Der zweite Teil des groß angelegten Dresden-Epos von Bestsellerautorin Anne Stern.
Dresden 1849: Elise lebt als gefeierte Violinistin und angesehene Ehefrau des Komponisten Adam Jacobi in Dresden. Doch eine schicksalshafte Begegnung mit dem Kulissenmaler Christian droht, das fragile Gleichgewicht ihres Lebens zu erschüttern. Mit dem aufstrebenden Künstler an der Semperoper verbindet sie eine große Sehnsucht, eine Leidenschaft für die Kunst – und eine romantische Erinnerung. Elise spürt, dass ihre Liebe auch nach Jahren noch stärker ist als alle Konventionen. Doch bevor sie das Unmögliche wagen kann, brechen blutige Aufstände in der Stadt aus. Unzufriedene Arbeiter und Dienstmädchen, Künstler und Intellektuelle, Männer und Frauen ziehen für ihre Rechte in den Kampf. Auch das prächtige königliche Hoftheater im Herzen der Stadt wird zum Schauplatz der widerstreitenden Gegner. Denn selbst Kapellmeister Richard Wagner und Gottfried Semper rufen zum Widerstand gegen die Obrigkeit auf. Dann bittet der König die preußische Armee um Hilfe. Es kommt zum Äußersten. Und Elise muss sich in den blutigen Wirren entscheiden, auf welcher Seite sie steht – und wie viel zu opfern sie bereit ist.
Die Semperoper als Schauplatz von politischen Wirren und dramatischen Schicksalen. Und eine Liebe – stärker als alle Konventionen und Gefahren der Zeit.
Exceptional read, well written! I liked the historical background and learning more about this beautiful city! Thank you 🙏 I will definitely read the third book as well.
Der Verlag sagt: „Die Semperoper als Schauplatz von politischen Wirren und dramatischen Schicksalen. Und eine Liebe – stärker als alle Konventionen und Gefahren der Zeit.“ – klang vielversprechend, und da ich historische Romane liebe, habe ich zugegriffen. Ich habe erst zu spät gemerkt, dass es hierzu schon einen ersten Teil gibt, aber - Entwarnung! – das ist hier egal. Alles Relevante zur Vorgeschichte der Protagonisten bekommt man nebenbei erzählt, und ich konnte problemlos in das Geschehen einsteigen. Man kann diesen Teil also auch separat lesen. Dresden, 1849. Unsere Hauptfigur ist Elise Spielmann, Violinistin einer Musikerfamilie entstammend, also eine Bürgerliche, aber aus durchaus besseren Kreisen, und hier in Band 2 lernen wir sie kennen als verheiratete Frau. Leider eher unglücklich verheiratet, der Gatte Adam, Hofkompositeur mit aktuellem Schwund der Muse, ist sehr viel älter und eine Liebesheirat war das eher nicht. Ihr Lichtblick ist die kleine Tochter Netty – einzig, diese ist adoptiert; kleiner Makel für Adam. Elise sucht ihren Sinn zum großen Teil in ihrer Musik, und liebt ihre Auftritte in den bürgerlichen Salons – was für eine Frau per se schon ein Novum ist. Und somit sind wir schon im nächsten großen Themenstrang dieses Romans, der Frauenbewegung, die in diesen Jahren an Schwung aufgenommen hat. Die ersten Frauenvereine entstehen, und auch in Dresden vereinigen sich die Frauen. Elises jüngste Schwester Barbara ist hier ganz aktiv dabei, und Elise selbst ist zumindest im Herzen Feministin – das Leben, das sie jetzt führt, das kann es doch nicht gewesen sein? Vor allem, da ihre wahre Liebe Christian, der unter ihrem Stand stehende talentierte junge Kulissenmaler an der Oper, wieder in ihrem Leben auftaucht….. Und dann steht ja auch noch der Mai-Aufstand in Dresden an, der Ruf der Freiheit, der Dresden in Brand gesetzt hat…. Mein Leseeindruck: Vorweg, ich war begeistert. Die Story hat mich von den ersten Seiten an abgeholt. Mit Elise haben wir eine moderne Heldin, die zwischen Selbstverwirklichung und einzwängenden Konventionen steht. Talentiert als Geigerin und Komponistin ist sie gefangen in einer Welt, die Frauen alle Rechte abspricht, und zusätzlich ist sie eingezwängt in einer lieblosen Ehe. Ihre Herkunftsfamilie ist hier Halt, aber als diese zusammenbricht, brechen auch ansonsten viele Dämme, und Elises Entwicklung zu begleiten, ist superspannend. Ich habe mit Elise mitgefühlt auf allen Seiten. Aber auch das historische Ambiente, die Historie generell, war faszinierend, und mit viel Hintergrundwissen eingeflochten. Ich wusste nicht viel über die Dresdner Mai-Aufstände, und generell nur sehr wenig über die Revolutionsjahre 1848/49. Und wer hätte das gedacht, dass Richard Wagner und der Architekt Semper mit dabei waren und aus Dresden ins Exil flüchten mussten? Auf diese Weise ist Wagner dann auch in Bayreuth gelandet….also ja, war echt interessant. Der Roman ließ sich flott weg lesen (okay, die Frau Stern ist gefeierte Bestsellerautorin, das sollte man erwarten können), und es war mir keine Minute langweilig. Das ist hier ein rundum gelungener Mix aus Historiendrama, Abenteuer, Liebesgeschichte und Frauenpower. Großes Kino. Alle Daumen hoch! Optisch ist das Buch übrigens auch gut gemacht; in der vorderen aufklappbaren Innenseite ist eine Karte des historischen Dresdens abgebildet, auf dem die wichtigen Schauplätze des Geschehens verzeichnet sind. So was mag ich ja sehr gerne. Dann bin ich auf den nächsten Teil gespannt – der Epilog verlässt eine glücklichere Elise, das könnte sehr cool werden für sie in den kommenden Jahren 😊.
Klappentext: Dresden 1849: Elise lebt als gefeierte Violinistin und angesehene Ehefrau des Komponisten Adam Jacobi in Dresden. Doch eine schicksalshafte Begegnung mit dem Kulissenmaler Christian droht, das fragile Gleichgewicht ihres Lebens zu erschüttern. Mit dem aufstrebenden Künstler an der Semperoper verbindet sie eine große Sehnsucht, eine Leidenschaft für die Kunst und eine romantische Erinnerung. Elise spürt, dass ihre Liebe auch nach Jahren noch stärker ist als alle Konventionen. Doch bevor sie das Unmögliche wagen kann, brechen blutige Aufstände in der Stadt aus. Unzufriedene Arbeiter und Dienstmädchen, Künstler und Intellektuelle, Männer und Frauen ziehen für ihre Rechte in den Kampf. Auch das prächtige königliche Hoftheater im Herzen der Stadt wird zum Schauplatz der widerstreitenden Gegner. Denn selbst Kapellmeister Richard Wagner und Gottfried Semper rufen zum Widerstand gegen die Obrigkeit auf. Dann bittet der König die preußische Armee um Hilfe. Es kommt zum Äußersten. Und Elise muss sich in den blutigen Wirren entscheiden, auf welcher Seite sie steht und wie viel zu opfern sie bereit ist.
„Das Opernhaus – Rot das Feuer“ ist der 2. Band der Dresden Reihe von Anne Stern. Anne Stern ist für mich immer ein Garant für schöne Lesestunden und somit habe ich mich auf das Buch schon sehr gefreut.
Anne Stern entführt ihre Leser*innen wieder nach Dresden in das Jahr 1849.
Elise die man im 1. Band schon gut kennengelernt hat ist mit Adam Jacobi verheiratet und ihre Adoptivtochter Netty ist mittlerweile 8 Jahre. Man kann schon ahnen, dass Netty auch einmal ans Theater gehen wird. Sie hat das Tanzen im Blut. Als Elise den Kulissenmaler Christian näher kennenlernt gerät ihr Leben aus den Fugen. Doch ist es die Zeit für eine neue Liebe? Dresden scheint gerade Kopf zu stehen. Die Bürger kämpfen um ihre Rechte. Es gibt blutige Aufstände die sogar vor der Semperoper nicht halt machen.
Mit dieser Geschichte führt Anne Stern uns das Leben der Frau Ende der 1840er Jahre vor Augen. Genauso wie das Leben der der Bürger, die genug von der Restaurationspolitik haben. Es kommt zu Aufständen und Freiheitskämpfen die in die Maiaufstände münden. Auch die Frauenrechtlerinnen ziehen mit in den Kampf, der selbst vor dem königlichen Hoftheater nicht halt macht. Schließlich rufen auch Richard Wagner und Gottfried Semper zum Widerstand auf.
Anne Stern spiegelt die Zeit sehr realistisch wider. Auch ihre Beschreibung der Schauplätze sind sehr detailliert. Man kann sich schnell ein Bild machen. Dazu kommt noch, dass die Charaktere sehr lebendig sind. Ich habe sie sehr gerne durch die Geschichte begleitet.
„Das Opernhaus – Rot das Feuer“ ist die Geschichte der Kämpfe um Freiheit, Rechte und auch um Frauenrechte. Dabei darf die Liebe natürlich nicht fehlen.
Anne Stern erzählt die Geschichte flüssig und gut verständlich. Manchmal hat ihre Sprache fast etwas philosophisches.
Nach dem 1. Band „Das Opernhaus - Goldhell die Melodie“ habe ich auch den 2. Band „Das Opernhaus – Rot das Feuer“ nur so verschlungen. Jetzt freue ich mich auf den 3. Band „Das Opernhaus - Samtschwarz die Nacht“ der am 13. August erscheinen soll.
Anne Sterns Roman "Das Opernhaus: Rot das Feuer" ist ein beeindruckendes Werk, das die Leser in die Wirren der Maiaufstände von 1849 in Dresden entführt und gleichzeitig das Leben bürgerlicher Frauen unter männlicher Übergriffigkeit einfühlsam beleuchtet. Mit einem bemerkenswerten Schreibstil, der gleichermaßen leserlich und flüssig ist, zieht Stern die Leser in die Geschichte hinein und lässt sie auch am Ende nicht wieder los - die Erwartungen an einen dritten Roman dieser Reihe sind gesetzt.
Die Stärke dieses Romans liegt nicht nur in der packenden Handlung, sondern auch in den charakteristischen Dialogen, die das Tempo erhöhen und die Spannung steigern. Die Dialoge wirken authentisch und geben den Figuren Tiefe, während sie gleichzeitig die Handlung vorantreiben. Stern schafft es geschickt, die Sprache und den Ton der damaligen Zeit einzufangen, ohne dabei an Modernität zu verlieren, was dem Leser ein immersives Erlebnis verschafft.
Besonders beeindruckend ist die Art und Weise, wie Stern historische Hintergrundinformationen nahtlos in den Verlauf des Romans einwebt. Während die Handlung voranschreitet, erfahren die Leser subtil und leichtfüßig mehr über die politischen und gesellschaftlichen Umstände der Zeit, insbesondere über die Maiaufstände von 1849 und die weibliche Beteiligung per Feder und Stift. Diese geschickt eingebauten Informationen bereichern nicht nur das Verständnis für die Handlung, sondern verleihen dem Roman auch eine zusätzliche Ebene der Authentizität und Glaubwürdigkeit.
Ein weiterer Aspekt, der "Rot das Feuer" auszeichnet, ist Sterns einfühlsame Darstellung des Lebens bürgerlicher Frauen, die innerlich zum Widerstand neigen. Durch die Augen der Protagonistin Elise erleben die Leser die Herausforderungen und Unterdrückungen, mit denen Frauen in jener Zeit konfrontiert waren. Stern scheut sich nicht davor, die dunklen Seiten dieser Realität zu zeigen, und schafft es dennoch, Hoffnung und Widerstand als zentrale Themen des Romans hervorzuheben.
Einziges Manko ist die beschriebene Beziehung zwischen zwei Frauen, die sich durch die Revolutions-Bewegungen begegnen und dadurch auch lieben lernen. Es wird zwar nur angedeutet, dass da mehr als Freundschaft ist, dennoch wirkt diese Zweierschaft sehr aufgesetzt und künstlich. Die beiden Frauen werden auch nur am Anfang ausführlicher thematisiert und dann fast vergessen, sodass man die Notwendigkeit der Erwähnung in Frage ziehen kann.
Insgesamt ist "Rot das Feuer" von Anne Stern ein bemerkenswertes Werk, das nicht nur fesselnde Unterhaltung bietet, sondern auch historische Ereignisse mit einfühlsamer Charakterzeichnung verwebt. Mit einem leserlichen Schreibstil, beschleunigenden Dialogen und spannenden historischen Hintergrundinformationen ist dieser Roman ein absolutes Muss für Liebhaber historischer Fiktion und anspruchsvoller Literatur.
Das Opernhaus: Rot das Feuer ist ein historischer Roman von Anne Stern. Es ist der zweite Band der Dresden-Reihe. Die Geschichte knüpft an die Handlung des ersten Bandes an. In diesem Band erzählt die Autorin auf 400 Seiten die Geschichte von Elise, die Geschichte der Wiedervereinigung mit einer alten Liebe nach ihrer Heirat.
Die Geschichte spielt in Dresden in 1849. Es war eine sehr schwierige politische Zeit und in Dresden brach die Mairevolution aus. Damals waren die Menschen mit ihren Arbeits- und Lebensbedingungen unzufrieden und kämpften für ihre Rechte. In dieser Zeit der Geschlechterungleichheit sind auch Frauen auf die Straße gegangen, um zu protestieren und für mehr Freiheiten und Rechte zu kämpfen, die sie noch nicht haben. Elise war zu diesem Zeitpunkt verheiratet und lebte mit ihrem Mann und ihrer Adoptivtochter in Dresden. Ihr Mann war ein berühmter Komponist und viel älter als sie, und sie empfand in dieser Ehe kein gutes Gefühl für die Liebe. Bis sie eines Tages unerwartet ihren jungen Liebhaber Christian traf und ihre leidenschaftliche Liebe erneut entbrannte.
Die Autorin verbindet gekonnt Politik, Kunst und Liebe und gibt dem Leser das Gefühl, diese Ära selbst zu erleben und die Charaktere des Buches mit eigenen Augen zu sehen. Der Schreibstil ist schnell, flüssig und sehr leicht zu lesen. Er stimmt mit dem Stil und der Handlung des ersten Bandes der Reihe überein. Er ist sehr kohärent, die Charaktere sind gut entwickelt und der historische Hintergrund ist sehr realistisch. Aber ich schlage vor, dass Sie vor diesem Buch am besten den ersten Band der Reihe lesen, um sicherzustellen, dass Sie besser und reibungsloser in die Geschichte dieses Bandes einsteigen können. Ich freue mich schon auf den dritten Band dieser Reihe !
Inhalt siehe Klappentext. Vor 2 Jahren habe ich den ersten Teil von Anne Sterns Dresden-Reihe Das Opernhaus gehört, nun folgte Teil 2 „Rot das Feuer“. Die damalige Liebe zwischen Elise und Christian durfte nicht sein, doch insgeheim blieb sie immer bestehen, das wissen beide, aber sonst darf es nicht bekannt werden. Im Jahre 1849 ist Violinistin Elise als ehrbare Frau verheiratet, sicher nicht glücklich mit Gatte und Komponist Adam Jacobi, aber dafür mehr als zufrieden mit Ziehtochter Netty. Man könnte ein angenehmes Leben haben, genau so angenehm, wie Cathlen Gawlich das Hörbuch über 10:28 Stunden vorliest, am besten in 1,25-facher Geschwindigkeit, doch die Stimmung im Hause Jacobi und generell in der Stadt ist nicht auszuhalten. Aufstände, Kampf und Wut sind an der Tagesordnung, Elises Schwester gerät in die Unruhen und auch Christians Schwester ist nicht abgeneigt, für ihre Meinung einzutreten. Das Leben besteht nicht nur aus schönen Zeiten, angesehenen Personen, diesmal ist es das einfache Volk, das auf die Straße geht, die Lage ist düster und traurig, trotz Erwähnung mehrerer wunderbarer Aufführungen im Opernhaus sowie der Tatsache, dass Richard Wagner und Gottfried Semper mitten unter ihnen weilen. Kein einfaches Hörbuch zum nebenbei hören, man muss sich schon konzentrieren, um nichts zu verpassen, besonders, wenn man sich in dieser Zeit geschichtlich nicht so gut auskennt (sicher wieder ein Versäumnis zu Schulzeiten). Für die eher schwerere Kost vergebe ich 4 Sterne, sollte man sich aber nicht entgehen lassen.
Dies ist der zweite Band der Dresdner Reihe, und ich war wirklich neugierig, wie die Geschichte weitergeht. Leider muss ich sagen, dass ich etwas enttäuscht bin. Die Tiefe und Spannung, die ich mir gewünscht habe, fehlen einfach. Viele Aspekte werden nur an der Oberfläche behandelt, obwohl die Geschichte das Potenzial für richtig packende Momente hätte.
Ein paar Geheimnisse werden zwar gelüftet, und es gibt auch einige emotionale Szenen, aber insgesamt fühle ich mich der Handlung nicht wirklich verbunden – sie packt mich einfach nicht. Auch die Liebesgeschichte kommt für mich nicht glaubwürdig rüber, was ich schade finde, denn ich hätte mir da mehr Substanz gewünscht.
Die politischen und künstlichen Elemente der Geschichte haben definitiv ihren Platz, und sie waren informativ, aber bei einem fiktiven historischen Roman erwarte ich besser ausgearbeitete und authentischere Charaktere. Im ersten Band hat mich das nicht so gestört, weil ich dachte, es sei der Auftakt zur Geschichte. Ich bin gespannt, ob der dritte Band das Ruder rumreißen kann.