Feminismus! Gleichberechtigung! Vereinbarkeit! Große Worte, die im Alltag so schwer mit Leben zu füllen sind. Auch, weil die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen nach wie vor hinterherhinken. Können wir mehr tun, als wütend zu sein oder zu resignieren? Können wir dem Leistungsdruck und der Erschöpfung etwas Nachhaltigeres entgegensetzen als das ewige »Nimm dir Zeit für dich selbst«? Wir können!
„Wer kocht den Siegesschmaus?“, fragte schon Brecht. Johanna Fröhlich Zapata stellt dieselbe Frage für unseren Familienalltag: Wer backt die Kuchen bei Kindergeburtstagen, wer verpackt die Geschenke zu Weihnachten? Diese Feste des "mütterlichen Überforderseins" machen die tiefsitzende Ungleichverteilung von Zeit, Geld und Mental Load in unserer Gesellschaft sichtbar.
Mit großer Empathie, Humor und spürbarer Nähe zum echten Leben zeigt dieses Buch alltagsfeministische Auswege und Mikroutopien auf – ermutigend, klar und umsetzbar. Anhand ihrer therapeutischen Praxis und persönlicher Erfahrungsberichte beleuchtet Johanna die stillen Fallen des stressigen Elterndaseins: die Tücken des Kompetenzvorteils, den Wiedereinstieg in den Beruf und die anhaltende Unsichtbarkeit weiblicher Care-Arbeit. Eine große Leseempfehlung, die sich nicht nur an werdende oder erschöpfte Mütter richtet, sondern an alle, die auf eine geschlechtergerechtere Elternschaft hinarbeiten.