Die glühende Feministin und unverbesserliche Misanthropin Gorgo eckt überall an. Sie gehört zu den ›Schrecklichen‹, denn sie weist unablässig darauf hin, was in dieser Welt alles schiefläuft. Zusammen mit ihren Freundinnen betreibt sie ein inoffizielles Frauenhaus. Die bunte Truppe streitet sich um alte und neue Rollenbilder, frönt dem zivilen Ungehorsam und debattiert über den Niedergang des Patriarchats. Gorgo setzt sich unerbittlich für einen drastischen Wandel ein und kämpft an so vielen Fronten wie möglich: gegen Nazi-Propaganda, gegen Massentierhaltung und Fleischverzehr, gegen sexistische Werbung. Immer mit einer Portion Wut im Bauch und einem Glas Weißweinschorle in der Hand. Ein gesellschaftskritischer Roman über Frauen und queere Menschen, ihre Kämpfe gegen Unterdrückung und gegen das falsche Leben in einer Welt, die das Schrecklichsein unausweichlich macht.
Unbequem, anstrengend, wütend, zweifelnd. Ein Ausschnitt aus einem weiblichen Hirn, einer Gruppe von Frauen exakt jetzt mit exakt den aktuellen Problemen, Fragen, Diskussionen. Und Gerechtigkeit für Medusa.
Das Lesen des Buches hat großen Spaß gemacht. Zu Beginn fand ich gut, dass Manches implizit erschlossen werden konnte, bevor es explizit benannt wurde. So z.B. die Beschreibung des Adamsapfels einer der Protagonistinnen. Mir hätte es noch besser gefallen, wenn es bei den impliziten Andeutungen geblieben wäre.