Eigentlich beginne ich meine Rezi gerne mit einer kleinen Zusammenfassung des Buches, die nicht genau dem Klappentext entspricht, aber trotzdem nicht zu viel spoilert. Hier verzichte ich darauf, weil ich mich nicht entscheiden kann, wo ich anfangen und wo ich wieder aufhören soll. Die Kultur und die Traditionen im Reich Dasayem, die Einfluss auf die Geschichte haben, sind (auf positive Weise) so umfassend, dass ich mich nicht kurz fassen könnte.
Mir ist aber wichtig, ausdrücklich zu betonen, dass diese kulturellen und traditionellen Aspekte alle wichtig für den Verlauf der Geschichte und die Entwicklung der Protagonisten sind. Die Informationen sind auf spannende Weise in die Geschichte eingeflochten und zu keinem Zeitpunkt hatte ich das Gefühl, dass es zu viel oder langweilig ist. Es hat mich eher neugierig gemacht und ich wollte mehr wissen, um tiefer in die Kultur eintauchen zu können.
Es gibt Bücher, in denen man im Kopfkino nur den Haupthandlungsstrang erkennen kann. Die Welt drum herum bleibt blass und verschwommen. Und es gibt Bücher wie dieses hier, in denen das gesamte Bild deutlich ist und in kräftigen Farben strahlt. Ich mag das.
Rokat und Talis sind zwei wunderbare Protagonisten, die mein Herz ohne Umwege erobert haben. Ich habe all ihre Emotionen miterlebt und habe mit ihnen gelitten und mich mit ihnen gefreut.
Am besten gefällt mir, dass es keine künstlichen Dramen, keine unnötigen ausufernden Missverständnisse und kein ständiges Hin und Her gibt.
Ich habe „Dasayem – Unter dem Schleier“ mit großem Vergnügen gelesen, mich sehr gut unterhalten gefühlt und ich empfehle das Buch sehr gerne weiter.