Ein einzigartiges Frauenschicksal aus der arabischen Welt
In den Bergen des Libanon wächst die junge Amal in der strengen, patriarchalischen Religionsgemeinschaft der Drusen auf. Sie will nur die Schule besuchen und studieren, doch Mädchen haben keine Rechte. Der Großvater lässt zwischen sich und seiner Frau eine Mauer errichten, aber die Mutter darf immerhin Brot backen, und damit bezahlt sie das Schulgeld ihrer Töchter. Als Amal, die jüngste, mit fünfzehn verheiratet wird und das Elternhaus verlässt, schweigt die Mutter. Unbeirrt, wenn auch gegen viele Widerstände, geht die junge Frau ihren Weg und beginnt zu begreifen, was es heißt, selbstbestimmt zu leben und wahrhaftig zu lieben. Ein poetischer, anrührender Text über Freiheit, Tradition, die Ambivalenz der Gefühle und das Band, das Frauen zusammenhält und für eine gerechtere Gesellschaft kämpfen lässt.
Libanon: in den Bergen dort wächst Amal in der strengen, patriarchalischen Religionsgemeinschaft der Drusen auf.
Amal ist neugierig auf die Welt und möchte unbedingt die Schule besuchen und studieren. Doch Mädchen haben in dieser Gemeinschaft keine Rechte. Die Mutter darf aber Brot backen und verkaufen, damit bezahlt sie das Schulgeld ihrer Töchter.
Als Amal mit 15 Jahren schließlich verheiratet wird und ihr Elternhaus verlässt, schweigt ihre Mutter. Doch Amal geht ihren eigenen Weg, gegen jegliche Widerstände und sie begreift, was „selbstbestimmt leben“ bedeutet und was es heißt, wahrhaftig zu lieben.
Das Debüt der Autorin Haneen Al-Sayegh erzählt durchdringend die bewegende Geschichte einer arabischen Frau, die ihre Familienbande löst, die aufbegehrt und ihren eigenen Weg findet. Poetisch und anrührend. Eine Geschichte über Freiheit und Tradition, über den Kampf von Frauen gegen die ihnen auferlegten gesellschaftlichen Fesseln. Klar und ohne Schnörkel lesen wir hier eine bewegende Lebensgeschichte.
Übersetzung aus dem Arabischen von Hamed Abdel-Samad.
‚das unsichtbare band’ ist wahrscheinlich das intensivste buch, das ich bisher gelesen habe und das wissen, dass es auf den erfahrungen der autorin basiert, also quasi autofiktional ist, macht es noch bedrückender und beeindruckender.
es war die meiste zeit ziemlich belastend zu lesen, ich musste immer wieder pausen machen, durchatmen oder meiner wut ausdruck verleihen, denn das präsenteste thema sind wohl die patriarchalischen strukturen in der gemeinschaft, die, in abgeschwächter form, auch in jeder gesellschaft vorherrschend sind. gleichzeitig zieht sich aber auch die verbindung der frauen untereinander, das unsichtbare band, als roter faden durch das buch und gibt der erzählerin und den lesenden immer wieder hoffnung.
die autorin gibt tiefe einblicke in den kampf mit sich selbst und den widerspruch zwischen der verbindung zur familie, kultur, glauben und tradition auf der einen und selbstbestimmung, eigenen werten und ansichten, offenheit für neue perspektiven und dem eigenen lebensweg, besonders als frau, auf der anderen seite.
besonders im bezug auf den umgang und die beschreibung von psychischer krankheit, depression, suizidalen gedanken, selbsthass, minderwertigkeitsgefühle etc. wird es deutlich, dass persönliche erfahrungen und gedanken aufgeschrieben wurden. haneen al-sayegh führt es so authentisch und greifbar aus, dass man das gefühl hat, wirklich in ihrem kopf zu sein. an vielen stellen war ich froh über dieses gefühl, denn so hatte man den eindruck ihr nahe zu sein und zumindest das tun zu können. dadurch dass sie es schafft, so viele facetten dieser großen komplexen thematik und geschichte zu beleuchten, sind ihre handlungen und gedanken auch immer nachvollziehbar.
für mich ist ist die wunderschöne und oft sehr poetische ausdrucksweise im laufe des buches immer präsenter geworden und hat es ermöglicht, trotz der schrecklichen dinge, die amal ertragen hat, weiterzulesen und mit ihr durchzuhalten. selbst wenn man aus irgendeinem grund nicht in den sog der erzählung kommt, sind die metaphern und beschreibungen es wert, gelesen zu werden.
es wird auf der verlagswebsite als ‚einzigartiges frauenschicksal’ beschrieben, was ich nicht so passend finde, denn dieses schicksal betrifft ziemlich viele frauen, es gibt bloß nicht so viele, die damit auf diese art umgehen. gerade deshalb ist es wichtig, den frauen auf diesem wege zuzuhören.
wie man merkt fand ich das buch auf so vielen ebenen stark und es ist beeindruckend, wie sie so viele themen anspricht, von verschiedenen seiten betrachtet, verknüpft und es schafft, ihre lebensgeschichte so greifbar zu papier zu bringen.
es war insgesamt echt bedrückend, aber sehr sehr gut und zum ende hin auch immer hoffnungsvoller. ich verstehe aber nicht, wieso es nicht bekannter ist, es ist so wertvoll.
Ein intensives und hochinteressantes Buch. Es ist auch die Sprecherin hervorragend. Ich habe viel über die Drusen gelernt, auch über die archaischen, patriarchalischen Strukturen . Gott sei Dank hatte die Autorin die Chance, sich -trotz großer Schwierigkeiten und auch in langer Zeit- weiter zu entwickeln. Solche Bücher wünsche ich mir häufiger.
Ich bin völlig begeistert von diesem Buch und werde es ganz sicher möglichst vielen Menschen ans Herz legen.
Ehrlich gesagt habe ich auf ein Buch wie dieses schon lange gewartet. Der autobiographische Roman von Haneen Al-Sayegh ist in bewundernswerter Offenheit verfasst. Poetisch beschreibt sie die Landschaften ihres Heimatlandes, erklärt uns die gesellschaftlichen und religiösen Zusammenhänge, in denen sie aufgewachsen ist. Sie lässt uns an ihren Gedanken und Gefühlen teilhaben und es entsteht ein eindrucksvolles und nachvollziehbares Bild vom Leben einer drusischen Frau im Libanon. Es ist ein wichtiges Buch. Nur allzu selten erhalten wir solche Einblicke, doch sie sind entscheidend für ein gegenseitiges Verständnis. Sie ermöglichen ein Zusammenwachsen, ein weiterer Schritt in Richtung internationaler weiblicher Solidarität.
Sprachlich wunderbare Übersetzung durch Hamed Abdel-Samad. Gerade bei poetischen Texten bedarf es einer großen Sensibilität und das Buch war sprachlich absolut überzeugend.
Zur Hörbuchfassung: Die Stimme von Alexandra Sagurna passte perfekt und es war eine große Freude ihrer Stimme all diese Stunden zu folgen.
Ich bin völlig begeistert von diesem Buch und möchte es wirklich ganz vielen Menschen ans Herz legen!
Der Roman handelt von Amal, einer jungen Drusin, die im Libanon lebt. Ihr einziger Wunsch ist es zur Schule zu gehen und zu studieren. Doch ihr Vater hat andere Pläne. Mit 16 Jahren wird sie an einen älteren Mann verheiratet und verlässt das Elternhaus. So beginnt ihr Weg sich selbst zu finden. Sie begreift nicht nur, was es bedeutet eine selbstbestimmte Frau zu sein, sondern auch was wahre Liebe ist. Durch Amals Augen, lernen wir die Werte und Regeln der Religion kennen und wie unterschiedlich die Charaktere diese ausleben.
Amal schafft es ihren Mann zu überzeugen sie zur Schule und später auch in die Universität zu gehen. Allerdings erwartet dieser von ihr, dass sie ein Kind bekommt. Daraufhin lässt Amal einige Dinge über sich ergehen, die keine Frau so durchmachen sollte. Durch ihr Schreiben reflektiert sie viel über ihre Gefühle und ihr Beziehung zu ihrer Familie. Als sie den Schriftsteller Ahmed Abdel-Salam kennenlernt, scheint es, als würde ein Licht in ihr angehen. Sie hilft ihm dabei mehr über die Religion zu erfahren und es entwickelt sich eine Freundschaft.
Allgemein war ich sehr begeistert von Amals starkem Willen und ihrer Kraft. Trotz einiger Niederlagen und Rückschläge hat sie nie aufgegeben und hat weiterhin an ihre Träume geglaubt.
Die Autorin hat eine unglaublich schöne, poetische Sprache, in der man sich immer wieder verliert. Durch die vielen Einblicke in die Gedanken und Gefühle, konnte ich mit der Protagonistin mitfühlen. Alle Charaktere waren sehr gut geschrieben und haben sehr interessant und verschiedene Entwicklung durchgemacht. Ich habe viel über die Religionsgemeinschaft der Drusen gelernt, auch über die Unterschiede zum Islam oder dem Christentum.
Ich konnte dieses Buch nicht aus den Händen legen und hätte es am liebsten auf einmal gelesen. Ein wirklich großartiges Buch! Bravo
PS an alle, die sich fragen, ob das Buch autobiographisch ist: im Archiv des Literaturhaus Berlin ist die Aufzeichnung der Buchpremiere hochgeladen. Dort redet die Autorin über die Entstehung des Buches und wie viel von ihrem Leben mit im Buch ist. Kurze und knappe Antwort: zum Teil.
Ich gebe zu, ich war mir nicht sicher, ob dieser Roman meinem Geschmack entspricht. Aber was ich bekommen habe, war ein Einblick in eine fremde Kultur, die mir die Liebe zum Libanon und zur Religion nähergebracht hat. Zur Kultur, zu den Unterschieden, aber auch zu Ähnlichkeiten.
Doch besonders hat mir der Roman eine Frau gezeigt, die stark ist, viele Hindernisse überwinden muss, viele Wege geht um anderen in ihrem Umfeld zu helfen und doch alles schafft und ein Vorbild für all die anderen Frauen ist. Einfach großartig. Ich werde noch lange an diesen Roman denken.
Das Buch hat mich zutiefst berührt. Es geht in dem Buch um die Rolle einer Frau in der Gesellschaft, um Patriarchat, um eine psychische Erkrankung (Depression), um die Liebe und Hoffnung. Der Text ist mit einer unfassbar schöner Sprache geschriebern, die Wortwahl ist fantastisch.
Ich habe Tränen und Herzschmerz für dieses Buch gelassen. Das zweite Buch 2025 und gleich ein Jahreshighlight. Ich kann keine Worte fassen, wie sprachgewaltig, poetisch und eindrucksvoll sie ihre Erfahrungen in einer unfairen, patriarchalischen Welt zum Ausdruck gebracht hat. Hier werden viele Themen besprochen: Religion, Traditionen, Patriarchat, Mental Health, Mutterschaft, Bildung, etc. Ich finde Bücher wie dieses viel zu unterrepräsentiert in der Book Bubble, denn es sind solche Bücher, die bewegen, bewirken und glauben lassen.
Klappentext: In den Bergen des Libanon wächst die junge Amal in der starken, patriarchalischen Religionsgemeinschaft der Drusen auf. Sie wollen nur eines: Die Schule besuchen und studieren, doch Mädchen haben dort keine Rechte. Der Großvater lässt zwischen sich und seiner Frau eine Mauer errichten, aber die Mutter darf immerhin Brot backen, und damit bezahlt sie das Schulgeld ihrer Töchter. Als Amal, die Jüngste, mit fünfzehn verheiratet wird und das Elternhaus verlässt, schwört die Mutter. Unbeirrt, auch wenn gegen viele Widerstände, geht die junge Frau ihren Weg und beginnt zu begreifen, was es heißt, selbstbestimmt zu leben und wahrhaftig zu lieben.
„Das unsichtbare Band“ ist das Romandebüt von Haneen Al-Sayegh. Die Autorin erzählt die Geschichte von Amal, einer jungen Frau, die im Libanon aufwächst und sich gegen die patriarchalischen Fesseln ihrer Gesellschaft stellt.
Amal lebt in einem kleinen Dorf in den Bergen, wo Traditionen und Erwartungen alles bestimmen. Schon früh wird ihr klar, dass sie als Frau weniger Rechte und Freiheiten hat als die Männer. Doch Amal wird sich nicht unterwerfen. Sie träumt von einem Leben, in dem Sie selbstbestimmt sein können und für Ihre eigenen Entscheidungen einsteht.
Der Roman zeichnet ein eindrückliches Bild des Lebens im Libanon, geprägt von starken Kontrasten zwischen Tradition und Moderne. Haneen Al-Sayegh beschreibt mit viel Feingefühl die Schwierigkeiten, denen Frauen in einer patriarchalischen Gesellschaft ausgesetzt sind. Sie zeigt aber auch, wie Amal und andere Frauen sich gegen die Unterdrückung wehren und für ihre Rechte kämpfen.
Für ihren Roman hat Haneen Al-Sayegh starke Charaktere entworfen. Mit Amal bringt die Autorin ihren Leser*innen das Leben der arabischen Frauen näher. Die Frauen hängen in einer Welt der Tradition fest. Sie müssen hart für ihre Rechte kämpfen und doch meist auf den Unwillen der Männer stoßen. Verbunden sind die arabischen Frauen durch ein unsichtbares Band, das ihnen Kraft und Stärke verleiht.
„Das unsichtbare Band“ ist ein poetischer und anrührender Roman, der die Leser*innen mit auf Amals Reise nimmt. Es ist ein Buch über Freiheit, Liebe und die Kraft der Frauen.
Ich habe „Das unsichtbare Band mit Freunden“ gelesen.
Auch dieses Buch fällt genretechnisch mal wieder bei mir aus der Reihe, denn ohne meine "Weltreise"-Challenge, hätte ich vermutlich nie zu diesem Buch gegriffen.
Die Autorin des Buches stammt aus dem Libanon und auch die Geschichte rund um die Protagonistin Amal spielt sich in diesem Land ab. Wir begleiten Amal auf ihrem Weg ins Erwachsenenleben und lernen dabei die Kultur der Drusen genauer kennen.
Ich kannte die Glaubensgemeinschaft der Drusen bis zu diesem Buch nicht und fand es interessant, mehr über die Regeln zu erfahren, nach denen sie leben. Wie bei vielen anderen Religionen, ist aber auch diese Glaubensrichtung patriarchalisch strukturiert, sodass man als Frau weniger Rechte und Entscheidungsfreiheiten geniesst, als Männer. In diesem Sinne gibt es viele Überschneidungen zu Erzählungen, die ich aus muslimisch-geprägten Ländern des Nahen Ostens gelesen habe. Es gibt jedoch auch Unterschiede zum Islam, wie ich durch das Buch lernen durfte, denn die Drusen glauben zum Beispiel an die Reinkarnation.
Die Werte und Regeln der Drusen lernen wir durch die Augen der Protagonistin Amal kennen, die bereits mit 16 Jahren mit einem älteren Mann verheiratet wird. Trotz der Hochzeit, wird ihr aber dennoch die Freiheit gewährt, dass sie zur Schule und später zur Universität gehen darf, sodass ich den Eindruck hatte, dass die Regeln für Frauen etwas weniger streng und einengend sind, als es von anderen Religionen im Nahen Osten kennengelernt habe, in denen Frauen teilweise nicht mal zur Grundschule gehen dürfen.
Trotzdem ist es nachvollziehbar, dass Amal in ihrem Leben nicht glücklich ist, denn ihr Ehemann behandelt sie zwar nicht schlecht, verlangt jedoch regelmässig von ihr, dass sie ihren "ehelichen Pflichten" nachkommt und ihr ein Kind schenkt. Und so muss Amal bereits im Teenageralter regelmässig unfreiwillig Geschlechtsverkehr über sich ergehen lassen, der jedoch nicht wie von ihrem Mann erhofft zur Schwangerschaft führt. Es folgen deshalb Jahre mit Fruchtbarkeitsbehandlungen, die Amal psychisch und physisch schwer zusetzen. Sie wird immer unglücklicher und depressiver, sieht jedoch kaum einen Weg, ihrem Schicksal zu entfliehen...
Mich hat die Geschichte sehr an "Unorthodox" erinnert, in der die Protagonistin ganz ähnliche Erlebnisse im Rahmen der ultrakonservativen jüdisch-orthodoxen Religion berichtet. Allerdings sind die dort berichteten Erfahrungen noch einmal strenger und schockierender und sie gingen mir aufgrund der schonungslosen Offenheit der Autorin sehr unter die Haut. Bei "Das unsichtbare Band" bin ich mir nicht sicher, wie viele autobiografische Züge die Erzählung enthält, da man bedauerlicherweise nichts Offizielles darüber im Hörbuch erfährt. Auch bei Google habe ich nur vage Andeutungen gelesen, dass es einige Überschneidungen mit dem Leben der Autorin geben soll, aber wie viel im Buch wahr ist, und wie viel Fiktion, weiss man nicht - und das fand ich etwas schade. Falls die Erzählung rein fiktiv ist, dann fand ich sie ehrlich gesagt zu unspektakulär und oberflächlich. Es hat mir zwar leid getan, was Amal aus feministischer Perspektive alles durchmachen muss, aber für mich wurde ihr Leidensdruck emotional nicht spürbar. Ich hätte mir more show and less tell gewünscht. Es steht zwar immer wieder, das Amal eine Depression entwickelt hätte, aber für mich wurde das zu distanziert und zu wenig erlebbar beschrieben. Für mich hat insgesamt die emotionale Tiefe gefehlt. Mir wurde auch nicht ganz klar, was die Botschaft dieser Erzählung letztendlich sein soll. Wenn jedoch klar wäre, ob die Erzählung autobiografisch ist, dann hätte ich sie mit anderen Augen gelesen bzw. gehört. Aber für ein fiktives Buch hat mir das gewisse Etwas gefehlt und "Unorthodox" fand ich im direkten Vergleich deutlich besser, weil es mich emotional mehr mitgenommen hat.
Die Sprecherin des Buches fand ich wiederum sehr angenehm und ich habe ihr gern zugehört, wie sie Amals Leben erzählt hat.
Fazit:Das unsichtbare Band erzählt eine Coming-of-Age Geschichte einer jungen Protagonistin, die im Libanon als Druse aufwächst. Es hat mir gefallen, mehr über die Glaubensrichtung zu erfahren, aber ansonsten blieb mir die Erzählung etwas zu oberflächlich und ich hätte mir mehr emotionale Tiefe gewünscht. Ich fand es auch schade, dass man nicht weiss, ob die Story rein fiktiv ist, oder ob sie autobiografisch ist. Bei reiner Fiktion hat mir das gewisse Etwas gefehlt, wenn es jedoch autobiografisch ist, hätte mir das Wissen darüber ermöglicht, die Story mit anderen Augen zu erleben. So kann ich jedoch nur durchschnittliche 3 Sterne vergeben.
Das Buch hat mich berührt, besonders als ich erfahren habe, dass es auf dem Leben der Schriftstellerin beruht. Ich fand es streckenweise sehr traurig, aber der Schreibstil ist sehr schön und nach hinten raus wird es auch sehr spannend. Ich habe viel über die Drusen gelernt. Ein feministisches Buch, über Selbstermächtigung, Familienverbundenheit, Trauma, Mutterschaft und den Weg zur Selbstliebe. Besonders gern mag ich die Message: Bildung ist der Schlüssel für Frauen zum Öffnen der Türen für ein freies Leben.
I finished this book in 3 hours. I have never read something so quickly. I read the hebrew translation and as a woman i felt amals pain, her struggles, her hopelessness. Seeing her find her voice, and herself again after getting lost in the expectations and wants of those around her made me cry tears of joy. A beautiful book, thank you for writing it
Warum müssen solche Geschichten heute immer noch erzählt werden? Warum müssen sich Frauen immer noch den Regeln der Männer oder Religionen beugen? Es ist so frustrierend. Es ist frustrierend zu sehen wie Mütter die absurden Regeln an ihre Töchter weitergeben. Und ihre Söhne darin bestärken Frauen als minderwertig zu behandeln. Seite 207: ‚…es gibt drei Kriterien, an denen der Fortschritt einer Gesellschaft gemessen werden kann: wie diese Gesellschaft Frauen behandelt, wie sie Kinder erzieht und wie sie mit ethnischen und religiösen Minderheiten umgeht.‘ Mich hat die Geschichte nicht wirklich berührt, sie hat mich frustriert. Sollte das unsichtbare Band, welches Frauen als Menschen 2. Klasse zusammen hält, nicht endlich durchgeschnitten werden? Warum wird alles wieder konservativer und die erreichten Freiheiten werden immer weiter eingeschränkt?
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Autofiktionale coming of age Erzählung über Amal, die sowohl religiöse, patriarchaler als auch familiärer Unterdrückung erlebt. Sie wächst in einer drusischen Gemeinde im Libanon auf und möchte unbedingt studieren( was in dieder Glaubensgemeinschaft für Frauen nicht vorgesehen ist) - Befreieungsprozesse, Weg zur Selbstbestimmung - Unsichtbares Band = weibliche Solidarität
Charta der Frauen: “ein Pakt der Solidarität, des Verständnisses und des gemeinsamen Leid- eine Charta, die nicht in einem Buch geschrieben steht oder den Frauen im Namen Gottes auf erzwungen wurde, sondern ein Pakt, der Frauen zusammenbringt und sie zu einer Dimension vereint, in der Religion, Kultur und geografische Herkunft keine Rolle spielen. Alle Frauen sind miteinander verbunden wie die Wurzeln uralter Bäume, die sich unter der Erdoberfläche ausbreiten und verflechten.” (S.262-263)