In diesem Buch schildert der Autor Christian Gerstner eindrucksvoll seine Erfahrungen aus 15 Jahren im KSK sowie seine Wandlung vom Soldaten zum Krieger. Er beschreibt ausführlich seine Auswahl und Ausbildung im KSK sowie das Leben in einer Kommandokompanie. Erstmalig schildert ein ehemaliger Kommandosoldat seine Erlebnisse im Kampf gegen die radikal-islamistischen Taliban in Afghanistan und den Islamischen Staat im Irak. Eine spannende Zeitreise mit Höhen und Tiefen, lustigen und brenzlichen Momenten. Mit einem Vorwort von Oberstleutnant i.G. Marcel Bohnert, stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Bundeswehrverbandes.
Nach wie vor mangelt es an Memoiren deutscher Soldatinnen und Soldaten. Der Autor leistet einen wichtigen Beitrag, um diese Lücke der deutschen Militärliteratur zu schließen. Insbesondere der Einblick in seinen Weg zum KSK sowie seinem Leben als Operator bringt dem Leser das von Mythen und Gerüchten umgebene Kommando Spezialkräfte ein wenig näher. Ein Schriftsteller ist der Autor wahrlich nicht, aber gerade das macht den Schritt, seine Memoiren zu publizieren umso mutiger und - wesentlich bedeutender - authentischer. Mir hat lediglich ein stärkerer Einblick in die internen Dynamiken des KSK gefehlt, der eventuell Rückschlüsse auf die innere Presse vielzitierten Skandale erlauben würde. Die sehr pragmatisch und kurz gefassten Worte des Autors zu diesen Vorfällen trüben meinen Blick auf einen ansonsten erstklassigen Beitrag zur deutschen Literaturlandschaft.