Sieben Frauen starren am Silvesterabend 1999 in einem heruntergekommenen Hotel auf den abgetrennten Kopf von Jamie Spellman. Alle sieben haben ihn gekannt, alle beteuern ihre Unschuld – und alle hatten einen mehr als guten Grund, Jamie zu ermorden: seine betrogene Ehefrau; die Teenagerin, die von ihm schwanger ist; die beiden Ex-Geliebten; seine beste Freundin, die er nur ausgenutzt hat; die Frau, die er zu Uni-Zeiten vergewaltigt hat; und selbst die Tante, die ihn großgezogen hat.
Detective Nova Stokoe weiß nichts von den Frauen, als sie die Ermittlungen aufnimmt. Doch auf einem Überwachungsvideo erkennt sie ihre ehemalige Geliebte Kaysha…
Das Buch handelt von sieben Frauen und einem toten Mann. Alle sieben haben etwas gemeinsam: Alle haben ihn gekannt, alle beteuern ihre Unschuld, und alle hatten ein Motiv. Denn Jamie Spellman hat ihnen allen etwas angetan.
Dann gibt es noch die achte Frau: die Ermittlerin Nova Stokoe...
Es war etwas schwer in das Buch hineinzufinden, bei so vielen Personen. Die Frauen ihren Schicksalen im Kopf immer richtig zuzuordnen war anfangs nicht so leicht. Es wurde mit der Zeit aber einfacher.
Jede Frau ist individuell und hat ihre eigene Geschichte. Sie sind sehr divers charakterisiert worden. Die Schicksale gehen sehr stark unter die Haut und mich wundert, dass es in der Vorbemerkung keine direkten Trigger-Warnungen gibt.
Es ist ein feministisches Buch, denn es handelt von der fehlenden Gerechtigkeit Frauen gegenüber, und wie die Autorin in der Vorbemerkung schreibt, ist sie darüber (zurecht!) stinkwütend.
Mir hat das Buch im Gesamten gefallen. Es ist schockierend, spannend und macht einen beim Lesen genauso wütend, wie es die Autorin ist.
Ein gutes Debüt! Werde die Autorin im Blick behalten.