Ein aufgebrochener Sarg. Ein mysteriöser Todesfall. Ein brillanter Meisterdetektiv. Der zweite Fall für den ehemaligen Gauner Felix Blom aus der Feder von SPIEGEL-Bestseller-Autorin Alex Beer!
Berlin, 1879: Der ehemalige Gauner Felix Blom und seine Geschäftspartnerin Mathilde Voss stehen kurz vor dem Bankrott. Da kommt den beiden Detektiven ein lukrativer Auftrag sehr gelegen: Sie sollen herausfinden, wer in die Gruft eines kürzlich verstorbenen Archäologie-Professors eingedrungen ist. Der Sarg wurde aufgebrochen, jedoch nichts gestohlen. Kurz darauf wird ein Kleinganove brutal ermordet, und die Fälle scheinen miteinander verbunden zu sein. Die Spur führt ausgerechnet zu Bloms einstigem Mentor, dem gerissenen Gangsterboss Arthur Lugowski. Felix und Mathilde ahnen nicht, dass sie bald zwischen die Fronten rivalisierender Banden geraten und Blom den Fall nicht nur mit legalen Mitteln lösen kann … Basierend auf einer wahren Begebenheit.
Lesen Sie auch die andern Bücher von Alex Beer!
Die Kriminalinspektor-Emmerich-Reihe: Der zweite Reiter: Ein Fall für August Emmerich (Bd. 1) Die rote Frau: Ein Fall für August Emmerich (Bd. 2) Der dunkle Bote: Ein Fall für August Emmerich (Bd. 3) Das schwarze Band: Ein Fall für August Emmerich (Bd. 4) Der letzte Tod: Ein Fall für August Emmerich (Bd. 5)
Die Isaak-Rubinstein-Reihe: Unter Wölfen (Bd. 1) Unter Wölfen – Der verborgene Feind (Bd. 2)
Ein wirklich toller Sprecher für diesen historischen Krimi! Ich glaube aber, ich hätte beim Lesen vielleicht noch einen Stern mehr vergeben - das anhören klappt zwar mittlerweile sehr gut, aber so intensiv in die Geschichte finde ich nicht, wie wenn ich sie selbst lese...
Ich fand den zweiten Teil leider etwas schwächer als den ersten. Er hat mir schon auch gefallen, aber war teilweise sehr langatmig. Es waren auch einfach viel weniger von Felix charmanten Tricks und Gaunereien eingebaut, was ich schade fand. Bin trotzdem schon gespannt auf Teil 3.
Die Detektei Voss erhält den Auftrag, einen Grabraub zu untersuchen, bei dem augenscheinlich nichts gestohlen wurde. Gleichzeitig müssen sich die Polizisten Schlesinger und Harting mit einem brutalen Mord beschäftigen. Beide Spuren führen zu den rivalisierenden Gaunerbanden von Lugowski und Hartmann, die ihre eigenen illegalen Ziele verfolgen und sich auf keinen Fall in die Karten schauen lassen wollen.
Es wurde am Ende ganz gut und spannend, aber für ca. 80% war es nur Gerenne. Felix und Mathilde gehen von A nach B um Leute zu befragen, die Polizei geht von B nach C um Leute zu befragen ... Ein paar mehr spannende Szenen, in denen jemand tatsächlich auch mal etwas tut, hätten dem Buch wirklich gutgetan. Ich hätte mir auch eine Weiterentwicklung von der Beziehung zwischen Felix und Mathilde oder Felix und der Polizei gewünscht, stattdessen bleibt alles auf demselben Level, auf dem es am Ende von Band Eins schon war.
Irgendwie fühlt sich das Buch an wie Füllmaterial, denn nicht einmal der Mordfall konnte mich wirklich überzeugen oder war auf irgendeine Weise spannend. Es fing interessant an mit einem Einbruch in eine Gruft, aber das wurde dann nur recht schwammig behandelt und so nebenbei aufgeklärt. Die paar historischen Details zu Berlin in den 1870ern, die mitschwingen, hätten auch etwas weiter ausgebaut werden können.
Alles in allem lässt der zweite Band den Charme und den Witz vom ersten Buch an allen Ecken und Enden vermissen und bringt nichts mit, was das Buch wirklich lesenswert macht, weder einen interessanten Kriminalfall, noch eine spannende Entwicklung der Figuren, Enthüllungen über deren Vergangenheit etc. Wie gesagt, es fühlt sich an wie Füller und eine Fortsetzung der Fortsetzung Willen, nicht, weil noch etwas zu erzählen gewesen wäre. Leider finde ich auch, dass Felix als Figur, die einmal Meisterdieb war und jetzt nicht mehr "darf" etwas verschwendet wird. Diese Rolle könnte ihn in so viele lustige und heikle Verstrickungen bringen, leider passiert das in diesem Roman nur so 1-2 Mal gegen Ende.
Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und dank der guten und oft auch lustigen Leseart von Achim Buch nebenbei beim Sims spielen flüssig weghören können. Viel mehr positives kann ich aber leider auch nicht sagen. Allerdings auch nicht zwingend etwas negatives. Es war eben einfach ein Buch. Ich habe es gelesen. Einen richtigen Mehrwert hatte es nur leider nicht, weder als historischer Kriminalroman für sich, oder als Fortsetzung des wirklich unterhaltsamen ersten Bandes.
Dies ist der zweite Band um den ehemaligen Meisterdieb Felix Blom, der im Berlin des 19. Jahrhunderts ermittelt. Den ersten Fall kannte ich nicht, man kann diesen Folgeband aber auch ohne Kenntnis des ersten gut lesen, da der Kriminalfall in sich abgeschlossen ist.
Berlin, Ende des 19. Jahrhunderts: Der frühere Meisterdieb Felix Blom hat zusammen mit der ehemaligen Prostituierten Mathilde Voss eine kleine Detektei gegründet – doch leider verdienen sie nur wenig und bauchen daher unbedingt neue Kunden. Und tatsächlich bekommen sie bald einen neuen Auftrag: Das Grab eines kürzlich verstorbenen Archäologie-Professors wurde geschändet – da sich die Polizei für den Fall nicht interessiert, ist das die Chance für Mathilde und Felix. Doch erste Spuren führen Felix zu seinem früheren Mentor – und so geraten Felix und Mathilde zwischen die Fronten.
Ich habe der Geschichte sehr gerne gelauscht, auch wenn es viele Charaktere gibt und es dadurch manchmal etwas schwierig war, den roten Faden im Auge (oder besser Ohr) zu behalten. Ich mochte aber den Plot und fand die Auflösung am Ende auch schlüssig, hatte aber selber keine Idee, wer nun hinter dem Verbrechen steckt. Es bleibt auch nicht bei dem geschändeten Grab, sondern es eröffnen sich noch weitere Handlungsstränge, die sowohl im Gangstermilieu, aber auch bei der Polizei spielen. Und so viele Fäden es dann gibt, die zunächst parallel zu laufen scheinen, fügen sie sich nachher doch zusammen und ergeben eine logische Auflösung.
Felix mochte ich total – auf der einen Seite strebt er ein ehrliches Leben an, auf der anderen Seite vermisst er aber auch die Annehmlichkeiten, die sein Meisterdieb-Dasein gebracht haben – denn damals musste er nicht aufs Geld achten, jetzt dagegen ist davon immer zu wenig da. Mathilde ist ein wenig der Gegenpol, weil sie auf keinen Fall wieder in ihr altes Leben zurückwill und sie so immer wieder auf Felix einwirkt. Zusammen ergeben sie ein gutes Gespann – Felix mit seinen Kontakten, Mathilde mit ihren Ideen.
Neben Felix und Mathilde begleitet man auch Schlesinger und Harting von der Polizei – während Harting ein eher mürrischer Zeitgenosse ist, der sich ein bisschen auf Blom eingeschossen hat, ist Schlesinger ein junger Kollege, dadurch aber nicht minder erfahren. Selbst die Nebenfiguren sind liebevoll gezeichnet, so dass ich von den meisten auch ein Bild im Kopf hatte.
Der Schreibstil ist sehr lebendig und voller Dialoge. Im Hörbuch hat der Sprecher Achim Buch diese lebhafte Atmosphäre gut einfangen können – überhaupt mochte ich seine Stimme sehr gerne, die wandlungsfähig ist und mal klar und deutlich, mal rauchig und abenteuerlich daherkommt.
Insgesamt ein schönes Hörbuch, das mich gut unterhalten hat, dass aber durch die vielen Charaktere manchmal ein wenig verwirrend war. Trotzdem von mir eine Hörempfehlung!
Unterhaltsamer historischer Krimi mit detaillierter Beschreibung von Großstadtflair, Lebensumständen und Örtlichkeiten im Berlin der Kaiserzeit vor 1880. Absolut lesenswert.
Leider startete die Geschichte mittelmäßig, mit wenig Einblicke in die Charaktere und einer Geschichte, die teils recht langatmig erzählt wurde. Felix Blom hat weiterhin großes Potenzial und die zweite Romanhälfte brachte dann doch noch die erhoffte Spannung. Dennoch hoffe ich, dass der dritte Teil eine größere Charakterentwicklung beinhaltet und weg von rein oberflächlichen Beschreibungen geht.
WARUM WIRD AM ENDE NICHT DER ANFÄNGLICHE FALL DER DETEKTEI VOSS OFFIZIEL AUFGEKLÄRT? Die Dame die den Auftrag gab, wartet sicher immer noch sehnlichst auf ihre Ergebnisse (und sie auf das Geld)
This entire review has been hidden because of spoilers.
„Felix Blom - Der Schatten von Berlin“ von Alex Beer ist der zweite Band der Reihe rund um den ehemaligen Meisterdieb und nun Privatdetektiv Felix Blom und seiner Geschäftspartnerin Mathilde Voss. Erschienen ist dieser im Oktober 2023 bei Limes.
Berlin, 1879: Der ehemalige Gauner Felix Blom und seine Geschäftspartnerin Mathilde Voss stehen kurz vor dem Bankrott. Da kommt den beiden Detektiven ein lukrativer Auftrag sehr gelegen: Sie sollen herausfinden, wer in die Gruft eines kürzlich verstorbenen Archäologie-Professors eingedrungen ist. Der Sarg wurde aufgebrochen, jedoch nichts gestohlen. Kurz darauf wird ein Kleinganove brutal ermordet, und die Fälle scheinen miteinander verbunden zu sein. Die Spur führt ausgerechnet zu Bloms einstigem Mentor, dem gerissenen Gangsterboss Arthur Lugowski. Felix und Mathilde ahnen nicht, dass sie bald zwischen die Fronten rivalisierender Banden geraten und Blom den Fall nicht nur mit legalen Mitteln lösen kann …
Ich liebe den Einstieg dieser Bücher. Auch diesmal wieder bildet ein echter Artikel aus einer Zeitung die Grundlage für diesen fiktiven Kriminalfall und ich finde diese Idee wirklich großartig. Sofort bin ich gespannt darauf, was Alex Beer sich auf Grund dieser kurzen Meldung für eine Geschichte ausgedacht hat und ob ich diese dennoch irgendwie glaubwürdig finde. Das Buch ist aus der Sicht unterschiedlicher Personen im Buch geschrieben, die einen umfangreichen Einblick in die Ereignisse ermöglichen. Manchmal wechseln die Perspektiven recht schnell und mir wurde erst hinterher richtig bewusst, dass sich die Person geändert hat. Viele Personen werden benannt, außer der Mörder, der erst zum Ende hin wirklich eindeutig wird, zumindest für mich. Es wurde viele Details zum Berlin in der Kaiserzeit eingewoben. Dazu gehören, wie die Menschen unterschiedlicher Schichten gelebt haben, welche Personen durch die Polizei verfolgt wurden oder auch Etablissements, in denen die Menschen ihre Zeit verbracht haben. Ich habe hierbei einige neue Begriffe kennen gelernt und die Zeit wurde für mich zum Leben erweckt. Mathilde Voss und Felix Blom tragen diese Geschichte. Ihre Zusammenarbeit hat mir in diesem Teil wieder sehr gut gefallen. Die Erfahrungen, die sie bei ihrer vorherigen Tätigkeit gesammelt haben, und die daraus resultierenden Kontakte sind ihnen bei den Ermittlungen als Privatdektei eine große Hilfe, sorgen aber auch für das ein oder andere Problem. Heinrich Schlesinger und Bruno Harting sind bei der Berliner Polizei und der Gegenpart von Mathilde und Felix. Bruno Harting kennt man schon aus dem ersten Band und er möchte Felix Blom unbedingt wieder hinter Gitter bringen. Kommissar Schlesinger ist aus Afrika nach Deutschland zurück gekehrt und war mir mit seinen Vergleichen zur Jagd eher unsympathisch, aber diese öffnet ihm auch die ein oder andere Tür. Ein bisschen problematisch empfand ich meine Sympathie für die Gangsterbanden der Stadt Berlin. Einerseits werden diese als skrupellos dargestellt, weil sie nicht vor Gewalt und anderen Betrügereien zurückschrecken, andererseits ist da dieser tiefe Zusammenhalt in der Gruppe, der sie dann doch wieder sympathisch macht, obwohl sie Verbrechen begehen. Damit stehen sie im starken Kontrast zum Mörder, der wirklich sehr brutal vorgeht und für mich ein andere Art von Böse repräsentiert als die Gangsterbanden, bei denen ich auch einige gute Eigenschaften erkennen konnte. Sehr gut gefallen haben mir wieder die Lexika-Einträge, die einen ein bisschen was zu den Tricks der Verbrecher und Meisterdiebe verraten. Das war wohl dosiert eingesetzt und hat diesen Krimi aufgelockert. Es gibt ein kurzes Nachwort, in dem Fiktion und Wahrheit getrennt werden und etwas zur Recherche verraten wird. Ich bin ein Fan von Nachworten und bin auf Lesungen immer sehr interessiert an den Hintergründen eines Romanes.
Fazit: Ein toller zweiter Teil dieser Reihe, der mich gut unterhalten und die Kaiserzeit in Berlin zum Leben erweckt hat. Ich bin sehr gespannt, welche Fälle Mathilde und Felix noch lösen werden und wie es der Gangsterbande rund um Arthur Lugowski ergehen wird.
Felix Blom und Mathilde Voss haben zwar ihre Detektei gegründet, doch nachdem sie ihren ersten Fall erfolgreich gelöst haben, bleiben die zahlungsfähigen Kunden mit der Zeit doch wieder aus. Der Winter ist hart und die Menschen frieren und hungern. Die Nachricht, dass der Krögel abgerissen werden soll, erschreckt nicht nur die Bewohner des Viertels, sondern auch auch Felix und Mathilde, die ebenfalls ihre Bleibe verlieren würden. Da kommt ihnen doch noch ein Auftrag zu Hilfe. In der Gruft eines kürzlich verstorbenen Archäologie-Professors wurde eingebrochen und in Folge dessen Sarg aufgebrochen. Komischer Weise wurde aber nichts gestohlen. Blom ist jedoch misstrauisch geworden und beginnt Nachforschungen anzustellen. Dabei führen einige Spuren zu seinem Ziehvater Arthur Lugowski. Als eine grauenhaft verstümmelte Leiche gefunden wird, die aus den Reihen des Gangsterbosses stammt, kommt der Verdacht auf, dass jemand Lugowski auf die Zehen steigen will. Doch da wird eine weitere Leiche gefunden, die zur rivalisierenden Gang gehört...
Alex Beer hat sich wieder von einer tatsächlichen Meldung in der Berliner Gerichtszeitung anno 1879 inspirieren lassen. Basierend auf diesen Bericht hat sie ihre fiktive Geschichte rund um Felix Blom und Mathilde Voss aufgebaut. Die beiden sind ein richtig cooles Ermittler-Pärchen, welches mir immer mehr ans Herz wächst. Die Figuren sind, bis zum letzten Nebencharakter, sehr lebendig gezeichnet. Der Blick in die Bandenkriminalität dieser Zeit hat wieder sehr viel Spaß gemacht und hat mir spannende Stunden beschert. Das Tempo ist hoch und man fliegt nur so durch die Seiten. Was ich aber besonders an den fesselnden historischen Krimis der Autorin liebe, ist die tolle Atmosphäre. Diese wird von der Autorin wieder absolut authentisch dargestellt. Man hat das Gefühl, dass man gemeinsam mit ihren Protagonisten im 19. Jahrhundert wandelt und die spannnenden Abenteuer direkt miterlebt.
Alex Beer hat mich wieder richtig an der Nase herumgeführt und immer wieder falsche Fährten gestreut. Zum Ende hin wird es extrem spannend. Felix hat sich einen ganz besonderen Clou ausgedacht, der meine Nerven gewaltig strapaziert hat. Die Wartezeit auf den nächsten Band fällt wieder sehr, sehr schwer.....
Fazit: Auch der zweite Band rund um den ehemaligen Meisterdieb Felix Blom und Mathilde Voss konnte mich wieder richtig überzeugen. Spannend, atmosphärisch und wieder absolut gelungen!
Rund ein Jahr nach Band 1 gibt es nun die nächste unterhaltsame Geschichte rund um Ex-Meisterdieb Felix Blom aus der Feder von Alex Beer. Die österreichische Autorin hat mit Blom eine so gerissene wie liebenswerte Figur geschaffen, die keine einfache Zeit durchlebt.
Langsam gewöhnt sich der Gauner zwar an sein Leben in der Legalität, aber die Umstände im Berlin von 1879 machen es ihm nicht einfach. Gemeinsam mit Mathilde Voss betreibt Blom eine Detektei, doch ihre Kunden sind wenig zahlungskräftig. Zudem steht ein kalter Winter vor der Tür.
Wie auch “Felix Blom - Der Häftling aus Moabit” basiert auch “Der Schatten von Berlin” auf einer wahren Begebenheit, einer Art ungelöstem Kriminalfall jener Zeit.
Blom und Voss dürfen, ausgehend von den Fakten, den Fall rund um ein aufgebrochenes, jedoch ansonsten unberührtes Grab weiterverfolgen und stoßen dabei auf einige zwielichtige Charaktere. Viele davon sind schon aus dem Vorgängerband bekannt, aber die Krimis lassen sich auch unabhängig voneinander lesen. Wer mit “Der Schatten von Berlin” startet, könnte ebenso gut dann Band 1 als Rückblende lesen.
Das Buch enthält auch wieder kleine “Tipps” für angehende Langfinger. Felix Blom kennt natürlich alles Tricks und hat - auch wenn er es nicht anwendet - ein großes Wissen rund um Planung und Ausführung von Gaunereien aller Art.
Dieser historische Kriminalroman ist aber auch für jeden rechtschaffenen Leser und Nervenkitzel-Fan einen Blick wert.
Felix Blom, ehemaliger Meisterdieb und nun Privatdetektiv, steht mit seiner neuen Berufung kurz vor dem Bankrott. Jeder Fall ist recht, auch der eines aufgebrochenen Sargs. Das Verrückte: Es wurde nichts gestohlen. Doch wer öffnet einen Sarg?
„Felix Blom - Der Schatten von Berlin“ ist der zweite Roman um den Dieb und hat mir insgesamt gut gefallen. Alex Beer fängt die Stimmung Berlins im Jahr 1879 toll ein und lässt nicht nur ihre Figuren, sondern auch die Stadt lebendig werden.
Die Geschichte wird ruhig und mit genügend Spannung erzählt. Die vielen Details machten es mir einfach, Felix, seine Geschäftspartnerin Mathilde und die Berliner Unterwelt sympathisch und menschlich zu finden. Toll fand ich auch, dass die Autorin ihren Fokus nicht zugunsten der Polizei verschoben hat. Mir gefällt, dass mit dieser Reihe die Unterwelt der Vergangenheit ihre Chance bekommt!
Das Finale war passend zum Roman, wenngleich manche Hinweise zum Täter und Motiv mit dem Zaunpfahl gelegt wurden. Hier wünsche ich mir ab und an mehr Zurückhaltung.
Insgesamt dennoch eine klare Empfehlung für alle Fans von historischen Krimis!
Der erste Teil der Reihe hat mir besser gefallen. In diesem Teil kann leider sehr wenig überzeugen: Die Grundidee (zwei Ermittler: ein Ex-Meisterdieb und eine Ex-Prostituierte) ist super, jedoch macht die Autorin sehr wenig daraus. Die Protagonisten bleiben flach und haben eigentlich keinen Wiederkennungswert, auch wenn sie liebenswert scheinen. Das gilt übrigens nicht nur für die Protagonisten. Auch die Gegner/Verbrecher und Polizisten wirken flach, und ehrlich gesagt ist es mir schwer gefallen, alle auseinanderzuhalten, weil sie so nichtssagend sind. Das mag jetzt vielleicht kleinlich sein, aber ein wenig gestört hat mich auch, dass nur eine Frau vorkommt. Außerdem kann diesmal auch der Kriminalfall nicht überzeugen. Die Geschichte ist langweilig und einfach wenig spektakulär, und wirkt wie schnell zusammengeschustert.
Sprachlich ist das Buch leider auch kein Highlight, sondern eher klischeehaft. Vor allem hat mich der Begriff "Gangsterboss" gestört. Das wirkt wie die Sprache eines Kindes. Ich glaube nicht, dass sich echte "Gangsterbosse" selbst so betiteln.
Im 2. Roman der Blom-Serie untersuchen Voss und Blom den mysteriösen Einbruch in eine Gruft, während der neue Berliner Kommissar Schlesinger mit einer Mordserie beschäftigt ist.
Diesmal ist die Berliner Unterwelt deutlich mehr involviert als noch in Teil 1, und Blom wandelt an der Grenze des Legalen. Für mich etwas lästig ist der Hass, den Harting, der Assistent von Schlesinger, Blom entgegenbringt. Ja, Blom ist in allerlei Einbrüchen und Diebstählen verdächtig - aber das Verbrechen, weshalb er verurteilt wurde, hatte schließlich der Vorgänger von Schlesinger, Cronenberg, verübt... Da wär mir schon recht, wenn da etwas differenzierter vorgegangen wird und nicht Blom für alles und jedes verantwortlich gemacht wird (besonders Verbrechen gegen Leib und Leben).
Dass schließlich der Kaiser persönlich in Bloms Schuld steht, sollte an sich Auguste und ihrem Vater gefallen - wenn sie nicht in Wien verschollen wäre.
Die Fäden sind also ausgelegt für Teil 3.
Insgesamt etwas schwächer als Buch 1, vielleicht auch etwas zu lang geraten, aber immer noch recht unterhaltsam!
This entire review has been hidden because of spoilers.
Die Reihe hat so ein Potenzial, aber irgendwie landet es nicht.
Der Plot fühlt sich abgearbeitet an, als würde man eine Liste abgehen von Dingen, die eben passieren müssen. Szenen zwischen Charakteren, die emotional sein sollten, werden in ein paar Zeilen abgehandelt. Die Dialoge fühlen sich steif und unglaubwürdig an, was nichts mit der Zeit zu tun hat, in der das Buch spielt.
Ich will die Reihe so gern mögen, aber ich find keinen Zugang zu den Charakteren. Dabei merkt man, wie viel recherche in den Büchern steckt und das tut dem Buch auch gut. Die WELT in der das Buch spielt, ist glaubhaft rübergebracht. Es sind die Charaktere, die hinter ihrem Potenzial bleiben, weil sie nie wirklich miteinander interagieren können. Außer eben in zwei Zeilen mal.
3.5🌟 Teil 1 fand ich schon recht toll. Gerade auch die ganzen Beschreibungen wie Berlin zu dieser Zeit war. Genau das findet man in Teil 2 auch wieder. Viel Liebe zum Detail. Ich hätte mir gewünscht diesmal etwas mehr über die beiden Hauptfiguren zu erfahren. Es gab wenig neues und nur ein paar Hinweise. Der Fall selber ging so. Erst die letzten 150 Seiten waren recht spannend. Auch dieses ganze wir gehen von A nach B was bei sämtlichen Figuren im Buch vor kommt wird nach einer Zeit etwas öde. Trotzdem der Schreibstil ist flüssig und man kommt gut durchs Buch.
Teil 2 finde ich etwas schächer als Teil 1 aber bin gespannt wie Teil 3 wird.
Eigentlich eine gute Geschichte, aber ich fand, dass das Buch handwerklich einfach nicht gut - fast schon schlampig - gemacht war. Die einzelnen Personen und ihr Charaktere sind nur sehr oberflächlich herausgearbeitet, und wie sie sich in verschiedenen Situationen verhalten, hat meiner Meinung nach nichts mit dem realen Leben zu tun, sondern ist “hingebogen”, um der schnellen Entwicklung der Storyline zu dienen. Schade.
Sehr unterhaltsam und kurzweilig. Dazu interessante Charaktere in der interessanten Kaiserzeit. Sehr gerne mehr Teile. Sehr erholsam auch die dem Fall entsprechende Kürze der Geschichte. Gut gelesen.
Auch der zweite Teil war sehr gelungen. Schön war es vielen Figuren aus dem ersten Teil wieder zu begegnen. Alex Beer hat nicht nur ein Händchen für historische Settings, gut recherchierte Details und perfekt verwebte Handlungsstränge, sondern gerade auch für Nebencharaktere. Ich finde und fand jeden einzelnen gelungen. Mir hat der zweite Teil sogar besser gefallen als der erste. Dies lag eventuell daran, dass Felix und auch die anderen nicht mehr eingeführt werden mussten, und somit mehr Raum für die Falllösung blieb.
The second part was also very successful. It was nice to meet many of the characters from the first part again. Alex Beer not only has a knack for historical settings, well-researched details and perfectly interwoven storylines, but also for secondary characters. I think every single one of them was a success. I even liked the second part better than the first. This was possibly because Felix and the others no longer had to be introduced, leaving more room for solving the case.
Wollte wissen wie es weiter geht... Ich mag es, wenn es zwei Erzählstränge gibt, ein Fall wird gelöst und Persönlichkeiten weiter vorgestellt. (Hörbuch)
Ich mag die Grundidee dieser Reihe von Alex Beer sehr. Aber nachdem ich den ersten Band sehr gefeiert habe, konnte mich der zweite Teil nicht so richtig überzeugen.
Ich mag die Hauptfiguren und finde die historischen Details, die die Autorin einbaut, total interessant. Die Ermittlungen fand ich eher langweilig und mir haben Weiterentwicklungen auf dem Bücher übergreifenden Handlungsbogen gefehlt.