Meistens lieben die Hauptfiguren von Büchern es zu lesen. Nicht so Hedda Ambris. Und das, obwohl sich ihre Geschichte darum dreht, dass sie eine Leserin ist, eine Person ausgestattet mit der Fähigkeit, auf magische Weise in die Realität geschriebene Dinge wieder wegzulesen, damit die Realität nicht auseinanderbricht.
Hedda wird im Laufe des Buchs allerdings nicht dazu belehrt, dass Lesen einem ja doch Spaß machen muss. Stattdessen setzt die Autorin einen Fokus darauf, dass Geschichten in der jeder möglichen Form aufgenommen werden können und jeder die richtige Erzählform für sich finden muss. Eine Message, die Kindern meiner Meinung nach viel stärker vermittelt werden müsste.
Abgesehen davon hat "Hedda Ambris und die Meister der Wirklichkeit" einen rasanten Plot und vor allem liebenswürdige Charaktere, die einem im Gedächtnis bleiben. Ich habe mich vor allem in Heddas Zylinder tragende Mentorin Lady Culpepper verliebt.
So ist "Hedda Ambris" ein Buch, mit dem Kinder definitiv eine spannende Zeit verbringen können, aber bei dem auch Erwachsenen nicht langweilig wird.
Die Geschichte rund um Hedda und dem Geheimnis der Schreiber und Leser ist wirklich sehr spannend. Es geht sehr schnell mit allem los und danach folgt Schlag auf Schlag. Verschnaufpausen gibt es kaum, weil Hedda permanent auf der Flucht ist und dabei versucht, die Welt zu retten. Die ganze Handlung hätte auch locker in eine Trilogie gepasst, aber da es ein Einzelband ist, kann man sich vorstellen, wie schnell alles vonstatten geht. Die Geschichte ist in sich abgeschlossen, aber theoretisch könnte ich mir schon vorstellen, dass irgendwann noch ein zweiter Band herauskommt, weil es immer noch sehr viel zu erzählen gibt und vielleicht noch einmal ein neuer Bösewicht auftaucht? Wer weiß das schon? 🙈
Am liebsten mochte ich Olympia, Heddas Mentorin. Sie hatte es richtig drauf, finde ich. 🙊 Hedda war ihr zwar sehr ähnlich, aber sie ist ja noch etwas jünger. Heddas Familie mochte ich nicht soo sehr, aber sie kamen vor allem am Anfang und am Ende vor. Deswegen ging es.
Die Auflösung am Ende war sehr gelungen, weil es überraschend war, aber dennoch sehr logisch. Das war ein guter Abschluss, finde ich. 🩵