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Der 21. Juli

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Schon ein beklemmend schauriges Gefühl, dem Reichsführer SS, Heinrich Himmler, in den 50er-Jahren als Herrscher eines Großdeutschlands wieder zu begegnen. Wie schon in Robert Harris Erfolgsroman Vaterland , oder dem jüngsten Beispiel, Harry Mulischs Siegfried , in dem ein heimlicher Führersohn entdeckt wird -- immer wieder fühlen sich Autoren angestachelt, die Geschichte des Dritten Reiches wie durch ein Zeitloch verändert ablaufen zu lassen. Den Historiker Christian von Ditfurth, Sohn des Wissenschaftsjournalisten Hoimar von Ditfurth und Bruder Jutta Ditfurths, trieb dabei ein besonderer Aspekt Das Hitler-Attentat vom 20. Juli 1944 und die Verschwörung der Männer um Graf von Stauffenberg. Startrampe seines Plots ist das gelungene Attentat und der Tod des Führers. Ditfurths historischer Dreh basiert dabei auf der rätselhaften (gleichwohl verbürgten) Tatsache, dass eine jahrelang dilettantisch vorbereitete Aktion vom ansonsten bestens informierten SS-Sicherheitsdienst glatt übersehen werden konnte. Ditfurths Romanlö Himmler und seine Schergen waren Bündnispartner der Verschwörer. Trotz Hitlers Tod tobt der Krieg weiter, bis das Ungeheuerliche geschieht. "Der Kampf war nicht umsonst", verkündet der Berliner Rundfunk am 6. Mai 1945. Eine deutsche Atombombe legt die sowjetische Stadt Minsk in Schutt und Asche und beendet den Zweiten Weltkrieg! Jahre später schlägt die Stunde Knut Werdins, eines SS-Standartenführers, der 1945 in die USA übergelaufen, heute dort zurückgezogen lebt. Präsident McCarthy (!), erschreckt von einer drohenden großdeutsch-sowjetischen Allianz gegen die Vereinigten Staaten, beschließt, Werdin als eine Art Prä-Bond in seine Heimat zurückzuschicken, um Himmler zu eliminieren. Bei seinem Eintreffen findet unser Held ein Deutschland vor, das ihn schwindeln macht. Goerdeler ist Hitlers Nachfolger, ein gewisser Ludwig Erhard waltet als Wirtschaftsminister und Hermann Göring... nun! Ein Trost für unseren Kä Auch eine alte Liebe erwartet ihn! Die spannende Frage nach der Entwicklung Deutschlands und der Welt, wären Stauffenberg und seine Helfer erfolgreich gewesen, handelt von Ditfurth mit kühnem utopischen Schwung ab, wenngleich der kenntnisreiche Historiker im Streit mit dem Thrillerautor oft die Oberhand behält. --Ravi Unger

563 pages, Paperback

First published January 1, 2001

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About the author

Christian von Ditfurth

40 books20 followers
Wolf-Christian von Ditfurth is a German author and historian. He was a member of the German Communist Party from 1973 to 1983. In January 1998, he joined the SPD, which he was a member of for two years.

As a journalist he has published numerous articles in the Der Spiegel. Since 1999, he has also been a writer of sensational and detective novels.

He comes from an old noble family. His father Hoimar von Ditfurth was a journalist, doctor, popular television presenter and writer, his sister, Jutta Ditfurth, is a journalist and politician.

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Displaying 1 - 3 of 3 reviews
Profile Image for Jens van der Kreet.
Author 2 books22 followers
October 29, 2023
Ich habe lange gebraucht, um mich dazu zu entscheiden, diesem Werk wirklich fünf Sterne zu geben. Das lag daran, dass ich häufig das Gefühl hatte, Herr von Ditfurth weiß nicht, ob er lieber ein Sachbuch über die Nazi-Zeit schreiben wollte oder lieber einen Thriller, der spannend ist, überraschende Plot-Twists aufweist und schließlich zu einem konsistenten Ende führt.

Nachdem ich das Ende gelesen hatte, wusste ich: Dieser Spagat ist ihm gelungen. Es gab einen Plot-Twist, der mich so zufriedengestellt hat, dass die Story für mich absolut rund wurde.

Dieser Roman ist für Menschen, die mehr über unsere deutsche Geschichte wissen wollen und die eine Grundbildung politischer und historischer Art haben. Es ist aber auch eine spannende Agentenstory. Doch wer dieses Buch liest, der sollte sich ein wenig Zeit nehmen dafür. Ich habe über ein Jahr gebraucht, dieses Werk zu Ende zu lesen.
Profile Image for Alex.
67 reviews5 followers
May 6, 2026
Trotz der erzählerischen Längen und meiner Zweifel an der historischen Wahrscheinlichkeit des konkreten Verlaufs ist "Der 21. Juli" sicherlich eine der besseren und fundierteren Behandlungen in der Rubrik der Alternate History. Wer sich für das Genre interessiert und über ein paar zähe Passagen hinwegsehen kann, findet hier ein interessantes Gedankenspiel.
449 reviews11 followers
June 29, 2018
Solid alternative history thriller. The 1953 frame and the 1944/45 core plot seem a bit disjointed though. Sometimes the writing feels a tad amateurish. Except for that, decent fun and a plausible and titillating exploration of a great What If.
Displaying 1 - 3 of 3 reviews