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Wer das Vergessen stört

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»Wenn Vera tot ist, war es kein Selbstmord!«

Nach einer gescheiterten Beziehung lässt sich Lily Brown, zuvor Polizeipsychologin bei Scotland Yard, in Canterbury als Psychotherapeutin nieder. Zu ihren ersten Patientinnen gehören Samantha Harris, die in einer toxischen Beziehung mit ihrem gewalttätigen Ehemann gefangen ist. Und Vera Osmond, die aufgrund eines schlimmen Kindheitserlebnisses unter Panikattacken leidet. Lily hält Veras Behandlung schon für erfolgreich abgeschlossen, als diese sich wieder bei ihr meldet. Doch Lily ist abgelenkt. Wenig später wird Vera tot aufgefunden – angeblich Selbstmord. Lily glaubt nicht daran und stellt Nachforschungen an. Dabei stößt sie auf ein furchtbares Geheimnis und gerät selbst in Lebensgefahr …

432 pages, Paperback

Published September 14, 2023

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About the author

Tessa Duncan

6 books

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5 stars
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1 star
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Displaying 1 - 13 of 13 reviews
Profile Image for Monika Gartner.
30 reviews2 followers
October 5, 2023
Spannend vom Anfang bis zum Ende, gut geschrieben und es gibt eine (kleine) Überraschung zum Schluss 🤫
Profile Image for Anna Catharina.
628 reviews63 followers
November 18, 2024
Punktabzug wegen Tierquälerei

Das Buch war einer der wenigen Spontankäufe im letzten Jahr, das Setting in Canterbury, wo ich vor Jahren Urlaub gemacht habe, reizte mich sofort.

Danach kamen mir Bedenken, da ich mittlerweile kaum noch reine Spannungskrimis mehr lese. Das Cover und der Titel erinnern mich in an die Krimis von Elizabeth George und Deborah Crombie. Als ich las, dass es sich nur um das Pseudonym einer deutschen Autorin handelt, war ich noch skeptischer.

Nach kurzer Zeit hat mich die Geschichte aber doch in seinen Bann gezogen. Die Spannung ist eher subtil und baut sich stetig auf. Eigentlich stehen mit Vera und Samantha gleich zwei Geschichten im Fokus, die sehr verschieden und doch jede für sich sehr realistisch sind. Samantha wird von ihrem Mann misshandelt, kann sich aber nicht aus dieser toxischen Beziehung lösen. Vera plagen Panikattacken, die auf ein Trauma in ihrer Kindheit beruhen.

Alle Personen fand ich sehr überzeugend dargestellt, auch wenn gerade Lilly als Hauptperson noch etwas mehr Profil entwickeln kann. Leider kam Canterbury als Setting kaum zum Tragen, was bei einer so hübschen Stadt (und weil ich das Buch nur deshalb gekauft habe) schade ist.

Die Serie hat viel Potenzial und der nächste Band steht schon auf meiner Kaufliste.
Profile Image for Sabine.
771 reviews20 followers
September 14, 2023
Ich kenne die Autorin durch ihre historischen Romane, als Tessa Duncan wagt sie sich nun inein neues Genre: den Spannungsroman – und dieser Sprung ist ihr gelungen.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht Lily Brown – sie ist Psychologin, hat vor ihrer Niederlassung als Psychotherapeutin die Polizei als forensische Psychologin bei sogenannten Cold Cases unterstützt, und dabei auch Erfahrung beim „Ermitteln“ sammeln bzw. gute Kontakte knüpfen können. Zu Beginn erfährt man als Leser von dem Tod einer jungen Frau, Vera Osmond. Sie soll Selbstmord begangen haben, das jedoch kann Lily nicht glauben - sie kennt Vera als ehemalige Klientin und hatte zuletzt den Eindruck, dass sie die Angst- und Panikattacken gut im Griff hatte und voller Energie im Leben stand. Im ersten Teil des Buches lernt man Vera im Rückblick näher kennen, wie sie zu Lily gekommen ist und wie die Therapie abgelaufen ist. Im zweiten Teil versucht Lily dann, den Tod Veras aufzuklären – und gerät dabei selber in Gefahr.

Es gibt verschiedene Perspektiven, aus denen alles berichtet wird, zudem auch einige zeitliche Rückblenden in die fernere Vergangenheit. Die Kapitel sind eher kurz, so dass eine ungehörige Spannung entsteht, da man natürlich immer wissen will, wie es weitergeht. Sorge, dass man durcheinanderkommt mit den verschiedenen Erzählperspektiven, muss man aber nicht haben, denn vor jedem Kapitel steht, an welchem Ort und zu welcher Zeit man gerade ist.

Während man im ersten Teil vor allem Einblicke in das therapeutische Geschehen erhält, ist es im zweiten Teil vor allem die Aufklärung von Veras Tod. Gleichzeitig gibt es noch einen anderen Fall, der Lily sehr beschäftigt – Samantha. Sie wird von ihrem Ehemann misshandelt und landete nun schon zum wiederholten Male mit Verletzungen im Krankenhaus. Obwohl sie sich mit einer Therapie einverstanden erklärt, kommt Lily einfach nicht richtig zu ihr durch und die Misshandlungen durch den Ehemann gehen weiter.

Man merkt, dass die Autorin selber Psychologie studiert hat und sich mit den Themen "häusliche Gewalt" und auch "Angst- und Panikstörungen" gut auskennt. So beschreibt sie verschiedene Behandlungsformen, was interessant und zugleich auch lehrreich für den Leser ist. Im zweiten Teil wird es dann aber immer spannender, denn Veras Tod gibt einige Rätsel auf und Lily versucht, diese aufzulösen – und gibt sich dabei selber in Gefahr.

Lily ist eine Protagonisten, die ich gerne begleitet habe. Sie ist eine selbstbewusste Frau, die gerade beruflich durch Fachwissen und Empathie glänzt, im privaten Bereich ist sie dagegen nicht immer so selbstbewusst, und tappt hier auch schon mal in die gleichen Fallen wie ihre Klientinnen. Sie zeigt sich durchaus auch verletzlich, manchmal auch naiv in ihrem Handeln, dann wieder stur - immer aber spürt man ihr großes Herz und ihr Engagement für andere Menschen.

Auch Vera und Samantha sind als Charaktere gut gezeichnet – wenn sie in gewisser Weise auch traurige Klischees bedienen: Vera, die erfolgreiche Karrierefrau, die durch ihre Panikattacken vor allem beruflich zurückgeworfen wird und das natürlich sofort geändert haben will, und Samantha, die in völliger Abhängigkeit zu ihrem Ehemann steht und keinen eigenen Willen hat, sich dafür aber devot und unterwürfig seinen Wünschen hingibt.

Der Schreibstil ist eher einfach und sehr gut lesbar – die kurzen Kapitel und der leichte Schreibstil lassen die Seiten rasch dahinfliegen. Gerade in der zweiten Hälfte kommt dann gehörige Spannung auf, als Lily der Wahrheit immer näher kommt – im großen Finale löst sich dann alles auf und offene Fragen werden geklärt.

Ich habe das Buch wirklich gerne gelesen und war durchweg gefesselt – insgesamt ein Spannungsroman, den ich gerne empfehle.
Profile Image for Tinstamp.
1,104 reviews
October 29, 2023
Ich war auf das Krimi-Debüt von Tessa Duncan sehr gespannt, denn ich kenne die Autorin bereits von ihren historischen Romanen, die sie unter ihrem Klarnamen Marita Spang und dem Pseudonym Marie Lacrosse geschrieben hat. Deshalb kam der Genre-Wechsel für mich auch etwas überraschend.

Marita ..äh..Tessa hat das typische britische Flair in "Wer das Vergessen stört" wirklich sehr gut eingefangen. Ihre Kenntnisse als klinische Psychologin setzt sie in ihrem erstem Spannungsroman/Krimi ebenfalls perfekt ein.
Ihre Protagoinistin Lily Brown ist ehemalige forensische Polizeipsychologin, die als Psychotherapeutin in Canterbury einen beruflichen Neuanfang wagt.
Eine ihrer Patienten ist Vera Osmond, die unter Panikattacken leidet und die Selbstmord begangen haben soll. Alles spricht dafür und die Polizei schließt den Fall als erledigt ab. Doch Lily ist sich sicher, dass Vera sich nicht das Leben genommen hat. Die letzten Telefongespräche, die sie mit ihr geführt hat, haben ihr bestätigt, dass sie ihre Panikattacken im Griff hatte und einem Geheimnis auf der Spur war.

Der Krimi ist in zwei Teile aufgeteilt und es wird im Wechsel aus der Sicht von Lily, Vera und Samantha erzählt. Dabei gibt es auch Rückblicke in die Vergangenheit.
Im ersten Teil lernen wir sowohl Lily, als auch Vera besser kennen. Wir erleben, wie Lily arbeitet und erfahren mehr über Vera und den Grund ihrer Panikattacken, die sie seit einiger Zeit immer öfters "überfallen". Auslöser sind fast immer Kinder oder deren Geschrei. Da sie diese Panikattacken auch während Vorträgen in ihrem Job bekommt, sucht sie bei Lily Brown Hilfe.
Tessa Duncan lässt uns an der Traumabewältigung teilhaben und bietet Einblicke in die Arbeit, was spannend erzählt wurde. Man erkennt, dass die Autorin weiß, wovon sie spricht, da sie selbst Psychologie studiert hat. Es dauert deswegen ein wenig, bis die Handlung an Fahrt aufnimmt.
Ein Thema behandelt auch häusliche Gewalt, mit der wir durch Samantha konfrontiert werden. Diese Szenen gingen mir sehr unter die Haut und als Außenstehender ist es oft unverständlich, wie sich vorallem Frauen von anderen Menschen derart behandlen lassen und immer wieder die Schuld bei sich selbst suchen.

Im zweiten Teil geht es großteils um die Aufklärung von Veras Tod und dessen Hintergründe. Für mich bot der zweite Teil eine Menge mehr an Spannung und ich habe ihn in einem Rutsch durchgesuchtet, während ich beim ersten Teil der Geschichte doch etwas länger brauchte.

Die Charaktere sind gut gezeichnet. Lily hat Ecken und Kanten. Sie ist stur, hinterfragt einiges und gibt nicht so schnell auf. Im privaten Bereich ist sie jedoch oftmals inkonsequent und macht dieselben Fehler, wie ihre Patient:innen. Auch zu ihrer Mutter hat sie kein sehr gutes Verhältnis.
Auch Vera und Samantha sind greifbare Figuren, mit denen ich mitgelitten habe. Sowohl ihre Stimmungen, als auch ihre Angst und Wut, waren für mich spürbar. Nicht zu vergessen Kater Mick, der Ähnlichkeiten mit dem tierischen Mitbewohner der Autorin hat...;)

Der Schreibstil ist eher einfach (wie es bei einem Krimi zu 90% der Fall ist) und lässt sich sehr gut lesen. Die Kapitel sind kurz und verleiten dazu, noch schnell ein weiteres zu lesen.

Ich finde es immer wieder bewundernswert, wie unterschiedlich Autor:innen in verschiedenen Genres schreiben können. Ich freue mich schon auf einen weiteren Fall mit Lily Brown und gratuliere der Autorin zu ihrem Krimi-Debüt!

Fazit:
Ein gelungenes Krimi Debüt der Autorin, die mit der Figur der Psychotherapeutin Lily Brown einen interessanten Charakter entworfen hat. Ich freue mich schon auf weitere interessante Fälle.
1,410 reviews7 followers
October 9, 2023
Spannender Auftakt einer neuen Krimireihe

Lily Brown hatte als Polizeipsychologin bei Scotland Yard, in Canterbury gearbeitet.
Mittlerweile hat sie sich als Psychologin in einer Praxis niedergelassen.
Zwei Patientinnen halten sie in Atem.
Samantha Harris, die immer wieder häuslicher Gewalt ausgesetzt ist und nicht bereit ist ihren Ehemann zu verlassen.
Die Zweite ist Vera Osmond, sie leidet unter Panikattacken die immer schlimmer werden und sogar ihr Job in Gefahr ist.
Lily denkt, dass die Behandlung von Vera erfolgreich abgeschlossen ist als sie einen Anruf von ihr bekommt.
Lily die gerade mit Samantha Harris beschäftigt ist kann den Anruf nicht entgegennehmen.
Als sie zu einem späteren Zeitpunkt zurückruft ist Vera nicht mehr zu erreichen.
Kurz darauf wird Vera tot aufgefunden. Sie hat Suizid begangen.
Lily glaubt nicht daran, dass Vera Selbstmord begangen hat und stellt Nachforschungen an. Dabei gerät sie selbst in Lebensgefahr.

„Wer das Vergessen stört“ ist der erste Band der Reihe „Die Canterbury-Fälle“ von Tessa Duncan.

Die Autorin ist mir schon lange unter ihrem Klarnamen Marita Spang und dem Pseudonym Marie Lacrosse bekannt. Mit zahlreichen historischen Romanen hat die Autorin mich erfreut. Jetzt wagt sie sich als Tessa Duncan in das Genre Krimi.
Und auch hier glänzt die Autorin.

Ihre Charaktere sind interessant und lebendig.
Die Psychologin Lily Brown hat nach einer gescheiterten Beziehung ihren Job bei Scotland Yard aufgegeben und unterhält jetzt eine Praxis.
Ganz abgeschlossen hat sie mit ihrem Ex allerdings nicht.

Samantha Harris ist eine der Patientinnen von Lily.
Sie wird von ihrem Mann auf brutale weiße immer wieder misshandelt. Man kann kaum verstehen warum Frauen diese Männer immer wieder in Schutz nehmen, ihnen verzeihen oder die Schuld bei sich selber suchen.
Dass ist aber wohl oft so und so wird der Fall Samantha Harris sehr realistisch geschildert.

Vera Osmonds Fall ist da schon etwas komplizierter. Die Panikattacken die sie immer wieder bekommt beziehen sich auf ein Erlebnis in ihrer Kindheit.
In Psychologie kenne ich mich nicht besonders gut aus.
Aber die Therapieansätze die Lily Brown umsetzt sind wirklich interessant.
Ich fand es spannend zu lesen wie die Psychologin die Kindheitserinnerungen an die Vera keine Erinnerung hat aus ihr herauskitzelt und wie sie Vera Selbstschutzmechanismen an die Hand gibt.
Man spürt, dass Tessa Duncan weiß wo von sie schreibt, schließlich ist sie promovierte Psychologin.

Der Krimi ist gut aufgebaut. Man lernt die Charaktere erst gut kennen. Kann sich mit den Patientinnen vertraut machen. Dann wird Vera tot aufgefunden.
Lily die sich zum einen Vorwürfe macht, dass sie für Vera nicht erreichbar war und zum anderen nicht an einen Selbst Mord glaubt versucht die letzten Tage von Vera zu rekonstruieren.
So erfahren auch die Leser*innen wie das damals in Veras Kindheit wirklich war.

Tessa Duncan baut nach und nach Spannung auf die sie bis zum Ende aufrecht hält.
Ihr Schreibstil ist flüssig und gut verständlich.
Mit „Wer das Vergessen stört“ hat die Autorin keinen blutrünstigen Krimi veröffentlicht sondern eine spannenden auf Psychologie aufgebauten Kriminalroman.

Mir war es eine Freude „Wer das Vergessen stört“ zu lesen und ich freue mich jetzt schon wenn die Reihe weitergeht.
407 reviews5 followers
October 8, 2023
Die Hauptprotagonistinnen sind die Psychologin Lily und ihre beiden Patientinnen Samantha, die von ihrem Mann misshandelt wird, und Vera, die unter Panikattacken leidet.

Ich muss leider gestehen, dass ich mit dem Buch nicht warm wurde. Die Story ist gut, gar keine Frage, und auch spannend. Es waren eher die Figuren und teilweise die Auflösung, die mich nicht überzeugen konnten.

Lily kämpft an ihren eigenen Fronten, und die Passagen, in denen sie alleine zu Hause ist, fand ich ziemlich langatmig. Sie reibt sich zwar auf für ihre Patientinnen, und so kam es, dass plötzlich der Fokus auf Samantha lag, aber Lily selbst blieb im Vergleich deutlich zu blass.
Dann kommt noch Vera ins Spiel, die fast eine Zeitraffer-Therapie durchläuft. Mit Vera kam ich am besten zurecht, und ihre Geschichte ist so dramatisch wie unglaublich traurig. Doch zu Veras Geschichte gehören Nebenstränge, die mich verwirrten, da ich gar nicht wusste, warum wir nun in dieses Jahr sprangen und wer die Menschen waren. Das klärt sich irgendwann auf, ich fand das insgesamt jedoch etwas schwierig nachzuvollziehen.
Lily versucht letztendlich herauszufinden, ob Vera wirklich Selbstmord begangen hat, da sie nicht daran glaubt. Plötzlich ist Samantha gar kein Thema mehr. Ich dachte schon: "Huch, was passiert da?" Man muss also konstant konzentriert bei der Sache bleiben, um nicht den roten Faden aus den Augen zu verlieren.

Zum Ende hin war ich in puncto Auflösung auf dem richtigen Weg. Diese fand ich relativ schlüssig, allerdings kam eine Passage darin vor, wo ich dachte: "Komm, nee, finde ich das jetzt mutig, unglaubwürdig oder doof?" Wahrscheinlich ein wenig von allem. Zumindest bietet der Plot genug Diskussionspotenzial.

Und lasst mich noch eben das Setting erwähnen. Canterbury, die Domstadt im Südosten Englands, mit ihren gepflasterten Straßen, dem alt-römischen Ambiente und den saftgrünen Uferlandschaften. Klingt total schön, oder? Genau das hätte ich mir an Beschreibungen gewünscht. Leider geht Tessa Duncan nur spärlich auf die Umgebung ein und verschenkt somit ein paar Punkte.

Fazit: Trotz der klug gewählten Kapitelgliederung und der eingebauten Wendungen war dieser Roman wegen der inhaltlichen und stilistischen Umsetzung nicht komplett mein Ding. Schaut am besten mal in die Leseprobe und verschafft euch einen eigenen Eindruck. Ich hoffe, euch gefällt die Story mehr als mir. Der zweite Teil wird dennoch bei mir einziehen, weil ich guter Dinge bin, dass es da besser flutscht.
67 reviews
October 9, 2023
Lily Brown wird aufgrund ihrer früheren Beziehung zu Scotland Yard in einem Fall von häuslicher Gewalt um ihre psychologische Unterstützung der Betroffenen gebeten. Zeitgleich wendet sich eine Werbeagentin an sie um ein Trauma aus ihrer Kindheit aufzuarbeiten bei dem ihre kleine Schwester ums Leben kam. Tessa Duncan lässt in den beiden Erzählungen viel von ihrer persönlichen Erfahrung als klinische Psychologin einfließen und der Leser erhält einen guten Eindruck von der Arbeit einer Psychotherapeutin.

Im Fall von häuslicher Gewalt ist Sammy ihrem prügelnden Ehemann hilflos ausgeliefert. Dieser Teil hat beim Lesen viele Emotionen bei mir hervor gebracht. Wut und Abscheu für den Ehemann, aber auch teilweise Verständnislosigkeit für die Frau die immer wieder Entschuldigungen und Verständnis für die gewalttätigen Vorfälle aufbringt.

Die Geschichte um Vera beginnt mit den neuerdings auftretenden Panikattacken. Die verstärken sich immer mehr, sodass Veras Tätigkeit als Werbeagentin gestört ist und eine Entlassung zur Folge hat.

Da Lily beide Patientinnen betreut muss sie sich entscheiden welches Gespräch Priorität hat. Nachdem sie bei einem Überfall selbst verletzt wird, erfährt sie von Veras angeblichen Selbstmord. Doch war es wirklich so?

Lily glaubt nicht an Selbstmord und beginnt ihre eigene Ermittlungen um herauszufinden was wirklich passiert ist. In diesem Abschnitt des Buches glaubt man immer wieder "ah, so war das also", aber durch neue Erkenntnisse kommt es zu neuen Verwicklungen.

Ich habe das Buch zügig gelesen, der Schreibstil ist flüssig und man erhält als Leser einen Einblick in die Vorgehensweise psychotherapeutischen Arbeit bei der Traumabewältigung. Tessa Duncan versteht es dies verständlich und gut lesbar zu beschreiben.

Der Teil um Vera nimmt im Buch einen größeren Teil ein und ist wirklich spannend, wenn auch für mich ein wenig langatmig beschrieben. Hier konnte ich manche Verhaltensweisen nicht wirklich gut nachvollziehen. Aber die Auflösung war insgesamt schlüssig und einigermaßen überraschend.

Mein Fazit zu dem Buch: Zwei Geschichten die bei mir einiges an Emotionen ausgelöst haben und meine Kenntnisse zur Traumabewältigung vertieft haben. Ich würde gut unterhalten und habe viele Überlegungen zur Lösung eines in der Vergangenheit liegenden Geschehens anstellen. Also eine Empfehlung für alle die gerne mit rätseln.
949 reviews
September 28, 2023
Die Gestaltung des Cover finde ich wirlich ansprechend. Die Häuser und Landschaft sieht düster aus, auch die Farben wirken eher dunkel. Der Titel hat mich sofort neugierig auf die Handlung gemacht. Die Haptik des Taschenbuches ist toll und hochwertig.

In der Geschichte geht es um die Psychotherapeutin Lily Brown. Noch vor kurzer Zeit war sie Polizeipsychologin, doch durch ein persönliches Drama führt nun zusammen mit ihrem Kollegen Matt in Canterbury eine Praxis.

EIne ihrer Patientinnen ist Samantha, diese wird von ihrem Ehemann regelmäßig misshandelt. Lily versucht alles um ihr zu helfen, doch Samatha ist gefangen in ihrer toxischen Beziehung.

Die andere Patientin ist Vera,diese leidet unter Panikattacken und möchte so schnell wie mölich wieder arbeitsfähig sein. Vera liebt ihren Job, daher glauben auch die Polizisten, dass Vera durch die Kündigung Selbstmord begangen hat. Sie soll von einem Hochhaus gesprungen sein. Für Lily ist klar "wenn Vera tot ist dann war es keine Selbstmord" und so beginnt sie auf eigene Faust zu ermitteln. Vera konnte sich kurz vor ihrem Tod an ihr Kindheitstrauma erinnern. Es hat etwas mit ihrer Schwester zu tun und jemand möchte, dass geschwiegen wird.... Lily sucht auch Hilfe bei Dan, ihrem ehemaligen Kollegen und Liebhaber. Wird sie ihm verzeihen? Und wer möchte, dass auch Lily schweigt?

Der Schreibstil gefällt mir unfassbar gut, bereits der Prolog hat mir eine Gänsehaut beschert. Die Charakter sind sehr gut beschrieben und ich finde die Mischung aus Krimi und Psychothriller sehr gelungen. Dies ist der erste Band und ich bin schon jetzt auf die Fortsetung gespannt, da am Ende des Buches noch einige Fragen offen geblieben sind. Ich empfehle das Buch auf jeden Fall weiter.
Profile Image for Ulliken.
311 reviews3 followers
February 14, 2024
Ein neuer Stern am Thriller-Himmel


Ein heller, wolkiger Himmel über einem typisch englischen Städtchen ist auf dem Cover zu sehen. Tessa Duncan beschreibt in ihrem super spannenden Roman "Wer das Vergessen stört: die Canterbury-Fälle" die ehemalige forensische Polizeipsychologin Lily Brown, die sich als Psychologin niedergelassen hat.

Ihre erste Klientin ist Samantha, die seit Jahren unter ihrem gewalttätigen Ehemann leidet, die zweite ist die beruflich erfolgreiche Vera, die regelmäßig von Panikattaken überrascht wird.

Zu beiden kann sie ein positives Verhältnis aufbauen, bis diese nicht mehr zu ihr kommen müssen.

Dann erfährt sie, dass Vera sich umgebracht haben soll. Das glaubt sie aber nicht. Doch für die Polizei gibt es da keine offenen Fragen mehr. Jetzt will sie der Sache auf den Grund gehen und bringt sich selbst in größte Gefahr.

Marita Spang (Klarname) und Marie Lacrosse (Pseudonym), unter diesen Namen habe ich bereits Romane von ihr gelesen. Jetzt jetzt hat die Autorin ihren Beruf als klinische Psychologin mit einfließen lassen in diesen Thriller unter dem Pseudonym Tessa Duncan. Ich kann nur sagen: weiter so!
Ich freue mich auf weitere spannende Fälle mit Lily Brown.
41 reviews
October 1, 2023
Dieser Krimi ist von Anfang bis Ende spannend.

Die Zeitsprünge, aber auch die Personensprünge verhelfen hier zu einem Spannungsaufbau der einen dazu verleitet das Buch möglichst schnell zu beenden, damit man endlich weiß wie es ausgeht.

Lily habe ich als sehr sympathische und kluge Frau wahrgenommen, es hat mir Spaß gemacht in ihre Welt einzutauchen, hat mich mitgerissen, manchmal auch überfordert, emotional angespannt und mitgerißen.

Was ich von Dan halten soll, da bin ich unsicher, aber letztendlich ist es auch nicht wichtig um die Story gut zu finden.

Ich hatte Spannung und Lesegenuß, manchmal fand ich die Formulierungen zu hölzern, zu gestelzt, aber ich war trotzdem sehr im Bann derStory.
Profile Image for Alexandra Behr.
476 reviews4 followers
September 30, 2023
Dies ist der Auftakt einer neuen Krimi-Reihe.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und fesselnd.

Die Charaktere sind sehr bildhaft beschrieben.

Die Geschichte ist spannend und sehr interessant und aufwühlend.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.
Profile Image for Elke.
1,911 reviews42 followers
June 12, 2025
Das Buch bietet gleich drei rote Fäden, die die Handlung bestimmen: da ist zum einen die Psychologin Lily Brown selbst, die nicht nur mit ihren Patientinnen, sondern auch mit ihren privaten Dramen fertig werden muss. Diesen Teil - Lilys Privatleben - fand ich zumeist nicht ganz so spannend, teils sogar wiederholend (vor allem wenn sie zuhause war) und vor allem das Liebesdrama war für mich unnötiger Beifang. Da waren die beiden Fälle, mit denen sie es in diesem Buch zu tun hat, schon interessanter: zum einen ist da Samantha, die von ihrem Ehemann seelisch und körperlich drangsaliert wird, es aber nicht schafft sich aus dieser toxischen Beziehung zu befreien. Wie sich dieser Faden entwickelte, war relativ vorhersehbar, aber trotzdem immer noch schockierend. Der Hauptplot schließlich drehte sich um Vera Osmond, die aufgrund eines unbekannten Traumas, das sie neuerdings in Panikattacken versetzt, zu Lily in die Sprechstunde kommt. Und was da dahintersteckt, war wirklich unglaublich und voller überraschender Wendungen. Fast war mir das Ende sogar zu aufgesetzt und zu viel, so dass ich das Buch mit gemischten Gefühlen zugeklappt habe. Letztlich hielt sich die Spannung bis auf wenige Peaks für mich in Grenzen, und ein paar Seiten weniger wären hier vielleicht hilfreich gewesen, insgesamt habe ich mich aber unterhalten gefühlt und werde mir auch Teil zwei noch zu Gemüte führen.
Fazit: gut lesbarer Krimi, der aber einige Längen aufweist, die Spannung und Tempo ausbremsen.
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