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Pride began on Christopher Street

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Eine unwahrscheinliche Liebe, ein unerbittliches Gesetz, ein großer historischer Moment – ein gefühlvoller Roman über das Recht zu lieben, wen man will 

In ihrem historischen Roman »Pride began on Christopher Street« verknüpfen Christian Handel und Andreas Suchanek die dramatischen Ereignisse, auf die der Christopher Street Day zurückgeht, mit einer tief bewegenden queeren Liebesgeschichte. 

New York 1969: Den Polizisten Jake und den schwulen Freigeist Finn trennen das Gesetz, ihre Herkunft und ihre Vorstellung davon, wen man lieben darf. Dennoch rettet Jake Finn vor einem brutalen Polizeiübergriff. Denn Jake ist selbst schwul, ohne es sich einzugestehen, und zwischen ihnen funkt es sofort. Obwohl sie in ihren Vorurteilen über den anderen gefangen sind, nähern sie sich an. Als sich in der Nacht auf den 28. Juni 1969 im Stonewall Inn in der Christopher Street die Bar-Besucher erstmals gegen die Polizei wehren, müssen sich die beiden entscheiden, auf welcher Seite sie stehen … 

Der 28. Juni 1969 wird im Roman für Jake und Finn zum Schicksalsmoment für ihre Liebe – und in der Realität schrieb dieser Tag Der Stonewall-Aufstand in der Christopher Street wird zum Wendepunkt der LGBTQIA⁺-Bewegung im Kampf um Gleichbehandlung und Anerkennung . 

In ihrem ebenso dramatischen wie emotionalen Roman »Pride began on Christopher Street« erzählen Christian Handel und Andreas Suchanek nicht nur von einer außergewöhnlichen queeren Liebe, sondern auch von der Geburtsstunde des Christopher Street Day. 

Schon ein Jahr nach dem Aufstand wird das Ereignis in New York mit einem Gedenkmarsch gewürdigt. Heute finden Pride-Paraden, im deutschen Sprachraum oft Christopher Street Day (CSD) -Paraden, weltweit statt als buntes Fest der Diversität.

366 pages, Kindle Edition

First published May 3, 2024

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About the author

Christian Handel

38 books33 followers

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Community Reviews

5 stars
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4 (1%)
1 star
1 (<1%)
Displaying 1 - 26 of 26 reviews
Profile Image for Ami.
24 reviews2 followers
September 4, 2024
3,5 Sterne - Die Story an sich hat mir gut gefallen und ich denke als reines Romance Buch hätte ich es deutlich besser bewertet. Ich glaube meine Erwartungshaltung hier war einfach ein wenig falsch, ich hatte ein wenig mehr Hintergrundwissen zum CSD erwartet. Ja - man bekommt Infos, ich wusste auch einiges noch gar nicht, aber irgendwie dachte ich da kommt noch ein wenig... mehr.
Nichtsdestotrotz hat mir das Buch Spaß gemacht, ich mochte die Charaktere und auch eben diese Pärchen Dynamik, wo zwei Menschen einfach auf einer komplett anderen Seite einer Mauer stehen.
Profile Image for Tina.
223 reviews18 followers
August 24, 2024
Kann ich nur empfehlen! Das Buch ist sehr gut geschrieben und recherchiert, sowie flüssig erzählt. Weiterhin war es eine schöne Abwechslung, mal eine queere Geschichte mit gutem Ausgang zu lesen.
Profile Image for Feyre.
1,427 reviews134 followers
June 7, 2025
Happy Pride Month! Es begann in der Christopher Street.
Pünktlich zum Pride Month fiel mir dieses Buch in die Hände und musste gelesen werden. es ist toll geschrieben, Jake und Finn sind tolle Charaktere und die Geschichte rund um die Geschehnisse im Stonewall Inn sind für die Lesenden gut aufbereitet. Ich wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Und es ist leider immer noch wichtig, da queere Menschen immer noch kämpfen müssen. Das macht das Buch sehr eindrucksvoll deutlich. Ich kann es nur jedem empfehlen!
Profile Image for Andrea.
1,259 reviews160 followers
May 31, 2024
3.5 Sterne

Die Geschichte an sich war nett. Mir hat besonders gefallen, dass die Autoren verschiedene Bewegungen miteingebracht haben, um möglichst viele Blickwinkel auf die Ereignisse rund um Stonewall einzufangen. Besonders sympatisch waren mir Cybill (Jake's Frau, die abseits der Romanze zwischen Jake und Finn nie zu kurz kommt) und Gloria.

Historical Fiction ist kein einfaches Genre, besonders wenn echte Personen in der Geschichte vorkommen, aber ich fand, die Autoren haben ihre Recherche gut eingebracht und die Geschichte sehr glaubhaft aufgebaut, ohne, dass es zu preachy oder reportagenartig wird. Am Ende ist und bleibt es eine Lovestory mit absolut liebenswerten Charakteren, die rund um Stonewall stattfindet.

Ich hätte mir allerdings manchmal gewünscht, dass der Roman so emotional und von Herzen wird wie das Nachwort der Autoren (auf jeden Fall lesen, es lohnt sich zu sehen, wie die beiden recherchiert haben), aber naja. Es hat mir jedenfalls besser gefallen als der Schreibstil noch in "Tränen aus Gold und Silber".

*Leseexemplar vom Verlag via NetGalley erhalten*
Profile Image for Cara Bücherwahn.
99 reviews14 followers
November 3, 2024
+ tolles Konzept: Bellestrik, die einem geschichtliche Ereignisse näher bringt
+ Autoren, die selber schwul sind und über schwule Geschichte schreiben 👍
+ gute Story, die es schafft erfundene und historische Figuren und Ereignisse gut zu verbinden und eine spannende und cute Geschichte erzählt.

~ die Autoren wollten eine positive Geschichte erzählen, was sie auch geschafft haben. Sie mischen gut die negativen Aspekte der Zeit und die Homofeindlichkeit mit einer erfundenen Lovestory. Das ganze funktioniert gut und sie sagen auch extra, dass sie ihren Figuren ein Happy End geben möchten, weil es schon so viele tragische queere Liebesgeschichten gibt, was total schön ist, aber trotzdem hatte ich zum Ende hin das Gefühl das eben genau das das Ziel war - die Geschichte schnell zu einem Happy End zu bringen. Die Story hat sich sehr schnell angefühlt und leider ein bisschen so, als müsste sie zum Ende kommen, weil das Buch sonst vielleicht auch zu lang geworden wäre.

Insgesamt finde ich es spannend, dass Handel & Suchanek das Buch zusammen geschrieben haben, dabei jeweils abwechselnd ein Kapitel, und alles so gut zusammen passt und man nicht denkt „ups, das Kapitel fühlt sich ganz anders an“, obwohl es von jemand anderem kommt.

Auf jeden Fall eine Erzählung und ich freue mich jetzt im Anschluss noch mehr über die Zeit rund um die Stonewall Riots zu lesen.
Profile Image for Lilu.
85 reviews
August 11, 2024
4.5
Der Schreibstil war nicht immer so ganz meins und das Pacing ein bisschen überraschend, aber gerade das ca. letzte Drittel hat mich unheimlich gefesselt und berührt.
Auch die Balance zwischen der Lovestory, Found Family, den historischen Entwicklungen hat mir sehr zugesagt - auch wenn Jake und Finn (mit Ausnahme eines Kapitels) die einzigen POV Charaktere waren, kamen die anderen Charaktere nicht zu kurz oder zu flach rüber. Besonders Cybill hat es mir angetan, und über Maggie und Rita/Rufus hätte ich gerne noch mehr gelesen.
Ich bin dem Freund, der mir von diesem Buch ausgerechnet auf einer Pride Parade erzählt hat, sehr dankbar für die Empfehlung und gebe diese gerne an alle weiter, die das Thema Pride berührt <3
Profile Image for Steve.
136 reviews1 follower
September 7, 2024
Ein echt tolles Buch mit wunderbaren Charakteren.
Ich fand die Rückversetzung in die 1960er Jahre sehr gelungen und mir gefiel die Zerrissenheit der Figuren. Die Konfliktlinien waren sehr menschlich und die tatsächliche Nacht der Stonewall Riots richtig spannend. Eventuell ist die Geschichte im Großen und Ganzen etwas zu positiv und optimistisch, doch gerade für das Ziel des Buches vollkommen in Ordnung und von den Autoren im Nachwort auch eingeordnet.

Ich finde es einen gelungen Aufruf für Freiheit und gegen Unterdrückung.
Happy Pride!
Profile Image for Karina.
84 reviews
September 5, 2024
In dem Buch wird zum Einen auf die Geburtsstunde des Christopher Street Days eingegangen, während zum Anderen die sich aufbauende Liebesgeschichte von Finn und Jake erzählt wird. Diese ist auch eher im Vordergrund, wobei die Perspektiven der beiden sich abwechseln. Sehr gut fand ich wie die unterschiedlichen Lebensumstände, Meinungen, Zwiespalte und inneren Konflikte eingebaut und beschrieben wurden. Neben Finn und Jake habe ich die Nebencharaktere Cybill, Gloria, Rita, Maggie, Ricardo, seine Mutter und Chris ins Herz geschlossen, weil schön war, wie sie alle zueinander halten und ihre Beziehungen sich entwickeln.
Durch das "Ein Jahr später" Kapitel endet die Geschichte für mich allerdings zu schnell. Ich hätte gerne mehr darüber erfahren, wie es für die Charaktere nach dem 28.06.1969 weitergeht, um zu diesem Zeitpunkt zu kommen.
Das Buch ließ sich flüssig lesen und war an vielen Stellen bewegend und emotional, dennoch hätte ich mir an anderen Passagen noch mehr Tiefe (auf historischer, sowie auf emotionaler Ebene) gewünscht.
Profile Image for Revo.
122 reviews1 follower
July 5, 2024
Liebe ist etwas, das zum Leben gehört & als selbstverständlich genommen wird. Doch nicht alles was wir heute als Normal ansehen, war es auch immer schon.
In einem Geflecht aus Suche, Gesetz und Gemeinschaft erzählen Christian Handel und Andreas Suchanek von den Anfängen der Freiheit. Es ist Geschichtsunterricht mit echten Gefühlen und viel mitreißender Tiefe. Die Erkenntnisse der Vergangenheit sind auch heute noch lehrreich und müssen weiterhin geschützt werden. Pride ist nichts was andere einschränkt. Die Christopher Street mehr als nur ein Mahnmal des Miteinanders.
Und auch wenn es Jahrzehnte zurückliegt, so kann sich die Welt auch auf der zwischenmenschlichen Ebene immer noch weiterentwickeln...
Profile Image for Alexandra Just.
19 reviews
June 6, 2024
"Pride began on Christopher Street" ist ein berührender und sehr informativer Roman, der die Ereignisse, welche am 28. Juni 1969 zum Stonewall-Aufstand in New York geführt haben, schildert. Die zwei Erzähl-Perspektiven könnten dabei nicht gegensätzlicher sein: Der junge Finn arbeitet in einem Theater und indentifiziert sich offen als homosexuell. Und somit macht er sich in den Augen des Polizisten Jake offiziell strafbar. Bei einer Razzia treffen die beiden zum ersten Mal aufeinander - eine Begegnung, die Jakes Identiät und Weltanschauung unwiderruflich ins Wanken bringt...
Profile Image for Aniya.
340 reviews37 followers
May 3, 2024
Pride began on Christopher Street ist ein Roman, der wahre Ereignisse mit fiktiven Charakteren verbindet. Das Thema interessiert mich sehr und ich war gespannt, was zwei own voices Autoren daraus machen.

Wir begleiten Finn, der relativ offen schwul lebt, und Jake, einen nicht geouteten Cop, der undercover in einer Bar unterwegs ist. Während der unvermeidlichen Razzia lässt Jake Finn laufen. Die beiden treffen wieder aufeinander, aus anfänglicher Rivalität wird eine zarte Freundschaft und dann schnell mehr.

Mir hat das Buch größtenteils wirklich gut gefallen. Man spürt die Angst, den Druck und vor allem die Frustration der queeren Menschen. Trotzdem bietet die Geschichte Romantik und Hoffnung.

Schön ist auch, dass Lesben und generell Frauen eine Rolle spielen dürfen, Feminismus erwähnt wird, Queens dabei sind… Die Autoren haben sich große Mühe gegeben, einen bunten und sympathischen Cast zusammenzustellen.

Jakes Frau Cybill hat mir besonders gut gefallen, weil sie neugierig, freiheitsliebend und empathisch ist. Ich habe nur nicht ganz verstanden, warum sie ein Mal im Monat mit Jake geschlafen hat, wo sie doch wusste, dass er das aus Pflichtgefühl tat und laut ihr “jedes Mal aufatmete, wenn es vorbei war”.
(Die beiden entscheiden sich übrigens später für eine freundschaftliche Ehe ohne Körperlichkeit)

Mein einziger Kritikpunkt ist der Schreibstil, den ich überhaupt nicht mochte. Ich bin immer wieder über Formulierungen und Wörter gestolpert. Manche Stellen waren merkwürdig bis unangenehm (die Sexszene!), die Gespräche teilweise hölzern. Das kann mein persönlicher Geschmack sein und weil ich die Message und die Charaktere so toll finde, ziehe ich dafür nur einen Stern ab.
Profile Image for Jenny.
Author 6 books9 followers
February 18, 2025
Mit „Pride began on Christopher Street” legen Christian Handel und Andreas Suchanek ihren ersten historischen Roman vor. Im Zentrum stehen Finn und Jake. Der eine ein schwuler Mann, der hauptsächlich in queeren Kreisen verkehrt und daher sehr offen mit seiner sexuellen Orientierung umgeht. Der andere, ausgerechnet, ein Polizist, der aus einer sehr konservativen Familie stammt und verheiratet ist. Eine Woche vor Beginn der Stonewall-Aufstände im Jahr 1969 lernen sie sich kennen. Das Jake Polizist ist, war mir am Anfang etwas zu sehr gewollt, etwas zu konstruiert und etwas zu sehr on the nose. Ich kann aber die Motivation der Autoren sehr gut verstehen, die zwei Hauptfiguren mit so unterschiedlichen Voraussetzungen kreieren wollten. Was mich an Jake noch gestört hat, ist, wie schnell er sich in Finn verliebt hat. Jake ist auf seinem ersten Undercover-Einsatz im Stonewall Inn. Finn ist bis auf die Queen/Transfrau Rita (die ich übrigens sehr interessant fand), die erste queere Person, mit der er sich unterhält bzw. mit der er flirtet. Und daraus ergibt sich dann im Laufe weniger Tage eine Anziehung. Dabei wurde jedoch für mich nie wirklich klar gesagt, was Jake denn an Finn findet. Ich hab da irgendwie die ganze Zeit eine Szene aus „Astrid Parker Doesn’t Fail“ im Kopf, wo Astrids Love Interest sinngemäß sagt: „Du willst nicht mich küssen. Du willst einfach nur eine Frau küssen. Ich bin nur die erste, bei der du es dir erlaubst.“ So etwas hätte ich mir hier auch gewünscht.
Ein weiterer Kritikpunkt ist für mich Jakes Ehefrau Cybill. Zwar fand ich es sehr gut, dass Jake verheiratet ist und dass Cybill im ganzen Buch eine Rolle spielt. Aber Cybill war mir einfach ein bisschen zu perfekt. Mehr oder weniger aus dem Nichts heraus verwandelt sich Cybill von der braven Ehefrau zur journalistisch tätigen Aufrührerin. Sie erkennt lange vor Jake, dass er schwul ist und hat damit absolut kein Problem. Sie ist selbst hetero, ist aber nie eifersüchtig auf Finn und lebt später sogar mit den beiden zusammen. Auf der einen Seite fand ich das erfrischend nicht-monogam, auf der anderen Seite war mir das alles wie gesagt, ein bisschen zu perfekt, zu glatt, nicht ganz realistisch.
Trotz dieser beiden kleinen Kritikpunkte habe ich sehr mit Jake und Finn mitgefiebert und bin praktisch durch die erste Hälfte geflogen. Der Schreibstil ist sehr gut. Man merkt dem Buch gar nicht an, dass er von zwei Autoren stammt. Nur stellenweise hatte ich ein paar Probleme Jakes und Finns Erzählstimmen oder Stimmen in den Dialogen zu unterscheiden. Auch wurden die Lebenswelten der beiden Protagonisten sehr gut dargestellt. Ich mochte vor allem Finns queere Freunde und hab mich sehr über die kurzen Auftritte von Isaiah als bisexueller Figur gefreut. Auch das Themen wie Depressionen und Suizid ihren Weg in das Buch gefunden haben, fand ich gut. Die Rückblenden fand ich vielleicht etwas erzwungen, aber in Ordnung.
Mehr gestört hat mich hingegen der eher gay-zentrische Blick auf das Ganze. Frauen – sowohl cis als auch trans! – spielen in der queeren Historie eine große Rolle, und das gilt auch für die Stonewall-Aufstände. Auch Finn ist von Frauen und Queens umgeben. Diese haben aber wenig eigene Agency, kaum eigene Handlungsstränge. Sie sind eher dazu da, sich um die Männer zu kümmern. Finns beste Freundin Maggie ist zum Beispiel einfach nur lesbisch und arbeitet für die Regierung. Gloria, Rita und Gina sind Queens, kümmern sich aber hauptsächlich um schwächere. Auch Jakes Ehefrau Cybill geht es vor allem darum, ihn zu unterstützen. Dass Frauen die Unterstützerinnen-Rolle innehaben, ist nichts Neues. Auch in der queeren Historie. Nicht umsonst waren queere Kämpfe und die queere Geschichtsschreibung lange nur auf schwule Männer fokussiert. Ich hätte mir aber gewünscht, dass das Buch auch ein bisschen reflektiert und hinterfragt. Stattdessen kommen auch historische Figuren wie Stormé DeLarverie und Marsha P. Johnson – beides Frauen und zentrale Figuren der Stonewall-Aufstände – nur am Rande vor, wirken in der ersten Hälfte des Buches sehr passiv, fast wie Requisiten. Eine dritte wichtige historische Figur, Sylvia Riviera, taucht namentlich sogar gar nicht auf.
Die zweite Hälfte des Buches wird eingeleitet mit einem kurzen Kapitel aus der Sicht des Stonewall Inns selber. Ich fand das ein bisschen cringe, kann aber auch hier die Motivation der Autoren nachvollziehen. Leider verliert das Buch an dieser Stelle für mich ein bisschen an Spannung, da ich den historischen Ablauf hier schon recht gut kannte und daher wusste, was passieren wird. Die Emotionen des ersten Straßenkampfes kamen bei mir daher auch nicht so richtig an.
Was ich hingegen gut fand, war die Darstellung der darauffolgenden Tage. Weder Jake noch Finn sind so wirklich aktivistisch tätig, daher macht es Sinn, dass sie nicht überall dabei sind, sondern sich das Ganze eher von außen anschauen und sich um ihre eigenen Probleme und Leben kümmern. Doch auch hier war mir alles ein bisschen zu glatt, zu perfekt. Jake bricht mit seinem strengen Vater und hat dabei weder Zweifel noch sonstige Probleme, es tut ihm nicht weh. Jake hingegen wandelt sich innerhalb eines Jahres vom Buchhalter zum Theatermenschen und nimmt wieder Kontakt mit seiner Familie auf. Cybill macht innerhalb kürzester Zeit Karriere, was für eine Frau zu der Zeit dann doch verwunderlich ist. Ein Jahr später gehen unsere Figuren alle gemeinsam auf den ersten Christopher Street Gay Liberation Day. Friede, Freude, Eierkuchen. Ich persönlich fand den Zeitsprung ein bisschen schade. Ich hätte die Figuren gerne auf diesem Weg begleitet und hätte es cool gefunden, wenn noch mehr auf die internen Spannungen in der homosexuellen Community eingegangen wäre. Wobei die Autoren in diesem letzten Punkt einen wirklich guten Job gemacht haben und die diversen Ansichten im Buch immer wieder anklingen haben lassen. Ich kann auch ihren Wunsch verstehen, den Figuren ein Happy End geben zu wollen. Aber als historisch halbwegs gebildeter Mensch, kam ich nicht drumherum am Ende zu denken: „In 10-15 Jahren sterben die sowieso alle an AIDS.“
Alles in allem mochte ich „Pride began on Christopher Street“ aber sehr. Es war eine spannende Lektüre. Das Buch fängt die Stimmung dieser zwei Wochen sehr gut ein und hat mir außerdem noch ein paar Sachen, beigebracht, die ich noch nicht über die Stonewall-Aufstände wusste. Es hat mir außerdem Lust gemacht, mich wieder mehr mit queerer Historie zu beschäftigen. Laut Aussage der Autoren ist „Pride began on Christopher Street“ der erste deutschsprachige historische Roman zu den Geschehnissen am 28. Juni 1969. Ich habe ihn sehr gerne gelesen und empfehle ihn auch gerne weiter.
Profile Image for Ilislav.
131 reviews
June 24, 2025
4,5 ⭐️
"Die Welt ist toleranter geworden, aber noch nicht tolerant. Sie ist gleichberechtigter geworden, aber noch nicht gleichberechtigt. Und deshalb ist jede Pride Week und jeder Christopher Street Day wichtig" S. 365

Mir ist dieses Buch in der Buchhandlung direkt in den Augen gesprungen - wegen des Covers - und als ich den Klappentext gelesen habe, durfte es auch direkt mit. Ich habe mir vor dem Lesen des Buches erhofft, mehr über den CSD zu lernen und im Allgemeinen über die Anfänge der LGBTQA+ Bewegung. Obwohl ich durchaus Sachen gelernt habe, die ich bisher nicht wusste, waren mir die meisten Ereignisse schon bekannt. Dennoch hat mir das Buch sehr gut gefallen. Die Geschichte von Finn und Jake konnte mich begeistern, ebenso wie alle anderen Charaktere, die wir kennenlernen durften. Dazu noch war das Buch sehr atmosphärisch; ich konnte mir beim Lesen alles sehr gut vorstellen, obwohl ich noch nie in New York war.

Die historischen Themen wurden sehr gut in die Handlung eingebunden und passten hervorragend in die Gesamterzählung. Ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, dass ich ein Geschichtsbuch oder Fachliteratur lese - trotzdem merkt man die gute Recherchearbeit, die die Autoren geleistet haben. Am Ende des Buches geben sie auch weiterführende Literatur zu dem Thema, was ich sehr begrüßt habe. Aber es wurden nicht nur historische Themen aufgegriffen, sondern auch Aspekte, die sehr oft im Leben einer queeren Person vorkommen: die Ausgrenzung aus der Gesellschaft, die Zurückweisung durch die eigene Familie, die Angst vor der eigenen Sexualität und deren Unterdrückung sowie die Machtverhältnisse zwischen dem queeren Kind und den Eltern - sei es Mutter oder Vater. Alles Ereignisse, die trotz seltener Erscheinung auch heute nicht an Relevanz verloren haben.

Ich würde das Buch jedem empfehlen, der vielleicht noch nie mir queerer Geschichte in Berührung gekommen ist, sowie auch diejenigen, die einfach eine schöne Geschichte lesen möchten.
632 reviews
June 4, 2024
Die Geburtsstunde des Christopher Street Days
Wer kennt ihn nicht, den Christopher Street Day? Den bunten Umzug von Angehörigen der queeren Community? Doch die wenigsten wissen, wie er seinen Anfang nahm. Und darum geht es in diesem Buch. Alles beginnt im Jahr 1969 in New York. Gleichgeschlechtliche Beziehungen sind per Gesetz noch immer strengstens verboten und die Einhaltung wird durch die Polizei und Justiz penibel überwacht. Diese schreckt auch nicht davor zurück, Gewalt einzusetzen.
Sensibel und emotional erzählt das Autoren-Team Handel/Suchanek die Geschichte einer sehr außergewöhnlichen gleichgeschlechtlichen Liebe, die unter die Haut geht. Und um den Kampf, endlich anerkannt und gleichbehandelt zu werden.
Die einzelnen Charaktere sind sehr detailliert und lebensecht beschrieben, so dass man sie zu kennen glaubt und mit ihnen die Gefühle teilen kann. Interessante Ereignisse und Wendungen geben der Geschichte Spannung, so dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann. Durch den flüssigen Schreibstil flogen die Seiten nur so dahin.
Mich hat diese wunderschöne und perfekt recherchierte Geschichte sehr berührt und teilweise auch zu Tränen gerührt. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung! 5 Sterne.
Profile Image for Naomi.
230 reviews2 followers
September 17, 2024
Erwartet habe ich ein Sachbuch - ja, obwohl Roman auf dem Cover steht...
Für mich war es ein berührender, bereichernder und absolut spannend geschriebenen Roman. Ich wusste im Vorfeld, das die Pride mit der Christopher Street zu tun hat. Jedoch nicht wirklich was passiert war. Der Roman erzählt die Geschichte von Finn und Jake realistisch, nahbar und extrem faszinierend.
Der Schreibstil ist flüssig, was das Verständnis für ein nicht einfaches Thema erleichtert.
Bestimmt gibt es noch fundiertere Geschichten respektive Sachbücher zu diesem Thema, jedoch ein guter erster Anfang für Interessierte.

Eine warme Empfehlung meinerseits.
Profile Image for Melle.
17 reviews
June 24, 2024
Eine absolute Leseempfehlung für alle!
Absolut empfehlenswertes Buch, das nicht nur vielseitige Einblicke in die Historie gibt, sondern das auch noch auf gleichermaßen unterhaltsame und informative Weise macht.
Die Figuren sind einfach liebenswert und realistisch dargestellt. Das Lesen macht Spaß, gibt Hoffnung und lässt einen Dankbarkeit für das Empfinden, was Generationen vor einem geschafft und geschaffen haben.
Profile Image for Imp.
12 reviews1 follower
July 23, 2024
Dieses Buch war nicht schlecht. Ich fand vor allen Dingen die Nebencharaktere spaßig. Allerdings ist der Klappentext ein bisschen irreführend. Der Großteil des Buches befasst sich mit dem Leben der Charaktere und deren Beziehungen sowie Probleme. Man sollte also nicht das Buch aufschlagen und erwarten direkt über den Aufstand am Stonewall informiert zu werden.

Abschließend ist dieses Buch einfach nicht meins. Dennoch empfehle ich einmal reinzulesen, wenn es einen interessiert.
8 reviews
January 15, 2025
Wundervolle Mischung aus Liebesgeschichte und historischem Roman. Leicht zu lesen, schafft aber eine Atmosphäre. Schönes Spiel mit den Gegensätzen und Gleichheiten der Protagonisten.
Zeitgleich zur Storyline werden diverse Themen enfaltet, historische Hintergründe gegeben und eine Atmosphäre geschaffen
Profile Image for Moony Spoony.
13 reviews
June 9, 2024
Ist legit ein gutes Buch. Geschichte eif so gut rübergebracht und die Romance war auch da. Also idk was da abging I mean die waren iwie plötzlich zsm ??? Und teilweise fand ich die Formulierungen bissl weird tbh… aber ich hab’s gerne gelesen und die Abwechslung von wegen Geschichte sehr cool.
103 reviews
March 18, 2025
Das war jetzt kein literarisches Meisterwerk, das hatte ich aber auch nicht erwartet. Es war angenehm zu lesen, ein guter Einstieg in die Thematik und hatte ein paar emotionale Momente. Bin zufrieden :)
1 review
July 11, 2025
Mir hat der Schreibstil nicht so gefallen, aber die Geschichte an sich ist toll und auch spannend mit historischen Fakten
27 reviews
August 24, 2025
SPOILER!! Sehr gutes Buch mit einem sehr wichtigen Thema! Es wurden zwei unterschiedliche Welten von zwei Protagonisten beleuchtet, die am Ende ein Happy End erfahren.
Displaying 1 - 26 of 26 reviews

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