraten. Eine große Liebes- und Familiengeschichte, die zugleich eine spirituelle Reise ist. Ein Generationenroman über Musik, große Träume und die Suche nach dem verlorenen Paradies. 
»Ein begnadeter Erzähler und aufmerksamer Zuhörer, ein Sammler von Geschichten, die er in neue Geschichten kleidet.« Mannheimer Morgen

467 pages, Kindle Edition

First published October 18, 2023

25 people are currently reading
415 people want to read

About the author

Daniel Speck

7 books75 followers
Daniel Speck is an award-winning screenwriter for film and TV and a bestselling novelist. He was born in 1969 in Munich and studied literature, film history, and screenwriting in Munich and Rome. A passionate traveler, lover of Mediterranean countries, and builder of bridges between cultures, he draws his inspirations for his films and novels from the personal stories of people he encounters. His debut novel, Anywhere But Home, originally published as Bella Germania and translated into seven languages, was on the Spiegel bestseller list for eighty-five weeks.

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Community Reviews

5 stars
178 (24%)
4 stars
294 (39%)
3 stars
214 (28%)
2 stars
44 (5%)
1 star
9 (1%)
Displaying 1 - 30 of 70 reviews
Profile Image for Nilguen.
355 reviews157 followers
September 16, 2025
Oh. Mein. Gott.

Dieses Werk ist einfach fantastisch!!

„Yoga Town“ von Daniel Speck wird in dualer Zeitlinie erzählt. 1968 finden sich vier Hippies aus Deutschland zusammen und finden aber jeweils zu sich selbst auf der Reise nach Indien. Der Eine früher, der Andere später in seiner Zeit. Das mag sich auf den ersten Blick klischeehaft anhören. Wenn Ihr allerdings nicht das Ziel, sondern die Reise vor Augen habt, dann wisst Ihr warum ich bei jedem Plottwist Gänsehaut bekam.

Es ist eine Geschichte über Freundschaft, Familie und Liebe, die sich von Harburg nach Indien erstreckt und berührt dabei so viele Seelen.

Der Charakter der Protagonisten ist jeweils komplex und verletzlich. Sie sind alle in ihrer Natur anders und liebenswürdig.

Die Begebenheiten werden zur aktuellen Zeit sowie zur Zeit der Hippies 1968 wiedergegeben. Dabei sind die Handlungsstränge in sich schlüssig und gut miteinander verflochten.

Die Exkurse zu den Beatles im berühmten Ashram in Rishikesh sowie die Einblicke in die Musik der Künstler in den 60‘er übertragen regelrecht emotionale Schwingungen.

Ich habe dieses Buch absolut geliebt. Ich konnte es nicht aus der Hand legen. Ich wollte kein Wort versäumen!! So gut fand ich es.

Dankeschön an NetGalley und Daniel Speck für dieses Leseexemplar!!

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Profile Image for Christina .
362 reviews40 followers
August 28, 2024
3,5 Sterne. Ich bin wahrscheinlich zu wenig Yoga, zu wenig Beatles und zu wenig 68iger, um das Buch komplett zu lieben. Trotzdem war es eine interessante Geschichte, auch wenn mit der Plotttwist tatsächlich schon relativ am Anfang klar war. Ob die Stories über die Beatles, Mia Farrow und die ganzen anderen Stars an die Wahrheit angelehnt waren, habe ich nicht recherchiert, aber sie haben sich gut eingepasst. 3,5 Sterne für einen Sommer in Indien.
Profile Image for Silke.
359 reviews22 followers
April 26, 2025
Dies war mein erstes Buch des Autors und ich bin nicht sicher, ob ich mehr lesen möchte. Ich fand die Geschichte sehr konfus und ab der Mitte ziemlich anstrengend. Auch Lucy als Protagonistin war mir irgendwann nur nervig. Im Roman wird irgendwo erwähnt, dass sie zum jetzigen Zeitpunkt doppelt so alt wie ihre Eltern ist, als diese in Indien waren - dies hat mich ziemlich erstaunt, kam mir ihr Verhalten bis zu diesem Zeitpunkt eher wie das einer Mitte bis Ende Zwanzigjährigen vor.

Auch der Zeitstrahl 1968 langweilte mich ab einem gewissen Punkt, denn die Story kam einfach nicht vom Fleck. Ab dem letzten Drittel habe ich vieles nur noch überflogen, weil die Story mich einfach nicht packen konnte und die Drogentrips mich nicht mehr interessierten.

Für mich leider nicht das richtige Buch.
Profile Image for anneke_nie.
47 reviews
January 24, 2026
Irgendwas hat mich weiterlesen lassen, aber insgesamt einfach nein. Yoga taucht nur als absolute Randerscheinung auf, die Parts über die Beatles fand ich ganz interessant, die Protagonist*innen dagegen alle eher plump geschrieben und nervig. In weiten Teilen zieht sich die Erzählung und schildert einfach den Alltag im Ashram, zum Ende hin wurden noch schnell ein bisschen Charakterentwicklung und die vermeintliche Auflösung des Hauptkonflikts (die Vorhersehbarkeit wäre mir hier egal gewesen, wenn ich auf irgendeine Weise wenigstens ein bisschen invested gewesen wäre) reingepfercht.

Sorry to say, aber ich wüsste nicht, wem ich das empfehlen würde. Angesichts der viele positiven Stimmen scheint es immerhin ein Publikum für die Schreibe zu geben, aber mich lässt das alles ein bisschen ratlos zurück.
Profile Image for Book-addicted.
891 reviews
February 12, 2024

*Inhalt*
Lucy ist Yoga Lehrerin in Berlin und gibt gerade eine Stunde, als ihr Vater Lou verzweifelt hineinstürmt: Lucys Mutter ist verschwunden!

Die beiden machen sich auf die Suche und tauchen dabei tief in die Vergangenheit ein und nehmen den Leser mit nach Indien zu Hippie-Zeiten…

*Erster Satz des Buches*
„Es gibt drei Arten von Reisenden: Die einen wollen von irgendwo weg. Die anderen wollen irgendwohin. Und dann gibt es Leute, die reisen, um unterwegs zu sein: nie stehen bleiben. Nie zurückschauen.“
Speck, D. (2023) - Yoga Town

*Meine Meinung*
Aufmerksam geworden bin ich durch den NetGalley Adventskalender und durch einige positive Stimmen, die ich jedoch im Nachhinein nicht ganz verstehen kann.

Das Buch begann gut und ließ sich flüssig lesen, doch im Verlauf wurden die Zeiten, in denen ich das Buch in die Hand nehmen wollte, immer länger. Nicht nur, dass ich überhaupt keinen Zugang zu den Charakteren fand, auch die Story zog sich immer mehr und außer der Frage nach der Ursache eines lange zurückliegenden Todesfalles, die sich ständig wiederholte, passierte nicht viel spannendes. Doch auch dieser Frage wurde ich irgendwann überdrüssig, denn so richtig bekam ich auch keine Antwort.

Als Lucy und Lou dann in Indien sind, findet viel englische Konversation statt, die jedoch nicht gesondert übersetzt wurde - was ich ehrlich gesagt etwas schwierig finde. Zwar ist mein mein Englisch eigentlich ganz gut und ich verstand alles, dennoch könnte ich mir vorstellen, dass dies für andere vielleicht ein Problem darstellt.

Die Beatles, die im Klappentext erwähnt werden, kommen zwar in der Geschichte vor, allerdings hätte ich irgendwie mehr Bedeutung für die Storyline erwartet.

Ich für meinen Teil konnte mit dem Buch ehrlich gesagt nicht so viel anfangen, weswegen ich es nach etwa der Hälfte abgebrochen habe.

*Infos zum Buch*
Seitenzahl: 480 Seiten
Verlag: Fischer Verlag
ISBN: 978-3-949465-04-8
Erscheinungsdatum: 18.10.2023
Preis: 25,00 € (Gebundene Ausgabe) / 16,99 € (Ebook)

*Infos zum Autor*
"Daniel Speck, 1969 in München geboren, führt uns mit seinen Romanen durch Epochen und Mentalitäten zu uns selbst. Auf Reisen findet er Geschichten, Orte und Menschen, deren Schicksale ihn zu Geschichten inspirieren. Der Autor studierte Filmgeschichte in München und verfasste Drehbücher, für die er mit dem Grimme-Preis und dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet wurde. Seine Romane sind allesamt Bestseller und finden höchste Anerkennung bei Kritik und Leserschaft. ›Bella Germania‹ wurde als Dreiteiler prominent verfilmt. Mit den Bestsellern ›Piccola Sicilia‹ und ›Jaffa Road‹ zeichnet Daniel Speck ein vielstimmiges Panorama und baut Brücken zwischen den Kulturen.“ (Quelle: Verlagshomepage)


*Fazit*
Absolut nicht meine Geschichte, ich hätte etwas anderes erwartet!

Wertung: 1 von 5 Sterne!
Profile Image for Nadine Schrott.
691 reviews67 followers
December 6, 2025
Eigentlich ist das Setting total meines.....Hippie Aussteiger, Indien und eine veritable Lebenskriese .....doch die Story verliert sich in drögen Dialogen und vorhersehbaren Entwicklungen.....

Wirklich schade....da hätte mein Lieblingsroman entstehen können....😉

Klarer Fall von: kann man lesen....muss man aber nicht!
Profile Image for Dunja Brala.
621 reviews49 followers
November 10, 2023
Dieser Roman beinhaltet vieles, das mich magisch anzieht: Meditative Praxis und Yoga, der Subkontinent Indien und die Beatles. Also musste dieses Buch was für mich sein. Damit lag ich richtig!

Die Brüder Marc und Lou wachsen ohne Mutter auf, Lou der Ältere übernimmt die Verantwortung für seinen kleinen Bruder und passt auf ihn auf. Da ist es nur logisch, dass er ihn auch begleitet als Marc , noch keine 20 Jahre alt, nach Indien aufbrechen möchte, auf dem so genannten Sie Hippie Trail. Sie verschachern also kurzerhand den Mercedes des Vaters und kaufen sich einen alten VW-Bus. Mit von der Partie ist auch Marie, Lous Freundin, und Corinna stößt in Istanbul dazu. Das Quartett ist von nun an unzertrennlich und erlebt Höhen und Tiefen, die nicht nur ihr Leben beeinflussen. Erzählt wird uns dies auch von Lucy, der Tochter von Lou und Corinna, die mittlerweile Yogatrainerin ist und ein Studio betreibt. Ihre Mutter verschwindet von heute auf morgen und sie macht sich mit Lou auf eine Reise in die Vergangenheit. Beide Zeitstränge spielen zu weiten Teilen in Rishikesh, der Yoga Metropole am Ganges, die durch den Aufenthalt der Beatles im Ashram vom Maharishi Berühmtheit erlangte. Und genau in dieser Zeit sind Marc und Lou da. Die Beatles nehmen einen nicht unwesentlichen Raum in dem Roman ein, ohne wirklich zu den Protagonisten zu gehören.
Wir begleiten also die vier Deutschen auf einer Reise ins Innere zu sich selbst, nicht alle haben intensiven Kontakt zu ihrem „Mojo“. dreh und Angelpunkt aber ist die Liebe- die unter Brüdern, die unter Paaren, und die Selbstliebe.
Dieser Roman ist so atmosphärisch, dicht geschrieben, dass man glaubt, dabei gewesen zu sein. Ich habe mir so oft gewünscht, ein bisschen älter zu sein, um diese Zeit mit erlebt zu haben. Was würde ich darum geben in diesem Ashram mit John, Paul, Ringo und George zu meditieren. Sollte ich noch mal nach Indien reisen – einmal war ich schon dort – so landet Rishikesh auf meiner Reiseroute

Beim Lesen gerät man in einen Sog, der einen tief in die Geschichte hinein zieht. Nichts ist hier oberflächlich. Weder die Suche nach Peace, Love und freier Liebe, noch die Einengung, die die jungen Protagonisten durch ihre Ansprüche erfahren. Alles hat irgendwie miteinander zu tun. Die Doppelmoral im Ashram stürzte nicht nur die vier Reisenden in Zweifel. Dabei ist es auch unglaublich spannend,
enthält ein paar Twist, die nicht vorhersehbar waren, und selbst die Ereignisse, mit denen ich gerechnet habe, waren unglaublich fesselnd geschrieben.

Die Figurenzeichnung ist sehr differenziert. Ich weiß gar nicht, zu wem ich wirklich halten sollte. Alle hatten etwas an sich, das mir gefiel und etwas, das mich den Kopf schütteln ließ. Unglaublich wie weit man mit wenig Geld damals kam und wie lange man ohne jegliche Kohle in der Tasche irgendwo unter kam
Die beiden Zeitstränge werden meisterlich miteinander verwoben. Yoga Fans kommen hier auf ihre Kosten. Und Leute, die ein großes Herz für die Beatles haben, werden mit diesem Buch auch glücklich gemacht. Aber auch wenn ihr andere Musikstile bevorzugt, und lieber joggt, anstatt Asanas zu üben, werdet ihr an diesem Roman voller Liebe und Leid bestimmt Freude finden. Danke. Daniel Speck . Es hat so großen Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen und es ist auf jeden Fall ein Jahres Highlight für mich
Profile Image for Marimirl.
227 reviews3 followers
December 26, 2023
Ich mag Yoga, ich kann Meditation durchaus etwas abgewinnen und Yoga Retreats klingen für mich entspannend und interessant - warum also nicht ein Buch lesen, das Yoga Town heißt?

Meine Erwartungshaltung war hier wohl eventuell nicht ganz die richtige, denn Yoga und dessen Auswirkungen auf den Menschen spielten keine sonderlich große Rolle in dem Buch. Viel mehr beschäftigt es sich mit der Selbstfindung auf zwei unterschiedliche Zeitebenen: Heute ist Lucy auf der Suche nach ihr selbst und nach ihrer gerade kürzlich untergetauchten Mutter, 1967 waren vier Hippies, darunter Lucys Eltern, auf einem Roadtrip nach Indien. Wohin das Ganze führen wird, war für mich sehr schnell klar, wodurch auch die Spannung verloren ging. Für meinen Geschmack war alles viel zu vorhersehbar

Aufgrund dieser Zeitschiene ist absolut nachvollziehbar, dass es sich bei der Protagonistin um eine Frau mittleren Alters um die 50 aufwärts handeln muss. Für mich wirkte sie in der Erzählung aber deutlich jünger, was eine rein subjektive Wahrnehmung sein mag aber für mich hat das nicht so richtig funktioniert.

Eine große Rolle spielt Musik, insbesondere die der Beatles. Im Klappentext wurde dad zwar kurz erwähnt, ich habe aber nicht damit gerechnet dass dies so viel Raum einnimmt. Ich bin nicht so ein großer Musikfan, so dass ich diese Passagen zu einem großen Teil eher überflogen habe.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen, dies Geschichte war sehr flüssig zu lesen. Inhaltlich war es aber etwas langatmig.
Insgesamt handelt es sich bestimmt um kein schlechtes Buch, es hat aber einfach nicht zu mir gepasst.
Profile Image for Kati Mau.
43 reviews
October 26, 2023
Die Geschichte ist mitreißend und emotional, vor allem der Vergangenheitszeitstrang. Die Indienreise und die Geschichten über die "Love and Peace" Generation fand ich unheimlich interessant, die Protagonisten sind komplex und vielschichtig, Lou ist mir richtig ans Herz gewachsen. Aufgeregt hat mich dagegen Lucy, die immer ganz schnell mit ihrer Meinung und im Verurteilen anderer ist.
Daniel Specks Sprache ist wieder wunderschön: bildhaft, lebendig und intensiv, auch wenn sie in "Piccolo Sicilia“ und "Jaffa Road" noch besser gelungen war.
"Yoga Town" ist ein gelungener Generationroman, eine gefühlvolle Liebesgeschichte, und eine interessante Erzählung über die Beatles in Indien. Man hat die Musik im Ohr, rattert quasi mit im Bully über staubige Straßen auf dem berühmten Hippie-Trail und sitzt meditierend auf der Yogamatte. Ich jedenfalls würde am liebsten jetzt gleich aufbrechen, nach Rishikesh!
Profile Image for Jana Marie.
151 reviews
February 22, 2024
Leider war das "Geheimnis"für den Hörer ab ca. 30%der Geschichte leicht vorhersehbar.Sprecher haben mir beide sehr gut gefallen.
This entire review has been hidden because of spoilers.
3 reviews
August 13, 2024
Zum Inhalt sage ich hier nichts, ist hinlänglich bekannt. Aber: Verglichen mit anderen Büchern, denen ich 3 Sterne gegeben habe, müsste ich eigentlich 4 Sterne geben. Aber für einen Roman von Daniel Speck war mir das Buch zu enttäuschend. Wahrlich kein schlechtes Buch, aber eben kein wahrer Daniel Speck. Alle anderen seiner Romane liebe ich sehr. Ich hoffe, der nächste wird wieder besser
1 review
April 23, 2024
Es hielt nicht was es versprach, war für mich zu langatmig und das Ende vorhersehbar.
25 reviews
January 9, 2025
Dieses Buch war wirklich toll! Es zu lesen hat mir total viel Freude bereitet und mich stets sofort in seine Welt katapultiert. Damit ist hauptsächlich das Berlin der Gegenwart sowie ein VW Bus, Indien in 1968 und Indien der Gegenwart gemeint. Und mittendrin sind eine Tochter, ihre Eltern und 4 Hippies in einem VW Bus unterwegs von Deitschland nach Indien. Und die Beatles und ein Guru. Geniale Mischung!

Daniel Speck gelang es die beiden Zeitstränge auf sanfte und flüssige Art miteinander zu verweben, die Sprünge hin und her haben die Spannung das komplette Buch über hoch gehalten und für viel Abwechslung gesorgt. Auch baut er alle Orte und Charaktere mit so viel Detail und Emotionen. Für mich ist das komplete Buch in meinem Kopf zum Leben erwacht. Eine meisterhafte Leistung!

Inhaltlich sollte man sich aber vielleicht für Yoga, Indien und die Musik der 60er, vor allem den Beatles, interessieren, damit der Roman einen komplett abholt.
64 reviews1 follower
September 19, 2025
Daniel Speck wollte offensichtlich unbedingt ein Buch über Yoga und die Beatles in Indien schreiben. Das war super und auch sehr interessant. Die Geschichte drumherum war mir etwas zu konstruiert und für mich auch nicht richtig nachvollziehbar. Dennoch habe ich das Buch sehr gerne gelesen.
30 reviews
July 8, 2025
Wunderbarer Roman über Yoga, die Beatles in Indien, die Hippie-Kultur und das Leben.
Profile Image for SometimesWonderland.
266 reviews2 followers
January 10, 2024
Nach monatelanger Leseflaute kam überraschend die Mail in mein Postfach: Der neue Roman von Daniel Speck.
Ich liebe den Autor, der in mir mit "Bella Germania" einen Funken Liebe gegenüber Autos erwecken konnte, wo noch nie ein entzündlicher Faktor vorhanden war. Mit "Yoga Town" traf mich Speck mitten ins Herz und thematisierte Glauben, Spiritualität, Reiselust, aber auch Zweifel und Identitätsfindung.
In seinem typischen Stil schreibt er den Roman aus der Sicht zweier Generationen und so erhält der Leser Einblicke in zwei Welten: Die Moderne und die Hippie-Zeit. Der Plott: Vier junge Erwachsene fahren in einem Kleinbus nach Indien und verbringen dort ihre individuelle spirituelle Reise.
Realitätsnah wird geschildert, wie unterschiedlich die vier sich entwickeln. Wir haben die zwei ernsten, die lieber an ihrem strikten Rhythmus festhalten und die beiden freien Vögel, die ihrem Leben entkommen wollen. Unter ihnen gibt es welche, die in ihrem Weg die Bestätigung fanden und welche, die merkten, dass ihr Leben sie nicht erfüllte und etwas ändern wollten.
Die Suche nach etwas Größerem war damals schon essentiell. Das Sehnen nach der eigenen Realität. Nach all den schweren Jahren voller Krieg und Wiederaufbau gibt es Orte und Personen, die Änderung versprechen. Eine neue Lebensweise. Und kommen wir nicht alle an einen persönlichen Punkt, wo wir uns selbst suchen?
An diesen Punkt kam auch die Tochter von zwei der Protagonisten: Sie fliegt mit ihrem Vater nach Rishikesh, um dort nach ihrer Mutter zu suchen. Die Vergangenheit der beiden Eltern liegt in besagtem Kleinbus. Diese Kapitel waren für mich kleine Downer. Denn sosehr ich Erzählungen zweier Generationen liebe, desto dringender wollte ich erfahren, wie die Geschichte am Ganges ausgeht. Wirklich spannend war der Weg der Tochter nämlich nicht.
Nach langer Zeit hielt ich also mal wieder ein Buch in den Händen, welches mich nicht losließ und die Lampe bis tief in die Nacht leuchten ließ. Der Grund dafür war wohl diese innere Schwere, die ich jedem Charakter abnehmen und nachempfinden konnte.
Viele Versprechen wurden damals angepriesen, um die Erleuchtung finden. Und dabei helfen sollten Gurus. Ein bekannter war der Maharishi Mahesh Yogi, den vor allem die Beatles zeitweise sehr verehrten. So nahmen diese als Nebenrolle einen doch sehr großen Platz ein. Der Ashram: Heute nur noch eine Ruine. Malerisch erweckte Speck diesen Ort wieder zu Leben. Mit jeder Zeile konnte ich mir ausmalen, wie die Leute dort am Esstisch saßen, in ihren Hütten wohnten, zu gemeinsamen Vorträgen gingen. Ich konnte mitfühlen, wie sich die Lager spalteten, wie Zweifel aufstiegen und andere wiederum ihre Erleuchtung und ihre Überzeugung fanden. Durch die Beatles bekommt das Buch etwas greifbares, etwas reales. Eine fiktive Ausmalung der Geschehnisse mischt sich mit Teilen der Realität. Denn insgesamt wirken diese Parts sehr gut recherchiert - war der Autor doch auch selbst vor Ort - und alles, was ich aus Neugierde nachgelesen habe, deckte sich inhaltlich.
Was das Ashram nun also mit unseren Protagonisten anstellt, ist wohl kein großes Geheimnis. Große Plotttwists hält das Buch nicht bereit. Alles, was passiert, sind typische Wendungen einer Geschichte und sehr vorhersehbar. Dennoch holte Speck mich authentisch ab. Er erzählt von der Natur, den Menschen und der Reise durch die Gedanken. Nimmt uns mit auf dem Weg der Selbstfindung - oder der Selbstzerstörung. Ich bin mir sicher, dass er auch Menschen abholen wird, die nicht viel mit der Kultur am Hut haben.

"Damals war vieles Mist. Aber wir waren frei. Später umgibst du dich dann mit Dingen und Leuten, die angeblich dein Leben sind..." - 86%
35 reviews
April 7, 2024
Ein Buch, das für nicht nicht halten konnte, was es versprochen hatte.
Monatelang habe ich an dem Buch gelesen.
Eine Frage geht durch den ganzen Roman und die Antwort darauf zu finden, hat mich weiter lesen lassen.
Aber das Buch an sich war sehr langatmig. Die Zeit in Indien - Zeitebene 1968 - wird zäh wie Kaugummi gezogen.
Die Zeitebene in der Gegenwart ist irgendwie nichtssagend.
Die Geschichte ist weder leicht noch flüssig zu lesen.
Die letzten Seiten nur, sind dann richtig schön und traurig.
Ich kannte den Autor vorher nicht. Das Cover finde ich gelungen mit dem Bus, nur von der Farbe Orange bin ich nicht begeistert. Da es vorrangig um Hippies geht, hätte ich bunter besser gefunden.
Profile Image for Christine Meisinger.
8 reviews
February 9, 2024
Leider ging es mir hier so wie mit den anderen Büchern des Autors. Es ist mir zu langatmig geschrieben und ab ca 150 Seiten habe ich nur noch quer gelesen, um zum Ende zu kommen. An interessantesten fand ich die Fahrtnach Indien, am der Ankunft fing das beschriebene Querlesen an. Obwohl ich selber Yoga betreibe, hat mich das Buch nicht erreicht. Aber eigentlich war der Yogarahmen eher zweitrangig und es ging meines Erachtens nur um die Befindlichkeiten der Protagonisten, die mir nicht nahe gekommen sind.
Profile Image for Майя Ставитская.
2,296 reviews234 followers
April 18, 2025
Lucy, a yoga instructor from Berlin, the stepmother of an almost grown-up boy and girl, the daughter of the owner of a small musical instrument store and a famous former TV presenter, the wife of the best man in the world - Lucy is going through a crisis. I just felt at one point that I wasn't living my own life. You might say that such an epiphany has come to about everyone more than once or twice, without forcing them to leave their family in their sixties and go nowhere.

Daniel Speck, known for his ability to weave family history into vivid episodes of human history, and send heroines following the footsteps of family dramas to distant lands, is doing it again with Lucy and with us.

We're not offended, he knows how to do it like no one else. And with the material taken as a basis here: from '68, when the world exploded with student protests, and several stars went supernova in music, and The Beatles were the brightest among them; with two half-orphaned brothers who grew up without a mother, who make a spontaneous escape. With eternal questions: why is the magic door open to only a few out of millions, behind which the best songs, books, and paintings are waiting to be realized? Why does someone violate prohibitions, behave like a pig, burn a candle at both ends - and he doesn't care about anything, and the other (you - YOU!) does everything right, sacrifices his interests, and always remains only a shadow of that first one? Why does one sparkle with its own radiance, while the other flickers with the reflected one?

Yoga Town is about how some people went looking for themselves, but found a lot of things after losing themselves. And how the other one went looking for her mother and found herself (in addition to what she might have preferred not to know, but it always happens when you suddenly find yourself).

Люси и небо в алмазах
In the windmills of your mind
Люси, инструктор йоги из Берлина, мачеха почти взрослых юноши и девушки, дочь владельца небольшого магазина музыкальных инструментов и знаменитой в прошлом телеведущей, жена лучшего мужчины на свете - Люси переживает кризис. Просто почувствовала в один момент, что живет не своей жизнью. Вы скажете, что подобное озарение не раз и не два приходило примерно к каждому, не заставляя бросить на шестом десятке семью и уйти в никуда.

Наверно да, но вопрос в интенсивности ощущения. Когда тоскливо констатируешь: "И вот Это твоя жизнь? К этому ты стремилась?" - одно; когда приходит как удар молнии, заставляя пережить катарсис или самадхи - совсем даже другое. И: она ушла не в никуда, живет пока в студии, где преподает йогу. Студия принадлежит подруге и коллеге, та сейчас в Индии. И: не нашестом, Люси пока еще 49. М-да, к последнему аргументу лучше не прибегать.

Подруга в Индии, в столице йоги - Ришикеше, а Люси в Индии не была, зато в Ришикеше в 68-м ее зачали. Родители сорвались туда за несколько лет до того, как это стало мейнстримом, это в 70-х мир захипповал, вслед за Битлами. И вот, кстати же, мама с отцом были с ними знакомы - жили в одном ашраме, нет, вы представляете? Хотя она давно уже не переживает того беспримесного восторга, на эмоциональной волне которого положено задаваться таким вопросом. И маму с папой, которые давно в разводе, называет Коринна и Лоу.

Когда в студию, прямо вовремя занятия, врывается Лоу, почти крича, что мама пропала, Люси не предполагает, что скоро отправится в Индию, где всякий уважающий себя преподаватель йоги должен побывать. Да не куда-нибудь, а Ришикеш, где началась ее персональная история и закончилась история кое-кого другого. Впрочем, об этом мы узнаем в свой черед, а пока, Даниэль Шпек, известный умением вплетать семейную историю в ярки эпизоды истории человечества, и отправлять героинь по следам семейных драм за тридевять земель, снова проделывает это с Люси и с нами.

Мы не в обиде, он умеет это как никто. А с материалом, взятым за основу здесь: с 68-м, когда мир взорвался студенческими протестами, а в музыке зажглись сверхновыми сразу несколько звезд, и среди них самая яркая The Beatles; c двумя братьями, полусиротами, выросшими без матери, которые совершают спонтанный побег. С вечными вопросами: почему лишь единицам из миллионов открыта волшебная дверь, за которой лучшие песни, книги, картины ждут, чтобы воплотиться? Почему кто-то нарушает запреты, ведет себя как свинья, жжет свечу с двух концов - и все ему нипочем, а другой (ты - ТЫ!) делает все правильно, жертвует своими интересами, и всегда остается лишь тенью того, первого? Почему один сверкает собственным сиянием, а другому мерцать отраженным?

"Йога Таун" -о том, как одни отправились искать себя, а нашли много всего, себя потеряв. И о том, как другая отправилась искать мать, а нашла себя (в придачу к тому, о чем, возможно, предпочла бы не знать, но это уж всегда так бывает, когда внезапно находишь себя).

Profile Image for Luisa.
283 reviews
August 30, 2024
Mit „Yoga Town“ geht es im Bulli direkt hinein in die Sechziger Jahre, rein in das Lebensgefühl von Hippie, Flower Power und Peace – und wo könnte man dies besser ergründen als in einem Ashram in Rishikesh? Zwischen Guru, Beatles, den Beach Boys und anderer Prominenz spielt sich hier im Dschungel ein Liebesdrama zwischen den Brüdern Lou und Marc und den sie begleitenden Frauen ab, das auch Jahrzehnte später noch Auswirkungen auf die Yoga-Lehrerin Lucy hat. Auf den Spuren ihrer Elterngeneration und an der Seite von Lou begibt sie sich ebenfalls auf die Reise nach Indien um an ihrer ganz persönlichen Erleuchtung zu arbeiten.

Man muss das „Love and Peace“-Feeling schon mögen, wenn man sich auf nach „Yoga Town“ macht, denn der größte Teil des Romans spielt in den Sechzigern und zeigt Rishikesh auf dem Höhepunkt der Hippie-Bewegung. Freie Liebe, Drogenexperimente, Transzendentalismus, Räucherstäbchen und esoterische Wege zum Glück durchwehen die Seiten – Daniel Speck hat das Lebensgefühl einer ganzen Generation mit ihrer heute kurios anmutenden Schrulligkeit perfekt eingefangen. Die Vergänglichkeit der Hippie-Bewegung, aber auch ihre Nachwehen, werden dabei von ihm überaus präzise mit der aktuellen Yoga-Bewegung kontrastiert, die sich bei genauerem Hinsehen gar nicht mal so stark von „Love and Peace“ unterscheidet.

Im Gegenwarts-Teil spazieren Lou und Lucy durch ein Rishikesh, das von einem Yoga-Festival beherrscht wird, in dem Europäer und Amerikaner sich in Designer-Sport-Klamotten verbiegen, in der Erwartung mental und physisch entspannter loszulassen – Meditation (wie schon in der Hippie-Zeit) inklusive. Diese Kontrastierung bzw. Nebeneinanderstellung hat mir außerordentlich gut gefallen und mich wiederholt zum Schmunzeln gebracht – Indien als Sehnsuchtsort der inneren Weisheit: es gibt Dinge, die sich wohl nie ändern werden. Allein eine stärkere Ausformulierung der eigentlichen Kulisse hätte ich mir schon gewünscht. Rishikesh bleibt als Setting insgesamt etwas blass und das, wo gerade Indien in der Realität ja ein wahres Feuerwerk der Sinneseindrücke abliefert.

Die Figurenzeichnung gelingt Speck hingegen überzeugend. Besonders das so ungleich anmutende Brüderpaar interessiert und fasziniert, Lou ist in seiner Entwicklung bzw. Nichtentwicklung ein durchaus vielschichtiger Charakter, denn der rationale und vernunftbegabte junge Mann rettet schließlich doch ausgesprochen viel Hippiegeschmack in die heutige Zeit und bleibt der Vergangenheit stets treu ergeben. Die Frauenfiguren erscheinen dagegen etwas schwächer, gerade in Bezug auf Corinna entsteht gar der Eindruck, als müsse sie künstlich mit einer Backstory versehen werden, um als Figur aufgewertet zu werden. Das größte Problem aber ist Lucy selbst, die eigentliche Protagonistin, die als Figur recht distanziert und spröde angelegt ist. Der Grund dafür ist, dass sie mit sich selbst nicht so wirklich klarkommt, leider färbt diese Tatsache auf das Leseerlebnis ab und so fehlte mir doch so manches Mal der rechte Zugang.

Die Story selbst liest sich flüssig, aber so richtig mitreißend ist sie nicht. Denn es gibt zahlreiche Szenen, die sich ähneln. Oftmals scheint die Handlung nicht recht vom Fleck zu kommen und so wird der Roman insgesamt etwas langatmig – gelegentliche Straffung, die das grundlegende Dahinplätschern der Geschichte verhindert hätte, wäre angezeigt gewesen.

So bleibt „Yoga Town“ eine Leseempfehlung für alle, die Zeit und Lust haben, tief in die Hippie-Zeit einzutauchen, denn es ist ein Roman der trotz der genannten Schwächen durchaus Spaß macht und immer wieder gute Unterhaltung bietet, vor allem wenn es um den Hauch des kritischen Kommentars auf unseren heutigen Lifestyle geht.
1,428 reviews7 followers
October 23, 2023
Einfach Grandios

Klappentext:
2019. Eine Berliner Yogalehrerin, die noch nie in Indien war. Ihr liebevoller Vater, der in der Vergangenheit hängt. Und ihre Mutter, die spurlos verschwindet.
Lucy und ihr Vater Lou gehen auf die Suche, zurück an den Ort, wo alles begann.

1968. Zwei Brüder und zwei Frauen fahren auf dem Hippie-Trail nach Indien. In Rishikesh am Fuß des Himalayas treffen sie ihre Idole, die Beatles. Und den Pop-Guru Maharishi. Sie haben die beste Zeit ihres Lebens. Aber nur zwei von ihnen kehren zurück. Lou hat etwas Unverzeihliches getan. Und Corinna ist schwanger. Als ihre Tochter geboren wird, schwören sie, ihr Geheimnis niemandem zu verraten.

„Yoga Town“ von Daniel Speck ist ein Familiengeschichte, eine Liebesgeschichte, ein Generationsroman, eine Erzählung über die Zeit der Beatles in Rishikesh.
So vielseitig sich das anhört, so facettenreich ist der Roman.

Die Geschichte hat zwei Zeitebenen.
In der Gegenwart reisen Lucy und ihr Vater Lou nach Indien um Corinna, Lucys Mutter zu suchen.
Lou ist ein ewig Gestriger und ein Musikjunkie. Auf ihrem gemeinsamen Trip erzählt Lou seiner Tochter Lucy was damals, vor 50 Jahren in Rishikesh passiert ist.

Als Lou, Marc, Marie und Corinna 1968 in Rishikesh ankommen sind auch die Beatles vor Ort.
Die Beatles wohnen im Ashram in einem Bungalow, meditieren und schreiben die wohl besten Songs ihrer Karriere.
Lou, Corinna und Marie bekommen von Rüdiger dem German Baker einen Job in der Küche. Marc macht sein eigenes Ding. Maharishi, der Guru versammelt seine Anhänger täglich zum Meditieren um sich.
Lou, Marc , Marie und Corinna haben eine gute Zeit. Sie erfahren Bewusstseinserweiterung mit und ohne Drogen.

Daniel Speck ist bekannt dafür, dass er seine Charaktere gerne auf eine Reise schickt. So auch in Yoga Town. Er lässt seine 4 fiktiven Charaktere eine zum Teil reale Geschichte erleben.
Der Autor erzählt eindrucksvoll vom ehemaligen Ashram in Rishikesh, dass sich mittlerweile der Urwald zurückerobert. Auch wenn der Ashram zerfällt ist er heute als Beatles Ashram bekannt und für Fans zugängig.

Daniel Speck erzählt vom bekannten und berüchtigtem Hippie-Trail. Vom Abenteuer das die 4 Charaktere erleben und nicht zuletzt von den Beatles und ihrer Zeit in Rishikesh.

Nach wenigen Seiten hatte ich die Musik meiner Jugend im Ohr und bekam sie auch nicht mehr aus dem Kopf.
Der Autor hat seinen Charakteren richtig Leben eingehaucht. Mir waren sie schnell sympathisch und ich habe sie sehr gerne nach Rishikesh begleitet. Eine meiner Lieblingsfiguren war Rüdiger, der German Baker und natürlich Lou der irgendwie in der Zeit hängengeblieben ist.

Wie durch einen Sog wurde ich in die Geschichte hineingezogen. Ich habe mit den Charakteren gelacht, mich gefreut und auch geweint.

Mit Yoga Town“ hat Daniel Speck wieder einmal bewiesen was für ein großartiger Geschichtenerzähler er ist.
Ich kann nur sagen „Namasté“
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November 2, 2023
Beim Cover musste ich sofort an einen VW Bulli denken. Zu sehen ist die Frontansicht des orangen Gefährts. Auf der Motorhaube prangt der Titel des Buches. Der ließ mich in Verbindung mit dem Auto direkt an Indien und die 60er Jahre denken. Mein erster Eindruck ist von dem Inhalt der Geschichte gar nicht so weit entfernt.

Yoga Town von Daniel Speck erschien im Argon Verlag. Das Hörbuch wurde von Mina Tander und Daniel Speck selbst eingesprochen. Die Geschichte spielt in zwei Zeitebenen, die durch die Sprecher ganz eindeutig bestimmt werden. Während Mina Tander die Gegenwart übernimmt, liest Daniel Speck die Erzählung aus dem Jahr 1968 und dem ersten Trip nach Indien. Die Protagonisten sind Lucy und ihr Vater Lou. Erstere tritt als Ich-Erzählerin in der Gegenwart auf und gibt mir einen Einblick in ihr Leben als Yoga-Lehrerin und die Suche nach sich selbst. In der Vergangenheit tritt der Vater als Erzähler in der dritten Person auf. Im Prinzip erzählt er seine Erlebnisse aus der Zeit in Indien seiner Tochter und versucht so etwas Licht ins dunkel der Beziehung von ihm und Lucys Mutter zu bringen. Über allem schwebt die Musik der Beatles, die zeitgleich mit Lou in Rishikesh waren. Alles weitere darfst du gerne selbst hören. Aber Achtung bereite dich auf ein paar besondere Erfahrungen vor, die einfach zu den 68er Jahren gehören. Genau diese Vibes habe ich gespürt, als ich in der Nähe von Goa am Strand stand und das besondere Feeling in Indien auf mich wirken ließ.

Ich habe das Hörbuch in drei Tagen verschlungen. Zu Beginn war ich beim Namen vom Vater etwas verwirrt, da ich mir bei den ersten Nennungen unter Lou immer eine Frau vorgestellt habe. Aber nach dem das geklärt war, konnte ich der Erzählung logisch folgen. Ebenso konnte ich aus dem Inhalt anfangs nicht ganz das Alter der Protagonistin Lucy erkennen. Ja, ich kann rechnen und hätte bei 1968 direkt auf Anfang fünfzig kommen können. Aber irgendwie hörte sich Lucy sehr viel jünger an und nicht etwa zehn Jahre älter als ich selbst. Doch auch diese Diskrepanz konnte meinem Hörgenuss nicht schaden.

Warst du schon mal in Indien? Hast du Lust auf einen Ausflug nach Rishikesh? Dann schalte das Hörbuch an und lausche den Stimmen von Mina Tander und Daniel Speck. Verfolge Lous Tripp nach Indien im Jahr 1968 und spüre die ganz besondere Stimmung. Tauche ein in die Vater Tochter Beziehung und wie sich diese auf das Seelenleben von Lucy auswirkt. Meditiere zusammen mit der Protagonistin und lasse dich auf das Abenteuer Yoga Town ein. Du musst nicht zwingend selbst Yoga und Meditation ausüben, um gefallen an dieser Geschichte zu bekommen. Ich selbst habe ein zwiegespaltenes Verhältnis zum Yoga, aber ich hatte dennoch ein paar schöne Hörstunden. Ich empfehle das Hörbuch sehr gerne weiter für alle, die Lust haben auf eine Reise in die Vergangenheit zu den Hippies und der freien Liebe.
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February 8, 2024
Diesen Roman habe ich als Hörbuch gehört und fand es sehr gut, dass es von zwei Sprechern eingesprochen wurde. So gibt es einen Erzähler für die Vergangenheit und eine Erzählerin für die Gegenwart. Mir hat das beim Zuhören sehr geholfen, direkt zu erkennen, wie die Erzählung zeitlich einzuordnen war. Allerdings fand ich anstrengend, der Sprecherin zuzuhören, weil sie nicht einfach vorgelesen hat sondern ich eher den Eindruck hatte, sie versucht eine Rolle zu spielen. Oft sehr künstlich und übertrieben.

Im Grunde ist dieses Buch die Geschichte von Lucy, deren Mutter eines Tages verschwindet. Lucy und ihr Vater Lou, ein alt gewordener Hippie, machen sich auf den Weg nach Indien, um die Mutter zu suchen, denn dort fing die gemeinsame Geschichte der mittlerweile getrennten Eltern an, und dort wurde auch Lucy gezeugt. Und auf dieser Reise erfahren wir nun die tiefsten Familiengeheimnisse...

Mir hat das Buch im Großen und Ganzen sehr gut gefallen, aber es hatte leider etliche Längen, die mich ziemlich genervt haben. Bei diesen Kapiteln habe ich dann die Erzählgeschwindigkeit deutlich hochgestellt. Etwas genervt haben mich die Beatles. Ja, ich habe verstanden, dass sie damals Legenden waren. Und wie toll es für Lucys Vater war, sie damals kennenzulernen. Aber eigentlich waren sie für die Story ziemlich überflüssig - eigentlich dienten ihre oft erwähnten Songs eher als Playlist zur Begleitung der Story. Kann man machen, finde ich aber ziemlich überflüssig.

Die Story wirkte auf mich ein wenig wie ein Puzzle. Es war schwer, einen roten Faden zu erkennen, darum war es phasenweise auch schwer, dranzubleiben. Auch gab es viele sich wiederholende Situationen, die meist mit übertriebenem Drogenkonsum zu tun hatten. Mehrfach habe ich gedacht: Ja, ich habe es verstanden, reicht jetzt auch!
Auch die Beziehungen der 4 Protagonisten miteinander fand ich teilweise sehr verwirrend. Im Nachhinein erklärt sich warum, aber auch das hätte man nicht so in die Länge ziehen müssen.

Ich fand das Buch nicht schlecht, aber es hat mich jetzt auch nicht umgehauen. Aufgrund der vorangegangenen Bücher des Autors hatte ich mir mehr davon versprochen. Dieses Buch ist in meinen Augen bisher sein schwächstes.
Profile Image for Wiebke Wimmer.
Author 2 books
April 17, 2024
Ein tragisches Familiengeheimnis, die Beatles in Indien und ein kosmischer Plattenladen

Lucy ist Anfang 50, Yogalehrerin und spirituell ausgebrannt. Als ihre Mutter spurlos verschwindet, fliegen sie und ihr Vater Lou nach Indien, um nach ihr zu suchen. Was Lucy findet, ist die wahre Geschichte ihrer Zeugung und ein neuer Weg zu sich selbst. Doch dieser Weg führt durch das Dickicht einer Familientragödie.

Yoga Town wechselt zwischen den Erzählebenen. Zwischen 2019 und 1968. Zwischen Lucys Aufbruch nach Indien und der Liebesgeschichte ihrer Eltern im Ashram des Maharishi, in dem sich zur selben Zeit die Beatles aufhielten.

Ich liebe Romane, die Fiktion mit historischen Fakten verknüpfen. Und wenn diese Fakten dann auch noch Musikgeschichte sind, bin ich hin und weg. Daniel Speck verknüpft Wahres und Ausgedachtes meisterhaft. Er ist sogar so mutig, seine Charaktere auf John Lennon und George Harrison treffen und sie miteinander interagieren zu lassen.

So sehr die Beatles in ihren weißen Gewändern und ihrem zukünftigen weißen Album durch die Geschichte strahlen – das musikalische Zentrum von Yoga Town liegt wo anders. Es liegt in Lou, dem Althippie und Vater von Lucy. Musik ist sein Leben. Stundenlang kann er über seine Idole sprechen, aber selbst rührt er kein Instrument mehr an. Er repariert alte Gitarren für andere. Lebt zurückgezogen mit seinen Gibsons, Martins und Fenders in einem Museum der nie gespielten Töne.
Das war 1968 anders. Zu der Zeit ist es Lous größter Wunsch, Musiker zu werden. Doch ihm fehlt die Leichtigkeit. Das mühelose Talent seines Bruders Marc. Und dann entdeckt Lou einer Meditation den kosmischen Plattenladen, in dem alle Musik, vergangen und zukünftig, gespeichert ist:

„Wenn Lou Musiker werden wollte, dann brauchte er den verdammten Schlüssel zu diesem Laden.“

Und er findet ihn, den Song seines Lebens. Doch direkt danach geschieht etwas, das Lou dazu bringt, die Musik für immer aufzugeben.

Yoga Town hat Längen, wie ein Musikstück aus den 1960ern seine Längen hat. Seine überbordenden Soli und psychedelischen Ausflüge. Doch es lohnt sich, bis zum Ende zuzuhören und den Sound der Zeit auf sich wirken zu lassen.
Profile Image for AnneMayaJannika.
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July 23, 2024
Der Hippies suchen Erleuchtung

Du spielst keinen Beatles-Song, wenn nebenan John, Paul, George und Ringo wohnen. Du spielst auch nichts anderes. Du bist einfach still und hörst zu, in der Hoffnung, etwas zu lernen, dankbar dafür, an der Tafel der Götter sitzen zu dürfen. (Seite 174)


Es ist Silvester 1967. Mark klaut den Benz von Papa und fährt mit seinem Bruder Lou und dessen Freundin Marie auf einen Hippietrip nach Indien. Mark und Lou sind im Herzen Musiker, auch wenn Lou etwas Ordentliches (Medizin) studiert und Marie eine Ausbildung zur Krankenschwester gemacht hat. Auf ihrem Trip tauschen sie den Benz gegen eine Bully (Penelope) und gabeln unterwegs noch Corinna (die Göttin) auf. Am Ende landen sie in Rishikesh im Camp von Pop-Guru Maharishi, der transzendente Meditation lehrt und predigt. Dort begegnen sie den Beatles, Mia und Prudence Farrow und Donovan.

Diese Geschichte erzählt Lou seiner Tochter Lucy, als sie zusammen nach Indien fliegen, um Lucys Mutter Corinna zu finden. Diese verschwand vor zwei Wochen ohne eine Nachricht und die beiden machen sich Sorgen, dass sie krank ist.

Ich weiß nicht, warum dieses Buch auf meinem SuB gelandet ist. Vielleicht das vollmundige "Der große neue Familienroman von Bestseller-Autor Daniel Speck (»Bella Germania«, »Jaffa Road«)" auf der Inhaltsangabe, vielleicht Indien, die Beatles und ein Guru?
Ich tat mich schwer, in den Roman hineinzukommen. Lucy war nicht auf meiner Wellenlänge und auch keine Vorbildperson. Als Lou begann die Geschichte "von Anfang an" zu erzählen, ging es besser, aber auch mit den drei Freunde auf Reisen und Mark und seinen Drogengeschichten, wurde ich nicht wirklich warm. Nach zwei-drittel war mir klar, auf welche Dramatik diese Geschichte hinauslief und jeder weitere dramaturgische Schlenker war nur da, um die Geschichte zu verlängern.
Das Gute an der Geschichte war das Platzieren um die Beatles in Indien. Ringo und die Bohnendosen, Prudence vor dem Zusammenbruch und George, John und Paul, die einfach so den kosmischen Plattenladen knacken und einen Hit nach dem anderen schreiben.

Fazit: Ob-la-di ob-la-da, life goes on brah, lalalala life goes on.
Profile Image for Vera.
Author 0 books30 followers
January 31, 2024
Es hat ein bisschen gedauert, bis ich so richtig in dieses Buch reingefunden habe, und habe immer wieder andere Bücher vorgezogen - aber als ich mich darauf eingelassen hatte, habe ich es doch ziemlich schnell durchgelesen. Und dabei sogar Beatles gehört, die ich eigentlich überhaupt nicht mag :)

Das Buch spielt auf zwei Zeitebenenen - 2019 und 1968. Die 2019-Ebene dient wohl vor allem dazu, die Geschichte aus den Sixties mittels eines Familiengeheimnisses etwas zusätzliche Spannung zuzufügen, aber die 1968-Linie hat mir deutlich besser gefallen. Drei Freunde brechen spontan nach Indien auf. Es ist die Zeit der Hippies, des Experimentieren mit Musik und Drogen, die Zeit der freien Liebe. Es geht im Buch um zwei Brüder, die sich lieben aber gegenseitig auch beneiden. Mit im Bus ist Marie, die Freundin des älteren Bruders, und unterwegs stößt Corinna dazu. Lou verliebt sich, trotz seiner Beziehung mit Marie, in Corinna, Corinna und Marie schlafen mit einander, Corinna ist vor allem Marc verfallen. Und der lebt darauf los, aber wohl vor allem im Versuch, seine Schuldgefühle zu ersticken, die er wegen dem Tod der Mutter hat. Sie kommen in Indien an und heuern in einem Ashram in Rishikesh an, wo schon bald auch die Beatles mit Partnerinnen ankommen. Die Musik spielt überhaupt eine große Rolle im Roman. Lou will ebenfalls ein großer Musiker werden und träumt vom kosmischen Plattenladen, wo alle Musik die jemals geschrieben wurde und noch geschrieben wird versammelt ist. Aber statt sich von den Beatles inspirieren zu lassen, lässt er sich eher einschüchtern. Auch seine Beziehung zu Marc und Marie lassen ihn immer wieder zweifeln. Ich fand, dass Daniel Speck dieses Hadern mit dem Leben sehr gut rübergebracht hat. Darüber habe ich jede Menge über Indien, Gurus, Yoga und die Musikkultur der 60'er gelernt. Kurzum: ein tolles Leseerlebnis!

PS: Ich habe bei einer anderen Rezensentin gelesen, dass ihr die Erzählfigur Lucy viel jünger vorkam als 50, und das ging mir genauso. Sie wirkt eher wie Mitte 30.
123 reviews1 follower
January 28, 2024
Daniel Speck: Yoga Town. Roman. Fischer Verlag 2023, 470 Seiten

Indien, Flowerpower, Musik der Beatles und Yoga sind nicht unbedingt meins, aber die Reise durch „Yoga Town“ von Daniel Speck hat mich in diese Welt entführt und jetzt höre ich die Hippie-Playlist hoch und runter.
Aus zwei Erzählperspektiven wechseln sich Vergangenheit und Gegenwart ab, wobei der Vergangenheitsstrang für mich der wirklich spannende Teil ist.
Die Geschichte beginnt mit Lucy, die als Yogalehrerin in einem Studio arbeitet, aber noch nie in Indien war. Sie hat sich grade von ihrem Lebensgefährten getrennt und steckt in einer Lebenskrise. Ihre Mutter Corinna scheint verschwunden zu sein und Lucy lässt sich darauf ein, mit ihrem Vater nach Indien zu fliegen, um Corinna zu suchen und gleichzeitig eine Reise in die Vergangenheit zu machen. Nach und nach erfahren wir, was damals wirklich passiert ist.
Der zweite Erzählstrang beginnt im Jahr 1967: Marc hat genug von seiner Heimatstadt und seinem Vater. Kurz entschlossen nimmt er dessen Auto, überredet noch seinen älteren Bruder Lou und dessen Partnerin Marie mit auf eine Reise nach Indien zu kommen. Unterwegs nehmen sie Corinna mit und irgendwann landen sie tatsächlich in Ashram, wo auch grade die Beatles sind. Aber statt Love & Peace kommt es immer wieder zu harten Auseinandersetzungen zwischen den Brüdern, aber auch zu Liebesirrungen und Eifersuchtsszenen.
Mir hat die wehmütige Reise ins Innere sehr gut gefallen. Die Charaktere waren authentisch, die Sprache leicht und das indische Flair gut zu spüren. Am Ende des Romans versorgt uns Daniel Speck mit einer passenden Playlist mit Songs von den Beatles, Donovan, Bob Dylan Mike Love u.a.
Mein erstes Buch von Daniel Speck und ich empfehle ihn hier gerne weiter.
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(Rezensionsexemplar: Vielen Dank an den Fischer Verlag für die Bereitstellung des Buchs)
Profile Image for linzimda.
50 reviews
February 4, 2024
Wahre Begebenheiten treffen auf Fiktion. Eine Hippie Familie, ein irrer Road Trip von Deutschland nach Indien, Geheimnisse, ganz viel Yoga, die Beatles, Musik, Drogen, Meditation, Mantras, die Liebe und Spiritualität.
Wie das alles zusammenhängt, schreibt der Autor hochspannend und mitreißend in dieser Generationen übergreifenden Geschichte.

Ein Teil der Story basiert auf wahren Begebenheiten, aber das Erfundene passt sich nahtlos und absolut perfekt in die Handlung ein. Es fühlt sich alles so echt an. Und man selbst denkt, man sei direkt dabei.
Riecht die fernen Gerüche Indiens. Hört die Musik der Beatles. Nimmt die Stimmung, Schwingungen und die Atmosphäre der Örtlichkeiten in sich auf.
Es ist herausragend geschrieben!

Die Handlung ist so spannend, dass man das Buch gar nicht weglegen mag. Grandios und mehr als wundervoll!
Dieses Buch hinterfragt aber auch die Bewegung hinter dem Guru, regt zum Nachdenken an und verschönert nicht alles, was mit dem damaligen Hippieleben zu tun hatte.

Es geht um das Glück, die Selbstfindung, Hürden und dass nicht immer alles so rosig toll abläuft. Es geht um das Leben!
Und das ist das einzigartige an dieser Geschichte! Das, was das Buch zu einem absoluten Highlight macht! Und welches man auch dann lesen sollte, wenn man keine Berührungspunkte mit der Hippie und Yoga Bubble hat!
Jeder kann aus dieser Geschichte etwas für sich mitnehmen! Und das ist so so wertvoll!
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