Zwei ungleiche Gefährten auf einer Reise, die alles verändert
In Ligurien will Soziologiestudentin Paula endlich ihre Doktorarbeit über Wunder beenden. Doch so einfach lässt sich das Phänomen wissenschaftlich nicht fassen. Da naht Hilfe in Gestalt von Benedikt, Pater in einem Marien-Wallfahrtsort in Bayern. Wunder sind sozusagen sein täglich Brot – aber glaubt er wirklich noch daran? Gemeinsam sichten sie Paulas Wundersammlung und begeben sich auf eine Reise. Denn vielleicht können ihnen ein Wunderkurator in Avignon, eine Mathematikprofessorin in Bern, eine Einsiedlerin in den Schweizer Bergen, eine Psychologin und ein Astronomenpaar dabei helfen, dem Phänomen Wunder doch noch auf die Spur zu kommen.
Ein kluges und inspirierendes Buch über die kleinen und großen Wunder im Leben
Die beiden Wunderreisenden: Zum Glück gibt es Franca, ihre Sommerfreundin, sonst würde Wundersammlerin Paula, 28, über den Wundern verzweifeln. Noch dazu hofft sie seit Langem auf ihr persönliches Wunder: endlich ihre leiblichen Eltern kennenzulernen. Oder ist es bereits ein Wunder, dass sie am gleichen Tag Geburtstag hat wie ihr Reisegefährte Benedikt? Benedikt, 55, liebt gutes Essen und seinen betagten Volvo. Als Pater in einem Wallfahrtsort hat er tagtäglich mit Wundern zu tun. Doch gibt es sie wirklich, die Wunder? Schon lange wünscht sich Benedikt von seiner Familie ein Zeichen der Versöhnung. Es käme einem Wunder gleich.
Hans Rath, Jahrgang 1965, studierte Philosophie, Germanistik und Psychologie in Bonn. Er lebt mit seiner Familie in Berlin, wo er unter anderem als Drehbuchautor tätig ist. Mit der Romantrilogie «Man tut, was man kann», «Da muss man durch» und «Was will man mehr» hat Rath sich eine große Fangemeinde geschaffen. Zwei der Bücher wurden bereits fürs Kino verfilmt. «Und Gott sprach: Wir müssen reden» sowie «Manchmal ist der Teufel auch nur ein Mensch» wurden ebenfalls zu Bestsellern.
Ein wirklich gut angelegtes Büchlein.....philosophisch interessant....doch leider in der Ausführung zu seicht und etwas unausgereift....
Paula möchte in der italienischen Provinz ihre Doktorarbeit vollenden.....das Thema ihrer Arbeit bereitet ihr allerdings große Probleme..... Gibt es wirklich Wunder? Mit dem zweifelnden Priester Benedikt begibt sie sich auf die Suche.....
Streckenweise konnte mich dieser Roman wirklich mitnehmen....doch gegen Ende enttäuschte mich der seichte Verlauf der Story.....
Unerwartet gut, man "versinkt" in der Geschichte, fühlt die Sorgen und Zweifel... Das Ende ist so ein bisschen... "ach, wirklich" mit Augenrollen... Ansonsten jedoch wirklich top.
Kurzmeinung: fröhlich, tiefgründig, wundersam, hoffnungsvoll, tragisch. Große Leseempfehlung! ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Ich durfte dieses Buch für Lovelybooks rezensieren und wusste zunächst gar nicht genau, was ich erwarten sollte. Da ich gerne philosophical Fiction lese und mich mit Lebensfragen beschäftige, hat mich das Thema des Buchs direkt angesprochen. Wer hofft nicht gelegentlich auf ein Wunder? Ich selbst stecke gerade in einer Lebensphase, in der ich mir so manche Wunder herbeisehne… Der Einstieg ins Buch gelang unheimlich gut und ich konnte es gar nicht mehr aus der Hand legen. Ich bekam das Gefühl, gemeinsam mit Paula und Betto durch Italien und Österreich zu reisen und einen Sommer voller Wunder zu erleben. Was zwischen den Zeilen steht ist hier besonders von Wert. Die Autoren schaffen es eine lebhafte Szenerie darzustellen, lebendige Charaktere zu beschreiben, die einem direkt ans Herz wachsen und einen dabei immer wieder selbst zum Nachdenken anzuregen. Die Gespräche mit den verschiedenen Wunderexperten haben mir ebenfalls sehr gut gefallen und neue Blickwinkel auf die Thematik geworfen. Es passiert mir selten, dass ich beim Lesen so in der Szenerie versinke, Teil davon werde und die selbe Wehmut wie Betto und Paula empfinde, dass unsere Reise nun vorbei ist. Es fühlt sich so an, als wären die beiden zu meinen persönlichen „Sommerfreunden“ mitten im Winter geworden. Die letzten 30 Seiten sind nochmal unglaublich emotional, mit diesen Wendungen hätte ich nicht gerechnet und mir sind die Tränen nur so gelaufen. Das ist ein Buch, was mich noch lange nachdenken lässt und ich gerne weiterempfehle. Denn mitten im grauen Februar erinnert mich das gelbe Cover stets daran, die Hoffnung auf Wunder niemals aufzugeben und an das Unglaubliche zu glauben, weil die Wahrheit selbst doch noch viel unglaublicher ist 💛
**** Worum geht es? **** Paula möchte endlich ihre Doktorarbeit über Wunder beenden. Leichter gesagt als getan, wenn man immer wieder spürt, dass sich das Thema nicht zusammenfassen lässt. Als Pater Benedikt, ebenfalls verloren in Zweifeln, auftaucht und die Inspiration in dem Ganzen entdeckt, geht es für sie beide auf eine Reise voller Wunder.
**** Mein Eindruck **** Ein Buch, das dazu einlädt, alltägliches auf eine andere Art und Weise zu betrachten. Kleine und große Wunder, die uns immer und überall umgeben. Eine wunderschöne Botschaft, die nicht nur zum Nachdenken anregt, sondern das Herz auch leichter werden lassen kann. Vor allem durch den angenehmen und zum Wohlfühlen beitragenden Schreibstil. Die warmherzigen Dialoge tun dabei ihr übriges. Trotz alledem fiel es mir mit dem religiösen Touch zunächst schwer in das Buch zu finden, die Ausrichtung der Geschichte war zunächst nicht gänzlich eindeutig und blieb es auch für eine lange Zeit nicht. Es ist einfach eine Welt, in der ich mich nicht gänzlich einfinden kann. Das Buch ist philosophisch, religiös angehaucht und vermittelt hierzu Werte zum Weiterdenken, bleibt aber trotzdem eine locker leichte Lektüre für einen schönen Sommerabend. Letztlich schwappte der Funke aber nicht ganz auf mich über und die Geschichte plätscherte so vor sich hin, auch die Charaktere blieben auf emotionaler Distanz.
**** Empfehlung? **** Ein Buch bei dem es ganz darauf ankommt was man grade zum Lesen sucht. Möchtest du eine zarte philosophische Geschichte in leichter Sommeratmosphäre ohne emotionaler Aufregung lesen, dann bist du hier genau richtig.
„Die Wundersammler“ von Hans Rath und Michaela Wiebusch ist ein Buch, das mich gefunden hat ohne dass ich danach gesucht hätte. Und vielleicht ist das schon ein kleines Wunder an sich, den ohne die Empfehlung meiner Buchhändlerin wäre es niemals bei mir eingezogen. Aber da es eine Empfehlung war und jedes Buch meines SUB bei mir zumindest angelesen wird und keines komplett ungelesen auszieht, habe ich auch diesem Buch eine Chance gegeben. Ich habe es mir als Parallelbuch zu einer Leserunde vorgenommen und in relativ kurzer Zeit weggelesen. Es ist ein Wohlfühlbuch mit philosophischen, psychologischen und auch religiösen Themen, über die es sich durchaus nachzudenken lohnt. Aber wie das bei Wohlfühlbüchern mehr noch als bei anderen Büchern der Fall ist, muss die Zeit und meine Stimmung für so ein Buch einfach passen. Und da hätten wir schon das zweite kleine Wunder, denn eigentlich hatte ich auch keine rechte Lust auf das Buch. Und trotzdem hat es mich irgendwie gepackt, auch wenn die mitunter aneinander gereiht wirkenden (Kalender-) Weisheiten mich auch schon mal nerven können.
Großer Pluspunkt des Buches ist der einfache, leicht zu lesende Erzählstil des Autorenduos. Gut möglich, dass der Stil auch als zu einfach empfunden werden kann, vor allem wenn man viel liest und auch immer mal wieder zu anspruchsvollerer Literatur greift. Aber für diejenigen, die eher wenig lesen oder Bücher wie „Der Buchspazierer“ von Carsten Henn mochten, ist es sicherlich eine gute Wahl. Mir persönlich sind wohl das Buch als auch die Protagonisten zu klischeebeladen und in genügend anderen Büchern zu finden.
Aber über das Thema „Wunder“ lohnt es sich durchaus nachzudenken. Was ist für mich ein Wunder? Wie oft benutze ich Wörter die mit „wunder“ beginnen in meinen Alltag? Was für ein schönes Wort ist bitte das Wort „wundervoll“ (voll von Wundern). Was ist ein Wunder, was ist Glück, was ist Zufall (Zufälle gibt es nicht)? Ist es Schicksal oder was eine statistisch zu errechnende Größe oder doch ein Wunder, wenn ein Mensch in den USA sieben mal vom Blitz getroffen wurde und dies jedesmal weitgehend unbeschadet überlebt hat? Ist ein Wunder nur ein Wunder, weil der Mensch es als Wunder bezeichnet? All diese Gedankengänge haben mir beim Lesen viel Spaß gemacht.
Das Ende war mir persönlich etwas zu rosarot, zu kitschig, auch wenn es durchaus noch kitschiger, noch rosaroter hätte ausfallen können. Gut, dass da Hans Rath und Michaela Wiebusch noch die Kurve gekriegt haben. Alles in allem ein Buch, das b.a.w. nicht ausziehen wird – zumindest solange ich noch Platz im Regal-Bereich der Wohlfühlbücher habe. Sicherlich kein totales Highlight, aber deutlich besser als erwartet und vermutlich hat es einfach gerade bei mir in die Stimmung gepasst.