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Das Ende der Ehe

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Die Ehe ist in unserer Gesellschaft unantastbar. Trotz ihrer Institutionalisierung wird sie als Inbegriff der Liebe romantisiert und mythisch verklärt. Dabei verschärft eine Heirat für Frauen oft die Ungleichheit, und sie führt zu finanzieller Abhängigkeit. Die Bestseller-Autorin Emilia Roig blickt hinter die Fassade eines patriarchalen Konstrukts und weist Wege zu einer Revolution der Liebe.  Die Ehe normiert Beziehungen und Familie, kontrolliert Sexualität, den Besitz und die Arbeitskraft. Sie ist eine wichtige Stütze des Kapitalismus und lässt uns in binären Geschlechterrollen verharren. In ihrem mutigen und provokanten Buch ruft Emilia Roig daher das Ende der Ehe aus. Sie hinterfragt die Übermacht der Paare und untersucht, ob man Männer lieben und zugleich das Patriarchat stürzen kann. Letztlich wäre eine Abschaffung der Ehe nicht nur für Frauen befreiend, sondern für alle. Denn nur dann können wir Liebe in Freiheit und auf Augenhöhe miteinander neu denken und leben.

384 pages, Hardcover

First published March 30, 2023

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About the author

Emilia Roig

12 books177 followers
Renowned social justice leader, author, and expert on intersectionality, diversity, equity, inclusion and non-discrimination Emilia Roig has been shifting the discourse on systemic inequalities in Europe through the creation of the Berlin-based Center for Intersectional Justice (CIJ), the publication of her book WHY WE MATTER, her numerous speaking engagements and her high-level consultancy services.

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1 star
17 (<1%)
Displaying 1 - 30 of 267 reviews
Profile Image for Maike.
27 reviews20 followers
April 12, 2023
„Männer nicht zu bewundern wird in der patriarchalen Gesellschaft als Hass gegen sie interpretiert. Und Männer nicht zu mögen – insbesondere weiße Männer -, wird pathologisiert, denn man muss verrückt sein, um die die Crème de la Crème der gesamten Menschheit abzulehnen.“

Ich bin jung, weiblich und habe kein gesteigertes Interesse daran, zu heiraten. Beste Voraussetzungen also für Emilia Roigs neues Sachbuch „Das Ende der Ehe“.
Da ich mich mit dem Thema bereits ausgiebig auseinandergesetzt habe, waren mir viele Aspekte nicht ganz neu: dass von der Ehe vorwiegend Männer profitieren, dass das Ehegattensplitting ein staatliches Instrument, um vor allem Frauen finanziell abhängig zu halten, dass dieser Staat in großen Teilen auf der unbezahlten Care-Arbeit der (Ehe-)Frauen basiert. Emilia Roigs Analyse geht aber so weit über diese Punkte hinaus! Während der Feminismus auf gesamtgesellschaftlicher Ebene in den letzten Jahrzehnten schon große Fortschritte geschaffen hat, leben wir nach wie vor in zutiefst ungleichen, patriarchalen Beziehungen – geprägt durch das Konzept von Ehe und Kernfamilie, das für alles steht, was wir wollen sollen. Um dieses Macht-Ungleichgewicht zu überwinden reicht laut Emilia Roig aber nicht nur die Abschaffung der Ehe im Sinne des Verwaltungsaktes. Wir müssen weg von Labels und Schubladen, die Menschen trennen und hierarchisieren – und dazu gehört natürlich auch die Einteilung in Geschlechter und sexuelle Orientierung.
„Das Ende der Ehe“ ist ein Plädoyer für die Abschaffung eines patriarchalen Konstrukts, ohne das wir alle viel freier leben könnten. Mein Buch ist nach dem Lesen voller Post-Its und mein Kopf voller neuer Ideen. Ich hoffe, dass ganz viele Menschen dieses Buch lesen und wir es als Gesellschaft vielleicht irgendwann schaffen, dieser Utopie ein klein wenig näher zu kommen.
Profile Image for Elena.
1,034 reviews417 followers
June 15, 2023
Emilia Roig kenne und schätze ich bereits wegen ihres Sachbuchs "Why We Matter" und ihrem Essay-Beitrag im Sammelband "Unlearn Patriarchy", in ihrem neuen Buch widmet sie sich der Institution Ehe - und warum sie diese gerne abschaffen würde. Sie zeigt dabei etwa die Verknüpfungen zwischen Ehe und patriarchaler Unterdrückung, Kapitalismus und geschlechtlicher Binarität auf, alles unterstützt von Beispielen, teils aus ihrem eigenen (Ehe-)Leben. "Das Ende der Ehe: Für eine Revolution der Liebe" lautet der vollständige Titel des Werks - und er passt hervorragend, denn ein Abschied von der staatlich normierten Ehe ist keine Abkehr von der Liebe, so Roig, im Gegenteil. Die Ehe reglementiert Beziehungen und Familie, kontrolliert Sexualität, den Besitz, die Arbeitskraft und ist damit eine der tragenden Säulen des Patriarchats. Emilia Roig arbeitet die verschiedenen Themenfelder in Verbindung mit der Ehe auf, geht auf Care-Arbeit, Kinder, häusliche Gewalt und den Gender-Pay-Gap, Gender-Pension-Gap und Gender-Tax-Gap ein (hier war mir bereits vieles bekannt, gruselig zu lesen ist es trotzdem jedes Mal aufs Neue), aber auch auf die Ehe homosexueller Paare und alternative Beziehungsmodelle. Es geht der Autorin nicht um die Abschaffung der Liebe, vielmehr hebt sie hervor, wie ein Ende der Ehe uns alle befreien könnte - und warum die Abschaffung der Ehe allein nicht ausreicht.

Ich fand die vielen klugen Gedanken der Autorin sehr bereichernd, sie sind manchmal schmerzhaft, setzen aber gerade deshalb genau an der richtigen Stelle an. Um zwei Menschen aneinander zu binden braucht es die Ehe nicht - warum wir trotzdem daran festhalten und wer davon profitiert wird in "Das Ende der Ehe: Für eine Revolution der Liebe" den Lesenden eindrücklich vor Augen geführt. Für meinen Geschmack war das Buch an manchen Stellen doch etwas zu umfassend und ausschweifend, nicht alle Gedankengänge habe ich als thematisch passend empfunden. In jedem Fall ist Emilia Roigs neues Sachbuch aber ein gelungener feministischer und intersektionaler Blick auf die staatliche Institution Ehe, für den ich gerne eine Empfehlung ausspreche - ich gehe definitiv klüger und nachdenklicher aus der Lektüre heraus!
Profile Image for Clarissa.
695 reviews20 followers
October 22, 2023
Emilia Roig ist für mich meiner Meinung nach DIE Stimme, die jede*r lesen sollte, wenn es um intersektionalen Feminismus geht. Ihr Buch „Why we matter - Das Ende der Unterdrückung“ ist der Standard in diesem Bereich für mich und das, was ich immer empfehle. Nun geht es der Ehe an den Kragen. In ihren besten Passagen, von denen es sehr viele gibt, würde ich dieses Buch als eine auf das Jahr 2023 aktualisierte Version von „All about Love“ von bell hooks bezeichnen, denn es geht um viel mehr als nur die Ehe. Es geht um die Auswirkungen des Patriarchats auf Liebesbeziehungen, um queere Liebe, um Freundschaft und platonische Liebe und um den Blick in eine (utopische) Zukunft, wie Liebe und Leben ohne eine herrschende Klasse und mit weniger Binarität aussehen könnte.

Mit am meisten hat mich das Phänomen der „Himpathy“ aufgewühlt, das besagt, dass sowohl Männer als auch manchmal Frauen dazu neigen, mehr Mitgefühl für vermeintliche Ungerechtigkeiten gegenüber Männern aufzubringen, selbst wenn Frauen genauso große oder größere Unterdrückung erfahren. Das sorgt dann zum Beispiel dafür, dass Männer viel zu milde Urteile bei Gewalt gegen Frauen erhalten, weil die Sorge so groß ist, dass sonst sein Leben verbaut wird. Oder dass der Ärger gegenüber dem Konstrukt Patriarchat größer wird, wenn man betont, dass es ja auch Männern darunter nicht so gut geht. Das ist mir schon öfter bei Feminist*innen a la Passmann aufgefallen.

Ein paar Gedankengängen konnte ich mich nicht so ohne weiteres anschließen, aber ich habe auf jeden Fall wie immer Stoff zum nachdenken für Monate und eine Bestätigung für meine persönliche Entscheidung, nicht heiraten zu wollen.
Profile Image for Paulinchen.
183 reviews12 followers
January 31, 2024
Vorab: Ich habe dieses Buch in einem feministischen Lesekreis gelesen und deshalb sehr viele kritische Diskussionen geführt.

Ich bin leider ein bisschen unentschlossen, wie ich zu dem Buch stehe. Teilweise fand ich es sehr informativ und ich habe viele spannende neue Informationen erhalten. Jedoch wurde das Buch zum Schluss immer schlechter und am Ende sogar meiner Meinung nach problematisch. Ihre Aussagen sind mega inkonsequent und wiedersprechen sich die ganze Zeit. Außerdem arbeitet sie nicht intersektional genug und sehr binär. In vielen Punkten ist die Binarität nachvollziehbar für die Argumentation, aber teilweise einfach zu kurz gedacht und exkludierend! Das Ende war plötzlich esoterisch und Quellen haben dauerhaft gefehlt. So ganz konnte ich den Titel leider auch nicht ganz nachzuvollziehen. Oft wurden grundsätzliche Probleme des Patriarchat besprochen und dann irgendwie versucht die Kurve zur Ehe zu schlagen.

Trotzdem konnte ich viel über die Institution der Ehe lernen und mich mit der Geschichte der Ehe bekannt machen. Denke das ich es empfehlen würde einige Kapitel des Buches zu lesen und das dort viel gelernt werden kann. Aber das ganze Buch eher nicht so eine große Empfehlung leider:(
Profile Image for Rici.
11 reviews4 followers
April 13, 2024
Sehr augenöffnend 👀 und sehr zu empfehlen 🫶
Profile Image for Lilli Henze.
32 reviews
May 13, 2025
Ab jetzt für alle meine Freund*innen Pflichtlektüre!! (vor Allem die männlich sozialisierten unter ihnen)
Profile Image for Maria.
628 reviews14 followers
June 3, 2023
"Das Ende der Ehe" von Emilia Roig wird mit dem Zusatz "Feministische Impulse für die Abschaffung einer patriarchalen Institution" beworben. Und hier wurde in der Tat nicht zu viel versprochen.
Auf jeder Seite dieses Buches merkt man, wie sehr Roig im Thema steht, viele Quellenverweise zeugen von einer sehr detaillierten Auseinandersetzung. Dabei sind die Forderungen, die Roig in diesem Buch auf insgesamt 14 Kapiteln darlegt, keine halbgaren Kompromisse. Auf vielfältiger Weise führt sie den Lesenden patriachale Strukturen vor Augen. Dabei räumt sie jedoch auch bei vielen Kritiken an der Ehe ein, dass sich hier schon einiges getan hat - nur nicht genug in ihren Augen. Dabei werden hier auch viele weitere Themen angesprochen, die auf den ersten (und auch auf den zweiten) Blick nicht viel mit der Institution der Ehe gemein haben. Dieses Buch trägt zweifelsohne zu einer differenzierten feministischen Debatte bei - und schweift dabei häufig vom eigentlichen Thema des Buches ab.
Die Sprache des Buches ist nichts für Menschen, die sich bisher nicht mit dieser spezifischen Thematik, Geschlechterungleichheiten und -identitäten auseinandergesetzt haben. Viele fachspezifische Worte werden für Laien nicht erklärt, wodurch es für viele Menschen sicherlich erschwert ist den Ausführungen der Autorin zu folgen. Sicherlich sind einige Menschen durch die Sprachwahl abgeschreckt.
Ich war bei vielen Ausführen der Autorin anderer Meinung, hätte mir für einige Belge und Ausführungen eine differenziertere Sicht gewünscht. Zum Teil hatte ich den eindruck, dass explizit Quellen gesucht wurden, die die eigene Meinung unterstützen, viele Quellen anderer Meinung dann explizit nicht erwähnt wurden. Das finde ich bzgl. einer differenzierten und kritischen Auseinandersetzung mit der Thematik nicht ausreichend.
Auch wenn mir einige Ausführen zu radikal oder zu einiseitig betrachtet waren, habe ich das Buch gern gelesen. Es macht eine wichtige Debatte auf und regt zum Nachdenken an.
Profile Image for Alina_liest07.
132 reviews6 followers
March 20, 2023
Eine im besten Sinne (heraus-)fordernde Lektüre
In ihrem neuen Sachbuch mit dem provokanten Titel „Das Ende der Ehe“ beleuchtet Emilia Roig die Ehe als staatliche Institution und die Folgen und Auswirkungen auf unser Zusammenleben. Von den finanziellen und gesellschaftlichen Privilegien, die mit der Ehe im Speziellen und heterosexuellen Paarbeziehungen im Allgemeinen ausgehen, zu unbezahlter Care-Arbeit und der gleichgeschlechtlichen Ehe, deckt die Autorin dabei ein großes Spektrum an Themen und Aspekten ab.

Dabei zeigt Roig nicht auf Individuen und spricht auch keiner Ehe oder Paarbeziehung ihr Glück oder ihre Daseinsberechtigung ab. Vielmehr weist sie auf strukturelle Probleme und Ungerechtigkeiten, die durch die Institution der Ehe entstehen und entstanden sind hin und sie scheut dabei nicht vor sensiblen und intimen Themen zurück - ganz im Sinne von „das Private ist politisch“.

Das binäre Geschlecht als Grundlage der Unterdrückung werden ebenso erklärt wie geschichtliche Zusammenhänge und die finanziellen Privilegien sowie Abhängigkeiten die durch die Ehe entstehen. Wie Emilia Roig richtig darlegt, sollte jede*r der sich um die Gender Pay Gap kümmert auch andere eklatante Lücken wie die Gender Tax Gap mitdenken.
Bei all dem hat Emilia Roig einen sehr angenehmen und pointierten Schreibstil und so schafft sie es auch die verschiedensten Aspekte und Hintergründe verständlich zusammenzuführen und darzulegen.

Auch wenn ich mich häufig mit feministischer Literatur und Gedanken beschäftige, hat mir diese Lektüre viele neue Denkanstöße beschert.
Das letzte, leider viel zu kurze Kapitel, bietet zudem einige Lösungsansätze über die ich weiter nachdenken werde. „Das Ende der Ehe“ ist eine Einladung Beziehungen neu zu denken und vor allem ein mutiges und ermutigendes Plädoyer für die Gemeinschaft - klare Leseempfehlung!
Profile Image for Lena Dalkowski.
5 reviews
April 11, 2024
2.5/5 ⭐️⭐️⭐️
Uff, ich bin sehr hin- und hergerissen, wie ich dieses Buch fand. 🥲
Emilia Roig schildert in ihrem Buch u.a., wie die Institution der Ehe unseren Staat strukturiert und zur Aufrechterhaltung des Patriarchats beiträgt, wie wir sozialisiert werden, die Ehe als die superiore Form des Lebens ins Liebesbeziehungen zu sehen, welche großen materiellen Nachteile die Ehe für viele viele Frauen bedeutet. Um die strukturellen historischen, institutionellen und gesellschaftlichen Mechanismen der Ehe zu erklären, bedient sie sich einer hoch binäre Sprache, deren Einsatz ich zwar verstehe, an der ich mich doch so häufig gestoßen habe, weil Frauen vs. Männer als homogenen Einheiten dargestellt werden. Stellenweise widerspricht sich die Autorin selbst, kritisiert an einer Stelle die Unwissenschaftlichkeit des Freud‘schen „Kastrationskomplex‘s“, nur um zwei Seiten später von „womb envy“, den Männer haben sollen, zu sprechen. Häufig fehlen mit Quellen (!) und die klare Trennung von eigener Meinung/Behauptungen und „Tatsachen“ fehlte mir an vielen Stellen.
Allerdings hat mir das Buch auch viele wertvolle Denkanstöße geliefert, die eigene und gesamtgesellschaftliche Sichtweise auf die Ehe kritisch zu hinterfragen, sich neu zu positionieren, auf politischer Ebene mit- und weiterzudenken.
Profile Image for Galladan.
387 reviews3 followers
April 29, 2023
Abgebrochen da irrelevant

Das Ende der Ehe: Für eine Revolution der Liebe von Emilia Roig, erschienen im Ullstein eBooks Verlag am 30. März 2023.

Emilia Roig ist aufgewachsen im festen Glauben, dass nur die Arbeitskraft des Vaters sie davor schützt in Lumpen gehüllt unter der Brücke zu wohnen. Wieder besseren Wissens heiratet sie um dem Bild, dass sie innerhalb der Familie darstellen will und um geschützt zu sein.

Ich habe dieses Buch abgebrochen, da es mir nichts bringt. Ja, sicher ist die Ehe ursprünglich entstanden auch um patriarchale Wünsche zu erfüllen, aber die moderne Ehe ist außerhalb der Rechtsform und der damit anerkannten Lebensgemeinsamkeit kein Hausarrest für Frauen. Ich glaube nicht, dass die alleinerziehende Frau besser dasteht als eine Frau, die sich ihren Partner genau angesehen hat und mit den ab und zu aufblitzenden chauvinistischen Anwandlungen der meisten Exemplare leben kann. Leider hat mich der Klappentext völlig in die Irre geführt.
Profile Image for Philemon Schott.
76 reviews10 followers
October 28, 2024
Ich fand das Buch sehr gut. Man bekommt weniger eine fokussierte Argumentationslinie, die sie zu ihrer Forderung der Abschaffung der Ehe führt, als ein Konglomerat an Ausführungen, Analysen und Anekdoten zu den Themen Liebe, Beziehungen uvm. Die sind zwar mal besser und schlechter, tragen aber insg. doch ganz gelungen zu ihrer These bei, dass nur eine Revolution uns in diesen Punkten voranbringen kann. Besonders gut war (für mich verheirateten hetero Mann) ihr Explizitmachen von dem jeweiligen Verhalten der PartnerInnen in der hetero Ehe. Da habe ich mich vielerorts sehr ertappt gefühlt, obwohl ich dachte, schon vieles ganz gut zu machen. Habe auf jeden Fall sehr viel gelernt und vieles weiteres an die Hand bekommen, das ich in Zukunft anpacken muss oder es über das ich weiterhin nachdenken will.
Profile Image for ~•verena•~.
481 reviews8 followers
January 7, 2025
5+++ ⭐
Der Tag meiner Hochzeit war einer der schönsten Tage meines Lebens...

- Das Ende der Ehe. Für eine Revolution der Liebe, 00,01%

Alle Zitate am Anfang von Kapiteln sind einfach zu gut...
Ich hätte eigentlich nichts unterstreichen müssen, da ich eh fast alles unterstreichen wollte 🤷‍♀

Deshalb werde ich hier gar nicht ausführlich ein Review schreiben, da Roig in ihrem Buch mit jedem Satz den Nagel auf den Kopf trifft.

Kurz:
LEST DIESES BUCH!

Wenn du nur ein einziges Sachbuch zum Thema Liebe, Beziehungen und Gesellschaft in deinem Leben liest, dann DIESES.

... Die Ehe mag unerlässlich und unantastbar erscheinen, doch wir können sie loslassen – für die Überwindung des Patriarchats und die längst überfällige Revolution der Liebe...

- Das Ende der Ehe. Für eine Revolution der Liebe, 88%
Profile Image for Rebekka.
53 reviews4 followers
August 4, 2025
es tut mir wirklich im herzen weh ein buch über feminismus so zu bewerten, aber was war das bitte??

null differenziert, hab das gefühl es wurden nur quellen gesucht, die der eigenen meinung entsprechen, der rest wird weggelassen.
viele der quellen sind außerdem leider einfach schlecht, fand ich sehr unwissenschaftlich und problematisch.

finds auch problematisch die eigenen erfahrungen und (nicht belegten!) meinungen ständig als allgemeingültige aussagen darzustellen.

titel passt mmn auch nicht.

gab zwar wirklich sehr interessante stellen, aber hab das gefühl, dass diese unwissenschaftliche arbeit in großen teilen des buchs leider irgendwie alles diskreditiert.
hat mich echt nicht abgeholt, war floppig :(
19 reviews1 follower
June 1, 2025
Sorry, aber nach knapp 200 Seiten musste ich dann doch abbrechen. Das Buch bietet an sich wirklich einige gute und wertvolle sowie interessante Ansätze, aber ich kann einfach nicht mehr Texte lesen, die sich positiv zur Prostitution äußern und darin irgendetwas “Befreiendes” sehen.

“Seit Langem werden Frauen, die bewusst viel Sex mit Männern haben wollen, für «verrückt» oder physisch krank erklärt, was ironischerweise zu dem ketzerischen Gedanken führt, dass keine vernünftige Person sich freiwillig auf so viel Penetration einlassen würde. Es ist kein Zufall, dass diese Diagnose nur Frauen gestellt wird. Und es ist kein Zufall, dass die meistverbreiteten Beleidigungen für Frauen «Nutte» und «Hure» sind, also Frauen, die oft penetriert werden (und sich dafür bezahlen lassen). Sexarbeiter*innen und Männer, die sich von anderen Männern penetrieren lassen, werden als abweichend dargestellt und bestraft- denn Penetration soll erduldet werden, nicht gewollt sein. Die männliche Sexualität muss gefährlich, bedrohlich, gewalttätig und monströs bleiben, schreibt Virginia Despentes, und die Kriminalisierung der Sexarbeit erfüllt diese wichtige Funktion.”

Nach diesem Bullshit-Absatz hab ich dann das Buch in die Ecke geknallt. Was soll das, ernsthaft?

Da schreibt jemand ein Buch über die Einschränkungen, die Frauen durch Ehe und Patriarchat ertragen müssen, aber sieht die Kriminalisierung von Prostitution als etwas total Negatives an? Geht’s eigentlich noch? Die ganze Zeit geht es in dem Buch richtigerweise um ein System, das Frauen seit Jahrhunderten unterdrückt, und dann wird DAS System befürwortet, das als Paradebeispiel dessen dient? Das ist so absurd, mir fehlen wirklich die Worte.

Deshalb hier nochmal eine kleine Erinnerung: Frauen lassen sich nicht für Sex bezahlen. 95% der Menschen, die sich prostituieren (und das sind fast ausschließlich Frauen), tun das nicht freiwillig. Von ihren “Einnahmen” müssen sie sich nicht nur selbst, sondern auch und vor allem ihren Zuhälter, Bordelle und Zimmer bezahlen, und zwar nicht monatlich, sondern meistens täglich. Sie müssen also zahlen, um sich überhaupt zu prostituieren. Dass das paradox ist, sollte klar sein. Ein “Beruf”, der also in 95% der Fälle weder freiwillig ausgeführt wird, noch finanziell für Freiheit sorgen kann, weil die Menschen, die ihm nachgehen systematisch ausgebeutet werden und am abhängigsten von allem im System, das sich Patriarchat nennt sind, als “befreiend” oder in irgendeiner Form als selbstbestimmt zu deklarieren ist somit nicht nur falsch, sondern auch frauenfeindlich. Dass diejenigen, die sich prostituieren nicht bestraft werden sollten, weil sie es wie gesagt in 95% der Fälle nicht freiwillig tun und keinen Ausweg aus diesem System finden, sollte klar sein. Prostitution aber dann als etwas feministisches zu framen und damit auch Freier und Zuhälter zu schützen, die sich tagtäglich an Prostituierten vergehen, sie ausbeuten, vergewaltigen und diffamieren, ist weder feministisch, noch kritisiert das in irgendeiner Art und Weise das Patriarchat. Im Gegenteil, es schützt und unterstützt die ungleichen Machtverhältnisse sogar.
Profile Image for Hannah.
26 reviews2 followers
May 8, 2023
Alles in allem sehr lesenswert! Das Buch dreht sich nicht nur um die Ehe an sich, sondern nutzt dieses Institut um Diskriminierung von Frauen in unterschiedlichen Lebensbereichen aufzuzeigen. Auch für Leute, die sich viel mit ähnlichen Themen auseinander setzen, kann ich es sehr empfehlen. Es ist zwar etwas langwierig und mich hat Emilia Roig hin und wieder in ihren Gedankensträngen verloren, trotzdem werden viele Wege und Vorschläge aufgezeigt, wie eine Reformierung der staatlichen Regulierung von Partnerschaften möglich wäre. Wie immer ist es zudem herrlich intersektional! Insbesondere die Einordnung queerer Beziehungen und deren Besonderheiten hat mir sehr gefallen!
Profile Image for Lily.
163 reviews6 followers
August 15, 2023
ALLERBESTES FEMINISMUSBUCH was ich je gelesen habe. Ich hab mir unendlich viele notizen gemacht, so viele brainfuck momente gehabt und mich zu oft ertappt gefühlt. ein wirklich wirklich volles buch, voller denkanstösse, analysen und hintergründen.
bespricht die ehe, care-arbeit, geld und macht, sex, freund:innenschaften und vieles vieles mehr. lest es.
Profile Image for Rita.
127 reviews25 followers
January 16, 2025
Very very important book! One of the clearest feminist works I've read so far.
I filled so many pages of my notebook with her clear points.
Profile Image for Aylin Kuhls.
460 reviews
August 12, 2023
Einfach ein gutes Sachbuch. Unbedingt lesen und weiterempfehlen.
Profile Image for Marieli.
61 reviews
February 10, 2024
Dieses Buch kommt definitiv in die Top 5 der Bücher, die mein Leben nachhaltig verändert haben. Uff. Ich musste an sehr vielen Stellen schlucken und mich selbst hinterfragen. Ich werde dieses Buch ab jetzt allen Menschen empfehlen, weil es jede*r gelesen haben sollte.
Profile Image for Ludwig Lange.
14 reviews2 followers
May 13, 2025
Es ist geeignet, um sich ein konkreteres Bild vor Augen zu malen, wie sich das Patriarchat (unbewusst) in Alltagssituationen auswirkt, denn aus dem Sammelsurium an Beispielen springen einen doch immer mal manche Situationen an.
Ich hatte allerdings nicht das Gefühl, dass sich dadurch insgesamt ein kohärentes Gesamtbild ergibt (so argumentiert sie zB an einer Stelle dafür, dass man von der Natur her keine Schlüsse auf menschliches Zusammenleben ziehen kann, zieht aber im nächsten Moment selbst naturalistische Fehlschlüsse). Am ehesten ist das zugrundeliegende Bild vllt, dass (männliche) Partner (zumindest unterschwellig) als Gegner zu betrachten sind. Das leistet aber dem kapitalistischen Narrativ, das oberflächlich kritisiert wird, im Endeffekt Vorschub und schadet praktisch vmtl. vor allem Kindern.
Profile Image for braekli.
18 reviews3 followers
December 3, 2023
Ich habe bereits den Podcast Hotel Matze mit Emilia Roig (ebenfalls eine Empfehlung) gehört, in dem es u.a. um die Inhalte dieses Buch ging. Deshalb wusste ich schon worauf ich mich einlasse. Es geht dabei um so viel! Um die Institution Ehe, systemische Unterdrückungen, Feminismus, Misogynie, Freundschaften, Care-Arbeit, Sexualität, binäre und non-binäre Geschlechterordnung (und vermutlich vergesse ich hier noch weitere Punkte) und setzt sie stets mit den patriarchalen Machtgefällen in Verbindung. Auch wenn sie mich teilweise in ihren verketteten Gedankengängen verloren hat, ist dieses Buch eine dicke Empfehlung! 🤝🏼
Profile Image for Patricia.
54 reviews2 followers
June 27, 2024
wenn ich könnte, würde ich 6 sterne geben
Profile Image for Viktoria Arnold.
3 reviews
November 9, 2023
Tolle Argumentationslinie, die zu Ende geführt ist und eine gute Grundlage für die eigene Auseinandersetzung mit dem Thema und für Gespräche mit anderen bietet.
3 reviews1 follower
October 22, 2024
Schmerzhaft ehrlich und Brainfuck pur! Ein absolutes Must-Read für jede Person, die wissen will, warum viele Beziehungen so sind, wie sie sind und was das alles mit dem Patriarchat zu tun hat.
Profile Image for Emma-Luna.
85 reviews10 followers
July 24, 2023
Sehr zum Nachdenken anregend. Ich muss sagen, dass ich nicht mit allen Argumentationssträngen voll mitgehen konnte, sei es wegen Unverständnis - Roig hat sehr viele akademische Konzepte aus Bereichen wie Gender Studies etc. und Ideen aus sozialen Bewegungen der Geschichte eingeflochten, mit denen ich mich noch nicht ausreichend beschäftigt habe - oder wegen Gedanken wie “das kann sie doch nicht so sagen” oder “das ist aber jetzt doch übertrieben”. Grundsätzlich fand ich das Buch aber wirklich sehr sehr interessant und es hat wirklich so einiges in mir ins Rollen gebracht. Es ist sehr inspirierend.
Profile Image for el.
607 reviews2,514 followers
July 29, 2024
“In a patriarchal society, not admiring men is interpreted as hatred towards them. And disliking men—especially white men—is pathologized, because you have to be crazy to dislike the crème de la crème of all humanity.”


so, so, so incredibly important. everyone needs to read this book and internalise it—i already see myself recommending it to every single person i know and rereading it with my highlighter and pen poised.
Profile Image for jacky.
93 reviews
July 29, 2024
3,75 - „Männer müssen Frauen lieben wie sie Männer lieben, bewundern und beachten“

Ein sehr umfangreiches Werk mit vielfältigen Perspektiven auf das Konzept der Ehe und mMn progressiven Ansätzen, Konzepten und Ideen. Positiv fand ich insbesondere die konstante Einbindung und Berücksichtigung von Intersektionalität, vor allem die Einbindung von Rassismus/Kolonialismus bei der Ursachenermittlung einerseits und der Betonung von Queerness bei der Erarbeitung von Lösungsansätzen andererseits.
Das Buch hat mich auf jeden Fall sehr zum nachdenken angeregt, weswegen ich es auf jeden Fall weiterempfehlen würde, es ist aber mMn eher kein Werk für den Einstieg in feministische Theorie.

Ich hätte mir noch mehr konkrete und pragmatische Umsetzungsvorschläge gewünscht, vor allem mit wirtschaftlichen und rechtswissenschaftlichen Ansätzen. Auch hatte ich beim Lesen das Bedürfnis nach verstärkter Anwendung wissenschaftlicher Methodik. Teils wich mir das Buch zu sehr in eine provokante und pauschalisierende Richtung ab, die teils nur anekdotisch gestützt wurde. Auch wenn ich oftmals mit diesen Thesen aus meiner eigenen Erfahrung übereinstimmte, wünschte ich mir dann dennoch weitergehende Belege/Studien etc.
Displaying 1 - 30 of 267 reviews

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