Wäre Sallys Leben ein Film, würde sie darin ganz sicher nicht die Hauptrolle spielen. Sie wäre eher der Sidekick - die Tochter, die keine Probleme macht, die Schwester, die Konflikte scheut, die Freundin, die ihre Meinung für sich behält. Sally mag diese Rolle nicht, dennoch füllt sie sie aus. Bis die ein paar Jahre ältere Leni bei ihnen einzieht und das Gefüge durcheinanderbringt. In ihrer Gegenwart fühlt Sally sich zum ersten Mal irgendwie echt. Und ist deswegen mehr hin- und hergerissen denn je. Zwischen dem, was von außen betrachtet richtig zu sein scheint, und dem, was sich in ihrem Inneren gut anfühlt. Ist der Moment gekommen, endlich die Protagonistin ihrer eigenen Geschichte zu werden?
Mein erstes Buch von Anne Freytag konnte mich sofort von ihrer Qualität als Autorin überzeugen. Auch wenn nicht alles an diesem Buch meinen persönlichen Geschmack treffen konnte, so kann ich doch gleichzeitig wahrnehmen (und bewundern), wie großartig und hervorstechend der Schreibstil ist. Die feinen Eigenheiten der Charaktere, verworrene Gefühle, alltägliche Momente und Gedanken - all das fängt Anne Freytag mit der Erzählstimme ihrer Protagonisten so ehrlich, berührend, authentisch ein und beweist, warum Worte meine liebste Form der Kunst darstellen. Um nun jedoch zum Lieblingsbuch, zur Herzensempfehlung oder zum Fünf-Sterne-Buch zu werden, hat mir hier leider einiges auf der Plotebene gefehlt. Durch den Fokus auf die Coronazeit und den Lockdown wird die Vielfalt an Handlungsmöglichkeiten auf ein Minimum beschränkt. Die gesamte Geschichte über verlassen wir das Haus der Familie der Protagonistin kaum, dem engsten Kreis werden nur sehr wenige Charaktere hinzugefügt. Das Buch fokussiert sich auf die Figurenbeziehungen, -dynamiken, -entwicklungen und Dialoge - was super ausgearbeitet war, jedoch fehlten mir die Spannung, die Sogwirkung und Facetten in der Handlung. Nichtsdestotrotz ist für mich klar: Ich werde weitere Bücher der Autorin lesen😍!
Uff, das ist immer so schwierig, wenn man auf den Boden der Tatsachen gebracht wird und man fest davon ausgegangen ist, dass ein Buch 5 Sterne bekommen wird... Ich bin ehrlich, mein Herz blutet auch ein wenig!
Anne Freytag ist meine absolute Lieblingsjugendbuchautorin - ich kaufe alle Bücher von ihr blind und liebe liebe liebe wie einfühlsam sie schreiben kann! Sie hat einen Blick auf Gen Z, der so gut beobachtet und so viele kleine Details beinhaltet, dass ich sie nur dafür vergöttern kann. Allerdings habe ich wohl vom Klappentext her eine andere Geschichte erwartet und der "Plot", den es letztendlich gab, ist für mich immer weiterabgeflacht und irgendwie verloren gegangen. Das Buch ist tatsächlich wohl mehr für eine jüngere Zielgruppe als ihre anderen Romane. Schade, ich hab mir ein Jahreshighlight hiermit erhofft! 🥲
Anne Freytag ist für mich immer ein Must-Read und deshalb habe ich mich umso mehr gefreut, dass sie endlich wieder einen Jugendroman herausgebracht hat. (Bzw. ich habe rausgefunden, dass das gar keine Jugendromane sind, sondern All-Age / Coming of Age Romane)☺️
Das Buch war ruhig, aber auch so laut und klar in der Message! Du bist nicht auf dieser Welt, um es irgendjemanden recht zu machen! Du lebst dein Leben so, wie du es möchtest und wer nicht damit zurecht kommt, hat Pech gehabt. DU musst glücklich und zufrieden sein mit deinen Entscheidungen. Eine ganz klare Weiterempfehlung! 4,5/5⭐️
Nachdem ich vor nun vier Jahren Anne Freytags „Den Mund voll ungesagter Dinge“ gelesen habe, habe ich alle Anne Freytag Jugend/New Adult Bücher gelesen - manche mehrfach. „Den Mund voll ungesagter Dinge“ war (und bleibt auf eine Art) mein liebstes und ich habe es bestimmt fünf Mal gelesen. Es war meine erste Liebesgeschichte zwischen zwei Frauen und mir als diese so wichtig. Ungeoutet habe ich in meinem Bett gelegen und die Seiten verschlungen - wieder und wieder. Und lange war es einer meiner größten Wünsche das Buch noch einmal wie zum ersten Mal lesen zu können. Ohne zu wissen was auf der nächsten Seite stehen wird.
Als ich vor ein paar Monaten erfahren habe, dass es dieses Buch geben wird, war es auf eine Art so als wäre dieser Wunsch nun, Jahre später, in Erfüllung gegangen. Die letzten Tage habe ich nun damit verbracht dieses Buch zu verschlingen und es ist das und so viel mehr. Diesmal habe ich das Buch im Garten und in der Bahn gelesen, diesmal war mein Mund nicht voll ungesagter Dinge während ich in Sallys und Lenis Welt eingetaucht bin. Für mich gibt es einen großen Unterschied, zwischen Anne Freytag Charakteren und denen der Bücher die ich sonst lese (und auch sehr gut finde). Sonst sind die Charaktere gut geschrieben, sie funktionieren innerhalb des Wortgerüstes in dem sie sich bewegen, vielleicht eine Zehenspitze darüber hinaus und das war’s. Anne Freytag Bücher fühlen sich anders an, vor allem dieses. Sie sind ausgeschmückt von Feinheiten und Details, komplexen Beziehungen und Beweggründen. Selten habe ich beim lesen ähnlich bildhafte Welten im Kopf, die Welt der Bernards und Leni fühlt sich echt an, nicht als würden sie nur zwischen zwei Buchdeckeln existieren. Und für mich tut es das auch nicht, weil Sallys Gedankenwelten so echt sind und ich weiß, dass ich mich in Zukunft bei manchen Gedanken an sie erinnern werde, weil sie wie ihre sind.
Auch meine Familie ist alles andere als normal oder gewöhnlich. Unser Lockdown sah auch nicht aus wie der anderer. Trotzdem und vielleicht gerade deswegen sind es diese Geschichten wert erzählt zu werden. Und deswegen ist „Vom Mond aus betrachtet spielt das alles keine Rolle“ so viel mehr für mich als ein zweites „Den Mund voll ungesagter Dinge“ (obwohl es das auch war, vom Geruch angefangen, riechen eigentlich alle Anne Freytag Bücher gleich?).
Wie immer bringt Anne Freytags Schreibstil in mir etwas zum leuchten. Ihre Sprache und Charaktere berühren und bewegen mich. Es war eine Freude dieses Buch zu lesen <3
Traurig, aber wahr: Ich habe ein Buch von der grandiosen Anne Freytag abgebrochen! Während sie mich mit anderen Werken, wie "Mein bester letzter Sommer" oder auch "Das Gegenteil von Hasen" begeistern konnte, konnte mich ihr neuestes Werk "Vom Mond aus betrachtet, spielt das alles keine Rolle" leider nicht überzeugen. Das verwundert doch sehr, da das Buch mit Themen wie dem Lockdown, Einsamkeit, zu hohen Erwartungen an andere und sich selbst doch sehr interessant sind, aber leider wollte die Umsetzung für mich nicht funktionieren.
"Vom Mond aus betrachtet, spielt das alles keine Rolle" hätte an sich für mich gut funktionieren können, wäre da nicht unter anderem der Erzählstil gewesen. Es ist alles sehr ruhig, alles zu ausführlich beschrieben, vieles erscheint leider sehr belanglos. So geht es nicht nur sehr ausführlich darum, ob man seinen Körper für andere enthaaren sollte, sondern es wird auch immer sehr detailliert beschrieben, wie jemand aus der Familie wann und wie oft in dem Buch raucht. Auch die Art und Weise, wie in dem Buch Feminismus und Selbstbestimmung dargestellt werden, empfand ich als sehr plump und mit zu sehr mit erhobenen Finger, sodass ich mich schon so manches Mal dabei ertappt habe, wie ich die Augen verdreht habe.
Allgemein hatte ich mich während des Lesens immer wieder gefragt, wann denn endlich mal etwas passiert, denn es dreht sich alles nur im Kreis und es gibt keinen wirklich erkennbaren roten Faden. So werden Familienessen, in denen die Figuren untereinander so gut wie gar nicht miteinander reden, sehr ausführlich beschrieben, während es danach erneut nur ums Rauchen geht. Allgemein sind die Figuren sehr blass und besitzen wenig Profil.
Sally befindet sich mit ihren drei Geschwistern und ihrer Mutter im Lockdown. Viel zu sagen haben sie sich allesamt nicht, vielmehr wird gemeinsam schweigend gegessen oder geraucht. Ihre Mutter, die - wie soll es auch fast anders sein - in einem Verlag arbeitet, möchte teilweise nicht viel viel mit ihren Kindern zu tun haben, weil sie auch mal an sich denken möchte. Die Geschwister, so scheint es, tolerieren sich nur, aber haben keine große Verbindung zueinander. Dazu wird zwar immer wieder angedeutet, wie kaputt die Familie doch ist, aber es bleibt alles sehr oberflächlich und teilweise auch weichgespült. Wären wenigstens ein oder zwei Figuren interessant genug oder sympathisch, hätte ich mehr Grund gehabt, mich an "Vom Mond aus betrachtet, spielt das alles keine Rolle" festzuhalten, aber leider wurden mir diese mit der Zeit egal, sodass ich mich auch nicht mehr auf sie einlassen konnte.
Dies ist alles sehr schade, denn Anne Freytag kann es deutlich besser, wie sie es schon mehr als einmal bewiesen hat. Hier habe ich jedoch eine oberflächliche, teilweise plumpe Geschichte vorgefunden, die mich leider nicht überzeugen konnte, sodass ich das Buch nach etwas mehr als der Hälfte abgebrochen habe.
Bücher von Anne Freytag lese ich echt total gerne, einige ihrer Werke wurden auch schon zu Highlights, was ich von diesem hier leider nicht behaupten kann. Ich kann verstehen, warum Anne dem Thema so viel Raum gibt, aber für mich war es teilweise echt anstrengend. Es war leider nicht so meins. Der Schreibstil war ansonsten wieder gut zu lesen, aber auch die Charaktere konnten mein Herz nicht richtig erreichen. Trotzdem werde ich mich auch wieder an das nächste Buch heranwagen. 3 Sterne
„Mir hat der Gedanke immer gefallen, dass ‚present‘ im Englischen Geschenk und Gegenwart bedeutet. Recht viel offensichtlicher kann man es nicht machen, schätze ich: Die Gegenwart ist ein Geschenk.“
Irgendwie hatte ich geglaubt, dass dieses Buch mich abholen würde. Suprise, tat es das auch! <3 „Vom Mond aus betrachtet, spielt alles keine Rolle“ ist der neueste All-Age-Roman von Anne Freytag. Eigentlich geht es um nichts und doch um alles. Wer behauptet, dass im 2. Lockdown nicht viel passiert ist, frage ich mich, wie gut konnte man es denn haben? Denn während der Pandemie, und vor allem im Lockdown, sind manche Liebesbeziehungen zerbrochen, manche wieder geheilt. Manche Familien fanden zueinander, manche nicht. Es gibt Tausende von Geschichten, die erzählt werden könnten, und Anne hat genau diese ausgewählt. Sie brach mir das Herz und setzte es wieder zusammen.
Sally wohnt mit ihrer Mutter Marianne und ihre drei Geschwistern Franny, Charlie und Henry im Haus. Alle haben von der Mutter einen besonderen Namen bekommen, bis auf Sally. Ausgerechnet Charlie, ihr ältester Bruder, lässt sie im Stich. Eigentlich wollte sie mit ihm eine WG gründen, doch Charlie hatte andere Pläne. Franny ist die Vorzeige-Feministin in der Familie und plädiert für nicht-monogame Beziehungen, uvm. Und Henry, der Jüngste, dessen Persönlichkeit sich noch entwickelt. Im Haus wird auch geraucht, aber keine Zigaretten (wie geil ist das denn?). Als Leni ins Haus einzieht, ändert sich für Sally alles.
Es geht viel um Identität, Sexualität und Begehren, aber auch um Fallen und nicht Fallen, um geliebt werden und Liebe geben. Vor allem aber um das Zusammenfinden. Ein Leben innerhalb und außerhalb.
Was soll ich sagen: Ich hatte hohe Erwartungen, und die wurden alle erfüllt. Es fühlte sich an, als würde das letzte Puzzlestück endlich an seinen Platz fallen.
„Ich lerne mich gerade erst kennen. Und es gibt Tage, da mag ich mich nicht, da glaube ich die Lügen noch, höre den Stimmen zu, die ununterbrochen reden. Aber immer öfter höre ich weg. Und ich glaube, das ist ein Anfang. Ich glaube, so bringe sie nach und nach zum Schweigen. Bis irgendwann nur noch eine Stimme übrig ist - meine.“
Ein weiteres absolutes Meisterwerk von Anne Freytag! Ich bin so happy, endlich wieder ein Buch von ihr Lesen zu können, und dann auch noch so ein großartiges! Wer ihre Bücher noch nicht kennt, sollte es spätestens bei diesem hier auf jeden Fall versuchen. Habe vom Schreibstil, über die Charaktere, bis hin zur Geschichte und dem Setting wirklich alles sehr geliebt und habe nicht nur einmal geweint… absolut emotional, berührend und fesselnd!
Kennt ihr diese Geschichten, die man in Maßen genießen muss, weil sie einen emotional so sehr mitreißen? So ging es mir mit "Vom Mond aus betrachtet, spielt das alles keine Rolle" von Anne Freytag.
Das Buch war perfekt. Einerseits wirkt die Geschichte von außen betrachtet so schlicht, ohne viel Tam Tam oder unnötig großes Drama. Andererseits passiert innerhalb der Charaktere ganz viel.
Neben der wunderschönen Liebesgeschichte fand ich auch die Beziehung zwischen der Protagonistin Sally und ihrer Mutter besonders spannend. Selbstzweifel, das Gefühl nicht genug zu sein, die Frage wer man eigentlich ist und wie man zu sich selbst stehen soll - das sind die Probleme mit denen sich Sally herumschlagen muss. Die Themen des Buches haben mich so bewegt, dass ich mehr als einmal beim Lesen den Tränen nahe war. Irgendwie schafft Anne Freytag es, genau an den richtigen Saiten zu zupfen und unglaublich vielschichtige Charaktere zum Leben zu erwecken, mit denen ich sofort mitfühlen kann. Es war als wäre ich Teil der Familie, würde mit am Essenstisch diskutieren und gleichzeitig auf der Seite aller Charaktere stehen.
Eine unglaublich einfühlsame, schöne und echte Geschichte, die ich euch nur ans Herz legen kann🧡
Ich muss ganz ehrlich zugeben: ich habe dieses Buch nicht fertig gelesen. Normalerweise hält mich das davon ab, Rezensionen zu schreiben - ich meine, wie soll ich etwas kommentieren, zu dem ich mir noch nicht einmal ein vollständiges Bild verschafft habe?
Es ist nach zwölf, ich kann nicht schlafen. Darum hab ich „Vom Mond aus betrachtet spielt das alles keine Rolle“ angemacht, um mich in eine andere Welt erzählen zu lassen. Normalerweise hör ich Hörbücher innerhalb an einer Woche durch, doch in diesem hier häng ich schon länger fest, ohne wirklich sagen können, woran das liegt.
Ich mag die Geschichte, mag die etwas skurrile Familie und kann mich gut in Sally reinversetzen. Ein Teil von mir möchte wissen, wie sie sich entwickelt, wie ihre Geschichte weiter geht.
Aber jedes Mal, wenn ich mir sage „okay komm, du hörst das jetzt weiter, es ist doch eigentlich gar nicht so ein schlecht“ stösst mich etwas ab.
Lange konnte ich dieses Etwas nicht greifen, geschweige denn in Worte fassen.
Doch inzwischen glaube ich zu wissen, dass es der Schreibstil sein muss. Sally‘s innerer Monolog kommt mir unnatürlich, ja beinahe gestellt vor. Ihre Gedanken und Gesten scheinen mir zu gewollt. Ausserdem glaube ich, dass in den meisten Fällen weniger mehr ist.
„Show, don‘t tell.“
Viele Szenen scheinen übererklärt und zu häufig zerkaut. Ich höre diese Häufungen von erklärenden Sätzen und würde sie am liebsten mit einem dicken Edding streichen.
„Wir müssen Ahornsirup haben, wir haben immer Ahornsirup. Allein bei der Vorstellung, jetzt losradeln zu müssen, um welchen zu kaufen, verzieht sich mein Gesicht. Doch dann entdecke ich eine versiegelte Flasche, ganz hinten, bei den Dr.Oettker Pudding-Tüten. Ich lache triumphierend, dann greife ich danach, räume die Klappleiter weg und schliesse die Tür. Und denke im ersten Moment an meinen ersten BH zurück.“
Gerade bei dieser Szene - würde da nicht reichen: „Wir müssen Ahornsirup haben, wir haben immer Ahornsirup. Ich will nicht nochmal los müssen. Haufenweise Dr.Oettker Puddingtüten, noch mehr Puddingtüten und ganz hinten - eine versiegelte Flasche.“
Den Rest kann man sich denken.
Das Gesicht verziehen und das laute Auflachen - beides wirkt so künstlich, so würde doch niemand von uns nach Ahornsirup suchen, oder?
Der Übergang zum ersten BH kommt mir auch etwas aus dem Nichts, wobei das ja wieder natürlicher ist - seltsame Assoziationen sind schliesslich menschlich.
Was ich eigentlich sagen wollte: Die Idee der Geschichte ist gut, die Tiefe ist da. Nur geht diese Tiefe für mich, im Versuch, den Lesenden jedes Detail von Sallys Fühlen und Denken direkt vor Augen zu führen leider verloren. Das Buch ist eine Konstruktion. Eine schöne und gut gemeinte Konstruktion, aber eben eine Konstruktion.
P.s. Das Wort „Ahornsirup“ hat‘s tatsächlich in meine Spracherkennung geschafft.
Ich hab ziemlich gebraucht um rein zu kommen, daher schwanke ich zwischen 4 und 5 Sternen. Sonst fand ich das Buch ziemlich gut und hätte mir wirklich gewünscht es früher zu lesen. Die Entwicklung von Sally war einfach nur richtig toll und ich hab so mit ihr mit gefühlt. Sie ist keine typische Buchperson gewesen sondern eher jemand wie ich oder wie eine Freundin. Ich hab die Familie Dynamik geliebt und die gemeinsame Entwicklung von Geschwisterschaft.
ich liebe liebe einfach Anne Freytags Art mit Worten umzugehen, ich möchte dann auch immer so schreiben können✨ zur der Story: am Anfang habe ich mich irgendwie nicht ganz bereit dafür gefühlt, ein Buch zu lesen, dass während dem Corona Lockdown spielt… die Geschichte ist sehr langsam, es passiert eigentlich nicht viel, aber viel in den Gedanken und Gefühlen von Sally und Leni und genau das mochte ich richtig gerne💗 Die Geschichte ist nicht spannend und doch sind es die Figuren, Familienverhältnisse und zwischenmenschlichen Beziehungen, sodass ich umbedingt weiter lesen wollte💗 aber ob es jetzt 4 oder 5 Sterne für mich sind, weiß ich nicht so genau…
"Vom Mond aus betrachtet spielt das alles keine Rolle" ist ein weiteres, absolut gelungenes Buch von Anne Freytag und behandelt die Themen Selbstfindung und selbstbestimmtes Leben. Das Buch spielt in Zeiten des Corona-Lockdowns und befasst sich im Hintergrund mit deren Auswirkungen auf das gesamte Leben, ohne dass die Wörter Corona, Pandemie oder Lockdown ständig erwähnt werden. Das Buch startet recht langsam, nimmt aber stetig Fahrt an, ist zum Ende regelrecht explosiv und hinterlässt Leser:innen mit einem lebensbejahenden Gefühl.
In "Vom Mond aus betrachtet spielt das alles keine Rolle" werden mehreren Handlungsstränge gleichzeitig bearbeitet, was ich unheimlich interessant und gelungen fand. Man erhält einen umfassenden Blick auf die gesamte Dynamik innerhalb der Familie und was diese mit den einzelnen Charakteren macht. Anne Freytag trifft die Themen auf den Punkt, findet zu jeder Zeit die richtigen Worte und geht damit durch Mark und Bein. Im Mittelpunkt des Buches steht jedoch Sally. Sally ist ruhig und zurückhaltend und ihren Mitmenschen gegenüber eher unterwürfig. Kurz gesagt: Ihr Charakter zeichnet sich in erster Linie durch ihr angepasstes Verhalten ohne Selbstbewusstsein aus. Und dann kommt Leni.
Anne Freytag verschwendet ihre Zeit nicht damit Dinge zu verschönern, die nicht zu verschönern sind. Ich habe viele Parallelen entdeckt und konnte dadurch sehr gut mit Sally mitfühlen. Das Buch ist an einigen Stellen sehr aufwühlend und hat mich oft mit großem Unverständnis zurückgelassen, war dadurch aber auch unheimlich authentisch und echt. Das, was sich in "Vom Mond aus betrachtet spielt das alles keine Rolle" abspielt, findet genau so ganz gewiss in tausenden von Familien statt. Es schafft also eine gesunde Konfrontation mit den Themen unserer Zeit.
Anne Freytag hat so einen wunderschönen, empathischen, ehrlichen und berührenden Schreibstil, der jedes ihrer Bücher für mich zu einem absoluten Highlight macht
Hat sich zu 80% gezogen und dann auf einmal flottes Ende idkkkk. Die 2 Maincharaktere hatten aber echt Tiefe, Geschichte hätte aber echt bisschen länger gehen können
Ein typisches Anne Freytag Buch. Viel wie in „Ein Mund voll ungesagter Dinge“, manches davon besser aufgearbeitet. Viele storylines, die man schon aus ihren anderen Büchern kennt. Trotzdem habe ich es gern gelesen, es hat einige neue Perspektiven integriert, das Corona-Pandemie-Setting war gut und wichtig - sowohl erleichternd als auch erschreckend, wie viel wir bereits jetzt vergessen haben - die Familiendarstellung ist gelungen. Das Ende hat mich tatsächlich nicht überzeugt, jedoch auch nicht besonders enttäuscht.
Wieder ein unfassbar großartiges Buch. Ich habe mich selten so mit fiktiven Charakteren identifizieren können und deswegen fleißig mit geschmunzelt, aber auch mitgelitten. Es ist faszinierend, wie eine erwachsene Person literarisch so realistisch die Gedankenwelt von jungen Menschen wiederspiegeln kann. Eine absolute Leseempfehlung!
Schöner Schreibstil à la Anne Freytag :) Tolle vielseitige Charaktere. Mir hat es ein bisschen an Höhepunkt gefehlt, es ist alles so relativ seicht vor sich him geflossen
ich weiß ehrlich gesagt irgendwie nicht richtig, wie meine meinung zu diesem buch ist. es ist wundervoll geschrieben, ein großer grund warum ich die bücher von anne freytag so toll finde. es gibt ein- zwei metaphern die so zweimal aufgegriffen werden im Buch, die mich irritiert haben, einfach weil sie irgendwie nicht richtig gepasst haben, aber das ist ja tatsächlich eine sehr kleine Kleinigkeit. Die charaktere sind toll, nicht alle sympathisch, aber echt und das macht sie so toll Ich habe dieses Buch aber irgendwie nicht so gefühlt, ich war nie total mitgerissen von der Stimmung oder den Gefühlen der Personen, ich hatte ganz viel Verständnis aber nicht so viel Mitgefühl. Dabei konnte ich mich eigentlich gut in dem Buch und den Charakteren wiederfinden. Die Handlung und die Entwicklung der Charaktere ist echt toll und realitätsnah. Aber naja, hat einfach irgendwie nicht so einen großen Emotionsausschlag bei mir ausgelöst wie ich erwartet habe
Das Buch war leider ein totaler Reinfall und einfach nur enttäuschend. Schon alleine das Gerede von Corona, Pandemie und Sallys unzähligen Lockdown-Aktivitäten in den ersten Kapiteln war nervenaufreibend. Eine Anmerkung im Klappentext wäre von Vorteil gewesen, da ich das Buch sonst gemieden hätte. Aber am schlimmsten fand ich ja die toxische Mutter und wie ihr Verhalten am Ende als „Aber sie liebt uns. Auf ihre verschrobene, nicht immer leicht zugängliche Art liebt sie uns.“ abgestempelt wurde. Sowas kann ich einfach nicht gutheißen und bringt mich auf die Palme. Der Schreibstil und die Geschwisterdynamik haben mir wirklich sehr gut gefallen, aber das war’s leider auch.
Eins von den Büchern die ich so schnell verschlungen habe dass es im Nachhinein alles ein bisschen verschwimmt. Ein Buch dass sich anfühlt wie eine warme Tasse Kakao und gleichzeitig ein bisschen weh tut eben weil es so ehrlich und treffend ist. Viel innerer Dialog, eine Handlung die weitestgehend an einem Ort spielt und ganz viele Gefühle. Eine sehr treffende Beschreibung wie es sich anfühlt ein Teenager in mitten der Pandemie zu sein und so viel mehr. All dass zusammen mit einem wunderschönen Schreibstil der alle von Anne Freytags Büchern ausmacht.
hab zu beginn schwierigkeiten gehabt, in die geschichte hineinzufinden (womit ich nicht gerechnet habe, ich glaube, es lag daran, dass ich mich einfach zu wenig identifizieren konnte und das alles nicht so gefühlt habe) und ich hatte einfach extrem hohe erwartungen es wurde aber immer besser ich liebe liebe liebe anne freytags schreibstil und (besonders ihre neben)figuren und den immer gelungenen spannungsaufbau ihrer bücher ich hab es wie jedes ihrer bücher ab seite 100 einfach auch wieder verschlungen und war komplett drin, allein das zeigt, dass es ein gutes buch war, meiner meinung aber nicht ihr bestes (aus verschiedenen gründen) aber! die letzten zwei kapitel- die haben mich sooo gekriegt.
4,5// Die Geschichte von Sally und ihrer Familie hat mir mehrmals Tränen in die Augen getrieben. Anne Freytag hat hier so eine emotionale Geschichte geschrieben, die sich extrem real anfühlt. Hier ist niemand “gut”, alle Charaktere haben ihre Macken und Fehler. Das Buch greift auch viele Gefühle und Gedanken auf, die während der Pandemie wahrscheinlich viele Menschen hatten. Ein wirklich tolles Buch darüber sich selbst zu finden. Das einzige Manko ist hier die Hörbuchsprecherin, die das ganze so dröge, langsam und leblos vorliest, dass ich selbst auf 2-Fächer Geschwindigkeit (Maximum in der Onleihe) das Gefühl hatte es fehle an manchen Stellen noch Tempo.
"Ich nehme eine zweite Zimtschnecke. In sie hineinzubeißen, fühlt sich an wie eine Umarmung, die man essen kann." 💝 Eine nette Geschichte für zwischendurch aus dem alltäglichen Leben. Die großen Gefühle und Lebensweisheiten, die ich bislang von Anne Freytag gewohnt war, blieben in meinen Augen leider etwas aus. Dennoch eine schöne Geschichte.
„Und während ich ihn ansehe, frage ich mich, ob es vielleicht zum Leben einfach dazugehört, gebrochen zu werden. In vielen kleinen Schritten. Ein bisschen Herz, ein bisschen Seele, ein bisschen Gutgläubigkeit, ein bisschen Urvertrauen.“