Nino Viamonte ist immer auf dem Sprung und gleichzeitig latent schwermütig. Sein Leben ist geprägt von Sex, Sehnsucht und der Suche nach mehr Sinn. Getrieben von der Angst, durchschnittlich zu sein, und gejagt von der persönlichen Scham, flüchtet er nach New York.
«Nino» erzählt die Geschichte einer Generation, die den Glauben an die Welt verloren, aber die Hoffnung auf Wunder nie aufgegeben hat. Durch eine außergewöhnliche Erzählperspektive wird die Realität und das Erlebte auf unterschiedliche Weise wahrgenommen. Brandaktuell und mit pointiertem Blick auf die moderne Spiritualität, die in der heutigen Welt Hochkonjunktur feiert, widmet sich Yvonne Eisenrings Debütroman der Frage, ob wir für unser eigenes Glück verantwortlich sind oder alles einem höheren Sinn zuzuschreiben ist.
Ich schwanke zwischen drei und vier Sternen. Einige Aspekte, zum Beispiel die wechselnden (und sich oft widersprechenden ) Erzählperspektiven finde ich äusserst gelungen. Im Grossen und Ganzen fand ich die Story aber recht flach und die Personen zu klischiert und eindimensional.
Yvonne Eisenrings Debütroman “Nino und der Wunsch nach mehr” erzählt aus dem Leben von Nino Viamonte. Als Lesende begleiten wir den mittdreissig-jährigen Mann auf seiner diffusen Suche nach Sinnhaftigkeit, Sex und Wunder. Eine Suche, die Nino von Berlin nach New York ziehen lässt, wo er mit einer eigenartigen Frau eine Wohnung teilt. Seine Mitbewohnerin ist nur eine von vielen Frauen in Ninos Leben - was alle gemein haben: Sie schätzen Nino ganz anders ein, als er sich selbst.
Wie gefiel mir das Buch? “Nino und der Wunsch nach mehr” setzt sich auf eine extrem ehrliche Art und Weise mit einer Generation auseinander, die - wie sie selbst schreibt - “nicht mehr an Gott, aber an Wunder glaubt.” Dabei ist Yvonne Eisenrings Sprache lebendig und sehr unterhaltsam. Am besten an dem Buch gefiel mir die sich abwechselnden und meist zueinander im Widerspruch stehenden Perspektiven von Nino und den weiblichen Figuren der Geschichte. Eine Lektüre, die die alltäglichen Misskommunikation zwischen Frauen und Männern gekonnt unterstreicht.
süsses buch. ich weiss nicht ob es nur meine wahrnehmung ist, dass viele klischees bedient werden oder ob die personen einfach sehr realitätsnah geschrieben sind. teilweise etwas verwirrend. fortsetzung würde ich sicherlich lesen.
Every once in a while you have to read a book that reminds you of why you love reading so much. This book made people I love come up in front of my eyes. I did not care much for the plot, but the characters, the pain, the hope was so real. Made me emotional to finish it.
Ich wollte es so sehr mögen. Leider bleibt nach der Lektüre "ein Wunsch nach mehr" übrig, aber vor allem einer nach mehr Tiefgang. Oder bin ich Nino einfach auf den Leim gegangen?
3.5/5: Das Buch ist angenehm zu lesen und hat einen interessanten Erzählstil, der mir sehr gut gefällt. Er kaschiert die eindimensionale Handlung ziemlich gut. Der Schluss war für mich zu kitschig und wenig überzeugend. Ich fühlte mich etwas ernüchtert zurückgelassen.
The book may seem a bit shallow at first sight, but the story turns out to be good food for thought on the worries and fears of a hyper-individualized society. Eisenring manages to describe the characters in such a way that we as readers see ourselves reflected in each of them. Good easy but thougt-provoking read.
Das Buch war ehrlich gesagt besser, als ich zu Beginn vermutet hatte. Ich weiss genau, was für ein Typ Nino ist, wie er spricht, lebt und seinen Nasenrücken hält. Es ist sowohl eine coming-of-age-story als auch eine versteckte Liebesgeschichte, wobei der Schluss jedoch sehr offen ist. Der Roman ist gut geschrieben, liest sich schnell, packt dich als Leser*in. Ich habe zu wenig mitempfunden. Mich hat die Geschichte sehr interessiert, aber ausser ein Satz in Ninos Brief war ich nicht besonders emotional, ob im "positiven" oder "negativen" Sinn, was irgendwie noch zu Nino passt. Ich bin gespannt, ob es eine Weiterführung gibt, welche die ungeklärten Fragen beantwortet. Ich würde sie sicher lesen!
Das Buch liest sich leicht, es lässt sich gut in einem Zug durchlesen, ohne dass es langweilig wird. Es ist eine Geschichte aus dem Leben und zeigt wunderbar die unterschiedlichen Wahrnehmungen in Beziehungen, egal ob platonisch oder romantisch, auf. Die Geschichte lässt mich mit dem beruhigendem Gefühlt zurück, ich wohl kaum der einzige Mensch bin, der mit den Wirrungen des Lebens zu kämpfen hat.
cool geschrieben, aus verschiedenen persoektiven und auch optisch sichtbar. mir hat die persönlichkeit von nino gefallen, der einen inneren wunsch nach mehr hat und nicht so wirklich sein leben in die hand nehmen kann, sondern sich eher leiten lässt. ich finde die charaktere im buch sind schön ausgearbeitet und bieten platz für identifikation. einzig hat mir persönlich die geschichte mit ivy und ihrer arbeit nicht so gefallen, da sie eine untergeordnete rolle hat aber etwas an tiefe hätte haben können.
In einem Zug gelesen - von Basel nach Bologna. Genauer gesagt in zwei Zügen. Aber das Buch spielt ja auch mit sich widersprechenden Erzählperspektiven. Spätestens bei der Rückfahrt verspürte auch ich den Wunsch nach mehr. Doch die Seiten waren gelesen. So nahm ich mit Over-Ear Kopfhörern bewaffnet die Rückreise in Angriff und Folgendes wurde mir bewusst: Buch > Over-Ear Kopfhörer. Während Letzteres zwar die Welt um Dich herum verstummen lässt, kann dich ein Buch in eine neue, friedvolle Welt befördern - weit weg von hustenden Zugreisenden und der latenten Angst, dass die 20% Akku der Kopfhörer nicht ausreichen werden.
Die Autorin beschreibt in diesem Roman einen Lebensabschnitt von Nino, welcher sich primär um seine Beziehungen und deren Bewältigung handelt.
Während andere Bücher der Autorin, bei welcher sie eigene Lebensabschnitte beschreibt, sehr gelungen sind, gelingt ihr der Sprung zum Roman nicht. Vieles wirkt sehr aufgesetzt und die Erzählung dümpelt vor sich hin.