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Regen

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Eine ebenso mutige wie sehr persönliche Erzählung, ein literarisches Spiel an der Grenze zwischen Bühnenfigur und Autor. Ferdinand von Schirachs neues Buch »Regen« ist eine Erzählung in Form eines Theatermonologs, den Ferdinand von Schirach ab Herbst 2023 im Rahmen einer großen Premierentournee auf zahlreichen deutschen Bühnen selbst sprechen und aufführen wird: Ein Mann kommt durchnässt aus dem Regen in eine Bar - auf die Bühne - und denkt über Verbrechen und Strafen nach, über das Großartige und das Schreckliche unserer Zeit, über die Würde des Menschen, die Einsamkeit, die Liebe, den Verlust und das Scheitern.

107 pages, Hardcover

First published January 1, 2023

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1289 people want to read

About the author

Ferdinand von Schirach

64 books2,018 followers
Ferdinand von Schirach (born 1964 in Munich) is a German lawyer and writer. He published his first short stories at the age of forty-five. Shortly thereafter he became one of Germany's most successful authors. His books, which have been translated into more than 35 languages, have sold millions of copies worldwide and have made him an internationally celebrated star of German literature.

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Community Reviews

5 stars
676 (20%)
4 stars
1,073 (32%)
3 stars
1,082 (32%)
2 stars
375 (11%)
1 star
101 (3%)
Displaying 1 - 30 of 251 reviews
Profile Image for Steffi.
1,123 reviews270 followers
August 25, 2023
Seit Jahren lese ich die Bücher des Autors gerne, mag den melancholischen, leisen Ton, auch wenn ich bei vielen negativen Kritiken erkenne, dass sie nicht in allen Punkten ganz Unrecht haben.

Dieses kleine Büchlein finde ich nun auch misslungen. Der Erzähler, der in mancher Hinsicht dem Autor gleicht (Schriftsteller, Raucher, der Tonfall) und in anderer auch wieder nicht, redet nicht nur wie FvS selbst und all seine Figuren, es finden sich auch zahlreiche Sätze und Meinungen, die man von ihm schon unzählige Male so oder so ählich gelesen oder gehört hat: Über das Rauchen, die Gesellschaft, Würde, Literatur, Einsamkeit… Lediglich die Passage über die weißen Sandstrände, die aus Papageienfischkot bestehen, fand ich amüsant. Ansonsten ist das leider geschwätzig und unoriginell– und das schreibe ich nicht gerne, weil ich den Autor eigentlich schätze.

Ein weiteres Ärgernis ist, dass der Text so kurz ist, dass man noch ein langes Interview aus dem SZ Magazin rangeklebt hat; sonst hätte man es wohl trotz großzügigen Satzspiegels kaum als Buch verkaufen können.

Schade.
Profile Image for Emely Zoe.
199 reviews18 followers
January 16, 2025
"Sehen Sie, wir können jedem vergeben. Unseren Eltern, unseren Kindern, unseren Freunden und selbst unseren Feinden. Nur uns selbst können wir nicht vergeben, das ist nicht möglich. Niemand kann sich selbst seine Schuld erlassen, das kann nur der Gläubiger tun. Ihre eigene Schuld verjährt nicht. Damit müssen Sie leben. Oder eben auch nicht." - Zitat S.19

Ein Schöffe kommt regendurchnässt in eine Bar und beginnt dort seinen Monolog.
Auf knapp unter 60 Seiten geht es um Verbrechen und Strafe, Liebe und Einsamkeit, Gut und Böse.

Einige gute und einleuchtende Passagen, aber insgesamt für mich persönlich leider eher enttäuschend. Ich wollte das Buch so sehr mögen, weil Ferdinand von Schirach im letzten Jahr einer meiner liebsten Autoren geworden ist, aber das war wohl nichts. Mein Beileid an alle, die sich das Buch damals als Hardcover für 20€ gekauft haben. Dafür bekommt man leider zu wenig...
Profile Image for John Hatley.
1,383 reviews235 followers
September 20, 2023
If it is possible to present an entire philosophy of life in just over 100 pages, Ferdinand von Schirach has done it here. In fact he nearly accomplishes this amazing feat in part one, rain, and embellishes it skillfully in part two, an interview. This is one of those books that can be read in a single sitting, but one wishes it could continue …
Profile Image for Wulf Krueger.
519 reviews126 followers
December 2, 2023
»Ich bin eine Enttäuschung, ich weiß.«

Ich muß schon sagen, ich fühle mich betrogen: Von einem Rechtsanwalt auch noch. Von einem, den ich als Schriftsteller eigentlich überaus schätze, aber was Ferdinand von Schirach hier diesmal abgeliefert hat, dafür sollte er sich schämen.

Der Verlag, der für ein 113-Seiten-”Buch” EUR 17,99 (eBook) bzw. EUR 20 (Hardcover) als Preis festsetzt, liefert damit zudem ein weiteres eindrückliches Argument gegen die Buchpreisbindung.

Zum “Inhalt”: Schon der Klappentext verrät, daß wir es einmal mehr mit dem “Onkel Ferdinand erzählt”-Modus zu tun bekommen; die Hälfte dieses “Buches” ist ein Monolog, ein Stream of Consciousness, der in extrem verkürzter Form altbekannte Standpunkte von Schirachs lau aufwärmt.

Ein Beispiel; hier in “Regen” läßt der Autor sein alter ego folgendes sagen:

»Aber das nach Hause , das habe ich sofort verstanden. Zu Hause ist ja kein Ort, es ist unsere Erinnerung.«

Im großartigen “Kaffee und Zigaretten” spendierte er dem Thema ein ganzes Kapitel.

Dieser Erzähler, der sich in einer Bar wohl einen antrinkt, um seine eigene Erzählung überhaupt ertragen zu können, ist sich auch keines billigen Stammtischwitzes zu schade:

»Vielleicht habe ich das mit dem zu kleinen Penis auch nicht richtig verstanden. Wir werden am zweiten oder am dritten Verhandlungstag dazu eine Sachverständige hören. Nein, nicht zur Größe des Penis – zur Frage des Affektes. Eine Psychiaterin.«

“Regen” reicht in keiner Weise an die bisherigen Publikationen von Schirachs heran; vielleicht hat er sich “leer geschrieben”. Vielleicht hat er auch einfach keine Lust und/oder Ideen mehr.

Für diese Hypothese spricht auch, daß dieses dünne Bändchen mit einem fast die gesamte zweite Hälfte des Buches ausfüllenden Interview mit dem Autor aus September 2022 abgeschlossen werden muß. Ganz offensichtlich hatte von Schirach so wenig Inhalt geliefert, daß der Verlag in seiner Not Füllmaterial zukaufen mußte.

In jeder Hinsicht: “Regen” ist eine schriftstellerische Bankrotterklärung Ferdinand von Schirachs.


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Ceterum censeo Putin esse delendam
Profile Image for Luka.
74 reviews
October 29, 2023
2,5
OG Keemos „Regen“ ist mehr Regen als das hier.

Ich bin kein sehr großer Fan von dem, was „Regen“ sein möchte. Die Gedanken sind teilweise super, aber auch nicht besser oder neuer als die, die man in seinen anderen Büchern schon gelesen hat. Alles in allem gefällt mir der Erzählstil und die Ich-Bezogenheit des Buches überhaupt nicht!
Es wird auch zu viel von Hemingway erzählt, aber das ist wohl ein persönliches Problem was ich mit ihm hab.

Seine Vorstellung vom Leben und der „Begabung zum Glück“ finde ich allerdings gut und kann mich sehr damit identifizieren.

Alles in allem fand ich aber dass es keine LIEBESERKLÄRUNG war (wie angekündigt) und das unter dem Titel REGEN zu verkaufen ist unmöglich, weil es für mich nichts mit der Romantik vom Regen zu tun hatte.

Das Interview am Ende fand ich allerdings cool, seine Antworten haben mich teilweise sehr überrascht.

Auch der Fakt dass er es auf der Bühne präsentieren möchte, kommt dem Buch hier nicht zu gute. Man merkt beim Lesen, wo er Lacher hören möchte und es erschüttert mich, dass ein kluger Mann wie er auch nochmal mit einem oneliner zum Berliner Flughafen pointieren möchte (ER IST FERTIG! spätestens jetzt gibt es da doch echt keinen Witz mehr, über den man nicht schon 100 mal nicht gelacht hat!)
Profile Image for Selin.
47 reviews3 followers
April 28, 2025
Bin euch ehrlich, fand dieses Buch nicht mehr als mittelmäßig, und dafür 20 Euro find ich frech. Lange nicht mehr sowas privilegiertes, weißes Bourgeoise-Geschwätziges gelesen. Man liest das Teil schnell durch und denkt sich dabei nur Bruder, was dein Problem??? Und ich hab genug Mordlust-Podcast gehört, um zu entscheiden, dass das ja wohl keine Tat mit verminderter Schuldfähigkeit war. Das ist auch das erste Buch was ich vom Cousin von Benedict Wells lese, ich werd mir noch anderen Kram von dem Kerl anschauen, aber das fand ich jetzt ehrlich gesagt enttäuschend. Ich glaube, am enttäuschendsten sind einfach diese 20 Euro für gefühlt nichts. Naja, egal, habs mir nicht gekauft, sondern nur schnell im Thalia weggefetzt.

Einen Stern kriegt das Buch, weil ich die Sprache trotzdem toll fand und es zwischenzeitlich um Athen, den Parthenon und meine geliebte Akropolis ging. Ich zitiere: „Die Griechen haben nur neun Jahre daran gebaut. Kein Mensch weiß, wie die das gemacht haben. Und jetzt steht der Parthenon auf der Akropolis seit zweieinhalbtausend Jahren.“

Vielleicht, sehr geehrter Herr von Schirach, bin ich in meiner Buchkritik nun dahingehend auch befangen.

Hochachtungsvoll,

Selo from the block
Profile Image for Петко Ристић.
170 reviews13 followers
December 4, 2023
"Regen, das ist White Noise, weißes Rauschen. Es gibt mittlerweile eine Fülle von Regenaufnahmen. Die hören Sie, wenn Sie nachts nicht einschlafen können. Regen in Cornwall, Regen in Bhutan oder - sehr selten, weil es da ja fast nie regnet -: Regen im Köcherbaumwald in Namibia. Kann ich stundenlang hören. Am besten ist natürlich der Klassiker: Regen im Regenwald. Liegt auch nahe. Wenn es da nicht mehr regnet, ist es sowieso vorbei."

Vermöge solcher Sätze entstehen allerlei Fragezeichen, die man nicht so schnell beantworten kann. Unkraut erschwert bekanntlich das Aufkommen von guten Weizen welche ihre Umgebung enorm bereichern. Als ich dieses Büchlein, dessen Schreiber meine Galle schon früher ein mal mit seinen Nachmittagen anregte, heute in Thalia liegen sah - und da ich ohnehin viel Zeit totzuschlagen hatte - entschloß ich mich kurzerhand mich mit meinem Kaffee-To-Go in eine Ecke zu setzen. Diese Publikation lag da, nicht zugeschweißt und bot wie gesagt einen Reiz für die Galle. In etwas über einer Stunde hatte ich es durch, wobei ich sorgfältig bedacht war, meine Scham ein solches Buch in den Händen zu halten zu verbergen.

Die ersten Phrasen oben, die ich aus lauter Unglauben abfotografiert hatte, reichten freilich schon aus. Es gab Zeiten in der Menschheitsgeschichte in der solche knabenhaften, ja geradezu drollig-grotesken Kritzeleien niemals eine Veröffentlichung gefunden hätten und schon gar nicht von einem erwachsenem Mann. Schimpf und Schande wäre auf so etwas gänzlich unpoetisches, ungeschmeidiges, törichtes herab geregnet. Es ist mir bewusst, dass hier auch gar nichts dergleichen im Sinn war, - es ging auch hier nur um's Geldverdienen - doch wird nicht schon genug Schund gedruckt...?

Herr von Schirach schwatzt munter und hipp daher, versucht sich in kindisch-naiver, willkürlich-tollpatschiger Art großen Fragen der Existenz zu widmen, welche die größten Köpfe der Geschichte tausendmal tiefer und treffender beantwortet haben. Aber er meint das alles gar nicht sooo ernst, oh nein. Es soll doch nur anregen und unterhalten. Genau nach dieser Methode arbeitet heute jeder Pseudo-Schriftsteller und Intellektueller. Ein stetiger Drang alles locker, dümmlich und albern anzupacken, wobei ein feucht-fröhlicher Ernst dabei durchaus in Ordnung ist. Gern schmeißt er englische Ausdrücke zwischen die deutschen Sätze, weil er weiß, wie keck und beliebt dieser überaus idiotische Trend zur Zeit unter den ganzen jungen Schaffsköpfen ist. So also ein "stranger Gedanke". Müsste man ihn für diese zwei Worte allein nicht mit einem Eichenknüppel ordentlich durchklopfen?

Und auf diese Unart will er uns erklären was Einsamkeit, Liebe und Trauer ist, was sie auslösen und dergleichen. Unnütz sein klägliches Scheitern dabei weiter zu analysieren. Herr von Schirach ist 59, teilt aber mit seinen Weisheiten die Lebenserfahrung eines 25 jährigen, der wohlbehütet und ohne Geldsorgen aufwuchs. Er fügte sich in die Maschinerie und kam größtenteils dank seiner Herdentiermentalität gut aus, will aber nichtsdestotrotz mir erklären wie allein jeder für sich in der Welt ist. Sag bloß Scherlock?

Hilfe kann keiner erwarten, der sowas kauft und Spaß daran hat.
Profile Image for BOSSR.
40 reviews
September 27, 2023
Bei diesem Buch kann ich sowohl die 1-Sterne Bewertungen als auch die 5-Sterne Bewertungen nachvollziehen und kann ebenso Position zu den gespalteten Meinungen beziehen. Doch im Großen und Ganzen befinde ich mich irgendwo dazwischen. Vielleicht mein kurzes Fazit: Dieses Buch hat mich auf eine überraschende Weise entspannt (wenn ich das so ausrücken kann). Zwar habe ich einige Formulierungen als etwas unpassend empfunden, doch mich nicht weiter daran stören lassen. Ich fand es sehr interessant den Gedankengängen des Protagonisten zu folgen und seine Person damit Stück für Stück zusammensetzen zu können. Die Kürze des Buches hat mich nicht gestört, doch bin ich sehr dankbar es als Rezensionsexemplar erhalten zu haben - der Preis dafür ist wirklich unmöglich (auch wenn das Interview im zweiten Teil sehr amüsant ist).

Meine Bewertung erfolgt dieses Mal nicht aufgrund des Inhaltes, sondern bezieht sich auf das Gefühl, dass es bei mir hinterlassen hat.
Profile Image for Ellinor.
759 reviews360 followers
September 4, 2023
Regen: Eine Liebeserklärung ist ein sehr dünnes Büchlein. Regen macht dabei auch nur etwa die Hälfte des Buches aus. Der zweite Teil besteht aus einem Interview, dass bereits 2022 im SZ Magazin abgedruckt wurde. Das Buch ist also ein bisschen eine Mogelpackung.
Regen an sich habe ich gerne gelesen. Zu von Schirachs Stil muss man wahrscheinlich nicht mehr viel sagen, er ist einfach sehr ausgereift und der Autor könnte wahrscheinlich so ziemlich über alles schreiben. Das ganze ist ein Monolog, gehalten von einem gescheiterten Schriftsteller, der seiner großen Liebe hinterhertrauert. Ende des Jahres tourt Ferdinand von Schirach damit durch Deutschland und tritt dabei selbst als Schauspieler auf. Ich habe Karten für einen der Termine in München und bin sehr gespannt auf die Inszenierung.
Profile Image for Sarah.
25 reviews8 followers
October 22, 2023
Ich glaube, dass wir nur ein, höchstens zwei Mal im Leben wirklich lieben können.
Profile Image for Sacha.
343 reviews102 followers
September 30, 2025
Regen by Ferdinand von Schirach

⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ (5*)

Ich mag die Bücher von Ferdinand von Schirach sehr gerne. Ich habe bereits "Terror" und auch "Carl Tohrberg" unglaublich geliebt. Seine klare Schreibweise ist wie ein scharfes Messer, wie ein Geräusch ganz nah am Mikrofon, unglaublich angenehm zu lesen. Man spürt die unzähligen Gedanken, die in seine Bücher fliessen, und man merkt auch, dass er jeden Satz viele Male durchdacht und auseinandergenommen hat, bis er genau so ist, wie er sein sollte.

„Ein Mann kommt durchnässt aus dem Regen in eine Bar – auf die Bühne – und denkt über Verbrechen und Strafen nach, über das Großartige und das Schreckliche unserer Zeit, über die Würde des Menschen, die Einsamkeit, die Liebe, den Verlust und das Scheitern.“

"Regen" ist keine Ausnahme. Ein Mann philosophiert in einer Bar über sein Leben, das Leben der anderen, die ganze Welt und alles dazwischen. Das Setup ist denkbar einfach. Es gibt wenig bis gar keine Handlung, aber die Gedanken sind so stark und klar, dass sie das Buch tragen.

Besonders spannend fand ich auch das Interview mit dem Autor am Ende des Buches. Es bietet tiefe Einblicke und noch mehr interessante Gedanken. Die Aussagen im Gespräch geben zusätzliche Anhaltspunkte zu den Themen und Ansichten in "Regen" und lassen viele Stellen des Textes noch klarer und vielschichtiger erscheinen.

Sehr berührt hat mich, dass Schirach offen über seine Depression spricht. Vielleicht ist es genau diese Erfahrung, die seinen Blick auf die Welt so besonders macht – scharf, melancholisch, aber auch voller Empathie. Da ich selbst mit Depressionen lebe, frage ich mich, ob es gerade dieser Ton ist, der mich so stark anspricht und warum ich mich in seinen Gedanken und seinem Stil so wiederfinde.

Eine Empfehlung für alle, die sich gerne Gedanken über unsere Welt und die Menschen machen.

Wenn ihr andere Rezensionen von mir sehen wollt oder nach anderen buchbezogenen Inhalten sucht, schaut auf meinem Blog vorbei: https://sachareads.com 🙂
1 review
March 6, 2024
Mein erster Schirach.
In einem Zug durch. Bedeutet also: Etwas hat mich im Buch gehalten. Das „Etwas“ waren wohl die interessanten Gedankenanstöße, aber auch die kleinsten Sachen, in denen sich Schirach manchmal schon fast zynisch verliert.
Doch während man gerade noch richtig im Fluss ist, hört es nach den 2-3 Gedankenanstößen plötzlich auf.

Es folgt ein Interview, welches nur auf der letzten Seite einen Bezug zum Text zuvor hat. Irgendwie zusammenhangslos und als Gesamtwerk überzeugt es mich nicht wirklich.

Beide Werke aber getrennt betrachtet, das Interview und die Kurzgeschichte, sind für das, was sie sein wollen, gut gelungen.
Profile Image for selmarebecca.
4 reviews
August 24, 2025
Fands so anstrengend und Möchtegern poetisch hab’s nicht zu Ende gelesen
Profile Image for Nicole.
1,232 reviews35 followers
February 17, 2024
Kurzmeinung / Leseerlebnis
Vielen Dank an Peter für die Leihgabe. Von allen Schirachs, die ich bisher kenne, gefiel mir dieses leider am wenigsten. Umso dankbarer bin ich, dass ich es mir leihen durfte.
Das Buch ist in zwei Teile eingeteilt, der zweite Teil ist ein Interview mit dem Autor. Im ersten, fiktionalen Teil fand ich die Erzählstimme mit seinen Gedankengängen unsympathisch, im zweiten Teil fand ich den Interviewer schrecklich.
Lieberweise hat Peter mir noch drei andere Bücher von Schriach leihweise mitgegeben, so dass ich davon ausgehen kann, dass mir die anderen deutlich besser gefallen werden.
Profile Image for Annika Unterberger.
550 reviews11 followers
December 1, 2023
December 2023 review

Rereading before I see the theater production tomorrow.
Still 5 stars ⭐️



September 2023 review

Regen ist ein langer Monolog über das Rechtswesen, Trauer, Literatur, den Tod; über Gott und die Welt. Es ist einfach und tiefgründig zugleich; ernst, traurig und auch locker, lustig. Wesentlich ist aber, dass es zum Nachdenken anregt.

Durch das nachfolgende Interview kann seine Leserschaft Ferdinand von Schirach von einer anderen Seite kennenlernen; dabei gibt es zwischen ihm und seiner Literatur nicht einmal einen so großen Unterschied. Beide sind direkt, klar und neigen zum Philosophieren.

Intelligent, tiefsinnig, ein Genuss!

—> 5 stars
Profile Image for Julə.
5 reviews1 follower
September 10, 2023
zwischen Stoikern, Regen und Depression
das wird das zweite Buch sein, welches ich nochmals lesen werden, einfach weil es auf so wenigen Seiten so viel erzählt und ein so sehr berührt...das ist meine Liebeserklärung
Profile Image for Melina Mönsters.
40 reviews
March 10, 2025
also erster kritikpunkt ist, dass die geschichte an sich nur 50 seiten lang ist, danach wird ein 50-seitiges interview mit dem autor nachgeschoben; da hab ich mich bisschen verarscht gefühlt lol

an sich war das buch ganz süß, ist ein innerer monolog eines bisschen verbitterten Autors der seit Jahrzehnten nicht mehr schreibt. ich fand’s bisschen negativ, weil er eben so eine verbitterte weltanschauung hat & alles bisschen schlecht redet, was mir nicht so gute gefühle gegeben hat.

an sich mochte ich aber den schreibstil sehr gerne, das buch hat sich sehr einfach gelesen

hab gelernt, wie aphrodite geboren ist (bisschen verstörende story auch), das fand ich ganz cool hihi

die beiden zitate mochte ich ganz gerne:

- „Dass jeder Mensch nur noch ein Mensch ist - weitaus größer als der Parthenon wäre das.“
- „In meinem Leben habe ich auch eine Regel ge-funden. Auch 80 Prozent zu 20 Prozent, genau wie bei Pareto. Meine Regel lautet: 80 Prozent von allem ist Mist.“
Profile Image for ganzgrossartig.
127 reviews5 followers
Read
October 2, 2023
„Regen“ habe ich live auf der Bühne erleben dürfen, ich fand es inhaltlich ganz gut, mit ein paar ab und zu abschweifenden, aber auch starken stellen. es geht um vergebung und befangenheit.
was mich beeindruckt hat, war schirach selbst auf der bühne, wie er den text als monolog vorträgt und ganz allein auf der bühne allen raum einnimmt.
im buch ergänzt ist ein interview mit schirach und das hab ich sehr sehr gerne gelesen. er erzählt darin unter anderem von seiner depression und findet dafür wie immer die passenden worte. das hat mich sehr berührt
Profile Image for prostderpoesie.
216 reviews11 followers
October 8, 2023
ich lese und liebe von schirach seit ich 16 bin. „regen“ ist der inbegriff von herbstlichen reflektieren, dem sich-verlieren in intertextuelle referenzen auf große autoren und griechische götter.ich mochte auch das interview, das thematisch so gut zu dem protagonist gepasst hat - ich habe es im kopf mit von schirachs ruhiger stimmlage gelesen. dennoch: es wird zunehmend weniger inspirierend, aus seiner derartig privilegierten perspektive heraus, so absolut formulierte ansätze zu wahr/falsch zu lesen.
Profile Image for Naomi.
228 reviews3 followers
February 6, 2025
80 Prozent von allem ist Mist. Da können Sie machen was Sie wollen.

Als von Schirach Neuling bin ich begeistert von seinem Regen. Schon viel gehört, begann ich mit diesem Buch und wurde positiv überrascht.
Ich mochte die Geschichte wie auch sein Humor.

Vielen kluge Phrasen brachten mich zum Lachen, aber auch zum nachdenken. Denn vielleicht geht es wirklich darum, sich an den kleinen Jungen / das kleine Mädchen von früher zu erinnern und den gemeinsamen Besuch im Süssigkeiten Laden.

Doch Bücher sind ja oft klüger als Autoren, zumindest steht das so geschrieben. Da es mein erstes Lesen mit von Schirach ist, kann ich zumindest sagen, dass die Bücher es definitiv wert sind, gelesen zu werden. Ist das nicht beruhigend?
Profile Image for Nicoletta.
155 reviews1 follower
July 21, 2025
muss zugeben, ich hatte mehr erwartet. aber einige sätze sind auf einem sehr innigen niveau. vielleicht würde ich «regen» noch mal lesen wollen.

definitiv möchte ich jetzt seneca lesen.
Profile Image for Jil.
39 reviews
October 18, 2023
ganz ehrlich einfach nicht empfehlenswert, absolute Zeitverschwendung
Profile Image for Lesebiene.
389 reviews1 follower
August 23, 2023
Viel gibt es nicht zu dem Buch zu sagen, denn die eigentliche Geschichte ist lediglich 50 Seiten lang. Dennoch hat mir dieser typische von-Schirach-Stil wieder sehr gefallen und ich war wieder voll drin, sodass ich es an einem Stück beendet habe.
Was ich aber kritisieren muss, ist der Preis für den kleinen Band: 20€ für knapp 100 Seiten und gerade mal die Hälfte davon ist die Geschichte.
Profile Image for Britten.
49 reviews1 follower
December 27, 2023
Beim Lesen des Buches entstand bei mir eine ganz eigene Atmosphäre. Ich konnte mir die geschriebenen Zeilen im Theatermonolog auf der Bühne bei im Dunkeln sitzendem Publikum sehr gut vorstellen. Mir haben die philosophischen Ausführungen zu Epiket und Seneca im darauffolgenden Interview gefallen, welche starke Bezüge auf den davor folgenden Monologe haben.

Negative Kritiken über das Buch blenden anscheinend bewusst aus, dass dieses Werk in keiner Weise den Anspruch eines Romans mit beispielhaften 300 Seiten erhebt. Muss es das heutzutage immer? Können wir keine kurzen Werke mehr lesen und wann hat sich die Vorstellung etabliert, dass nacheinander folgende Bücher eines Autors/ einer Autorin sich stetig überbieten müssen?

Daran knüpft sich auch die Preisbemessung des Buches. Literatur ist Kunst und in dieser wird der Preis nach Bekanntheit der Person, seinen Ideen und Konzeption bemessen und nicht nach Umfang des einzelnen Werkes.
Profile Image for Markus Hachenberg.
83 reviews
September 6, 2025
Hab's heute am Bahnhof gekauft, weil ich keine Lust auf mein Bauchtaschenbuch hatte. Hab's dann auf der Heimfahrt komplett gelesen (Große Schrift und 110 Seiten). Hat mir die Bahnfahrt versüßt, aber mehr auch nicht.

Wenn man ein großer Schirach Fan ist, kann man's gut lesen (das halbe Buch ist irgendwie einfach nur ein Interview?). Fande es cool, dass viele Gedanken und Dinge aus der "Geschichte" im Interview aufgetaucht sind.

Die Geschichte selber, waren eigentlich nur Schirachs Gedanken durch die Gedanken einer fiktiven Person erzählt. Waren einige Gute Sätze dabei, aber das ganze Buch oder Roman zu nennen, ist schon ein stretch
Profile Image for Taso.
17 reviews
November 23, 2023
Lenny von den Simpsons sagt: “ Menschen machen Fehler, sonst wäre am Bleistift kein Radiergummi.“

Jedes Buch, das Zitate von den Simpsons enthält, ist gut.
Profile Image for a sky full of pages .
65 reviews
December 7, 2025
Dieses Buch hat mich sehr berührt und gleichzeitig immer wieder durch seine Klarheit, seinen tiefgründigen Verstand und seinen stillen, aber scharfen Humor beeindruckt. Regen- Eine Liebeserklärung ist kein klassischer Roman, es ist ein Theaterstück, eine Sammlung aus Gedanken, Beobachtungen, Erinnerungen, moralischen Fragen und existenziellen Einsichten. Gerade diese Form macht das Buch für mich so bedeutungsvoll.

Was ich besonders liebe, ist dieser intelligente, sarkastische, scharfe Humor, der sich leise durch das Buch zieht und wie ein Verstärker wirkt- er hebt die Bedeutung der geschriebenen Worte noch einmal hervor. Es ist kein lauter Witz, sondern eine trockene, entlarvende Nüchternheit. Besonders deutlich wird das beim sogenannten Autowandern: Warum überhaupt hinausgehen in die Natur, wenn man doch von drinnen nach draußen schauen kann und sie sieht? Das ist keine Verherrlichung des Draußenseins, sondern eine radikale Infragestellung unserer Sehnsüchte. Dasselbe gilt für den von vielen geliebten weißen Strand in der Karibik, der nicht mehr ganz so romantisch ist, wenn man ihn nüchtern betrachtet. Der Traum vom Paradies wird klar zerlegt. Ich finde diesen Humor sensationell, weil er intelligent, bitter, präzise und gerade deshalb so tiefgründig ist.

Ein Satz, der mir besonders nahe ging, lautet: „Wir alle sind befangen, weil wir in uns gefangen sind.“.
Für mich steckt darin die ganze innere Schwere dieses Buches. Dieses Gefühl, sich selbst nicht entkommen zu können, festzusitzen in der eigenen Wahrnehmung, den eigenen Verletzungen, der eigenen Geschichte. Genau hier berührt das Buch auch ganz unmittelbar die Themen Depression und Einsamkeit, über die Schirach offen spricht. Seine Worte wirken dabei nie pathetisch, sondern ruhig, nüchtern, fast sachlich- und gerade deshalb so eindringlich.

Besonders berührend sind die biografischen Einblicke: der frühe Tod seines Vaters, der ihn tief geprägt hat und sein eigener Suizidversuch in jungen Jahren, der unbemerkt blieb- als Ausdruck einer Hilflosigkeit, die niemand gesehen hat. Diese Passagen sind nicht dramatisiert, nicht ausgeschmückt. Sie stehen einfach da. Still. Und genau darin liegt ihre große Wucht.

In diesem Zusammenhang trifft auch seine Aussage besonders tief, dass man seiner Meinung nach höchstens zweimal im Leben richtig lieben kann. Dieser Gedanke klingt banal, ist aber radikal. Er widerspricht der Vorstellung unendlicher emotionaler Möglichkeiten und spricht stattdessen von Begrenzung, von Endlichkeit, von der Seltenheit echter Liebe. Für mich liegt darin viel Melancholie, aber auch große Ehrlichkeit. Liebe erscheint hier nicht als etwas Beliebiges, sondern als etwas Kostbares, vielleicht sogar Gefährliches- weil man sich darin verlieren kann.

Spannend fand ich auch den Bezug auf die vier Tugenden der Antike: Vernunft, Gerechtigkeit, Tapferkeit und Mäßigung.
Sie wirken im Buch wie ein innerer moralischer Maßstab und werden zugleich immer wieder infrage gestellt. Denn Schirach macht sehr klar: „Niemand kann wirklich unvoreingenommen urteilen.“. Jeder Mensch ist geprägt, befangen, gefangen in sich selbst. Genau darin liegt für mich eine der härtesten Wahrheiten dieses Buches.

Auch die vielen Verweise auf Hemingway passen für mich hervorragend zu diesem Ton: diese Reduktion, diese innere Härte, dieses Aushalten ohne großen Gesten. Dazu passt auch Schirachs eigener Anspruch an die Sprache. Er schreibt, dass er seine Absätze immer wieder überarbeitet, bis nur noch der „einfachste Satz“ übrig bleibt, weil in ihm genug Aussage steckt. Genau das spürt man auf jeder Seite. Die Sprache ist klar, knapp, unaufgeregt und gerade deshalb so wirkungsvoll.

Für mich ist Regen- Eine Liebeserklärung ein Buch über: innere Gefangenschaft, Schuld und Gerechtigkeit, Einsamkeit und Depression, Wahrnehmung, Täuschung, Verrat und Entzauberung und über den Versuch, trotz allem einen klaren Blick auf die Welt zu behalten.

Ich habe dieses Buch sehr gern gelesen und habe es zum Teil auch meiner Tochter vorgelesen, weil es mir so gut gefiel. Es ist kein lautes Buch. Es drängt sich nicht auf. In dieser Stille arbeitet es im Inneren weiter und lässt viel Raum zum Nachspüren, Nachdenken und Nachfühlen.
Profile Image for Celine Arienne.
166 reviews6 followers
November 29, 2023
4 ⭐️

„Sehen Sie, wir können jedem vergeben. (…) Nur bei uns selbst geht das nicht, das ist unmöglich.“

Philosophisch, melancholisch und gewohnt minimalistisch.


„Zu Hause ist ja kein Ort, es ist unsere Erinnerung. Es ist der Andere.“

„Wir alle sind befangen, weil wir in uns gefangen sind - und davon gibt es keine Erlösung, durch nichts und durch niemanden.“

„(…), dass wir voneinander wussten und dass es in diesem Leben nur darum geht und um nichts anderes. (…), weil alles Finden Wiederfinden ist.“

„Unsere Erinnerungen sind eben nicht die Wirklichkeit, sie können es gar nicht sein. Natürlich sind sie trotzdem wahr.“

„Weil Bücher oft klüger als ihre Autoren sind.“

„Wir sind einsam, ja, stimmt. Aber wir alle sind es, weil wir alle sterblich sind. Der Trost ist, dass wir diese Einsamkeit teilen - sie ist es, die uns verbindet.“

„Ich habe eine endogene Depression. Die haben Sie leider ein Leben lang.“

„Wir sind von einem Meer aus Unsinn umgeben. Man will in Ruhe gelassen werden, und daran gibt es ja auch nichts auszusetzen. (…) Und es stimmt: Sie müssen verhalten am Leben teilnehmen, sonst werden Sie zynisch. Und dann sind Sie tot, bevor Sie sterben.“

„Das Leben wird nur in der Mitte glücken. Das gilt aber natürlich nicht für das Denken. Und nicht für die Kunst. (…) da muss alles möglich sein.“

„Das ist besser als Glück, es ist die Zufriedenheit mit dem, der man ist.“

„Ich weiß heute, dass die Dinge mit dem Ablauf von Zeit weniger scharfkantig werden, weniger verletzend.“

„Ich glaube sogar, in der Liebe kann es gar keine Übung geben. Dafür ist sie zu selten.“
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