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Politik von rechts: Ein Manifest

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Bundesweite Umfragen sehen die AfD bei 20 Prozent, im Osten ist sie längst stärkste Kraft - mit Abstand. Ihr Slogan lautet "Deutschland. Aber normal", ihre Gegner behaupten, sie könne keine politische Position formulieren und keine Perspektive bieten.

Politik von rechts! - Maximilian Krah belegt mit seinem Manifest, daß die AfD sehr wohl zu allen wesentlichen Politikfeldern Position beziehen und eine Alternative bieten kann. Mit Politik von rechts legt Krah eine weltanschaulich fundierte Alternative zum dominierenden Linksliberalismus vor. Krah unterstreicht mit diesem Manifest seinen Ruf, einer der streitbarsten und visionärsten Politiker der AfD zu sein.

Identität, Staat, Zeitenwende, Wirtschaft, Volk, Zukunft, Politik - Krahs Manifest ist ein selbstbewußter Entwurf und eine Ansage: Der Meinungskorridor ist zu eng. Es ist an der Zeit, ihn zu erweitern!

228 pages, Paperback

Published January 1, 2023

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Displaying 1 - 5 of 5 reviews
Profile Image for Jan ☀️.
47 reviews18 followers
September 18, 2024


Ein super interessantes Buch des AfD-„Jugendstars“, das den Versuch einer intellektuellen und ideologischen Erklärung rechter Positionen darstellen soll. Er selbst sieht es sogar als Manifest.

Beim AfD-Parteiprogramm hat man es mit einer geschmückten und überspielten Absichtserklärung zu tun, die fälschlicherweise (bewusst) an die CDU der Bonner Republik erinnern soll. In diesem Buch bekommt man AfD pur. Zwar wird bei bestimmten Themen die Intention umgeschrieben und drum herumgeredet, dennoch weiß der aufmerksame Leser genau, was gemeint ist.

Krah behauptet, dass die Anfänge aller neuen rechten Parteien im Populismus liegen. Dies habe sich allerdings geändert, und die rechte Politik bekomme eine eigene, selbstbewusste, zukunftsversprechende Identität.

Was genau zu dieser Identität gehört, wird natürlich erläutert:
Neben den erwartbaren Theorien wie dem „Great Reset“ und der „Impfdiktatur“ etc. nimmt Krah Stellung zu wichtigen aktuellen Themen.

Linker westlicher Feminismus wird laut Krah „von jenen Frauen getragen, die am Wettkampf um die sexuell attraktiven Männer nicht teilnehmen wollen (und sei es aus Einsicht in die eigene Chancenlosigkeit)“. Zudem seien Feministinnen oft „hässlich und grässlich“.

Dass Frauen in Führungspositionen unterrepräsentiert sind, hat laut Krah einen statistisch nachweisbaren wissenschaftlichen Grund, der wie folgt lautet:

„Der durchschnittliche Intelligenzquotient von Frauen ist dem der Männer nahe, wenngleich anders verteilt: Die Glockenkurve der IQ-Verteilung bei Frauen ist schmaler, es gibt also weniger Gering-, aber auch weniger Hochbegabte als bei den Männern, weshalb es keine Frauendiskriminierung ist, dass es weniger Frauen unter Nobelpreisträgern, Mathematikprofessoren oder DAX-Vorständen gibt.“

Eine Quelle, die die Überlegenheit des männlichen IQs belegt, wird natürlich nicht erwähnt.

Beim Thema Migration hat sich Krah für meinen Geschmack sehr zurückgehalten. Er behauptet zwar, dass Migration eine Bedrohung fürs kulturelle Erbe darstelle. Migranten dürfen laut ihm nur bleiben, wenn sie sich komplett assimilieren, denn sonst drohe, dass die autochthonen (ein Synonym, das er benutzt, um zwischen „echten Deutschen“ und Passdeutschen unterscheiden zu können) ihre Identität verlieren.
Migration schade Deutschland intellektuell, da laut Krah die meisten Migranten aus der Subsahara beispielsweise einen niedrigen IQ-Wert haben, folglich dümmer seien und daher keine qualifizierten Fachkräfte darstellen. Dazu bekämen diese im Schnitt mehr Kinder als die schlaueren Deutschen, von denen sich Krah eine höhere Fertilität wünscht.
Das will Krah durch gezielte Programme erreichen, um die Geburtenrate von höher Qualifizierten zu steigern, anstatt Programme wie das Kindergeld zu unterstützen, das Kinder von Eltern mit allen Qualifikationen fördert.

Dem Thema Wirtschaft widmet Krah ein ganzes Kapitel, das neben klassischer Globalisierungskritik und widersprüchlichen Forderungen (zum Teil sehr neoliberal, zum Teil protektionistisch) nicht viel zu bieten hat.

Was auf jeden Fall nicht fehlen darf, ist das Lieblingsthema der neuen Rechten, nämlich der Kulturkampf:
Er behauptet zum Beispiel, dass Wokeness der Hauptfeind der heutigen Zeit sei. Ein aggressives Russland und ein sich immer radikalisierender politischer Islamismus agieren für Krah daher nur defensiv.
Außerdem seien Menschenrechte für Krah nur der Versuch, die linksliberale Agenda weltweit durchzusetzen.

Im Großen und Ganzen fand ich das Buch sehr interessant und unterhaltsam. Dieser geistige Durchfall entlarvt vieles über das Weltbild eines der wichtigsten AfD-Politiker unserer Zeit, vor allem aufgrund seiner großen Beliebtheit bei jungen Wählern, die sich daraus ergibt, dass er sich in sozialen Medien zum Clown macht. Wie vieles bei Krah ist das Kalkül, denn wie er im Buch erläutert, müssen die Rechten „ästhetischer und freundlicher“ auftreten. Umso wichtiger ist es daher, diesen Menschen und die dahinterstehende Ideologie besser kennenzulernen.

Daher (leider) eine ganz klare Leseempfehlung.
80 reviews1 follower
July 25, 2024
Nach dem Interview von Krah mit Jung&Naiv wollte ich mir sein Buch mit seinen Thesen nochmal genauer anschauen, da Tilo auch auf das Buch referenziert hat.

Zum Schreibstil ist zu sagen, dass das buch in kurze in sich mehr oder weniger abgeschlossene Kapitel eingeteilt ist, welche zu größeren Blöcken sortiert sind.
Das macht das Buch angenehm zu lesen, da man immer mal ein , zwei, drei Kapitel schnell zwischendurch lesen kann.

Das Buch ist hauptsächlich als Strategiebuch gedacht für Personen, die in die Rechte (AfD) Politik einsteigen wollen. Es ist doch trotzdem gut um das rechte Weltbild zu verstehen.
Im Folgenden gehe ich ein wenig genauer auf die Inhalte ein und schließe mit ein paar kritischen und interessanten Punkten, die das buch macht.

Das Buch ist in sieben größere Blöcke eingeteilt. Welche wiederum in die oben erwähnten kleineren Kapitel aufgeteilt werden. Die kleineren Kapitel haben dabei immer die Form " und " und sind 1-4 schmale Seiten lang.

Der erste befasst sich mit der Begriffsdefinition und Abgrenzung von "rechts". (Bsp.: Rechts und bürgerlich, Rechts und konservativ, ...)
Der ist in dem Sinne wichtig um spätere Finessen und Ansichten besser zu verstehen, geht aber politphilosophisch nicht wirklich tiefer.

Der zweite Teil befasst sich mit Identität. Dort stellt Krah (s)eine rechte Utopie und Wertegerüst dar. So sieht er das Ideal des handelnden, selbst bestimmten, aber religiös in eine Familie und Volkskollektiv eingebundenen Menschen, welcher sich auf Natur und Tradition berufen kann im ländlichen Raum als Idealbild.

Der dritte Teil versucht dann die Klärung des Verhältnisses dieses Menschen und dem Staat zu skizzieren. So plädiert er hier für einen Staat unter anderem die Natur (nicht Klima) , die Familie , Eiheimische, Tradition und prämoderne Architektur schütz, stützt und fördert.

Der vierte Teil dreht sich um die sogenannte Zeitenwende. Hier wird hauptsächlich die im westen dominierende links liberale (woke) Kultur kritisiert. Dies besonders im Verbund mit dem Globalismus und dem damit versuchten Export dieser Kultur in andere Länder.
Krah ist der Ansicht, dass jedes Volk in seiner jeweiligen Heimat am besten sich entfalten kann und der derzeitige Kulturelle Export und humane Import nicht im Sinne rechter Ideale ist.

Der fünfte Teil beschäftigt sich mit der Wirtschaft. Hier sieht er einen Sinn im Sozialstaat, jedoch will er die Geldflüsse anders lenken und fokussieren. So soll Förderung von "Arbeitsunwilliungen" nicht mehr stattfinden und die für autochthone (Familien) erhöht werden. Die Masseneinwanderung wird sowohl unter gesellschaftlichen als auch wirtschaftlichen Aspekten kritisiert und abgelehnt.
Der Euro und die EU werden als Wirtschaft und Wohlstand hemmend gesehen.
Märkte werden als Werkzeug gesehen, welches effiziente knappe Resourcen allokieren kann, jedoch müssen diese nach rechten Idealen geformt werden.
Dazu kommt, dass eine erhöhte Autarkie gefordert wird, da dies laut Autor auch einen höheren Wohlstand bringt.

Im sechsten und siebten Kapitel Werden hauptsächlich strategische Überlegungen angestellt, wie die Rechte (AfD) sich zu präsentieren hat und welche Ziele wie ausgegeben werden sollten. Das Organisationen und Milieus (Kleinstädter, Autofahrer, Osten, naturverbunden, rustikal im Stil, bevorzugt klare (traditionelle) Geschlechterrollen, direkte Sprache, vermeidet Moden in Kleidung wie Konsum, Filterkaffe statt Mandelmilch Chai-Latte, Bier Statt Cocktail, Grillabend, statt 4-Gänge-Menu, kein Massentourismus, sondern Rucksack, kein Impfen, sondern Frische Luft, keine Autoritätshörigkeit, sondern Skepsis [s.221]) geschaffen werden sollen, die dann eine rechte "Kultur" in den Mainstream tragen und so lange dies nicht der Fall ist den linken Mainstream zu delegitimieren und Skepsis an dessen Fundiertheit, Wahrhaftigkeit und Seriosität zu streuen.


Alles in allem war das Bucht gut lesbar und gibt einen überblick über die Denkweise und Ziele, sowie deren geplante Umsetzung der Rechten in Deutschland.
Dabei finden durchaus Verirrungen statt wie z.B. in Zukunft in Transhumanismus, wo zum einen letzterer nur schwammig definiert wird, dafür aber die Theorie aufgestellt wird, dass wegen der kalten Europäischen Winter diese genetisch höhere IQs evolutioniert haben, während die Migranten schon nicht das Genmaterial haben und es wird insinuiert, dass diese den IQ herabziehen, während die Eliten sich ihre Babys zu Einsteins crispern werden. [s. 178 ff.]

Ein anderer Vorschlag zur Erhöhung der Geburtenrate ist den finanziellen Anreiz zu erhöhen ( durch Familienförderung ähnlich zu dem ungarischen Modell). Die Effektivität dieser Maßnahmen wird nur angenommen und nie empirisch untermauert. [s.156f.]

Interessant finde ich den Vorschlag die Rente an die Wirtschaftskraft seiner Kinder zum Teil zu koppeln [s. 45 ff.], jedoch werfen sich dann sofort die Fragen der Messbarkeit und dementsprechend der konkreten Umsetzung auf. Außerdem habe ich das Gefühl, dass je nach Umsetzung starke ungewollte Konsequenzen sich ergeben.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Paulina.
38 reviews
September 10, 2024
Habe mir dieses „Manifest“ für eine Hausarbeit nun zweimal reingezogen. Auch die zweite Lektüre ändert nichts am abschließenden Urteil: Dieses Buch ist eine Ansammlung unreflektierter, geschichtsrevisionistischer, misogyner und rassistischer Aussagen.

Nachtrag: Ein Blick in die Rezensionen verrät, dass (natürlich) fast ausschließlich Männer dieses Buch befürworten. Noch Fragen?
191 reviews8 followers
August 30, 2023
Maximilian Krah ist einer der intellektuellen Köpfe der AfD und Spitzenkandidat seiner Partei zur Europawahl im Frühjahr 2024. Mit diesem Buch legt er ein Werk vor, das sich mit grundsätzlichen Fragestellungen im Zusammenhang mit dem immer noch verfemten Begriff "rechts" auseinandersetzt.
Der erste Teil des Buchs ist vor allem definitorisch-dichotomisch geprägt: Was bedeutet rechts? Wie steht Rechtssein im Verhältnis zum Konservativsein? Wie verhält es sich mit rechts und libertär? Rechts und bürgerlich? Rechts und christlich?
Was sagt Rechtssein über das Verhältnis zur eigenen Identität und Herkunft aus und wie kontrastiert dies mit dem herrschenden Zeitgeist? Wie steht die politische Rechte zu Staat, Wirtschaft und Politik insgesamt und welche Konzepte verfolgt sie als Alternative zur Linken?
Krah legt hier ein erhellendes und erfrischendes Werk vor, das äußerst lesenswert ist, auch wenn sich Leser nicht in jedem Punkt in den Ausführungen des Autors wiederfinden mögen.
145 reviews
December 1, 2024
Es ist interessant zu sehen, was eine so umstrittene Figur als seine eigene Weltanschauung anbietet. Besonders interessant war seine pauschale Ablehnung des Populismus.

Da er derzeit häufig in den Nachrichten zu sehen ist, wird es interessant sein zu sehen, ob seine Taten und Worte tatsächlich die Weltanschauung widerspiegeln, auf die er in diesem Buch hinzuarbeiten vorgibt.
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