Habe ich letztes Jahr von meiner Mutter geschenkt bekommen, es ist eine wunderschöne Ausgabe!
Allerdings habe ich nur 3 Geschichten gelesen (255 Seiten), weil ich die alte Sprache und die etwas wirre Erzählweise dann doch zu anstrengend fand.
Aber die Weihnachtsgeschichte („Weihnachtslied“) ist ein echter Klassiker und das zu recht, hat mir gut gefallen. Ich hatte zu Weihnachten auch den Film „Die Geister, die ich rief“ nach etlichen Jahren mal wieder geguckt und ich mag den Film echt gerne. Wie Ebenezer Scrooge sich durch 3 Geister besinnt und vom Geizhals und Menschenhasser zu einem besseren Menschen wird, war schön zu lesen.
Zudem habe ich „Die Silvesterglocken“ gelesen, passte zum Ende des Jahres, und eine kurze Geschichte, „Die Geschichte des Schuljungen“. Letztere hat mir nicht gut gefallen, es war doch sehr plattes „ehemaliger Waisenjunge erbt reich, kriegt dadurch seine Angebetete und alles wird super“.
„Die Silvesterglocken“ wiederum war wie ein Fiebertraum und somit relativ ähnlich zum „Weihnachtslied“: Es ging um einen Mann, der in der Nähe der Kirche arbeitet (als was, hab ich nicht verstanden) und oft deren Glocken hört. Seine Tochter Margaret ist sein Ein und Alles, und sie möchte am Neujahrstag ihren Liebsten heiraten. Da werden die beiden beim Mittagessen auf den Stufen der Kirche von Hochwohlgeborenen unterbrochen, die Zweifel in Margarets Herzen säen, ob das wirklich eine gute Idee ist. Kurz darauf schlafwandelt der Vater zum Glockengeläut den Turm hoch und stürzt in seinen Tod - oder doch nicht?
Daraufhin wird ihm gezeigt, was mit seiner Tochter, aber auch einem frischen Ex-Häftling, dem er früher am Tag geholfen hat, und seiner Nichte, noch so in den nächsten Jahren passieren könnte, wenn er jetzt wirklich in den Tod gestürzt wäre.
Die anderen Geschichten gehören nicht zu seinen bekanntesten und wichtigsten Werken, deshalb habe ich sie ohne schlechtes Gewissen ausgelassen. Von Charles Dickens gibt es noch (in anderen Büchern) „Große Erwartungen“, „Oliver Twist“, „David Cooperfield“ und „Bleak House“. Da ich die Charakterisierungen hier gelungen fand, hätte ich durchaus Interess , noch das eine oder andere von Dickens zu lesen - allerdings nicht unbedingt zeitnah.