Welches Buch liebt unsere Lieblingsschriftstellerin, welche Autorin hat ihr eigenes Schreiben begleitet, geformt, verändert? Unter Frauen ist ein Manifest der weiblichen Solidarität, Bewunderung und Inspiration.
Diese Anthologie tut das, was Männer schon immer, vielleicht auch einmal zu oft gemacht literarische Vorbilder feiern. In Unter Frauen werden jedoch ausnahmslos Autorinnen zelebriert. Schriftstellerinnen schreiben über Schriftstellerinnen, die prägend für ihr eigenes Werk sind, über Bücher, die wir alle lieben und über welche, die kaum eine von uns in ihrem Bücherregal stehen hat.
Ein kleiner Kanon von großen Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. A book of one'sown.
Mit Beiträgen u.a. von Gabriele von Arnim, Simone Buchholz, Ulrike Draesner, Mareike Fallwickl, Yael Inokai, Mirrianne Mahn, Deniz Ohde, Jovana Reisinger, Ruth-Maria Thomas, Kathrin Weßling
Herausgekommen ist ein kleiner Kanon von Schriftstellerinnen, die anhand kleiner inspirierender Texte über andere Schriftstellerinnen schreiben. Die Texte sind kleine Hymnen, Briefe oder andere literarische Formen, um zu zeigen, wie sehr die Autorin jeweils von ihrer selbst ausgewählten Autorin geprägt wurde.
Ich durfte in die Gedankenwelt von Jovana Reisinger, Gabriele von Arnim, Simone Buchholz, Ulrike Draesner, Yael Inokai, Rasha Khayat, Mirrianne Mahn, Daria Kinga Majewski, Jacinta Nandi, Deniz Ohde, Ruth-Maria Thomas, Kathrin Weßling und Mareike Fallwickl eintauchen und neue Schriftstellerinnen kennenlernen. Die Bewunderung der Verfasserin war für mich beim Lesen deutlich zu spüren und ich hatte parallel immer nach der vorgestellten Autorin recherchiert, um noch mehr Infos zu erhalten.
Mich persönlich haben die Texte und die unterschiedlichen Herangehensweisen sehr berührt. Ich selbst habe mir nach der Lektüre die Frage gestellt, welche Autorin mich geprägt hat?! Auch, ob ich mich noch an den Moment erinnern kann, wo und wie ich auf das Buch gestoßen bin, das mich persönlich auf eine Art und Weise verzaubern durfte?!
Das Buch ist wirklich ein kleines Manifest weiblicher Solidarität, Bewunderung und auch der Inspiration. Meine Meinung: bitte mehr Bücher mit diesen Konzepten.
Ich persönlich durfte ein LeseHighLight entdecken.
Autorinnen schreiben über andere Autorinnen. Schreiben darüber, wer sie geprägt und inspiriert hat. Mit wessen Wort und Werk sie sich verbunden fühlen, wen sie verehren.
»Ein Manifest der weiblichen Solidarität, Bewunderung und Inspiration. A book of one’s own.«
Anna Humbert & Linda Vogt lassen in ihrer Anthologie »Unter Frauen« dreizehn Autorinnen unserer Zeit über Autorinnen schreiben, die ihnen vorangegangen sind. Die Texte sind vorsichtige Annäherungen, Hymnen oder Briefe. Bewundernd, poetisch, staunend, berichten sie von Schlüsselerlebnissen, Entdeckungen und persönlichen Erfahrungen. Sie feiern ihre literarischen Vorbilder – wie es Männer schon immer und mit Selbstverständlichkeit getan haben. Besonders berührt haben mich die Beiträge von Ruth-Maria Thomas über Irmgard Keun und von Gabriele von Arnim über Elizabeth Strout. Ich habe bisher weder Keun noch Strout gelesen, aber die Begeisterung ist übergesprungen. Bei all der Bewunderung, Inspiration und Entdeckung „neuer“ Autorinnen, habe ich mich dann auch gefragt, über wen ich wohl schreiben würde. Ich denke es wären Simone de Beauvoir oder Virginia Woolf. Beide bewundere ich sehr.
Hervorheben möchte ich unbedingt noch das Vorwort von Maria-Christina Piwowarski. Es ist pure Magie. Eine Ode ans Lesen und weibliches Schreiben. »[…] halte dieses Buch wie einen Strauß, wie ein Geschenk. Von einer Frau an eine andere.« (S.10) 🌻🌻
Diese Anthologie wird Menschen, die sich für Literatur begeistern, sehr, sehr glücklich machen. Trust me. 💛
Nicht lebensverändernd, aber einige gute Essays waren dabei.
"An Schulen und Universitäten kommen deine Wekre kaum vor, während wir über die sogenannten Klassiker und ihre männlichen Autoren alles wissen, lernen, wiederkäuen. Ihre Namen sind gleich bedeutend mit Belesenheit, Bildung, Intellektualität. Deinen Namen kennt selten jemand. Das ist beschämend, ungerecht und - den patrichalen Strukturen zufolge - logisch. Alles wäre anders gewesen, Selma, hättest du einen Penis gehabt." S.63
Schöne Grundidee, aber mir hätte es noch besser gefallen, wenn sich jeder Beitrag mit mehreren Autorinnen (am ähnlichsten zu Gabriele von Arnims Beitrag) befasst hätte anstatt der jeweilige Fokus (größtenteils) auf eine Autorin. Am besten gefallen haben mir die Beiträge von Gabriele von Arnim, Ulrike Draesner, Rasha Khayat und Deniz Ohde.
Ich habe mich beim Lesen von "Unter Frauen" sehr wohlgefühlt, vielleicht weil es genau das gehalten hat, was es im Titel verspricht. Frauen erzählen liebevoll und mit voller Bewunderung von anderen Frauen. Ich habe das Buch wahnsinnig gerne gelesen, es hätte sogar ein wenig länger sein können. Ich habe mir viele der vorgestellten Frauen notiert, und so ist meine unendliche Leseliste nochmal ein wenig gewachsen.
Was ein tolles Buch! Es ist so interessant, wie unterschiedlich die Autorinnen über ihre Lieblingsautorinnen schreiben, wie unterschiedlich auch die Lieblingsautorinnen sind. Es macht große Lust aufs Lesen und zeugt (für mich) von einer Verbundenheit über Raum und Zeit hinweg!
Schriftstellerinnen schreiben über Schriftstellerinnen und ich liebe alles daran. Ich stelle mir das Buch wie ein Schmuckkästchen vor, einige Texte glitzern besonders, andere nimmt man immer wieder gern in die Hand. Die Texte laden Entdecken ein, zum Staunen, sind heilsam und aufwühlend. Das Buch bekommt einen Ehrenplatz!
unter frauen ist bewunderung zwischen bewunderten. bedingungslos und groß, als sei für nichts anderes platz im herzen und doch viel leere. es ist, wie ein museum. liebe zwischen frauen und wertschätzung. geteilte gedanken, für die es keine worte gibt, abgesehen von der wärme des gesehen werdens. vom zuspruch des platzeinnehmens und des aufbegehrens, in einer welt, in der man klein bleiben soll. unter frauen ist man groß. weil von frauen ein augenlächeln und ein „ohh, sie strahlen so schön“ kommt und von männern begehrende blicke. unter frauen ist regengeruch im sommer und ein stirnkuss. darin steckt liebe. soviel davon.
Eine wunderbare Idee. Autorinnen schreiben über die Autorinnen, die sie geprägt und mit ihren Werken begleitet haben. Die kleinen Abschnitte sind alle sehr persönlich und schön geschrieben. Zudem findet man jede Menge Inspiration für neue Lektüre.
Ein Genuss: Frauen, die über Frauen schreiben, die schreiben und/oder geschrieben haben. Ein Quell der Inspiration, teilweise sehr berührend oder komisch erzählt. Besonders schön fand ich Kathrin Weißlings Essay über Marlen Haushofers "Die Wand", weil ich mich in diesem Mantel aus Einsamkeit wiederfinde.
"In deinen Texten, in deiner Arbeit gibt es immer ein Du und ein Ich. Es gibt immer Raum für Gespräch, für zwei Stimmen, manchmal sogar mehr. Nie stehst du vor mir, sitzt du vor mir und hältst mir Vorträge, erzählst mir, schreibst mir vor, was ich denken oder sehen soll. Du bietest mir, deiner Leserin, ein Gespräch an. Immer kommt es mir vor, als wolltest du, ewig neugierig, wissen, was deine Leserinnen denken. Immer gibst du der Ungewissheit ihren Raum." Zitat von Rasha Khayat, S. 80 (E-Book)
"Immer wieder beneide ich Schriftsteller:innen darum, beim Schreiben mehrere Leben führen zu können. Das eigene und das ihrer Figuren. Aber Lesen ist immerhin, wie gesagt, der zweitbeste Weg zum DoppelLeben." Zitat von Gabriele von Arnim, S. 14 (E-Book)
"Unter Frauen: Geschichten vom Lesen und Verehren" ist eine vielfältige Anthologie herausgegeben von Anna Humpert und erschienen beim Rowohlt Verlag. In dieser Sammlung zelebrieren Schriftstellerinnen ihre literarischen Vorbilder und prägenden Werke, ein Manifest der weiblichen Solidarität, Bewunderung und Inspiration. Die Beiträge stammen von Gabriele von Arnim, Simone Buchholz, Ulrike Draesner, Mareike Fallwickl, Yael Inokai, Rasha Khayat, Mirrianne Mahn, Daria Kinga Majewski, Jacinta Nandi, Deniz Ohde, Jovana Reisinger, Ruth-Maria Thomas, Kathrin Weßling. Zudem gibt es ein tolles Vorwort von Maria-Christina Piwowarski.
Die Anthologie präsentiert 13 diverse Beiträge diverser Autorinnen (von denen ich von bisher 3 schon was gelesen hab) in unterschiedlichen Längen und Stilen, von klassischen Essays bis hin zu Briefen und Prosatexten.. Es bietet eine Fülle von Buchempfehlungen und stellt neue und alte bzw. vergessene Autorinnen vor, die unbedingt entdeckt werden müssen. Jeder Beitrag ist so individuell wie die Autorinnen selbst, und die verschiedenen Herangehensweisen machen die Lektüre abwechslungsreich. Persönlich haben mich besonders die Beiträge von Rasha Khayat, Jovana Reisinger, Ruth-Maria Thomas und Kathrin Weßling angesprochen. Auch die sprachliche Brillanz von Gabriele von Arnim ist hervorzuheben - eine Queen der schön ausgeschmückten und bildhaften Sprache. Ein interessantes Highlight am Ende des Buches ist die Erklärung des Covers - auch eine Wertschätzung gegenüber der Künstlerin Shara Hughes, die es entworfen hat. Zusätzlich hab ich für mich ein Podcasttipp mitnehmen können: der feministischer Literaturpodcast "Fempire – der Podcast über Frauen, die schreiben".
Insgesamt bietet "Unter Frauen" eine facettenreiche Reise durch die Welt der Schriftstellerinnen und ihrer inspirierenden Werke. Aufgrund der Vielseitigkeit der Beiträge und weil dadurch mein SUB nicht kleiner wird :P SPAß (ich freu mich schon sehr auf Elisabeth Strout, Deniz Ohde, Joan Didion, Franziska Schutzbach, Violette Leduc, McKenzie Wark, Irmgard Keun und Marlen Haushofer, die ich demnächst lesen werde ) vergebe ich voll 5 von 5 Sternen.
"Es ist auch beruhigend, dass alles, was ich schon einmal gefühlt habe, so oder so ähnlich bereits vor mir gefühlt wurde." Zitat von Ruth-Maria Thomas , S. 163 (E-Book)
"Lesen ist existentiell für unsere Seelenerkundung. Und in grausamen und zerbrechlichen Zeiten wie diesen erst recht, damit wir den Menschen in seiner Härte und Wut, seiner Verwirrtheit und auch in seiner Liebe und Güte nicht aus dem Blick verlieren." Zitat von Gabriele von Arnim, S. 12 (E-Book)
In diesem inspirierenden Buch schreiben 13 Autorinnen über Schriftstellerinnen, die sie geprägt haben. Ich fand es sehr spannend verschiedene literarischen Heldinnen kennenzulernen. Gabriele von Armin zum Beispiel schreibt über Elizabeth Strout, die ich selbst auch sehr gerne lese: „Die große Kunst der Elizabeth Strout ist es, nicht nur KrimsKramsErlebnisse des Alltags, sondern auch Traumatisierendes aus der Kindheit – oder aus dem späteren Leben – in einem so selbstverständlichem, beinahe leichthändigen Ton zu erzählen, dass man fast die Härte der Wirklichkeit überlesen könnte – und wenn man sie überlesen will, weil man Angst hat, weil das Leben wehtut, weil man nicht hinsehen will.“ (S. 16). Die Herausgeberinnen Anna Humbert und Linda Vogt haben ganz unterschiedliche Schriftstellerinnen mit unterschiedlichen Beiträgen vom Essay, Brief und Prosa zu Wort kommen lassen. Das macht das Lesen sehr abwechslungsreich und spannend. Ich konnte bei jeder Autorin inspirierende Gedanken finden und werde das Buch sicherlich noch oft in die Hand nehmen. Es sind so viele Autorinnen mit Bewunderung, Wärme, Anekdoten, klugen Gedanken, historischen Bezügen, politischen Anmerkungen und vor allem mit Respekt und Liebe erwähnt, dass man gleich in die Buchhandlung laufen muss, um sein Bücherregal zu ergänzen. Große Leseempfehlung für eine tolle Anthologie, die weibliche literarische Vorbilder feiert. (unbezahlte Werbung/Buch selbst gekauft)
Dieses Buch kommt viel zu spät. Ich habe jedes Kapitel dieses Buches geliebt. Schriftstellerinnen, die über Schriftstellerinnen schreiben. Und jede von ihnen tut das auf ihre ganz eigene literarische Herangehensweise. Wer feministische Literatur sucht, wird hier fündig. Jedes einzelne Kapitel ist eine Liebeserklärung an die weibliche Literatur. Und meine ,,Want to read“-Liste ist nach diesem Buch auch nochmal gewachsen.
„[ich] halte dieses buch wie einen strauß, wie ein geschenk. von einer frau an eine andere.“ kann mich dem großartigen vorwort von maria-christina piwowarski nur anschließen. mehr folgt später, aber: wenn ihr noch nicht wisst, was ihr euren liebsten schenken sollt: dann bitte dieses hier. macht lust auf mehr: lesen, schreiben, frauen, bücher, leben.
Total schön! So viel Wärme - in Form von Feuer, Leidenschaft, auch Zuneigung und Dankbarkeit. Wie in jeder Anthologie gibt es natürlich Texte, die einem stilistisch mehr zu sagen als andere, aber der wertvolle Kern ist hier in allen deutlich spürbar. Wunderschöne Idee, absolut gelungene Umsetzung - gerne mehr!