Ich wollte mal was anderes lesen aus und über Russland: Dieses Buch ist ermutigend, erhellend und der Mut der Autorin tröstlich. Der Stil eigenartig leuchtend.
Da schreibt jemand mit dem Körper.
Das ist zunächst irritierend, anders, dann entsteht eine Art flirrender aber nicht unangemessener Intimität mit der Autorin.
Das Private ist politisch.
Krass auch zu lesen, wie Leute als "Agenten des Auslands" abgestempelt werden, einfach so, weil politisch unbequem. Da zeichnet sich die Psychopathologie einer Diktatur ab.
Was machen die aber, wenn der Stempel (alle, die zu Agenten erklärt wurden, müssen sich bei jeder öffentlichen Äußerung als solche abstempeln) mal zum Qualitätssiegel wird?
PS: Wieso muss ich eigentlich das Buch einer jungen Russin lesen, um etwas über die Widerstandskämpfer_in Elise und Otto Hampel zu erfahren?
Während die konservative und antisemitische Gruppe 20. Juli jährlich ausgiebig gedacht wird. . .