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Weißglut

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Du bist nicht so allein, wie du denkst ...

Sarah Fuchs hat die Münchner Schickeria gehörig satt. Als sich die Boulevardpresse ihren Eheproblemen widmet, taucht sie für einen Sommer im hohen Norden unter und zieht sich in die Einsamkeit Finnlands zurück. Ein luxuriöses Sommerhaus, ein malerischer See und lichte Birkenwälder sollen die Zutaten ihrer Selbstfindung werden.
Doch die finnische Ruhe währt nur Beim heiseren Ruf des Haubentauchers stolpert Sarah am Seeufer über eine männliche Leiche. Unglücklicherweise scheint Kommissar Toivo Aalto sofort den Verdacht zu hegen, Sarah hätte etwas mit dem Tod des Mannes zu tun, war sie doch die einzige Person in unmittelbarer Nähe. Um aus der Schusslinie der Ermittlung zu gelangen, weiß sie sich nur einen Sie selbst muss den Mörder finden! Doch der schlägt abermals zu ...

480 pages, Kindle Edition

Published May 21, 2024

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About the author

Tobias Quast

5 books
Tobias Quast, aufgewachsen in Wuppertal, studierte Literatur- und Medienwissenschaft an der Universität Düsseldorf. Mehr als seine zahlreichen Jobs, etwa als Buchhändler, Journalist oder Übersetzer, prägte ihn, dass er mit einer Finnin verheiratet ist. Die Belustigung ihrer Familie zog er auf sich, als er aus Angst vor Bären nur noch singend durch den finnischen Wald joggte. Mit den Finnen teilt er die Liebe zu Lakritz, Kaffee und saunaolut – Saunabier. Seine Lieblingsstadt Helsinki ist ihm mittlerweile zur zweiten Heimat geworden.

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Community Reviews

5 stars
3 (13%)
4 stars
3 (13%)
3 stars
11 (50%)
2 stars
4 (18%)
1 star
1 (4%)
Displaying 1 - 20 of 20 reviews
Profile Image for Jukebook_juliet.
724 reviews21 followers
July 6, 2024
Inhalt:
Sarah Fuchs hat die Münchner Schickeria gehörig satt. Als sich die Boulevardpresse ihren Eheproblemen widmet, taucht sie für einen Sommer im hohen Norden unter und zieht sich in die Einsamkeit Finnlands zurück. Ein luxuriöses Sommerhaus, ein malerischer See und lichte Birkenwälder sollen die Zutaten ihrer Selbstfindung werden.
Doch die finnische Ruhe währt nur kurz: Beim heiseren Ruf des Haubentauchers stolpert Sarah am Seeufer über eine männliche Leiche. Unglücklicherweise scheint Kommissar Toivo Aalto sofort den Verdacht zu hegen, Sarah hätte etwas mit dem Tod des Mannes zu tun, war sie doch die einzige Person in unmittelbarer Nähe. Um aus der Schusslinie der Ermittlung zu gelangen, weiß sie sich nur einen Rat: Sie selbst muss den Mörder finden! Doch der schlägt abermals zu…
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Meine Meinung:
Die Geschichte wird aus der Sicht von 3 Personen erzählt: Sarah, die im Klappentext erwähnt wir, Onni, ein autistischer Student sowie des Täters (natürlich ohne einen Hinweis auf dessen Identität).
Zu Beginn des Buches fand ich die Handlung rund um die betrogene Sarah, die kurzerhand in die Wälder Finnlands flieht um den Kopf freizukriegen, noch recht interessant.
Auch die Passagen des Täters, in der wir an seinen Gedanken teilhaben durften, waren zunächst spannend.
Schnell war jedoch die Luft raus und was blieb war eine langgezogene Geschichte mit fragwürdigen Charakteren. Ich kann mir, gerade was die Handlungsweise von Protagonist/innen betrifft, viel vorstellen, wenn es denn gut und nachvollziehbar erläutert wird. Der Autor macht hier in den fast 500 Seiten zwar viele Worte, ohne jedoch die Aktionen von Sarah und Co. nachvollziehbar zu erklären. Warum stakst Sarah mit High Heels durch die Wälder Finnlands? Was ist an der Statue, die Onni sucht, so besonders?
Die Auflösung am Ende hatte ich mir bereits ab ca. der Mitte des Buches selbst zusammengereimt, weshalb mir ein überraschender Abschluss leider auch noch verwehrt blieb. Schade!
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Fazit:
Ich vergebe gut gemeinte 2,5 Sterne, da ich den Beginn der Geschichte mochte und das Buch beendet habe. Ansonsten hat es mich leider nicht groß überzeugt.
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Meine Bewertung:
2,5/5 Sterne
606 reviews4 followers
June 29, 2024
Das Cover ist ehrlicherweise nicht wirklich mein Favorit. Die Farben verwirren mich etwas und ich finde, dass das Bild nicht unbedingt viel aussagt.
Der Schreibstil des Autors war sehr angenehm zu lesen. Ich konnte der Handlung gut folgen. Ich mochte es super gerne, dass die Kapitel aus der Sicht von verschiedenen Personen erzählt werden. So wirkt die Geschichte lebendiger und man kann sich besser in die unterschiedlichen Personen beziehungsweise Handlungsorte hineinversetzten. Durch diese Wechsel wurde für mich die Spannung und somit auch mein Lesetempo erhöht.
Unsere Hauptprotagonistin Sarah wird unglücklicherweise in einen Mordfall verwickelt und plötzlich scheint sie die Täterin zu sein. Mit einer Bekannten versucht sie den wahren Täter zu finden. Dabei trifft sie auf viele kleine Geheimnisse in einem kleinen Ort in Finnland.
Die Auflösung des Falls und auch die Ermittlung von Sarah waren sehr gut nachvollziehbar und auch realistisch. Das Buch hätte aber gerne noch etwas spannender und actionreicher sein können.
Ein spannendes Buch, für das ich 4 von 5 Sterne vergebe.
506 reviews5 followers
June 3, 2024
Nachdem Sarahs Mann für Schlagzeilen gesorgt hat, beschließt sie, für einen Sommer lang irgendwo unterzutauchen. So erfüllt sie sich den langersehnten Wunsch, noch einmal nach Finnland zu reisen. Dort in der Einsamkeit kann sie in Ruhe über ihre Zukunft nachdenken. Doch gleich bei der Ankunft gibt es Schwierigkeiten, als sie sich im falschen Haus einquartiert und dann noch eine Leiche findet. Für Sarah ein ganz besch...eidener Start in die kurze Auszeit, für den ermittelnden Kommissar mehr als verdächtig. Und schwupps haben wir in etwa das Grundthema aufgegriffen bzw. den Stein gelegt für allerlei Drama, Spannung und, naja, Tote.

Apropos Tote: Die Story beginnt direkt mit einem Mord. Leider gibt es verschiedene Perspektiven und eine Menge Protagonisten, die das Ganze erst einmal recht unübersichtlich gestalten.

Zitat S. 5:
"Plötzlich fällt ihm ein, wie seine Großmutter früher erzählte, die Wasservögel brächten dem Menschen bei seiner Geburt
seine Seele. Und beim Tod sammelten die Vögel die Seele wieder ein. Stirnrunzelnd nimmt er einen tiefen Schluck aus der Bierdose. Finnisches Sagengeschwätz!"

Der Schreibstil ist flüssig und unterhaltsam, da der Autor auch gerne mal ein wenig Ironie einfließen lässt. Man muss jedoch mehr als üblich aufpassen, um die Protagonisten und ihre Absichten richtig zusammenzubringen. Die erste Hälfte des Buches ist daher etwas zäh und langatmig. Es gibt zwar einige Höhepunkte, aber kein großes Crescendo, sodass die Seiten vor sich hin plätschern.

Mit Sarah Fuchs und Kommissar Toivo Aalto haben wir am meisten zu tun. Da ist es bedauerlich, dass der Autor beide Figuren nur oberflächlich gezeichnet hat. So richtig warm wurde ich nicht mit ihnen. Ich hoffe, dass sich das mit den kommenden Teilen der Reihe ändern wird.

Auch gab es für mich zu wenig Raum für eigene Überlegungen. Als geübte Thriller-Leserin liebe ich es, wenn ich miträtseln darf und sogar auf falsche Fährten geführt werde. Beides war hier nicht der Fall. Der Case per se war interessant genug, damit ich am Ball blieb, aber er brachte weder überraschende Wendungen mit sich noch einen Spannungsanstieg im Schlussteil. Hier war also deutlich Luft nach oben.

Die Idylle des finnisches Landstädtchens konnte mir Tobias Quast hingegen authentisch vermitteln. Ich mochte seine bildhafte Sprache und die vereinzelten Beschreibungen der Landschaft. Man bekommt richtig Lust, nach Finnland zu reisen.

Fazit: Ein solider Unterhaltungsroman mit einer Prise Humor und nordischem Flair, der noch Luft nach oben hat. Empfehlenswert für Krimi- und Thriller-Fans, die etwas Nordic Crime für zwischendurch und nebenbei brauchen.
123 reviews
May 27, 2024
wenig überzeugend

"Am Himmel schreien die Möwen auf. Es hört sich an, als würden sie lachen."

Das Buch beginnt mit drei parallelen Handlungssträngen:
- An einem abgelegenem See betrinken sich zwei "Geschäftspartner" beim gemeinsamen Saunieren sinnlos. Es kommt zum Streit, der heftig eskaliert und in dessen Folge einer den anderen umbringt.
- Onni, ein Doktorand am Institut für finnische Mythologie und Religionslehre
In Helsinki, kommt mit seiner Arbeit nicht voran, macht dann aber eine außergewöhnlziche Entdeckung und begibt sich auf die Reise und die Suche nach einem mysteriösen Artefakt.
- Sarah flieht aus München um sich vor der Welt und ihrem eigenem Leben zu verstecken. Doch statt ihre Ruhe zu finden, steht sie plötzlich im Fokus einer Mordermittlung.

Alle drei Handlungsstränge führen an den einsamen und verträumten finnischen See Päijänne in der Nähe des kleinen Ortes Sysmä.

Die ganze folgende Geschichte ist dann eine absurde Abfolge zahlreicher und seltsamer Missverständnisse, Irrtümer und falscher Interpretationen.

Die skurrilen Charaktere erscheinen nur wenig lebensecht und handeln oftmals kaum glaubwürdig.
Ganz ehrlich: vor allem Sarah nervt mit ihrer offensichtlich schier grenzenlosen Naivität. Zudem stöckelt sie auch noch völlig unpassend, aber ständig auf ihren High Heels durch die finnische Natur.
Leider erscheint auch der ermittelnde Kommissar Toivo Aalto nur wenig motiviert zu sein und lässt konstruktive Ermittlungsansätze vermissen.
Der offensichtlich autistisch veranlagte Onni war mir von Anfang an durch seine mysteriöse und seltsame Wesensart, äußerst unheimlich.
Die einzige Protagonistin, die zumindest ansatzweise sympathisch daherkommt, ist und bleibt Ilvi.

Ohne jemals wirklich spannend zu sein zieht sich die Erzählung unheimlich zäh in die Länge. Dabei wirken alle Dialoge hölzern und sind wenig unterhaltsam.
Die erzählte Kriminalgeschichte konnte mich nicht überzeugen, zu seltsam und abstrus wirkt das Ganze. Auch die in wiederkehrender Regelmäßigkeit zitierten finnischen Lebensweisheiten erschienen mir ausnahmslos deplatziert.

Mit viel Mühe habe ich mich durch die insgesamt vierundsechzig Kapitel auf fast fünfhundert Buchseiten gequält, und frage mich nun ernsthaft, ob dieses Buch die investierte Zeit wirklich wert war.

Die Inhalte des Romans "Weissglut" von Tobias Quast sind definitiv sehr schnell wieder vergessen; was am Ende bleibt, ist ein Ausflug in die Einsamkeit und Gelassenheit der finnischen Natur, der mir aber letztendlich leider nur zwei Bewertungspunkte wert ist.
715 reviews13 followers
June 28, 2024
Auf high heels durch die finnischen Wälder
"Weißglut" von Tobias Quast spielt zwar im hohen Norden, genauer gesagt in Finnland, ist aber dennoch eher cozy als Scandinavia Noir. Hängt vielleicht auch damit zusammen, dass der Autor Deutscher ist, wenn auch mit Finnland als zweiter Heimat. Ein deutsches Element liefert auch die Protagonistin, die Münchner Society Lady Sarah, die mit einer Auszeit in einem "Mökki", einem Ferienhaus an einem finnischen See, allem entkommen will: Dem schlagzeilenträchtigen Ehe-Aus, dem bevorstehenden Scheidungskrieg, den Geldforderungen ihrer Tochter und der Schickeria, die dank Illustrierten-Story weiß, dass sie von ihrem noch-Ehemann zugunsten einen 27-jährigen Schlagersternchens abserviert wurde. Danke, auf die öffentliche Demütigung kann sie verzichten.

In Finnland kennt zwar niemand Sarah, aber Probleme begleiten sie auch in die Idylle am See. Nicht nur, dass sie erst mal im falschen und nicht sonderlich heimeligen Mökki absteigt, sie findet am Morgen auch eine Leiche. Und ist für die Dorfgemeinschaft nicht nur die wahrscheinliche Mörderin, sondern wird auch gleich als heimliche Geliebte des Mannes gelabelt. Andere dagegen halten sie für eine Unterwelt-Russin. Und der ermittelnde Kommissar, der wie ein Klon des früheren Rennfahrers Mika Häkkinen aussieht und ständig Lakritze kaut? Sarah ist überzeugt, dass er nur darauf lauert, ihr Handschellen anzulegen.

Also muss sie selbst rauskriegen, wer den Nachbarn ermordet hat, mit tatkräftiger Hilfe der volltätowierten Anhalterin Ilvi, die trotz hippen Aussehens mit Sprichwörtern der finnischen Tradition um sich wirft. Auf high heels stöckelt Sarah durch finnische Wälder und auf Mittsommerfeste, versucht Tatverdächtige zu ermitteln und kommt hinter so manches Geheimnis der teilweise exzentrischen Dorfgemeinschaft.

"Weißglut" ist durchaus unterhaltsam, stellenweise in Richtung Klamauk, die Spannung hält sich allerdings in Grenzen. Im Grunde lebt das Buch von dem Kontrast der Luxusfrau in der eher kernigen naturnahen Umgebung und den Vorstellungen, die die Dorfbewohner von der Fremden haben. In einem zweiten Strang geht es um einen eher weltfremden und sozial isolierten Nachwuchswissenschaftler und seine Jagd nach einem Gegenstand, der die finnische Mythologie umschreiben könnte. Bis Sarah dahinter kommt, was das mit ihrer Mördersuche zu tun hat, hat der Roman ein paar Längen. Dennoch ein nettes Leseerlebnis mit ordentlich Skandinavien-Flair.

122 reviews
June 17, 2024
Schickeria meets Finnland

Arme Sarah Fuchs! Zuerst wird sie von einem Citroenfahrer verfolgt, dann erfährt sie am Zeitungskiosk aus der Klatschpresse, dass ihr Mann der neueste Sugardaddy eines Starlets ist. Sie wird bis zum Flughafen von einem Paparazzo verfolgt wird im Flieger von einer, rücksichtslosen sensationsgierigen Vertreterin der Münchner Schickeria angequatscht, ob sie Sarah Fuchs sei. Genial ihre Antworten auf finnisch mit der umtriebigen Katze! Man würde denken, schlimmer kann’s nicht kommen. Aber so richtig entspannen und abschalten wird Sarah wohl kaum in diesem Urlaub. Nach einer langen Fahrt von Helsinki übernachtet sie im falschen Haus und findet am nächsten Morgen einen Toten im See. Von hier geht es dann erst richtig los. Und ab hier treffen sich die drei Handlungsstränge. Der eine ist Sarah Fuchs gewidmet, der zweite Strang handelt um den Toten und seinen Mörder und der dritte ist der Strang um Onno, dem jungen Doktoranden. Wie in einer Komödie der Irrungen und Wirrungen denken der Mörder und Onno Sarah hätte eine wertvolle und geschichtsträchtige Statue, von der sie aber absolut nichts weiß. Sarah ihrerseits verdächtigt den Polizisten Aalto sie zu beobachten und sie als als Mörderin festnehmen zu wollen, dabei auch und nun setzt sie alles daran, den Mörder zu entlarven. Es geschieht ein weiterer Mord und Sarah selbst gerät in Gefahr. Diese Verdächtigungen und falschen Fährten, die Tobias Quast geschickt auslegt, machen das Buch so spannend und auch charmant. Die Wahrheit liegt vor ihren Augen, aber sie haben sich derart in ihre Theorien verbissen,dass sie nicht erkennen, wie sehr sie auf dem Holzweg sind. Wie in einem guten Krimi werden letztlich die Morde restlos geklärt, und alle Schuldigen bekannt gemacht. Meine Sympathie gilt ganz klar Sarah, selbst eine Vertreterin der Schickeria, die aber hochintelligent ist, nie um eine Antwort verlegen ist und das Herz auf dem rechten Fleck hat. Ilvi, die junge finnische Chaotin hilft Sarah tatkräftig. Onno, das wahre Opfer tut mir leid. Er hat Asperger und kommt mit seinem Umfeld nur schwer klar. So wird er leicht zur Beute des Mörders.
Die Landschaftsbeschreibungen sind bezaubernd, man sieht direkt vor Augen den See, die Wälder, die Mökkis. Am Starnberger See wäre dieser Roman unglaubwürdig.
Eine klare Leseempfehlung meinerseits.
Profile Image for Feli.
332 reviews26 followers
June 20, 2024
”Weissglut” hat mich thematisch sofort interessiert. Allein das Setting in Finnland war schon ein Grund, dieses Buch in die Hand zu nehmen. Tatsächlich wurde ich nicht enttäuscht, wenn auch ab der Hälfte etwas schleppend, war es dennoch ein Page Turner.

Sarah Fuchs verlässt nach ihrem Ehe-Aus Hals über Kopf ihre Heimat München, um sich in einem mökki im abgelegenen Finnland eine Pause zu gönnen. Dort angekommen taumelt sie allerdings direkt in einen Mordfall hinein, aus dem sie so schnell nicht entfliehen kann.
Gleichzeitig macht der junge Doktorand Onni eine bahnbrechende Entdeckung, die er in seiner Arbeit vertiefen möchte. Würde er nur dieses eine Artefakt finden, um damit die komplette finnische Geschichtsschreibung und Mythologie auf den Kopf zu stellen, doch leider gerät dabei auch sein eigenes Leben aus den Fugen.

Sofort überzeugt haben mich die Charaktere, welche wirklich sehr gut ausgearbeitet sind und denen man gerne auf Schritt und Tritt folgt. Quasts Schreibstil ist dabei wirklich gelungen, ich bin geradeso durch die Seiten geflogen. Für ein fast 500 Seiten starkes Buch (für einen Krimi gar nicht mal so wenig) kam ich erstaunlich schnell durch, bin ich doch sonst eher eine langsame Leserin. Die drei Perspektiven, aus denen das Buch geschrieben ist, machen das ganze sehr kurzweilig und übersichtlich.

Gerade in den späteren Kapiteln wurde es dann jedoch tatsächlich manchmal etwas absurd. Was anfangs noch humorvoll war wird schnell zum Slapstick und es häufen sich doch die Augenroll-Momente. Dennoch wollte ich das Buch immer wieder in die Hand nehmen, und würde es insgesamt als seichtes Buch für Zwischendurch empfehlen. Das Ende konnte dann wieder nicht so ganz mithalten, es sind keine bahnbrechenden Twists oder Erkenntnisse. Dennoch schadet das dem Leseerlebnis nicht.

Als sporadische Krimileserin war ich nicht so sicher, ob dieses Buch meinen Geschmack treffen würde. Meine Krimizeiten sind eigentlich schon länger vorbei, oftmals treffen leider vor allem deutsche Krimis nicht meinen Geschmack. Da man sich mit Weissglut jedoch auf eher dunklere Pfade begibt, hat dieses Werk tatsächlich sehr gut für mich funktioniert. Wer also auf finnisches Dorfleben und dessen ganz eigene Dynamik steht, dem empfehle ich das Tobias Quasts Buch.

3.5/5 🍺🍺🍺🍻 Saubaolut für dieses Buch.

Danke an Vorablesen für dieses Leseexemplar.
163 reviews
June 20, 2024
Ein abgelegener Ort, an dem Sarah eigentlich nur zur Ruhe kommen will, doch dann gerät sie mitten in eine Mordermittlung, als sie eine Leiche findet.

Die Geschichte an sich fand ich spannend geschrieben, auch mit den verschiedenen Perspektiven, gerade weil man den Mörder quasi schon kennt, aber doch nicht wirklich weiß, wer es jetzt genau ist, weil sein Name nie fällt. Ansonsten lebt das ganze Buch eigentlich von Missverständnissen und Gerüchten. Ohne jetzt zu viel zu verraten, entwickelt sich wirklich die meiste Handlung daraus, dass ein Charakter etwas über einen anderen denkt (was immer falsch ist), daraus seine Schlüsse zieht und dann danach handelt, was wieder dazu führt, dass jemand anderes etwas falsches denkt. Das ist ja vielleicht menschlich, aber irgendwann war mir das als Plot-Point nur noch sehr störend.

Irgendwie wurde auch nicht so ganz klar, welche Relevanz jetzt das Ding hatte, wofür gemordet wurde. Durch eine anfänglich unzusammenhängend erscheinende Nebenhandlung sollte das wohl klar werden, aber das wurde dann doch als Spannungselement bis zur letzten Seite aufgehoben. Ich glaube, wenn das früher klar gewesen wäre, hätte ich ein bisschen mehr mitgefiebert, wer das Ding findet oder eben nicht findet.

Man merkt, dass der Autor einen Bezug zu Finnland hat und ich fand es mal interessant, etwas von der finnischen Kultur mitzubekommen.
Normalerweise sage ich bei Büchern nichts zum Cover oder Titel, aber hier muss ich, weil ich 1) das Cover so unglaublich unattraktiv gestaltet finde - das Buch hätte mich niemals angesprochen im Buchregal und 2) ich immer noch nicht weiß, wie der Titel jetzt genau zu diesem Buch passt. Da kann ich jetzt schon sagen, dass ich am Ende des Jahres auf meine gelesenen Bücher schaue und denke "Was war das nochmal?" weil weder Titel noch Cover zur Handlung einen Bezug haben. Sehr schade!

Zusammenfassend fand ich das Buch in Ordnung, für mich war es ein ungewöhnlicher Kriminalroman, weil wir von den offiziellen Ermittlungen wenig mitbekommen. Warum ausgerechnet die Hauptperson eine Berühmtheit in der deutschen Heimat sein musste, war für mich vom Plot her auch nicht ersichtlich. Es hat sich nett gelesen, wird für mich aber keine Nachwirkungen haben oder ein Buch sein, was ich sofort wieder lesen muss.
Zwischenzeitlich war es sehr spannend, manchmal aber auch sehr zäh.
Profile Image for Angi.
170 reviews2 followers
May 21, 2024
Dieser Krimi ist etwas Besonderes, da er mit einer gehörigen Portion Ironie und Humor und weniger durch effektheischende blutige Szenen zu überzeugen weiß. Der Autor beschreibt irgendwie den typischen Alltag mit vielen Gerüchten und noch mehr Missverständnissen, die immer wieder zu neuen Verwicklungen und weiteren Irrwegen führen.
Die Spannung entsteht durch dieses ständige Hin und Her, bei dem man immer wieder denkt, man wüsste, was Sache ist und dann kommt wieder eine Wendung.
Im Mittelpunkt der Story steht eine reiche Münchnerin, die aufgrund des Ehebetrugs ihres Mannes erst mal vor den Schlagzeilen und aufdringlichen Reportern aus Deutschland nach Finnland flieht. Sie hat sich dort an einem malerischen See ein luxuriöses Ferienhäuschen gemietet und will einfach nur abschalten und ihre Ruhe haben. Leider stolpert sie sofort nach ihrer Ankunft über eine im Wasser treibende Leiche.
Sofort machen Gerüchte im nahegelegenen Örtchen die Runde: sie hätte ein Verhältnis mit dem Toten gehabt und ihn sogar umgebracht.
Sarah, die einfach nur zur falschen Zeit am falschen Ort war, beschließt, sich selbst auf die Suche nach dem Mörder zu machen, um ihren eigenen Ruf reinzuwaschen. Das wird aber gar nicht so ungefährlich für sie, denn der Killer ist noch auf der Suche nach etwas ...

Mir hat der lebendige Schreibstil prima gefallen und eben der feine Humor, der zwischen den Zeilen mitschwingt. Es wird sehr schön aufgezeigt, wie zwischenmenschliche Kommunikation gehörig schief gehen kann, wie die Gerüchteküche schaden kann und wie man sich in manchen Menschen täuschen kann. Sarah war mir nicht unsympathisch und auch ihre Mitstreiterin Ilvi mochte ich gern, auch der etwas verpeilte Kommissar war durchaus nett.
Die schönen Beschreibungen der Landschaft waren auch wirklich ansprechend, obwohl ich normalerweise nicht so der Fan des Nordens bin.
Ein echt unterhaltsamer Krimi, der ohne viel Blutvergießen auskommt und eher durch viele Geheimnisse und Irrwege überzeugt.
Profile Image for alex_buchgeplauder.
595 reviews9 followers
May 31, 2024
Seltsamer Finnland-Krimi

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Gute Bücher. Weniger gute Bücher. Meine Leseerlebnisse sind momentan so wechselhaft wie das Wetter. Manchmal ändert sich der Eindruck sogar innerhalb eines Buches. So wie in diesem Fall mal wieder. Klappentext und Cover haben die Erwartung an einen düsteren Skandinavien-Krimi geweckt. Schnell habe ich beim Lesen aber gemerkt, dass das so nicht stimmt.

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Die Reise geht nach Finnland. Damit schon mal Punkt fürs Setting. Man merkt, dass der Autor hier einen persönlichen Bezug hat. Die Beschreibungen der Natur und das Hütten-Szenario am See sind schön. In dieser Umgebung agieren teilweise skurril-überzogene Charaktere. Protagonistin Sarah stöckelt in High Heels durch die Landschaft. Der Kommissar futtert Lakritz am laufenden Band. Darüber hinaus hat er aber viel zu wenig zur Aufklärung des Falles beigetragen.

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Ich hatte zuweilen das Gefühl, hier eher einen Cosy Krimi oder auch eine Krimikomödie zu lesen. Es gab einige Szenen, die mich zum Schmunzeln gebracht haben. Bis zu einem gewissen Punkt hat mir das Buch trotz meiner vollkommen anderen Erwartungshaltung sogar ganz gut gefallen. Es war irgendwie mal was anderes und dem wollte ich eine Chance geben. Dann habe ich aber gemerkt, dass es mich einfach nicht packt. Das anfänglich noch vorhandene Spannungslevel flacht ab und bleibt im Folgenden auf sehr niedrigem Niveau. Die Handlung plätschert vor sich hin. Besser gesagt: Es zieht sich doch sehr. Überwiegend dachte ich, dass ich lese und lese, ohne dass etwas Entscheidendes passiert. Darüber hat mein Interesse dann nachgelassen und mir ist zunehmend die Motivation zum Weiterlesen abhandengekommen. Das Ende war nochmal okay, konnte aber am Gesamteindruck nichts mehr ändern.

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Fazit: Ein Krimi, so seltsam wie finnische Auftritte beim ESC.
Profile Image for Bärbel.
171 reviews1 follower
June 1, 2024
Mittsommer-Krimi-Komödie
Weissglut ist trotz des martialischen Titels kein typischer Kriminalroman. Klar, es
gibt eine Leiche - und die hat auch jemand umgebracht, und am Ende wird das Rätsel gelöst, wer es war.

Aber es geht hier nicht sehr gradlinig um den Kriminalfall, zumal der Tote bei niemand so recht beliebt war und deswegen auch kaum vermisst wird. Auch sind alle mit anderen Dingen beschäftigt, zum Beispiel Partner:innensuche und Alkohol.

Die Figuren im Roman sind skurril. Das wirkt schon, wenn man an die Romane von Arto Paasilinna oder die Filme der Brüder Kaurismäki denkt ... recht finnisch. Sicherlich erreicht dieser Roamn nicht ganz die einsame Klasse der genannten Autoren, aber ich mochte die etwas abgefahrenen Charaktere und die schräge Stimmung schon. Das alles findet statt vor dem Hintergrund einer finnischen Seenlandschaft zur Zeit der sehr kurzen Nächte.

Ich bin keine passionierte Krimienthusiastin, das habe ich schon öfter gemerkt: Wenn mir ein Buch gefällt und mich gut unterhält, kann auch die Kriminalistik etwas in den Hintergrund treten. Zum Ende hin hätte ich mir dann aber doch einen etwas rasanteren und fokussierteren Showdown gewünscht, das zieht sich dann ein bisschen...

Fazit: Ein Buch für Finnland-Liebhaber:innen oder Menschen, die sich gerne mal wegträumen wollen ins Nordische. Wer es klassisch kriminalistisch und superspannend sucht, wird vermutlich enttäuscht.
37 reviews
June 2, 2024
Knapp 500 Seiten stark ist der Roman, den Tobias Quast mit „Weißblut“ vorlegt. Das Cover vermochte die Lust auf finnische Wälder und Seen zu wecken und auch der Einstieg gelang hervorragend. Da wird die Münchnerin Sarah vorgestellt, eine Frau mittleren Alters, egozentrisch und selbstbewusst, die vor ihren Eheproblemen an einen finnischen See flieht. Da ist auch der junge Student Onni, ein Eigenbrötler und Autist, der sich in Helsinki seiner Doktorarbeit widmet. Und da ist der Mörder, der während eines Saunagangs bei einem einsam gelegenen Mökki – einem Wochenendhaus am See - einen Widersacher um die Ecke bringt. Aus diesen drei Erzählperspektiven wird der Roman erzählt, was unheimlich belebend wirkt. Je mehr sich jedoch die drei Erzählstränge kreuzen, desto langatmiger wird der Roman. Denn der Lesende erfährt alles aus drei unterschiedlichen Blickwinkeln und hat somit einen deutlichen Wissensvorsprung im Vergleich zu den Protagonisten. Hinzu kommen noch an den Haaren herbeigezogene Missverständnisse – vor allem in den Begegnungen des ermittelnden Kommissars und der Zeugin Sarah – an denen beharrlich festgehalten wird. Echte Ermittlungsarbeit findet leider nicht statt. Mein Fazit: Gute Noten für die Charaktere und den Einblick in finnische Lebensweisen, aber leider nicht für die Entwicklung des Krimis.
Profile Image for Luisa Rosenkranz.
54 reviews1 follower
May 15, 2024
Das Buch von Tobias Quast spielte in Finnland und dies hat mich bereits bei der Leseprobe gecatcht. Nordische Krimis haben immer einen tollen Charakter, da die Beschreibungen der Landschaft oft bei mir punkten. In diesem Fall war es leider nicht so schön beschrieben, was mich ein wenig enttäuschte.
Dadurch das sich das Buch sehr gezogen hat, war die Spannung nur manchmal vorhanden, was sehr schade ist, da man mit den Gedanken oftmals abgedriftet ist.

Die Story an sich, fand ich toll. Es geht um Sarah Fuchs, welche das Leben in München ziemlich satt hatte. Als die Presse sich dann auch noch mit ihren Eheproblemen beschäftigte, wollte sie ganz abtauchen und dies tat sie dann in Finnland. Dort hat sie sich in die Einsamkeit dieses Landes zurückgezogen um sich in einem luxuriösen Sommerhaus selbst zu finden. Doch nur paar Tage nach ihrer Ankunft stolpert Sarah am Seeufer über die Leiche eines Mannes und der zuständige Kommissar nimmt unglücklicher Weise direkt Sarah ins Visier. Um aus dieser Lage wieder rauzukommen, macht sie sich daran den Mörder selbst zu finden.

Dieses Buch kann man lesen, schafft es bei mir aber nicht in die Top 50.
Profile Image for Astrid.
358 reviews2 followers
May 20, 2024
Alles, nur kein Krimi
Sarah Fuchs, Teil der Schickeria in München, wird von ihrem Mann für eine Jüngere verlassen und flieht vor der Presse in die Einsamkeit von Finnland. Was passiert? Sie stolpert über eine Leiche.
Was leidlich spannend beginnt, lässt leider extrem nach.
Eine Protagonistin, die völlig overdressed durch Finnlands Wälder stolpert, um sich auf die Spur eines Mörders zu machen, ein Kommissar, der Sarah verdächtigt, aber gute Ermittlungsansätze vermissen lässt. Dazu noch Onni, der wohl Asperger hat und auf der Suche nach einer Statue ist. Skurille Szenen und gewollter Humor untermalen die Handlung.
Erzählt wird aus mehreren Perspektiven, aber auch das sorgt leider überhaupt nicht für Spannung.
Hier waren wirklich alle Zutaten für einen spannenden Krimi gegeben, die aber leider überhaupt nicht genutzt wurden.
Weder Personen noch Handlung konnten mich an irgendeinem Punkt abholen. Zu abstrus die Handlung und leider auch viel zu wenig Spannung. Das war für mich leider nichts.

Profile Image for Goldensammy.
503 reviews5 followers
May 21, 2024
Das Cover und der Klappentext haben mich neugierig auf dieses Buch gemacht und da ich zwischendurch gerne einmal Kriminalromane lese, habe ich mich gefreut, dieses Buch lesen zu dürfen. Der Schreibstil ließ sich sehr gut lesen, aber die Story konnte mich nicht überzeugen.
Sarah ist Teil der Münchener High Society und will sich eine Auszeit Finnland nehmen, da ihr Mann sie öffentlich für eine Jünger verlassen hat. Ein einsames luxuriöses Sommerhaus an einem See soll ihr bei ihrer Selbstfindung helfen, so leider stolpert sie über eine Leiche und gerät ins Visier des Kriminalkommissars. Aus diesem Grund beschließt Sarah sich selbst auf die Suche nach dem Mörder zu begeben.
Ich fand das Buch überhaupt nicht spannend und leider stellenweise einfach nur absurd. Ich mochte die Charaktere nicht. Sarah ging mir mit ihrer Art nur noch auf die Nerven und auch der Kommissar konnte mich nicht überzeugen. Ich habe nur weitergelesen, weil ich nur noch wissen wollte wie sich alles auflöst. Das Setting hat mir allerdings gut gefallen, es war nur leider nicht meine Story.
240 reviews
August 16, 2024
weder Fisch noch Fleisch

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JOKO
Veröffentlicht am 16.08.2024
weder Fisch noch Fleisch
0

Beim Lesen des Buches " Weißglut" habe ich mich immer gefragt, was will der Autor?Will er eine Kommödie schreiben oder einen Krimi?Leider habe ich bis zum Schluss keine befriedigende Antwort bekommen.

Die Protagonistin Sarah flieht aus München nach Finnlad. Welch ein Gegensatz, hier in Finnland viel Natur, die den Kampf gegen die Highheels gewinnt, zuhause in München Schikeria.
Aber damit nicht genur, dass Sarah den falschen Ort ansteuert, findet sie auf ihrem Weg sogar noch eine männliche Leiche, von der die Polizei annimmt, dass es nicht nur Sarahs Geliebter war, sondern , dass sie ihn auch um die Ecke gebracht hat.

Aber was kann man von der finischen Polizei auch erwarten. Sarah muss sich selbst darum kümmern den Mörder zu finden.

Leider war das Buch weder Fisch noch Fleisch. Für einen Krimi war zu wenig Spannung da und für eine Komödie zu wenig Humor. That`s is. Schade ; vielleicht das nächte Mal.
153 reviews
May 22, 2024
Ich bin gerade noch ziemlich sprachlos.
Das Buch hat mir unheimlich gut gefallen. Das Cover ist super schön, der Klappentext macht sofort neugierig und die Geschichte, die sich hier verbirgt, ist einfach nur der Hammer!
Sarah flieht von München nach Finnland, um sich dort zurück zu ziehen und zu entspannen. Daraus wird leider nichts, nachdem sie gleich an ihrem ersten Morgen eine Leiche entdeckt.
Der Schreibstil ist super angenehm zu lesen. Ich hatte an keiner Stelle Probleme, dass es zu langatmig oder kompliziert werden könnte.
Unheimlich spannend fand ich auch, dass die Geschichte aus drei Sichtweisen geschrieben ist, die am Ende dann ein absolut stimmiges Bild geben.
Durch die Sichtweise des Mörders hatte ich schon früh einen ersten Verdacht, aber das Ende hat mich dann nochmal umgehauen. Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet!
Alles in allem ein super Krimiroman, der mich von Anfang an gefesselt hat und von dem ich nicht enttäuscht wurde!
Profile Image for Johannes Frederking.
170 reviews4 followers
May 27, 2024
Weißglut ist ein humoristisch geschriebener Kriminalroman. Zumindest ist dies der Ansatz. Die Darsteller des Buches missverstehen sich fast alle, so dass die Protagonistin sich stets verdächtigt fühlt, der Kommissar augenscheinlich lediglich mit ihr flirten möchte und viele Fehlannahmen darüber im Umlauf sind, wer hinter welchen kriminellen Machenschaften steckt. So gerät die Handlung recht schnell und immer mehr ins Absurde, einige Fährten werden gelegt, um Leser*innen auf falsche Fährten zu führen, doch all dies gelingt nicht sonderlich gut. Schade, denn die Idee und auch den humorvollen Ansatz finde ich wirklich gut. Am meisten irritiert hat mich, dass Dinge, die auf der Buchrückseite gespoilert werden, erst auf den letzten Seiten des Buches geschehen. Alles in allem finde ich das Buch leicht zu lesen, doch äußerst mittelmäßig geschrieben und daher keine Weiterempfehlung.
2,465 reviews14 followers
May 27, 2024
Zum Inhalt:
Sarah, die zur Münchner Schickeria gehört, begibt sich in die Einsamkeit Finnlands als die Boulevardpresse sich mit ihren Eheproplemen beschäftigt. In einem luxuriösen Sommerhaus an einem See will sie wieder zu sich finden. Doch es kommt anders, denn sie stolpert über eine Leiche am See und eh sie sich versieht, steht sie selbst unter Verdacht und so versucht sie selbst den Mörder zu finden.
Meine Meinung:
So richtig überzeugt hat mich das Buch nicht. Irgendwie war mir vieles zu gewollt und oftmals nicht nachvollziehbar. Dazu kam dass das Buch in der Gegenwartsform geschrieben war und das liegt mir nicht wirklich. Ich hatte zeitweise auch Mühe die ganzen Protagonisten auf die Reihe zu bekommen. Während zunächst die Story in die Länge gezogen wird, war dann das Ende fast im Schweinsgalopp erledigt.
Fazit:
Hat mich nur bedingt unterhalten
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June 1, 2024
Das war nichts

„Weissglut“ von Tobias Quast ist ein Buch, von dem ich mir wesentlich mehr erhofft habe. Von Anfang bis Ende gab es keine Stelle, die mich vollkommen überzeugen konnte. Dabei klingt der Klappentext sehr interessant und spannend.
Doch ich wurde enttäuscht.

In keiner Szene kam richtige Spannung auf, außer vielleicht ganz am Anfang. Alles wurde einfach heruntergeschrieben und die Geschichte ist so dahin geplätschert. Wobei ich sagen muss, dass der Schreibstil an sich, recht angenehm war und keinerlei Verständnisprobleme aufgetaucht sind.
Dies ändert allerdings nichts daran, dass die Handlung immer wieder ziemlich abstrus und undurchdacht gewirkt hat.

Auch die Protagonisten waren gleichbleibend uninteressant und zum Großteil unsympathisch für mich.
Besonders Sarah ist mir auf die Nerven gegangen, wie sie perfekt gestylt mit Highheels durch die finnischen Wälder gestapft ist.
Witzig oder lustig war das Ganze auch nicht wirklich. Es war einfach nur wirr.
Dabei gab es so viel Potenzial, gerade mit dem Setting. Ein schöner See in Finnland, mit kleinen Ferienhäusern drumherum, umgeben von einem tiefen Wald. Zwischendurch ist in diesem Buch die Atmosphäre tatsächlich herübergekommen. Aber leider auch eher selten.

So bleibt mir nur zu sagen, dass dieses Buch, für mich, Zeitverschwendung war und ich deshalb keine Empfehlung aussprechen kann.
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