Angenommen, ich stehe an einem Teich und muss mitansehen, wie ein Kind ertrinkt, würde mir bei der Rettungsaktion aber meinen teuren neuen Anzug Müsste ich das Kind nicht trotzdem retten? Wenn nun das durchaus zumutbar wä Warum teile ich dann nicht meinen Besitz mit jemandem, dem ich dadurch das Leben retten könnte, ohne dass mich das unzumutbar viel kosten würde? Das »Kind im Teich« ist nicht nur eines der berühmtesten philosophischen Gedankenexperimente, sondern drückt auch die Kernidee des »effektiven Altruismus« aus, einer sozialen Bewegung, die Singer maßgeblich geprägt hat. Der Band bietet eine Neuübersetzung sowie einen genauen Kommentar und zeichnet die Wirkungsgeschichte dieses so maßgeblichen Textes nach.
Singers Argumentation ist für mich mehr als Fragwürdig. Es ist nicht zu leugnen, dass die Themen, die er behandelt, Aufmerksamkeit bekommen sollten. Jedoch geht er meiner Meinung (und auch der Meinung vieler Kritiker) nach falsch an die Problematik heran. Anstatt zu sagen, dass er und „alle anderen in einer ähnlichen Situation so viel wie möglich, d.h. zumindest bis zu dem Punkt spenden sollten, an dem man anfängt, sich selbst und seinen Angehörigen ernsthaft Leid zuzufügen, wenn man spendet – vielleicht sogar über diesen hinaus bis zu dem Punkt des Grenznutzens, an dem man sich selbst und seinen Angehörigen so viel Leid zufügen würde, wie man in Bengalen verhindern würde, wenn man spendet“ (S. 21 & 23), sollte er lieber darauf setzten, den Personen in ärmeren Ländern aktiv zu helfen, anstatt zu versuchen, sich selbst, seine „Angehörigen“, wie er es formuliert und all diejenigen, die er erreichen möchte, in den Ruin zu stürzen, damit diese unter Umständen später erneut von den Geretteten gerettet werden müssen. Dies könnte in einen unglücklichen Teufelskreislauf münden.
A strong plea for solidarity in the name of morality. To help somebody else is now possible (bank transfers); thus physical distance around the globe cannot be an excuse for not helping others. Everybody should give a fraction of their income for aid purposes to people in jeopardy (mostly people in the so called third world). If everybody contributed, wealth could be spreaded more evenly, resulting in a fairer world. Donating money is not a good deed but a responsibility. Book is one of the groundworks for modern utilitarism.
Not answered: to which degree should everybody be informed over the suffering elsewhere? If morality implies the responsibility to help, how informed must one be?