Ist es angebracht, in einer Welt in Schieflage noch Glück zu verspüren? Unbedingt, sagt Constantin Schreiber – und ermutigt uns, der Leichtigkeit Platz zu schenken, ohne der Welt den Rücken zu kehren.
Bestseller-Autoutor und Tagesschau-Sprecher Constantin Schreiber sucht und findet in seinem neuen Werk Antworten auf die Frage, wie es sich in Zeiten von Krieg, Klimakrise, Inflation und Pandemie mit dem Glück verhält. Können wir in diesen Zeiten glücklich sein? Dürfen wir uns überhaupt noch freuen – oder sind wir vielleicht sogar dazu verpflichtet? Schreiber besucht Orte und Menschen, die glücklich machen und glücklich sind, schildert, wie Glücksgefühle entstehen, und fordert uns auf zu mehr Mut zum Frohsinn – denn nur wer glücklich ist, hat die Kraft, die großen Herausforderungen unserer Zeit anzupacken. Eine kluge, persönliche, höchst unterhaltsame und Zuversicht spendende Lektüre für alle, die keine schlechten Nachrichten mehr aushalten – von einem, der weiß, wovon er spricht.
Constantin Schreiber is a German journalist, news anchor, nonfiction author, and writer. Since January 2017, he has been working for ARD-aktuell and moderates editions of the Tagesschau, the Nachtmagazin and news in the Tagesthemen.
Ein Privilegierter rät mir, wie ich glücklicher sein könnte. Kurzmeinung: Hat mich nicht glücklich gemacht. Im Gegenteil. In Zeiten des Krieges in Europa und in Zeiten einer Pandemie versucht Constantin Schreiber, Mut zu machen. Dazu nimmt er die Leserschaft mit auf die eigene Reise zu mehr Glück in seinem Leben. Dabei ist der Consti eh schon ein Glückskind: klug, gebildet, gutes Elternhaus, behütete Jugend, er ist jemand, der mit einem besonders auskömmlichen Job plus hohem Spaßlevel gesegnet ist, nicht, dass Consti nix arbeiten müsste, nee, muss er und er arbeitet sogar sehr viel und zum Teil wie besessen, aber es ist eben der Traumjob und wer hat den schon, eine funktionierende und liebende Familie weiß er an seiner Seite, Freunde, Gesundheit, alles vorhanden: es wäre sträflich, wenn Constantin n i c h t glücklich wäre! Dennoch liest man es gerne, wie er die Musik, die ihm in seiner Jugend viel Freude bereitete, für sich wiederentdeckt, wie er das Augenmerk darauf legt, bewusst zu leben und immer wieder vom Beruflichen abzuschalten. Sicher, wenn der Autor, der immer schon gerne reiste, wieder Lust darauf bekommt und sich deshalb ruckizucki mal 14 Tage Ägypten gönnt, so zwischendurch neben dem Familienurlaub, einfach so für sich, könnte man das sehr persönliche Büchlein „Glück im Unglück“ durchaus in den falschen Hals bekommen - oder wenn er uns erzählt, wie gerne er teuer und gepflegt essen und trinken geht. Aber gönnen wir es ihm! Constantin Schreiber ist es immerhin bewusst, wie privilegiert er lebt.
Der Autor bringt seinen Lesern den Wert von bewusstem Leben nahe und versucht, das Glück „chemisch aufzuarbeiten“. Das Büchlein soll ja ein Sachbuch sein. Die Passagen über das, was Glück ist und was nicht, sind nicht besonders gewinnbringend, wie auch, dafür ist das Buch zu kurz und Constantin Schreiber ist kein Experte. Weder Chemiker noch Biologe oder Psychologe. Allgemeinplätze über Glück lässt er nicht aus. Oder sagen wir mal so, es ist nichts Neues, was er zu berichten hätte. Das, was Sachbuch sein soll an dem Büchlein, ist kalter Kaffe oder alter Hut.
Obwohl das Buch kein großer Wurf ist, liest man die persönlichen Einlassungen des Autors über seine persönliche Glückssuche gerne, wenn man sich auch gelegentlich am Kopf kratzt und sich fragt, wem sagst du das? Den anderen Reichen und Privilegierten in deinem Umfeld? Wir Normalos haben ganz andere Sorgen. Wenn man aber dennoch darüber nachdenken soll, was einen glücklich macht, damit man sein Glückskonto füllen könnte, wie Consti es vorschlägt, nun, ich wäre über eine grundlegende Umverteilung des Kapitals glücklich. Also über eine Revolution. Das aber wiederum würde Consti wohl unglücklich machen. Eine Zwickmühle. Einer weint immer.
Fazit: Ich kann das vorgelegte Büchlein nicht richtig ernst nehmen, aus vorgenannten Gründen. Aber immerhin haben wir Consti ein bisschen besser kennengelernt.
Ich hatte das Rezensionsexemplar aus Neugier angefragt, weil ich die Idee hinter dem Buch interessant fand. Wenn schon ich es manchmal belastend finde die Nachrichten zu schauen, wie geht es dann wohl dem Moderator? Ich kann ja auch einfach mal abschalten, während Schreiber diese Option natürlich nicht bleibt.
Leider war das Buch für mich nicht wirklich aufschlussreich. Schreiber spielt gerne Klavier, das hilft ihm mental. Gut für ihn, aber Musik allein ist halt auch keine Lösung. Dann macht er einfach mal Urlaub in Ägypten. Klingt auch schön, aber das ist natürlich ziemlich privilegiert. Einen Urlaub kann sich halt auch nicht jeder einfach so mal leisten. Ich könnte jetzt noch mehr auflisten, aber ich glaube man versteht worauf ich hinaus will.
Der Schreibstil ist insgesamt in Ordnung und nachdem das Buch nicht allzu lang ist bereue ich diesen kleinen Exkurs in das für mich komplett neue Genre "Selfhelp" auch nicht übermäßig.
Ergänzung: Hab gerade gemerkt dass das Buch 22€ (Gebundene Ausgabe) kostet, was ich bei 160 Seiten ohne viel Inhalt für maßlos überzogen halte.
Also insgesamt war "Glück im Unglück" okay, aber ganz ehrlich, das Geld kann man sich sparen. Vielleicht kann man sich davon ja ein Album von Mozart kaufen, dessen Musik soll ja gut fürs Gemüt sein.
[Ich habe ein Rezensionsexemplar vom Verlag erhalten.]
Hm, ich weiß nicht so recht was ich von dem Buch halten soll. Vermutlich hatte ich andere Erwartungen. Schreiber verknüpft eigene Erfahrungen zum Thema „Glücklich sein“ mit empirischen Befunden. Keine neuen Erkenntnisse, eher ein Blick in sein Privatleben gespickt mit Tipps zum persönlichen Glück in einer vermeintlich negativen Welt.
Inhalt: Die Stimme von Constantin Schreiber hat jeder schon einmal gehört. Der Tagesschau-Sprecher moderiert uns täglich durch die Abend Nachrichten und klärt uns auf was gerade in der Welt passiert. Diese Themen die berichtet werden sind of negativ, depressiv und verstörend. Denn wie es auch im Alltäglichen Leben so ist, Komplimente zu machen fällt schwerer als Kritik auszuüben. Auch in den Medien hört man selten gute Nachrichten. Überschattet werden die Medien von Kriegen, Raketen, Opfern, Hunger, dem Tod. Zerstörung.
C.S führt uns in „Glück im Unglück“ durch sein Leben als Medienrohr, wie er die Nachrichten vorbereitet und an uns Zuhörer weiterleitet. Was das tägliche konsumieren von schlechten und negativen Nachrichten in ihm auslöst. Wir begleiten seine Gedanken und die Methoden die er ausführt um weiter zu machen, Tag für Tag. Als Zuhörer kann man weghören oder sogar den Fernseher ausschalten. Die Moderatoren der Nachrichten jedoch können es nicht, was das mit der Psyche macht erfahren wir hier und auch wie C.S seine eigenen Methoden und Routinen findet um positiv den Alltag zu überwältigen.
Meinung: Ich hatte ganz andere Erwartungen an das Buch. Nähere Eindrücke über die Vorbereitungen der Medien, Jobinhalte eventuell interne Eindrücke in den Kosmus der Tagesschau Welt, Diskussionen über negative Nachrichten und wie sie an die Bevölkerung weitergeleitet werden sollen. Jedoch kam es anders als erwartet, das Buch fängt mit paar Eindrücken des Jobs an, kippt jedoch schnell und geht über zu einem Ratgeber, wie und was man machen soll um seinen Alltag positiv zu gestalten. Zumal die Tipps und Methoden schon durch diverse Ratgeber längst bekannt sind. Ich mag Constantin Schreiber als Autor, seine vorherigen Werke waren interessant und sein Schreibstil ist sehr angenehm. Glück im Unglück war jedoch kein Werk für mich.
Darf man überhaupt glücklich sein, während so viel Leid auf der Welt passiert? Vielleicht kann man sich den schlechten Nachrichten einfach entziehen? Aber was macht man, wenn man Nachrichtensprecher ist und diese Nachrichten täglich vorlesen muss? Constantin Schreiber hat sich deshalb intensiv damit beschäftigt was man tun kann um auch in schwierigen Zeiten glücklich sein zu können. Er hat Strategien gesammelt um mit schlechten Nachrichten umzugehen und erzählt auch von seiner ganz persönlichen Geschichte mit Politik. Er schlägt zum Beispiel vor sich im Privatleben nicht mehr über Politik zu unterhalten, wenn wir uns schon ansonsten ständig damit beschäftigen. Und ich finde, da ist was dran. Das Buch ist ein Denkanstoß und keine Anweisung. Jeder ist eingeladen etwas daraus mitzunehmen, wenn er möchte.
Wer mehr Einblicke in das Leben/die Lebenserfahrung des Autors erhalten möchte und sich vorab noch nie wirklich mit mentaler Gesundheit auseinander gesetzt hat (und der Wirkung von Musik, Ernährung, Bewegung auf die Psyche) für den mag das Buch sicherlich interessant und ein guter Einstieg sein.
Zwar hatte ich mit einem autobiografisches Buch gerechnet aber es gelesen in der Erwartung mehr über einen aktiven Umgang mit dem aktuellen Weltgeschehen zu erhalten, z.B. wie man konstruktive Gespräche im persönlichen Umkreis oder auch sozialen Medien führen kann, um die Hoffnung an positive Entwicklungen zu erhalten.
Ich hätte mir zudem auch ein Quellenverzeichnis gewünscht, da recht viele Studien genannt werden oder auf Literatur verwiesen wird, aber keine konkreten Quellenangaben gemacht werden.
This book is about how great the author's life is, including his passion for music, meeting friends, cooking and traveling while being booked out with jobs.
It's a readable book with an entertaining writing style but empty in its "tips" which are personal experiences.
Just the last chapters get into the title but that's not enough.