Stellen Sie sich vor, eine Katastrophe hat die Menschheit ausgelöscht, bis auf eine Handvoll Überlebender. Darunter Jola, Anfang 20. Mit einer kleinen Gruppe etwa Gleichaltriger findet sie Zuflucht in einem leerstehenden Hotel. Ihre Tage sind mit Fragen des reinen Überlebens gefüllt, der Suche nach Lebensmitteln und Waffen, aber auch damit, bei Verstand zu bleiben. Kinder werden allmählich geboren, wie in einer Patchwork-Familie haben sie mehrere Mamas und Papas. Zunehmend fällt es Jola und den anderen schwer, sich damit abzufinden, dass es „dort draußen“ niemanden mehr geben soll. So beschließen sie, einen von ihnen zu einer Mission in die Welt hinauszuschicken – mit unerwarteten Folgen... In ihrem geschickt zwischen den Zeitebenen jonglierenden Roman schildert Johanna Grillmayer die Neuorganisation des Lebens nach der großen Tabula rasa: Wie schießt man einen Rehbock? Und wie zerlegt man ihn? Worin die Kinder unterrichten? Wie eine Gesellschaft etablieren? Das liest sich spannend wie ein Krimi, obwohl oder gerade weil der Roman ohne postapokalyptische Action- und Horrorszenarien auskommt. "That‘s life in Dystopia", lautet das lakonische Resümee einer der Überlebenden. Warum also nicht die Stunde Null als Chance sehen, die Dystopie als Utopie?
Would give this a hundred stars if I could. Immaculate writing, lovable characters, thought-provoking questions. One of my favourite books of all time.
Johanna Grillmayer zeichnet in ihrem beeindruckenden Debütroman ‚That’s life in Dystopia’ meisterinnenhaft eine schlagartig veränderte Welt, in der die wenigen Überlebenden in jeder Hinsicht zusammenhalten müssen, um weitermachen zu können.
Im Zentrum steht eine zusammengewürfelte Gruppe junger Menschen rund um die Protagonistin Jola. Nach dem ungeklärten Verschwinden nahezu der gesamten Menschheit bilden sie eine Zweckgemeinschaft, welche bald zu einer Familie wird. Gemeinsam bestreiten sie den Alltag, kümmern sich um die Kinder, sie trösten und streiten sich, lieben und begehren einander, und sie stellen sich zwangsläufig den großen Fragen ihrer Zeit: Wie mit dem zunehmenden Verfall umgehen? Wie sich schützen? Wem vertrauen? Welches Wissen bewahren? Wie Gesellschaft gestalten? Welche Grenzen akzeptieren? Welche Risiken eingehen? - Wie überleben, zusammenleben, leben?
Fragmentarisch und achronologisch werden zehn Jahre nach dem sogenannten Ereignis erzählt, Erinnerungen gewähren Einblicke in die Zeit davor. Ruhig und spannend zugleich entsteht Jolas Welt vor den Leser*innen und überrascht mit vielen bekannten und noch viel mehr unbekannten Problemen.
Interessante Situation, liebenswerte Figuren, wunderschöne Sprache - ich kann nicht genug bekommen und hoffe die Fortsetzungen erscheinen bald!
Dieses Buch ist fantastisch, denn es ist genau nach meinem Geschmack. Ich habe noch nie ein Buch gelesen, das über 400 Seiten hat, aber dieses Mal konnte ich meine Augen nicht davon lassen, ich hätte nie gedacht, dass ich so ein langes Buch mit so viel Elan lesen würde. Großartiges Buch, es ist nur zu empfehlen!!!
Was für ein außergewöhnlicher Roman!!! Jeder, der mich schon länger kennt, weiß, dass ich dystopische Romane liebe. Daher war meine Erwartungshaltung auch sehr hoch! Doch ich wurde nicht nur nicht enttäuscht, sondern regelrecht hineingezogen in die Handlung und konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen!
Der Ausgangspunkt des Romans ist die Welt im Jahr 7 nach "dem Ereignis", das offenbar den Großteil der Menschheit ausgelöscht hat. Ganz plötzlich sind die Menschen einfach verschwunden oder tot umgefallen. Durch das Zusammenbrechen der globalen Kommunikation wissen die wenigen Überlebenden nicht, wer oder was für diese Apokalypse verantwortlich war. Diese vergangenen Ereignisse werden immer wieder in Rückblenden in die Haupthandlung eingeschoben.
Die Handlung konzentriert sich auf eine kleine Gruppe von Menschen, sechs Männer, zwei Frauen und sechs Kinder, die in einem ehemaligen Hotel Zuflucht gefunden haben und sich langsam wieder ein Leben aufbauen, das es ihnen und ihren Nachkommen ermöglichen wird, zu überleben. Die täglichen Herausforderungen zeigen sich in Fragen wie: Woraus gewinne ich Strom? Welche Pflanzen baue ich wie und wann an und wie mache ich die Lebensmittel haltbar? Wie heize ich das Haus und wie kann ich neue Kleidung herstellen? Wie lange hält der Vorrat an Treibstoff und wie kann ich die Felder bewirtschaften, wenn die Traktoren den Geist aufgeben? Wie kann ich den Kindern eine Ausbildung ermöglichen? Wie kann ich Krankheiten bekämpfen, wenn der Vorrat an Medikamenten aufgebraucht ist?
Auch die soziale Ordnung innerhalb der kleinen Gruppe ist interessant, gibt es doch sechs Männer und nur zwei Frauen, was natürlich eine Auswirkung auf die Beziehungen untereinander hat und oft auch zu Konflikten führt, besonders unter den Männern.
Die Geschichte wird meist aus der Perspektive von Jola erzählt, einer starken jungen Frau und dreifachen Mutter, aber wir Leser:innen bekommen auch Einblicke in die Innenwelt jener Männer, die auf Erkundungsfahrt gehen und dabei ihre Eindrücke schildern. Besonders gut lernen wir Jakob und Marek kennen, die beide Jola -wenn auch auf unterschiedliche Weise - lieben. Jakob ist der introvertierte, sensible Typ, Marek hingegen der freiheitsliebende Eigenbrötler, der nach Jahren der Abwesenheit plötzlich wieder auftaucht und die soziale Struktur der kleinen Gruppe durcheinanderbringt.
Das isolierte und einsame Leben findet ein jähes Ende, als einer der Männer auf einer Erkundungsfahrt mit dem Motorrad eine kleine Ansiedlung von Menschen im Burgenland entdeckt. Es beginnt ein reger Austausch zwischen den Gruppen mit weitreichenden Folgen. Der Roman endet mit einem Cliffhanger: Jola und Marek werden nach Wien geschickt, um die Lage in der Hauptstadt zu erkunden.
Ich kann es kaum erwarten, die Fortsetzung zu lesen, die im Oktober erscheinen wird und den Titel "Ein sicherer Ort" trägt. Mich hat "That's life in Dystopia" jedenfalls in jeder Hinsicht überzeugt, angefangen von der Sprache bis hin zu den fein ausgearbeiteten Charakteren. Daher kann ich nur jedem, der dystopische Romane liebt, von Herzen empfehlen, dieses Buch zu lesen!
Ein Grossteil der Menschheit verschwindet spurlos, eine Gruppe von sechs Männern und zwei Frauen um die 30 bleiben in einem niederösterreichischen Kaff zurück.
Bald, sehr bald und noch mehr gegen Ende hin geht es nur mehr darum, mit wem die Protagonistin schläft, schlafen will, gerade nicht aber bald wieder und eigentlich eh immer mit allen.
Gut geschrieben, auch wenn kaum Action daherkommt, aber es wird dann doch ein wenig zu einseitig.
Hm. Den Plot fand ich super. Ein dystopischer Roman ohne Zombies und nur mit ein paar wenigen bösen Mitmenschen ist echt mal etwas Anderes. Ich fand auch die Idee faszinierend, wie sich diese Gruppe junger Leute ein neues Leben ohne die bisherigen Annehmlichkeiten aufgebaut hat - inklusive Kinder gebären und Solaranlagen aufs Dach bauen. Doch ich fand das Buch auch etwas zu ausschweifend. So oft passierte einfach nichts und das wurde durch seitenlange Diskussionen und Beschreibungen nicht wirklich spannender. Auch war ich etwas irritiert, wie ungezwungen die Sexualpartner getauscht wurden. Es gab insgesamt recht viel Verkehr. Aber nun gut, vielleicht pfeift man dann einfach "auf das was sich gehört", wenn die Welt wie man sie kennt nicht mehr existiert. Und natürlich würde ich noch gerne erfahren, was denn da nun genau passiert ist bei der Auslöschung. Doch vermutlich reicht die Neugier nicht aus, um auch noch die nächsten Bände zu lesen.
I was literally in the story from Page #1. What would life in Austria be like after an incident erasing people and places. Leaving few people alive and dealing with life and trauma. What will Life be like? Johanna Grillmayer is doing a great job in predicting a possible outcome Looking forward to book 2 of this Series of 3