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Die Geschichte der Kunst

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464 pages, Hardcover

Published October 17, 2023

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Charlotte Mullins

33 books12 followers
Charlotte Mullins has written widely on contemporary art, architecture, design and
art history for specialist art magazines, newspapers and exhibition catalogues since 1995.

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February 26, 2024
Toll, toll, toll! Ich bin noch in den 90er-Jahren klassisch in Kunstgeschichte ausgebildet worden. Weil ich Glück hatte, gab es zwischendurch mal so schräge Themen wie "Kunst im Nationalsozialismus", aber alles, was ich lernte (und dasselbe galt auch für die Politikwissenschaft) war so selbstverständlich europa- und männerzentriert, wie es damals halt so war. In den Jahrzehnten seither hat sich von meinem Horizont Stück für Stück der Schleier entfernt. Afrika, Asien, die präkolumbischen Amerikas, viel mehr ist in den Blick geraten, wenn es auch immer noch schwer ist, außerhalb von Einzelwerken über den Tellerrand zu schauen.
Und jetzt diese Kunstgeschichte. Sie reißt beide Fensterläden auf und weitet den Blick. Mullins geht zurück in die Vorgeschichte und attestiert den Funden in Europa, dass sie beste Gesellschaft auf anderen Teilen des Globus hatten. Das zieht sie durch und auch wenn diese Geschichte immer noch als eurozentrisch zu betrachten ist, haben mich schon die Ausblicke und Seitengänge in andere Kulturen entzückt. Wo liest man so nebenbei von den über Generationen immer wieder aufblühenden Austausch zwischen der christlichen und der arabischen Kunst? Ich habe noch nie davon gehört, dass sich die Landschaftsmalereien Japans und Englands gegenseitig befruchtet haben. Das alles wird mit einem flotten Tempo leicht fassbar erzählt. Mullins gelingt es auch, in jeder neuen Wendung und Volte der Kunstentwicklung die Interessen dahinter zu zeigen: gesellschaftliche wie künstlerische. Und so ordnet sie die Einzelkünstler mit leichter Hand in Strömungen oder deren Gegenbewegungen zu. Ach ja: Die Frauen. Es gibt sie, in dieser Kunstgeschichte. Die erfolgreichen Künstlerinnen der vergangenen Jahrhunderte, die zu Lebzeiten berühmt waren, ihre Werke so begehrt, dass sie sich damit ernähren, Ateliers gründen und führen konnten. Und die dann später von den Kunstgeschichtlern einfach weggelassen wurden. In "Die Geschichte der Kunst" kommen sie vor, ihre Werdegänge und ihre Spezialitäten werden erzählt, wie natürlich auch nebenbei die Hürden, die genommen werden konnten und auch die, die unüberwindbar blieben.
Eine tolle Kunstgeschichte mit prächtigen Beispielen, endlich mal ein vollständigerer Blick auf diesen Teil der Welt und der Kultur. Vielen Dank dafür, Charlotte Mullins!
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