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Eine Frau geht einen trinken. Alleine.

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Das Alleine-Ausgehen ist für Frauen ein vertracktes, teils auch gefährliches Unter­fangen.

Sie ist nicht der nächtliche Flaneur, der selbstgewiss um die Häuser ziehen kann, auf die Traditionen männlicher Raum­eroberung vertrauend. Kein einsamer Trinker, den man in Ruhe an der Bar sitzen lässt. Nein, sie steht ungewollt sofort im Dschungel von Zuschreibungen und Vorurteilen, wenn sie einmal nur für sich feiern gehen will.

Wie kann sich das endlich ändern? Reclaim the Night! Lou Zucker über das Patriarchat im Dunkeln.

Mit Illustrationen in fünf Sonderfarben und beiliegendem Plakat von Josephin Ritschel.

36 pages, Paperback

Published March 1, 2023

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About the author

Lou Zucker

3 books3 followers

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Community Reviews

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Displaying 1 - 7 of 7 reviews
Profile Image for Christina .
357 reviews40 followers
September 4, 2024
Ich bin total begeistert von diesem kleinen Büchlein. Auf wenigen Seiten zeigt es ganz viele Aspekte von Frauen, die alleine in eine Bar gehen oder es lieber lassen und warum. Wie fühlen sie sich, wenn sie sich gerade soeben trauen oder wenn sie schon seit Jahren alleine ausgehen und was passiert dann? Macht es einen Unterschied, in welcher Stadt frau in eine Bar geht und welche Bar das ist? Und ob die Frau hetero oder queer ist? In dem Zusammenhang habe ich auch einen neuen Begriff gelernt: "FLINTA". Es gibt immer wieder Ausflüge in die Vergangenheit, in der es Frauen sogar verboten war, überhaupt alleine vor die Tür tür zu gehen. Positive und negative Erfahrungen werden geschildert und es macht Mut und Hoffnung und Lust, selbst dazu beizutragen, dass das Bild von Frauen, die alleine Ausgehen irgendwann keine Ausnahme mehr ist und kein Aufsehen mehr erregt.
Profile Image for Conny.
627 reviews87 followers
May 6, 2024
Ein Mann sitzt allein am Tresen: Der will in Ruhe sein Feierabendbier geniessen. Eine Frau sitzt allein am Tresen: Wartet sie auf jemanden? Die ist bestimmt einsam. Oder hat sie ihr Leben nicht mehr im Griff? Sicher ist sie verzweifelt und will angemacht werden.

Der öffentliche Raum gehörte historisch den Männern – und tut es noch immer, indem Frauen sofort ins Kreuzfeuer von Vorurteilen geraten, wenn sie denselben Raum für sich beanspruchen. In ihrem Essay analysiert Lou Zucker die Gründe dafür und sucht nach Lösungen, wie wir den Gender-Fun-Gap überwinden können. Und ich bin überzeugt: Die meisten Frauen werden sich an der einen oder anderen Stelle wiedererkennen.

Zur Monatskolumne April
Profile Image for Julia Modde.
464 reviews23 followers
September 1, 2024
Liest sich leider eher wie eine Masterarbeit in GenderStudies als wie ein spritziger Essay über Frauen, die sich den öffentlichen Raum und männliche Domänen krallen. Meine Erwartungshaltung war hier einfach die Falsche. Statt Studienzitate und eher spröder Berichte von Frauen, die allein (und nicht immer gern) in Kneipen gehen, hatte ich auf lustige, subjektive Anekdoten über sich betrinkende Frauen gehofft. Nunja… die Illustrationen sind aber fein.
Profile Image for Theresa Ebert.
61 reviews
November 14, 2024
Coole Kurzgeschichte über feministische Perspektiven zu Nightlife und alle Hürden, die für FLINTA-Personen mit dem (alleine) Ausgehen einhergehen - close the Gender-Fun-Gap friendssss!
Profile Image for anne.
62 reviews2 followers
June 6, 2025
cute date idea: dieses heft einander vorlesen, in der sonne sitzend :-)
Profile Image for Dunja Brala.
605 reviews47 followers
December 29, 2023
Hand aufs Herz, geht ihr alleine in eine Bar oder Kneipe, setzt euch an die Theke und trinkt ein Bier oder ein anderes alkoholisches Getränk? Wenn ja, wie fühlt sich das an? Es ist doch eher ungewöhnlich und als Kind der Gastronomie, das größtenteils in einer Kneipe groß geworden ist, weiß ich, dass Frauen, die das tun, nicht besonders wertschätzend behandelt werden.

In dem Essay von Ritschel beschäftigt sich die Autorin mit der Frage nach dem Ursprung dieses Verhaltens und sucht nach Lösungen, wie es besser laufen könnte. Auf 36 Seiten, von denen ein Teil wunderschön illustriert ist, kann man ihren Gedanken gut folgen. Auch das generelle Alleinsein, die diesbezügliche Sicht der Gesellschaft auf Frauen und die Interpretation ihres Verhaltens bekommen ausreichend Platz. Mehrfach musste ich nickend zustimmen, wenn zum Beispiel beschrieben wird, wie oft Frauen, die alleine unterwegs sind, angemacht werden und ihnen suggeriert wird, dass sie ja auch noch selber schuld sind und das quasi ja so möchten. Ist man dann auch noch der LGBTQ zugehörig, wird alles noch viel schlimmer. Interessant war der Beitrag einer Person, die von Köln nach München zog. In Köln hatte sie keinerlei Probleme alleine auszugehen und wurde ganz normal behandelt. Blieb alleine wenn sie es wollte, fand nette Gespräche und Anschluss wenn ihr danach war. Als sie nach München zog, war es dann vorbei. Sie wurde beäugt und fand keinen Kontakt. Man begegnete ihr durchweg mit Misstrauen. So erlebe ich Köln allerdings auch und Imis bestätigen, dass es einen wesentlichen Unterschied zu anderen Städten gibt. Ist natürlich nicht absolut, aber doch auffallend häufig so.
In den Maro Heften treffen Essays auf Illustrationen. Sie sind durchweg hochwertig, fadengebunden und mit einem Umschlag, einem Poster und einem Lesezeichen bestückt. Das Design ist immer besonders Das war bestimmt nicht mein letztes.
Für 2024 habe ich mir tatsächlich vorgenommen, mal in eine Ur-Kölsche Kneipe zu gehen. Alleine.
Bin gespannt, was passiert

Geht ihr schon mal alleine aus? Schreibt es gerne in die Kommentare warum ja, beziehungsweise warum nicht und welche Erfahrungen ihr gemacht habt. Das interessiert mich sehr.
Displaying 1 - 7 of 7 reviews

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