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Das Haus

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Katharina, Tierärztin im Ruhestand, erbt ein abgelegenes Gutshaus nordöstlich von Berlin. Schnell ist die Idee geboren, dort eine Kommune mit Freunden einzurichten, um den steigenden Mietpreisen in Berlin zu entfliehen und im Alter nicht allein zu sein. Bei Eva, Katharinas Freundin, sträubt sich zunächst alles gegen die Vorstellung, mit Menschen jenseits der Sechzig zusammenzuziehen. Doch dann lässt sie sich notgedrungen auf das Experiment ein und akzeptiert einen Neuanfang.

Das Haus ist ein ebenso ergreifender wie weiser Gesellschaftsroman, in dem Monika Maron universelle Themen des Lebens, der Liebe und des Alters neu verhandelt.

240 pages, Hardcover

First published October 5, 2023

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53 people want to read

About the author

Monika Maron

44 books64 followers
Monika Maron is a German author, formerly of the German Democratic Republic. She moved in 1951 from West to East Berlin with her stepfather, Karl Maron, the GDR Minister of the Interior.

She studied theatre and spent time as a directing assistant and as a journalist. In the late 1970s, she began writing full-time in East Berlin. In her early novels written in East Berlin, her primary theme was life and loathing inside a totalitarian surveillance state. But despite Maron's criticism of the GDR regime, it turned out that she had worked as an informer for the Ministry of State Security, or Stasi — a fact that she addressed in her 1999 novel, Pawels Briefe (Pawel's Letters).

She left the GDR in 1988 with a three-year visa. After living in Hamburg, Germany, until 1992, she returned to a reunited Berlin, where she currently lives and writes.

Her works deal to a large degree with confrontation with the past and explore the threats posed both by memory and isolation. Her prose is sparse, bleak, and lonely, conveying the sensitivity and desperation of her narrators.

In 1992, she was distinguished with the renowned Kleist Prize, awarded annually to prominent German authors, and, in 2003, with the Friedrich Hölderlin Prize.

Her latest novel, Artur Lanz (2020), delves into the emasculation of men as "heroes," and the evolution of "cancel culture" in a liberal mainstream that polices speech and opinions. Maron's characters' views on gender, immigration and Islam made some wonder if the once leftist writer had become Islamophobic or anti-feminist. Maron has also railed against the "gender gibberish" of woke liberals in political essays. She has criticized an "unenlightened Islam" and warned against "tolerance in the face of intolerance." Her political rhetoric echoes the far-right AFD party. Is the opinionated author turning herself into a mouthpiece for the alt right?

"I say what I think," she explained in an interview with public broadcaster Deutschlandfunk. "I arrive at my convictions or opinions by looking at the world or reading about it, or by weighing one opinion against another and somehow orienting myself. Whether that's right-wing or not doesn't matter to me in the end."

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Displaying 1 - 11 of 11 reviews
Profile Image for Steffi.
1,123 reviews272 followers
January 19, 2024
Na endlich, jetzt verstehe ich es. Monika Maron möchte ein deutscher Houellebecq sein. Merkwürdigerweise ein Vergleich, der mir schon länger durch den Kopf ging, denn beide sind islamophob und haben ein äußerst fragwürdiges Frauenbild (letzteres auf unterschiedliche Art, das mag vielleicht dem jeweiligen Geschlecht geschuldet sein).

Dass Houellebecq selbst im Roman erwähnt wird, hat mich überrascht und dann auch ein bisschen amüsiert. Beim ersten Mal in einem Gespräch folgendermaßen:
“Ich sage euch, die Lesekultur in Frankreich ist eine andere, da steht das Kunstwerk für sich, nicht der Autor und was er sonst so sagt, nur das Kunstwerk. Oder könnt ihr euch Houellebecq in Deutschland vorstellen?
Nein, konnten wir nicht.“


Für meinen Teil benötigt man auch keine Infos über den Autoren H. selbst, um festzustellen, dass die Hauptfiguren in seinem Werk menschenfeindlich, insbesondere islamophob und frauenverachtend sind. Das zeigt sein Werk schon deutlich genug. Und mit Bezug auf Maron: Es gibt Interviews, in denen sie sich ähnlich äußert wie ihre Hauptfiguren, da macht sie es den Leser*innen schon schwer, eine Grenze zwischen Werk und Autorin zu ziehen.

Islamophob kann Maron ähnlich gut wie das französische Vorbild: Alle Bewohner*innen der Alters-WG (es bereitet mir eine solche Freude, dass sich Maron über das * tierisch aufregen würde) lässt sie glauben, dass der Brand in Notre-Dame de Paris ein islamistischer Anschlag sei. Das müsse verheimlicht werden, damit es keinen Bürgerkrieg gibt oder Le Pen die Wahlen gewinnt.
Verschwörungstheorie pur.

Und Feminismus und Frauen kommen bei Maron auch nicht gut weg. Mit MeToo hat sie wohl ein massives Problem. Und ohne die Frau zu kennen, ist ihr bei einem Freund völlig klar, dass seine zweite (deutlich jüngere) Ehefrau immer schon Böses im Schilde führte.

Zurück zu Houellebecq: Gegen Ende des Romans beschreibt die Protagonistin Konflikte mit den Eltern ihres Schwiegersohns:
“Die Eltern von Andreas waren beide pensionierte Lehrer und Gründungsmitglieder der Grünen, und fast immer gerieten wir bei unseren gelegentlichen Treffen in die Nähe eines Streits, den wir nur mit Rücksicht auf die Kinder vermieden. Beim letzten Mal ging es um Houellebecq, den ich für nobelpreiswürdig hielt, Andreas‘ Eltern hingegen für destruktiv und sexistisch, es kann sein, dass sogar das Wort menschenverachtend gefallen war.“

Eigentlich muss man dazu nicht mehr sagen, aber eines dann doch: Ich halte Maron stilistisch für wesentlich besser als Houellebecq. Trotz allem Widerwillen gegen ihre politische Haltung lese ich das auch immer wieder mit Vergnügen – einem Vergnügen, das mir bei Houellebecq versagt bleibt, denn ich bin außerstande, Ironie/Humor, was viele Leser*innen in seinem Werk entdecken, zu finden. Dagegen kann Maron definitiv Dialoge und Gedanken in Worte fassen und die Spannungen zwischen Menschen einfangen.

Zum Einkommen von Maron mag ich nun aber auch nicht beitragen und habe dieses Buch gebraucht erworben, was ich nach der Lektüre in keinster Weise bereue. In meinem Regal stehen noch ein paar ungelesene ältere Werke von ihr, kurz vor und kurz nach der Wende verfasst – die werde ich sicher mal lesen, weil ich gerne mehr über die merkwürdige Entwicklung einer doch auch guten, klugen Schriftstellerin verstehen möchte.
Profile Image for Jersy.
1,206 reviews108 followers
October 29, 2023
Intelligent und spitzfinding werden die Figuren, ihre Eigenheiten und dadurch auch ein Stück weit die Gesellschaft zwar schon irgendwie aufs Korn genommen, aber auf eine sehr liebevolle, menschliche Art. Jeder wirkte hier wie eine reale Person und wurde auch genau so behandelt. Es passiert nicht viel, es geht rein um die Bewohner des Hauses, aber dabei hat Monika Maron eine Menge zu sagen, ohne dem Leser etwas aufzudrängen. Humor und Kritik werden sanft, in einen schönen und effektiven Sprache vermittelt. Ich fand es tatsächlich spannend, dieser, vielleicht zum Scheitern verurteilten, latent angespannten Gemeinschaft einfach beim Leben zuzusehen. Jeder Moment der Verbundenheit war dabei unendlich viel wert. Ich habe mich während des Lesens in die Gemeinschaft eingefunden und stark mitgefühlt.
Profile Image for Marion.
247 reviews19 followers
March 27, 2024
Ein nettes Buch über eine „Alterskommune“… in einem aufs Beste ausgestatteten Gutshof bei berlin. Natürlich niemand, der von Altersarmut oder ernsthaften Sorgen bedroht ist spielt hier eine Rolle.
Nein, man trauert beim Brand von Notre Dame und reflektiert seine selbst verursachten Fehlentscheidungen oder ist in Unsicherheiten gefangen und erfindet lieber eine Allergie als offen zu sagen, dass man Angst vor Hunden hat.
Eine nette, irgendwie aber recht platte Geschichte.
Profile Image for literaturys .
13 reviews1 follower
July 3, 2025
es wurde gegen ende auch vom schreibstil her immer besser, fand es leicht zu lesen und wollte mir trotzdem genügend zeit nehmen, animal triste hat mir wesentlich besser gefallen, als ich es vor ein paar jahren gelesen habe
Profile Image for Janni Zoorella.
28 reviews
August 8, 2025
Ein wirklich nachdenklich machendes Buch mit vielen Schmunzlern. Darin zu lesen war gleichzeitig wie in der Sonne liegen und schwer arbeiten. Jedes Kapitel musste ich erst mal verdauen. Aber es hat auch so viel Spaß gemacht, dieses schöne Buch zu lesen.
Profile Image for Christoph Moser.
147 reviews
November 30, 2023
Selten wird das Thema AltersWG literarisch verarbeitet. Zu unrecht wie ich finde. Monika Maron nimmt sich der Thematik ohne Theatralik und Drama an. Stilistisch einwandfrei und mit dem Auge für die dringlichen Fragen des Zusmenlebens im Alter wird das zu einem Schaukasten für alle, die sich eine solche Form des Zusammenlebens nach der Pensionierung vorstellen könnten. Auch wenn ich das Buch geradzu verschlungen hatte, hätte ich mir doch etwas mehr Positionsbezug und ein etwas weniger artifizielles Ende gewünscht. Insgesamt eine Leseempfehlung für alle, die das Thema aktiv umtreibt.
Profile Image for Wedma.
438 reviews11 followers
October 17, 2023
Diesen Roman habe ich gern gelesen. Monika Maron wollte ich schon lange kennenlernen. Mit „Das Haus“ war es dann so weit.
Das WIE fand ich ausgesprochen gut: talentiert wie gekonnt. Latente Spannung steckte in jedem Satz, alles schien sich auf die Frage zu spitzen: Und wie geht es weiter? Eigentlich wurden recht triviale Dinge geschildert, aber etwas Unausgesprochenes, ja fast gesagt Bedrohliches, brodelte unter der scheinbar ruhigen Oberfläche. Nur… was? Um das herauszufinden, musste ich immer weiterlesen. Es war schwer, das Buch aus der Hand zu legen.
Die Erzählerin trug zur Spannung nach Kräften bei, wie sie die Dinge sah und schilderte. So ein critical mind, der das Ganze von der pessimistischen Warte sieht und stets etwas Negatives antizipiert. Selbst wenn sie versucht, positiv an die Sache heranzugehen, lange hält diese Intention nicht und sie verfällt wieder in die gewohnte negative Sicht der Dinge. Muss man sich dann wundern, dass das Ganze so ein Ende nimmt? „Die Dankbarkeit, die ich in der Nacht empfunden hatte, als ich froh war, zu einer gleichfühlenden Gemeinschaft zu gehören, hielt dem kühlen Morden nicht stand.“ S.28.
Eigentlich will sie nicht in diese Gemeinschaft ziehen. Ein großes herrschaftliches Haus bei einem Dorf nördlich von Berlin, das bereits für mehrere Parteien in Wohnungen und Fremdzimmer umgebaut wurde. Eine gute Bekannte hat das Haus als Erbe erhalten und beschloss kurzerhand eine Wohnungsgemeinschaft zu bilden. Einige Interessenten wurden eingeladen: Nette, gebildete, mitunter wohl situierte Leute, die kraft der Lebendumstände, jeder hat eigene Gründe, in so ein Haus ziehen könnte. Einige haben es auch getan. Und was daraus geworden ist und warum, schildert dieser Roman.
Hochaktuelle Fragen der Gegenwart wurden hier gekonnt in den Erzählteppich hineingewoben: Wie wird man heute alt? Wo und mit wem wohnt man dann? Kann so eine Gemeinschaft überhaupt funktionieren? Wenn ja, unter welchen Bedingungen? Schwierige Fragen, die heute kaum einer zu stellen vermag. Noch andere, nicht weniger akute Themen sind auch dabei. Jeder Bewohner erzählt seine Lebensgeschichte und manchmal noch die der Freunde ggf. anderer Familienmitglieder noch dazu. Sie sind schon alles andere als trivial. Diese Figuren könnten als Archetypen für ganze Gesellschaftssegmente stehen.
Hier wird reichlich über Gott und die Welt philosophiert. Unterhaltsam und zum Nachdenken anregend ist diesen Gesprächen beizuwohnen.
Gegen das Ende liest man: „Aber so ist das eben, erst träumt man von einer Gemeinsamkeit, und wenn man sie hat, träumt man von der Freiheit.“
Zum Ende der Geschichte stand für mich eindeutig fest: Monika Maron kann wunderbar erzählen! Mit Tiefgang und doch so schlicht und ergreifend. Die Figuren agieren wie lebendige Menschen aus Fleisch und Blut, die Geschehnisse entwickeln sich vorm inneren Auge so plastisch, dass man glaubt, selbst dabei zu sein und in etwa der Erzählerin über die Schulter zu schauen. Man fühlt am Ende mit den Bewohnern des Hauses zusammen. Und so einiges geht dann direkt unter die Haut.
Fazit: Ein sehr lesenswerter Roman, der nicht nur die gute Unterhaltung bietet. Bitte mehr davon.
P.S. Ich kann mir diese Geschichte als Hörbuch sehr gut vorstellen. Würde ich sofort hören.

Profile Image for Ancla Müller.
844 reviews5 followers
November 24, 2024
Schöner Schreibstil, interessanter Ansatz, unnahbare Charaktere

**** Worum geht es? ****
Da soll noch mal jemand sagen, dass im Ruhestand das Leben aufhört. Katharina nutzt die Gunst der Stunde und richtet mit ihren Freunden eine WG in einem Gutshaus abseits von Berlin ein. Die Mittsechziger wagen hier einen Neuanfang und richten damit ihr Leben in eine neue Richtung aus.

**** Mein Eindruck ****
Meine größte Freude an diesem Buch war die wundervolle Idee, alte, einsame Menschen in einer WG zusammenzuführen, sowie der ausschweifende, verschachtelte und ansprechende Schreibstil der Autorin. Für mich fließen die Sätze und haben einen ganz besonderen Klang. Eine Kunst, die man nur selten findet und für die man schlichtweg etwas übrig haben muss. Der Rest konnte mich nicht überzeugen. Die Handlung war mir teils zu abgehackt, vor allem das Ende, die Charaktere zu unnahbar und flach. Klischees über Klischees. Eine privilegierte und intellektuelle Welt, der es an Ecken und Kanten fehlte, trotz der zeitgemäßen Bezüge.

**** Empfehlung? ****
Fans eines hochgestocheneren Schreibstils und einer zeitgemäßen Lektüre über das Thema Alter können hier trotz meiner Kritik genau das finden, was sie suchen.
Profile Image for Karin.
13 reviews1 follower
January 2, 2024
Eine Wohngemeinschaft von Renter:innen philosophieren über das Leben und versuchen sich miteinander zu arrangieren.
28 reviews3 followers
May 28, 2024
Musste das Buch leider abbrechen und den bisherigen Rezensionen zustimmen: rückschrittlich, islamophob und antifeministisch.
Profile Image for Karin.
51 reviews2 followers
May 18, 2025
Irgendwie kam ich erst nicht so richtig ins Buch rein. Nach einer Weile nahm es aber Fahrt auf. Interessant fand ich die Gespräche über unsere Ängste und das Altern. Allesinallem: Leseempfehlung.
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