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Eros und Asche: Ein Freundschaftsroman

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Was ist ein Freund, was bedeutet es, einen Freund zu haben seit Schultagen, einen besten Freund, mit dem man Reisen plant, träumt, sich über Bücher austauscht, die ersten Liebeserfahrungen teilt, später Pläne fürs Leben schmiedet, den man dann im Erwachsenwerden immer mehr aus den Augen verliert, mit dem man nur dann und wann telefoniert, ein Freund aus alten Tagen, der irgendwann seine Arbeit aufgibt, dann schliesslich auch seine bürgerliche Existenz, der immer melancholischer wird, krank, und unversehens, gerade 58-jährig stirbt? Bodo Kirchhoff erzählt in Eros und Asche von seiner lebenslangen Freundschaft zu einem tragisch Begabten, der es am Ende vorzog, sich mit all seinem Wissen und all seiner Anziehung einzuschliessen. Er erzählt von frühen Höhepunkten und Krisen, die bis in die Gegenwart reichen, und dem Sterben des Freundes zu einem Zeitpunkt, als die alte Intensität noch einmal Auftrieb bekam, inmitten einer eigenen intensiven Phase. Und so wurde aus einer Chronik der laufenden Erinnerungen auch eine Chronik des laufenden Geschehens, mit dem Ergebnis eines grossen Freundschaftsromans, der zwei Leben ebenso bewegend verbindet, wie zwei Zeiten.

277 pages, Hardcover

First published January 1, 2007

11 people want to read

About the author

Bodo Kirchhoff

56 books24 followers
Geboren 1948 in Hamburg; 1955 Umzug der Eltern in den Schwarzwald – ein Kulturschock. Ab 1959, nach Scheidung der Eltern, in einem christlichen Internat am Bodensee, auch ein Schock. Dort 1968 das Abitur gemacht, danach Ausbilder beim Militär und anschließend Eisverkäufer in Amerika.

Viele seiner zahlreichen Romane beschäftigen sich mit der Organisation von Intimität, etwa der Freundschaftsroman "Eros und Asche“ oder die Paar- und Liebesromane "Wo das Meer beginnt" und zuletzt sein großartiges Meisterwerk "Die Liebe in groben Zügen". Ein Roman unter anderem über „die unstillbare Sehnsucht nach Liebe: die einzige schwere Krankheit, mit der man alt werden kann, sogar gemeinsam“, den ein Kritiker als ein Liebesbrevier für Fortgeschrittene bezeichnete. Im Herbst 2014 erschien sein Roman "Verlangen und Melancholie“ und wurde von der Kritik einhellig als großes Werk gefeiert.

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Displaying 1 - 3 of 3 reviews
Profile Image for Dirk Langer.
11 reviews
May 24, 2019
Kirchhoff erinnert sich mindestens so sehr an sich wie an den Freund, dem er das Buch gewidmet hat. Ich habe den Eindruck, er versucht das Rätsel zu lösen, weshalb sein eigenes Leben eher geglückt ist und das des Freundes eher gescheitert ist. Das Buch zu lesen lohnt sich trotzdem, weil es wenige Schriftsteller gibt, die es wagen, das gefährliche Terrain einer erotischen, aber nicht sexuellen Männerfreundschaft zu erkunden.
Profile Image for Lars.
1 review2 followers
November 2, 2012
Es mag sicher eitel wirken, wenn der Erzähler sich selber so stark in den Mittelpunkt stellt, wie er es in dieser Geschichte tut - gleichzeitig interpretiere ich jedoch zwischen den Zeilen ein: ich bin nur durch meine Muse. Ein: eigentlich bin ich nur, weil er war. Und somit eine Beschreibung von M. durch eine Selbstbeschreibung.
Anders ausgedrückt: nach fertiger Lektüre hätte ich mir manches erzählerbezogenes straffer - kürzer - gewünscht und anderes - über M. - länger. Und hatte etwa im letzten Drittel des Buches auch den Eindruck dass der Fokus der Geschichte stärker zwischen den beiden lag als am Anfang.
Aber schlussendlich ist es eine Autobiografie, denn um die Erinnerung als solche 'korrekt' zu transportieren ohne in die Fiktion zu gleiten, muss der Erzähler sich ins Zentrum stellen. Anders kann die Erinnerung an eine Freundschaft, die schon lange virtualisiert ist, wohl kaum rübergebracht werden.
So oder so: berührend. Mich hat es angesprochen. Die Zähigkeiten finde ich vertretbar bei einem Buch, das weniger für ein Publikum als für sich selber geschrieben wurde...
Profile Image for Bernd.
151 reviews6 followers
December 12, 2009
Eitel wirkende Selbstdarstellungsorgie mit dem Maß an understatement, dass dem Ego umso mehr huldigen soll. Sprachlich teilweise originell, dicht und treffsicher, insgesamt aber durch den Ductus der Blasiertheit versalzen.
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