Ein Sommer in naher Zukunft. Harriet wird von Erinnerungen heimgesucht, die ihr vollkommen fremd vorkommen. Nach und nach tauchen immer mehr Bruchstücke auf, und Harriet muss sich eingestehen, dass das, was sie bislang für ihr Leben hielt, vielleicht niemals so stattgefunden hat.
Harriet stand einmal vor einer Karriere als Konzertpianistin, bis eine scheinbar harmlose Operation an der Hand ihren großen Traum zerstörte. Zumindest ist es das, was sie bisher glaubte. Aber seit sie eine Frau vor einem Waldbrand gerettet hat, wird sie von seltsamen Erinnerungen geplagt: Szenen, die aus einem anderen Leben zu stammen scheinen – und immer wieder Bilder von Gewalt, die sie selbst ausübt ...
Harriet zweifelt an ihrem Verstand und begibt sich auf eine Reise in ihre Vergangenheit. Doch damit scheint sie etwas loszutreten, das sie nicht mehr kontrollieren kann, und mit jeder verborgenen Erinnerung, die zurückkehrt, kommt sie einer gefährlichen Wahrheit bedrohlich nahe ...
Nach ihrem preisgekrönten Bestseller Paradise City entwirft Zoё Beck eine neue erschreckend aktuelle Zukunftsvision: Wie zuverlässig sind unsere Erinnerungen? Was machen sie mit uns? Und wer bestimmt, was wir vergessen dürfen?
Total langweilig. Die Beschreibung klang so interessant, dass ich mich wirklich auf das Buch gefreut habe aber die Geschichte wird einfach ohne jegliche Spannung „beschrieben“ obwohl es angeblich ein Thriller sein soll. Die meiste Zeit wird nur über Harriet’s Klavier-Vergangenheit gesprochen oder es werden irgendwelche Sachen beschrieben die einfach nur überflüssig sind. Nachdem ich mehr als die Hälfte des Buches gelesen hatte und die Geschichte sich immer noch kein Schritt weiter entwickelt hat, hatte ich auch schon das Interesse an die Lösung des Geheimnisses verloren und das Buch abgebrochen.
In einer nahen Zukunft, in der sich die Lage klimatechnisch noch weiter zugespitzt hat, geht es um Harriet, die nach der spontanen Rettung einer Frau aus einem Waldbrand vor wichtige Fragen gestellt wird, z.B. wie konnte sie die Frau problemlos mit dem Auto ins Krankenhaus fahren, obwohl sie nie Autofahren gelernt hat? War der Tod ihrer Mutter wirklich ein Unfall? Und wie genau wird ihr demenzkranker Vater in einer Spezialklinik behandelt? Ausgehend von diesem Ereignis und Harriets Misstrauen entfalte Beck äußerst gekonnt, ein apokalyptisches, aber dennoch realistisches Zukunftsszenario. Was beim Lesen atmosphärisches Unbehagen auslöst, ist für die Protagonistin vertraut, die viel mehr mit ihrem Trauma zu kämpfen hat, da sie in jungen Jahren nach einer Handverletzung ihre großen Träume als Pianistin nicht verwirklichen konnte und sich nun als Türsteherin eines Kaufhauses über Wasser halten muss. Als sie über ihr Erinnerungschaos nachzuforschen beginnt, stellt sie bald ihre Vergangenheit infrage und versucht die Wahrheit herauszufinden. Doch jemand will die Lügen schützen und bedroht Harriets Leben... Das Buch war ohne Zweifel eine fesselnde Lektüre mit einem interessantem Ansatz und eine erschreckende Schlusspointe. Leider hat mich das Thema aber nicht "richtig" gepackt und konnte mich deshalb nicht restlos begeistern...
Można by się spierać, autorka nie przekombinowała. Choć ja skłaniałabym się do twierdzenia, że to finezyjnie spleciona intryga, w której wielką rolę odegrał zbieg okoliczności. Jak w życiu. Wielkim plusem jest przesunięcie akcji w niedaleką przyszłość, co wcale nie czyni tej powieści jakimś strasznym science-fiction. Za to pozwala podejrzeć, jakie możliwe scenariusze szykuje nam przyszłość, jakim będziemy społeczeństwem, i jaki wpływ będzie miał na nasze życie klimat. Beck fajnie, kompaktowo opowiada o neurobiologicznych możliwościach maniupulowania ludzką pamięcią, zarówno pod kątem neurodegeneratywnych chorób takich jak Alzheimer, jak i leczenia psychicznych traum. Ale i nadużyć... I więcej o tym ani słowa, żeby nie spojlerować. Dobrze napisany, sprawnie skonstruowany i wciągający thriller.
It’s a bit like a German movie: it wants, it follows the general idea, but the actors are not convincing. Every once in a while there’s a brilliant movie, and sometimes, there’s a good book, but this is trying at best. Flat story, entirely built on a highly unlikely chain of events, has no suspense or innovative premise. Even the title is misleading; the question of or which memories are real plays little to no role.
2,41 - An sich kein allzu schlechtes Buch. Das schleichend anwachsende Gefühl der Protagonistin, dass irgendwas mit der Realität nicht stimmt, hat eine einigermaßen fesselnde Wirkung. Allerdings hat das Buch das gleiche Problem, was so viele andere Bücher auch haben, die auf einen möglichst spektakulären Plot-twist hin geschrieben sind: Es wirkt am Ende wirklich arg konstruiert, wenn die Autorin mit aller Macht versucht jede zuvor mysteriöse Situation als Teil eines Masterplans darzustellen und alles, was nicht erklärbar ist, aber doch für die Geschichte notwendig war, als Zufall darzustellen.
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Eigentlich sollte es keine Überraschung sein, dass Zoë Becks neuer Thriller "Memoria" von Anfang bis Ende fesselnd erzählt ist. Und trotzdem ist es immer wieder beeindruckend, wie clever sie ihre Geschichten konstruiert, sodass man beim Lesen total hineingezogen wird und atemlos mitfiebert.
Die Protagonistin Harriet rettet eine ihr scheinbar fremde Frau vor einem Brand, doch diese Frau erkennt Harriet. Diese Begegnung löst Erinnerungen bei ihr aus, die Harriet nicht zuordnen kann. Sie geht ihnen nach und plötzlich kommen immer mehr Erinnerungen zurück, die aber überhaupt nicht zu dem passen, was Harriet für ihr Leben hält. An je mehr sie sich erinnert, desto gefährlicher wird es. Als Harriet endlich zusammenpuzzeln kann, was ihr passiert ist und warum sie falsche Erinnerungen hat, ist das ein wirklich schockierender, trauriger Moment.
Das Buch spielt in der nahen, düsteren Zukunft: Die Klimakrise sorgt für hohe Temperaturen und ständige Katastrophen wie Waldbrände prägen den Alltag. Du Kluft zwischen Arm und Reich wird immer größer - nur wer Geld hat, kann sich beispielsweise rund um die Uhr Strom und fließendes Wasser leisten. Harriet lebt unter prekären Verhältnissen in einem Bankentower, den sie sich mit vielen anderen Menschen teilt. Auch Zukunftsthemen wie KI bindet die Autorin ein, jedoch auf eine sinnvolle, zurückhaltende Art. Sehr empfehlenswert!
Dieses Buch bestach zu allererst durch sein ansprechend gestaltetes Cover. Im Gesamtbild der vollständigen Geschichte hat es für mich dann jedoch nur noch mit einem Nebenaspekt anstelle der Hauptproblematik zu tun. Dies könnte für zukünftige Lesende in Bezug auf das Thema möglicherweise irreführend sein.
Nun jedoch zur Geschichte selbst (OHNE Spoiler!): Der Schreibstil der Autorin war flüssig und durchweg angenehm zu lesen. Der Hauptcharakter hat sich spannend entwickelt und ich konnte mich mit ihr identifizieren. Anfangs viel es mir zwar noch etwas schwerer in das Buch hinein zu finden, insbesondere am Ende hat es mich dann jedoch vollständig gefesselt und ich wollte wissen, wie es ausgeht. Die Storyline selbst ist zu Beginn - aufgrund einiger Zeitsprünge - etwas verwirrend, später jedoch habe ich mich gut darin eingefunden. Gerade diese Zeitsprünge waren es aber auch, die das Ende für mich spannend und auch innovativ gestaltet haben. Für mich ist der angeschnittene Klima-Aspekt (vgl. auch Cover) insgesamt zu kurz gekommen. Dennoch hat mir dir Gesellschaftskritik, die in der Story mitschwingt und den Plot-Twist am Ende ausmacht, sehr gut gefallen.
Die Geschichte von Harriet , einer jungen Frau ohne Erinnerung an ihre Jugend, ist wie der Klappentext verspricht, clever konstruiert und startet in einer düsteren Zukunftsumgebung mit Endzeitcharakter. Ein Waldbrand zwingt einen Zug zum Anhalten, Harriet hat eine Begegnung, die ihr schemenhafte Erinnerungen zurückbringt. Ihr eigener Vater in einem Heim für Demenzkranke kann ihr nicht helfen. Das verstärkt den Effekt der Einsamkeit noch zusätzlich. Sie macht sich auf eine Erinnerungsreise in ihr früheres Elternhaus und fühlt eine Bedrohung, die sich immer mehr verstärkt und findet immer mehr Bausteine ihres alten Lebens, die schlussendlich den grausamen Hintergrund offenbaren. Ich fand das Buch bis ca 2/3 absolut spannend und ergreifend . Dann, mit der Offenbarung der alten Widersacher und des Hintergrunds, wurde es mir zu platt , zu konstruiert. Die Suche nach Identität als zentrales Ziel im Leben wurde zu Anfang perfekt aufgegriffen . Leider wirkte die Enthüllung über ihre Vergangenheit dann für mich zu konstruiert. Es hätte dem Buch gut getan, eine etwas weniger dramatische Geschichte zugrunde zu legen- dann wären weitere Sterne möglich gewesen.
Memoria war mein erster Roman von Zoë Beck. Der Titel ist sehr passend, das Cover zeigt, dass es hier nicht um einen reinen Thriller, sondern auch um Science-Fiction geht. Memoria spielt laut Klappentext in der nahen Zukunft, in der sich die Klimaveränderungen auch in Deutschland deutlich bemerkbar machen.
Gleich zu Beginn lernen wir Harriet kennen, um die sich die Geschichte dreht. Durch einen Waldbrand, der den Zug stoppt, in dem sie sitzt, kommen Erinnerungen an ein Leben hoch, das sie vermeintlich nie gelebt hat.
Mit weniger als 300 Seiten ist das Buch für ein solches Thema vergleichsweise kurz. Dadurch gibt es allerdings auch keine großen Abschweifungen und Harriet arbeitet sich zielstrebig zurück in die Vergangenheit.
Für meinen Geschmack hätten die Figuren tiefer ausgearbeitet sein dürfen. So liest es sich ein wenig wie ein Film, in dem man auch nicht unbedingt näher erläutert bekommt, was zu bestimmten Handlungen führt. In einem Buch hätte ich mir aber schon mehr Tiefe gewünscht. So bot Memoria mir zwar ein paar interessante Lesestunden, kann mich aber nicht gänzlich in den Bann ziehen und verführt auch nicht unbedingt dazu, weitere Bücher der Autorin zu lesen.
Wie kann es sein, dass man sich auf einmal an etwas erinnert, dass einem nicht wie eigene Erinnerungen vorkommt. Vor dieser Frage steht Harriet, seit sie von ihr unergründlichen Erinnerungen heimgesucht wird. Deswegen versucht Harriet ihrer Vergangenheit auf die Schliche zu kommen und herauszufinden, was damals tatsächlich passiert ist.
Zoë Beck nimmt uns in Memoria mit auf eine atemberaubende und entsetzliche mögliche Zukunft. Hierbei verwebt sie eine sehr nahegehende Botschaft mit einem spannenden Schreibstil. Erst nach und nach lernen wir Harriet besser kennen, verstehen, dass in ihrer Kindheit etwas schlimmes passiert sein muss, weil sie eigentlich Pianistin werden sollte, dadurch dass dann ihre Hand aber nicht mehr so funktioniert hat, wie sie wollte, ihre Karriere nicht mehr möglich war. Doch hier scheint mehr hinter zu stecken, denn niemand weiß, was damals passiert ist. Und so begibt sich Harriet auf die Suche.
Ich empfehle das Buch allen, die auf der Suche nach einem tiefgründigen und spannenden Thriller sind.
Der Anfang des Buches hat sich gefühlt etwas gezogen. Ab der Mitte des Buches nahm die Handlung dann endlich mehr Fahrt auf und auch der Plot-Twist hat mich überrascht.
An sich ein solides Buch - gut und verständlich geschrieben. Dennoch hat mich dieses dystopische „Science-Fiction-Setting“ irgendwie nicht so ganz abgeholt. Es wurde versucht viele relevante Themen wie Klimakrise, Kapitalismuskritik, KI mit einer an sich spannenden Story zu verbinden - alles in allem war’s vielleicht etwas zu viel.
Meh, das kann Zoë Beck viel besser. Anstrengend konstruierte Handlung, noch dazu auf der hochriskanten Grundlage: Protagonistin entdeckt, dass sie eine Gedächtnislücke hat und versucht herauszufinden, woran sie sich nicht erinnert. (Handlungstreibende Amnesie durfte und konnte eigentlich nur noch Wolfgang Herrndorf in Sand.) Dritter Stern für sauberes sprqachliches Handwerk.
Super Anfang und spannend geschrieben. Eine dystopische Welt, deren gute Ideen ins Absurde geführt werden - bleibt wohl alles, wie es ist. Das Ende kam überraschend schnell für mich und war tatsächlich brutal-banal.
Spannend erzählt, angenehm zackig aber etwas kühl. Leider keine 4 Sterne weil die Auflösung etwas abrupt und etwas… faul war (das kann man bestimmt auch anders sehen aber mir ging es auf jeden fall so)
This entire review has been hidden because of spoilers.