Eine Gruppe alter Bekannter trifft sich im Dorf der Paladin Bowden und der Feuermagier Kato, der Zwerg Gjalar und die Elfe Tanaqui. Bevor ihre nicht immer friedliche Vorgeschichte sie wieder entzweien kann, realisiert die Gruppe, dass die unnatürlich vielen Waldbrände, die sie beobachten, einen Grund Die Feuer in den Schmieden der Zwerge brennen unkontrolliert, denn niemand bewacht sie mehr. Ein dunkles Rätsel liegt tief unter der Erde verborgen. Verfolgt von zahlreichen Feinden müssen die vier alles daransetzen, es zu lösen, bevor der gesamte Kontinent in Flammen aufgeht.
Bernhard Trecksel, geb. 1980 in Papenburg an der Ems, bezeichnet sich selbst als leidenschaftlichen Eskapisten und absoluten Geek. Die Kunst des Erzählens lernte und verbesserte er während unzähliger Stunden, die er mit Fantasy-Rollenspielen verbrachte. Seine Inspiration als Autor findet er in den alltäglichsten Dingen wie dem Lesen der Morgenzeitung, doch seine schriftstellerischen Idole sind die alten Meister wie H.P. Lovecraft, Robert E. Howard und J.R.R. Tolkien. In seiner Freizeit spielt er Videospiele, Brettspiele und (auch als Erwachsener immer noch) Rollenspiele oder liest Fantasy- und Horrorromane. Seit seinem Universitätsabschluss in Archäologie und Skandinavistik lebt er in Münster und arbeitet als Übersetzer, Rezensent und – seit seinem Debüt Nebelmacher – als Autor.
Die Geschichte hatte wirklich Potential aber der Schreibstil war für mich extrem anstrengend zu lesen, wodurch mir die Story, die Charaktere und die Welt im Endeffekt leider immer egaler geworden sind :(
Eine ungleiche Heldengruppe, eine welterschütternde Bedrohung und eine epische Queste
Den Zwerg Gjalar, die Elfe Tanaqui, den Paladin Bowden und den Feuermagier Kato eint auf den ersten Blick nur eines: eine von Zwist geprägte Vergangenheit. Eigentlich stehen sie auf unterschiedlichen Seiten in den vielfältigen Konflikten der Völker, doch ein gemeinsames Interesse führt sie ins Dorf Dunkelfall. Unnatürliche Waldbrände verheeren dort das Land, und die ungleiche Gruppe stößt schnell auf ein dunkles Rätsel, das sie tief unter die Erde in die Schmieden der Zwerge führt. Mysteriöse Ereignisse nehmen ihren Lauf, und die unfreiwilligen Abenteurer müssen herausfinden, wer oder was sich dahinter verbirgt, bevor der gesamte Kontinent dem Untergang geweiht ist.
Meinung:
Flammenlied hat mich gut unterhalten, obwohl ich Anfangs leichte Schwierigkeiten hatte in die Geschichte zu kommen. Das Problem war hier nicht der Schreibstil aber das Sprachliche, denn Wörter wie verratzt oder Gemarkung kannte ich nicht. Daher störte das auch manchmal meinen Lesefluss. Beschreibungen wie die Schmiede bzw. die unterirdische Stadt der Zwerge haben mir aber trotzdem großartige Bilder im Kopf beschert. Zu der Welt Selachis erfährt man immer mal wieder etwas durch die Charaktere und ihrer Vergangenheit, ansonsten ist die Geschichte aber ganz auf die gegenwärtige Queste aus gerichtet. Die Charaktere sind durch ihre Vergangenheit alle etwas verkorkst aber das sind mir die liebsten. Ich mochte die angespannte Situation zwischen ihnen und das jeder irgendwie auf der Hut vor dem anderen war. Ihre Feindseligkeit gegenüber den anderen war, während des Lesens immer spürbar. Das machte das Unterfangen den unnatürlichen Waldbränden auf den Grund zu gehen, besonders spannend. Aber auch die Wandlung von Feindseligkeit zu Freundschaft bzw. Respekt (für sein gegenüber) war deutlich zu spüren, gerade auch zum Ende des Buches hin.
Solide, unterhaltsame und spannende Abenteuergeschichte. Flammenlied ist für jeden etwas, der auf epische High Fantasy Abenteuer steht, die auch etwas ruhiger sein darf.
Es muss ein Wandlungskünstler sein dueser Trecksel. Schließlich liest sich sein Buch, als hätten es drei verschiedene Autoren geschrieben, wobei der letzte noch dazu weder Lektor noch Bekannte hatte, die darüber lesen hätten können.
Ich hatte mir das Buch gekauft, ohne vorher eine der (sowieso sehr wenigen) Rezensionen zu lesen. Zugegebenermaßen hätte mir das auch nichts gebracht, da anscheinend noch kein lebendes Wesen dieses Buch zu Ende gelesen hat. (Ich glaube nicht mal der Verlag selbst) Jede der Bewertungen bezieht sich auf die übertriebenen und wirklich unnötig komplizierten und völlig überzogen ausdrucksschwangeren Beschreibungen. Das stimmt auch zum Teil.
Das erste Drittel des Buches liest sich schwer. Teils sehr unnötig komplizierte Beschreibungen und Umschreibungen für oft einfache Dinge halten einen dermaßen ab vom weiterlesen, dass man denkt es würde nie enden.
Doch wird man nach den ersten 100 Seiten dann langsam aber sicher für sein eisernes Durchhaltevermögen mit einer sich wirklich interessanten Geschichte und wirklich schön geschriebenen und erzählten Charaktere belohnt. Man taucht sehr ein in die Welt rund um den Paladin und seine Gefährten und erwischt sich auch oft, eben nicht wie vorgehabt das Buch nach dem nächsten Kapitel beiseite zu legen. Denn plötzlich findet man ein Buch vor sich, welches sich Zeit nimmt zu erklären und dennoch erzählt.
Leider muss man dann feststellen, dass zum letzten Drittel, sowohl der Autor, als auch der Lektor nachzulassen schienen. Eine solche Vielzahl an Satzstellungsfehlern und tatsächlich auch einfach Rechtschreibfehlern ist für ein gebundenes Buch eines großen Verlags ein Armutszeugnis… Auch so kommt es einem vor als hätte Trecksel versucht alles hineinzuwerfen, was ihm gerade kurz in den Sinn kam.
Abschließend kann man sagen, es ist es wert gelesen, aber wirklich nicht gebunden zu werden…
Doch bin ich trotz großen Zweifeln anhand der wirklich schwer nachlassenden Qualität während eines Buches schon gespannt auf den zweiten Band.